Kapitalanlagen jenseits von Festgeldkonten

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datograph

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@thp001 also wenn doch einer gezockt hast, dann du. Rein technisch sehe ich auch heute noch kein starkes Kaufsignal.
 
thp001

thp001

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Kommt darauf an, wie man zocken definiert. Ich habe im März einfach die jeweiligen Marktführer aus den relevanten Branchen gekauft. Was hätte da schon schief gehen sollen? Über 1 oder 2 Jahre hinweg war das m. M. n. ein sicheres Ding. Dass es dann so schnell ging, habe ich ja nicht gewusst. Aber jetzt sind teilweise wieder Bewertungsniveaus erreicht, die ich nicht nachvollziehen kann. Dann fängt bei mir das Gezocke an und dafür habe ich gar nicht die Nerven. Also habe ich Anfang Juni meine Gewinne mitgenommen und warte jetzt auf neue (für mich nachvollziehbare) Einstiegsmöglichkeiten ...

Gruß, thp001.
 
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Kemp

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Persönlich finde ich das ETF gerade für Privatanleger eine durchaus gute Sache sind und durch die Diversifikation Risiken mindern. Auf der anderen Seite kauft man ggf. Aktien von Unternehmen blind mit welche moralisch oder von der Geschäftsidee her bedenklich sind. Das sollte einem zumindest bewusst sein.

In meinem Depot habe ich bis heute Steinhoff Aktien als Mahnmal für dumme Entscheidungen :hammer: Als die ersten Meldungen zu Wirecard und den vermissten Milliarden aufkammen, hatte ich kurz das Bedürfnis mich mit dem Thema zu beschäftigen und evtl. einen Zock einzugehen. Habe mich dann kurz daran erinnert und mich nicht weiter aktiv damit beschäftigt und es kam wie es kommen musste.
 
datograph

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@thp001 gute Aktien kann man auch zum All-Time-High kaufen, denn diese werden mit hoher Wahrscheinlichkeit ein nächstes All-Time-High erreichen. "Time in the market beats timing the market" heißt es so schön. Wer an der Börse erfolgreich sein will, muss sich den Profis unterordnen und sollte nicht versuchen schlauer als sie zu sein.

Aber viel Spaß dabei auf "nachvollziehbare" Einstiegsmöglichkeiten zu warten, was auch immer das bedeuten mag. Vielleicht wird die Börse nochmal in die Knie gezwungen, vielleicht ist jetzt Wassertreten angesagt, vielleicht rennst du aber auch steigenden Kursen hinterher, weil diese für dich weiterhin nicht nachvollziehbar sind. :hmm:
 
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Scherox

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Mal eine Überlegung zum Investment in Kunst. Ich habe für eine Radierung von Renoir 200€ gezahlt, ca 120 Jahre alt. Was wurde damals, als dies auf den Markt kam, dafür gezahlt? Wieviel eines Durchschnittsverdienstes war das? Haben die Erben der Ersterwerber damit etwas verdient? Ich habe auch noch weitere Radierungen. Aber ich vermute, dass die Ersterwerber besser gelaufen wären, wenn sie einige Gramm Gold gekauft hätten.
 
thp001

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@datograph
Diese schlauen Sprüche was die Börse und das Investieren betrifft, kenne ich natürlich auch alle. Ich versuche mich antizyklisch durch die Schwankungen zu „bewegen“. Das hat übrigens letztes Jahr auch gut geklappt. Ich habe mal ein paar Jahre für einen großen Handelskonzern gearbeitet. Gelernt habe ich da „Der Gewinn liegt im Einkauf“ Und damit bin ich, auch an der Börse, immer gut gefahren ...
Gruß, thp001.
 
datograph

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Diese schlauen Sprüche kommen ja nicht von irgendwo her. Sicher, man sollte Tipps und Ratschläge rund um das Thema Börse kritisch beäugen, jedoch gibt es einige Grundlagen die man für einen langfristigen Erfolg beherzigen sollte.
Fehler macht man dennoch... Ich habe Wirecard auch für ein sicheres Ding gehalten und meine ganze Strategie und die zu berücksichtigen Regeln bei diesem Papier über den Haufen geworfen. Letztendlich habe ich 3500 Euro verloren.
 
aspera

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Hat jemand von euch schon mal Dienste wie Zack's oder Motely Fool in Anspruch genommen? Die verkaufen ihre Investment Tipps ja gerne mal als Abo in verschiedensten Kategorie zu recht gesalzenen Preisen. Ich bin über den kostenfreien Teil von Zack's auf einige Aktien gestoßen, die ich mit ordentlich Gewinn auch wieder veräußern konnte (einen kleinen Verlust habe ich mit anderen Positionen allerdings auch gemacht). Ich hatte mal einen kostenlosen Probemonat mit Zack's Ultimate, aber das war für mein Investmentvolumen und -gebaren schon deutlich zu viel Informationsfluss. Dank Newsletter bekomme ich da hin und wieder (wöchentlich) extreme super Sonderangebote. Ich habe zwar im Moment 100% meiner Invests auf 4 Blue Chips verteilt und die Positionen werde ich auch halten, aber so ein bisschen fehlt mir doch der Nervenkitzel. :ok:
 
Mueller27

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Mal eine Überlegung zum Investment in Kunst. Ich habe für eine Radierung von Renoir 200€ gezahlt, ca 120 Jahre alt. Was wurde damals, als dies auf den Markt kam, dafür gezahlt? Wieviel eines Durchschnittsverdienstes war das? Haben die Erben der Ersterwerber damit etwas verdient? Ich habe auch noch weitere Radierungen. Aber ich vermute, dass die Ersterwerber besser gelaufen wären, wenn sie einige Gramm Gold gekauft hätten.
Ich verstehe nicht was Du meinst.

Zeitgenössische Radierungen sind für mittlere dreistellige Beträge - auch von Renoir - bei Ebay & Co. zu bekommen.
"Wert" wird sowas erst wenn es sich um autorisierte, limitierte und eigenhändig (!) signierte Drucke handelt, die im Idealfall noch einen sog. Provenienznachweis haben.
Ist dies nicht der Fall wird sich der von Dir so genannte "Ersterwerber" sich diesen Druck einfach just for Fun gekauft haben um zu Hause die Wand seiner kleinen Wohnung zu schmücken, nicht als Invest, sondern als "Gebrauchskunst".
Soweit mein rudimentäres Wissen des Kunstmarktes.
 
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Maxefix

Maxefix

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@aspera Nein und würde ich auch nicht. Das ganze hat etwas von einer selbsterfüllenden Prophezeiung: Man gibt "totsichere" Investmenttipps an eine ausreichend große Zielgruppe -> Ein Teil der Zielgruppe kauft die empfohlenen Wertpapiere -> der Kurs steigt, und zwar so lange bis die ersten ihre Gewinne mitnehmen wollen -> der Kurs bricht wieder ein und ist zurück auf seinem realistischem Niveau... Den letzten beißen die Hunde ;-)
 
Articus

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Mal eine Überlegung zum Investment in Kunst. Ich habe für eine Radierung von Renoir 200€ gezahlt, ca 120 Jahre alt. Was wurde damals, als dies auf den Markt kam, dafür gezahlt? Wieviel eines Durchschnittsverdienstes war das? Haben die Erben der Ersterwerber damit etwas verdient? Ich habe auch noch weitere Radierungen. Aber ich vermute, dass die Ersterwerber besser gelaufen wären, wenn sie einige Gramm Gold gekauft hätten.
In der Tat würde ich das auch nicht als "Investment" bezeichnen aufgrund des Überangebots und der unklaren Provenienzen. Investments gibt es im Kunstbereich vor allem zweierlei: 1. Spitzenwerke, die jetzt schon zweistellige Millionenbeträge kosten und aufgrund ihres ikonischen Status von Jahr zu Jahr teurer werden (scheiden für 99,9% der Anleger aufgrund des Einstandspreises aus); 2. zeitgenössische Künstler mit mäßigem bis mittleren Bekanntheitsgrad, deren Durchbruch noch bevorsteht (Einstandspreise im vier- bis fünfstelligen Bereich, erfordert jedoch extrem gute Marktkenntnisse und ein gewisses Gespür für Trends). Fazit: Für den ambitionierten Laien eher weniger geeignet...
 
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Scherox

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Mich hätte halt interessiert, was diese Drucke vor 50 oder 100 Jahren gekostet haben. Wenn man sich eine Sammlung zulegt, stecken schnell einige Tausend drin. Die 200€ für das Blatt von Renoir ist natürlich sehr tief im Preis. Da kommt schon die Frage, ob ich oder die Erben das Geld nochmals dafür bekommen können. Einen Gewinn verspreche ich mir nicht. Investment ist auch nicht richtig ausgedrückt.
 
Boglius

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Servus, mich hat es mit Wirecard auch erwischt. Ich hatte auch noch das Pech, bei 97 EUR/Aktie eingestiegen zu sein. Als dann der Fall los
ging, tippte ich auf eine spätere Erholung und hatte aber schon die Befürchtung, dass sie nie wieder auf ihre hohen Werte kommen wird.
Also kaufte ich nach, um meinen Durchschnittspreis zu senken. Ich kaufte beim Fall und ich kaufte sogar gestern noch nach. Ich konnte meinen
Kaufpreis im Schnitt auf 22 EUR senken. Aber das war sicher nicht klug. Ich hatte mir selbst auferlegt, eine Aktie im Minus nicht zu verkaufen.
Jetzt habe ich den Salat. Meine knapp 5000 EUR an Wirecard Aktien sind jetzt nur noch knapp 1200 eur wert. Ich traue mich noch immer nicht
zu verkaufen. Ich hatte heute einen Limitverkauf bei 9 eur eingestellt. Die 9 Eur knackte sie ja kurz, nun dümpelt sie bei 5,50 rum. Würdet ihr
mit einem Verlust von 3500 eur verkaufen, oder es aussitzen? Klar 3500 EUR tun schon weh. Aber es sind zum Glück auch "nur" 3500 EUR und
nicht wie bei Bekannten 20.000 und teilweise sogar noch mehr. Die haben die Aktien auch noch immer im Depot, ausser Einer, der eine Stop
Order bei 50 eur oder so drin hatte.

Ich flenne ja nicht rum und es verdirbt mir auch nicht so wirklich die Laune, weil einem beim Hantieren mit Aktien immer klar sein muss, es
ist Glücksspiel. Da gewinnt man halt mal nicht immer. Was natürlich ärgerlich ist, dass es ein Betrugsfall ist. Aber auch bei anderen Aktionen,
könnte eine Aktie mal richtig einkrachen, oder ein Unternehmen Pleite gehen.

Doch welche Chancen gibt es? Insolvenzantrag ist ja gestellt, Kaufinteressenten für Teile gibt es, und Wirecard darf ich England erstmal weiter
arbeiten. Aber wird das die Aktie wieder klettern lassen? Kann Wirecard nach der Insolvenz noch weiter existieren?

Ich weiss es ist keine Anlageberatung, aber wie ist denn eure Meinung dazu?
 
K

Kemp

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Die Chance das daraus in absehbarer Zeit eine deutlich positive Entwicklung kommt ist aus meiner Sicht/Meinung unrealistisch. Die Aktie wird nur noch gezockt.
Ob du die letzten Euros retten willst oder es drauf ankommst, kannst du nur selber entscheiden.
 
Boglius

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Die Chance das daraus in absehbarer Zeit eine deutlich positive Entwicklung kommt ist aus meiner Sicht/Meinung unrealistisch. Die Aktie wird nur noch gezockt.
Ob du die letzten Euros retten willst oder es drauf ankommst, kannst du nur selber entscheiden.
Ich möchte da auch keine Entscheidung von den Usern hier. Nur Meinungen hören. Ist halt die Frage ob Wirecard in einem Jahr nicht
mehr existiert, oder ob sich das Unternehmen auf Jahre gesehen, wieder langsam zurückkämpfen kann. Die Geschäftsidee ist ja gut.
Aber was passiert, wenn Teile verkauft werden, steigt dann die Aktie? Oder verliert sie gar an Wert, weil durch den Wegfall einzelner
Teile, das Gesamtunternehmen in Summe ja an Wert verliert. Aber führen die Verkaufserlöse, dann zu einem Aktienanstieg oder bringen
sie die Anlegen noch eher dazu zu verkaufen?
 
F

fluessigbrot

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Ich glaube, dass derzeit keine realistische Einschätzung hinsichtlich der Unternehmenslage möglich ist. In welchem Umfang welches Geschäft existiert, ist für Außenstehende beinahe unmöglich nachzuvollziehen. Die ganze Kiste ist eine riesige Black Box. Kann sein, dass Europa und USA profitabel sind und im Großen und Ganzen auch als Geschäft bestehen. Kann sein, dass in Asien und im arabischen Raum genau gar nichts umgesetzt wird. Es kann sein, dass das Unternehmen 3,5 Milliarden(!) Euro Schulden hat, muss aber nicht sein.

Kurz: eine seriöse Einschätzung ist selbst für Leute nicht möglich, die das beruflich machen, weshalb die meisten Analysten auch ihre Bewertung ausgesetzt haben. Ob man jetzt auf eine Erholung aus welchem Grund auch immer (über einen möglichen Grund würde ich mal nachdenken - findet sich einer?) oder auf ein Ende mit sehr viel Schrecken setzt, muss man leider selbst wissen.
 
K

Kemp

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Ich würde davon ausgehen das Wirecard ausgeschlachtet wird und das was noch Wert hat verkauft wird. Der Aktienkurs wird meiner Meinung nach wesentlich durch Zocker beeinflusst werden und nicht durch fundamentale Entscheidungen.

Könntest dich ja einer Sammelklage gegen das Unternehmen anschließen?

Habe das Thema sehr ähnlich mit Steinhoff durch und bluten müssen. Die Aktien habe ich noch immer im Depot damit mir sowas nie wieder passiert. Als Warnung an mich selbst quasi :-)
 
VinC

VinC

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Das weitere Vorgehen kommt ganz darauf an was für ein Typ man ist, ich würde an deiner Stelle zwischen 3,5 und 5 nicht so den dramatischen Unterschied sehen, denn es ist ja bereits "schlimm" genug, man hat sich ja bereits komplett verhauen. Also würde ich versuchen aus den 1.500 Euro, die noch geblieben sind, mit der Wirecard im Tagesgeschäft noch den einen oder anderen Euro zu machen. Wenn man die 1.500 auch noch verzockt, dann ist es so. Aber aktuell ist da viel Tango auf dem Parkett, da kann man zügig mit tanzen oder man steht halt draußen am Rand und schaut sich das wilde Treiben an.
 
funchal

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Ansonsten gilt halt der Spruch:
If you panic, panic first!
Hat sich bei mir schon des öfteren als hilfreich erwiesen.
 
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