Kameravergleich - was brauche ich für gute Bilder an Ausrüstung? Handy vs. Kameras

Diskutiere Kameravergleich - was brauche ich für gute Bilder an Ausrüstung? Handy vs. Kameras im Small Talk Forum im Bereich Community; Nachdem in der letzten Zeit ab und zu mal die Frage aufkommt, ob man mit einem Handy gute Bilder machen kann oder nicht, habe ich mich dieser...
SpeedCat

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Nachdem in der letzten Zeit ab und zu mal die Frage aufkommt, ob man mit einem Handy gute Bilder machen kann oder nicht, habe ich mich dieser Frage nun mal mit einem geordneten Versuchsaufbau angenommen. Ziel dieses Versuches war, aufzuzeigen, daß man auch mit einem Handy oder einer Kompaktkamera Bilder machen kann, die im Forum mit den Bildern einer DSLR durchaus mithalten können. Daß zwischen einer professionellen Kamera und einem Handy selbstverstandlich Unterschiede bestehen ist klar, die Grundsätze sollen hier auch nicht umgeworfen werden. Es geht rein um die verkleinerte, bearbeitete Art von Bildern, die hier im Forum so gut wie ausschließlich vertreten ist.


Ich habe eine kleine Szene aufgebaut, die hoffentlich von allen Unbillen des Fotografierens was enthält. Starke Helligkeitskontraste, starke Farbkontraste, scharfe Kanten und Hintergrundunschärfe. Als erstes habe ich ein Referenzbild aufgenommen. Das Referenzbild soll zeigen, wie das Bild unter Studiobedingungen, also mit einer professionellen DSLR (Nikon D3) aufgenommen und mit einer professionellen Blitzanlage (Multiblitz) beleuchtet, aussieht:




Dieses Bild habe ich nun mit folgenden Probanden nachgestellt:

- Nikon D300 mit Makroobjektiv (DSLR)
- Canon Powershot G12 (Bridgecam)
- Panasonic Lumix DMC-FX500 (Kompaktkamera)
- Apple iPhone 4 (Handykamera)

Um vergleichbare Ergebnisse zu produzieren, habe ich die Vergleichsbilder nicht mit der Blitzanlage beleuchtet, sondern mit zwei Tageslichtlampen von schräg rechts und links vorne. Entsprechende Fotolampen sind einfach zu bekommen und quasi für jeden zu haben. Die Bilder der Kandidaten sind auf die selbe Art und Weise nachbearbeitet wie das Referenzbild oben. Dazu gehören die Farben, die Kontraste, die Schärfe und ein bisschen Retusche. Die einzelnen Arbeitsschritte der Nachbearbeitung sollen gar nicht ausführlich Thema sein, aber es soll verdeutlich werden, daß ich an den Testbildern nicht mehr nachbearbeitet habe, als ich an anderen Bildern auch retuschiere. Die genauen Kameraeinstellungen wie Blende oder Verschlusszeit werde ich ebenfalls nicht nennen, denn so weit wie möglich habe ich die Fotos alle im Automatikmodus der jeweiligen Kamera gemacht. Bei den Bildern, bei denen ich Einstellungen gewählt habe um die Automatik zu beeinflussen, werde ich das zum Bild explizit dazuschreiben. Nochmal: Es geht NICHT um die besten Einstellungen um gute Fotos zu machen, sondern um einen Vergleich, ob es möglich ist.

Folgend die einzelnen Bildergebnisse:

Apple iPhone 4, Blitz = Auto (aus):



Panasonic Lumix DMC-FX500, Automatikmodus, Blitz forciert aus, Makromodus:



Canon Powershot G12, Automatikmodus, Blitz forciert aus, Makromodus:



Nikon D300 / Nikkor Makroobjektiv, Zeitautomatik, ansonsten manuelle Einstellungen:



Fun facts:
Beim iPhone habe ich zwei versuche gebraucht, um das Bild zu machen. Beim ersten Mal hatte ich den Rand der Hohlkehle im Bild, der zweite Versuch ist das oben gezeigte Bild. Bei der Kompaktkamera brauchte ich drei Versuche, bis Bildausschnitt und Reflektionen passten. Das dritte Bild ist das oben gezeigte. Bei der Bridgekamera brauchte ich nur zwei Versuche, bis Bildausschnitt und Reflektionen stimmten. Das zweite Bild ist das obige. Mit der DSLR brauchte ich zwölf (!) Versuche, bis die Belichtung, die Reflektionen und der Weissabgleich passten. Nach dem vierten Fehlversuch habe ich ein Stativ verwendet, um die Belichtung mit einer relativ langen Verschlusszeit verwackelungsfrei hinzubekommen. Die vermeintlich "beste" Kamera für Uhrenfotos hat mir also am meisten Arbeit gemacht, bis alles passte.

Ich behaupte nicht, daß die Bilder alle die gleiche Qualität out of the box hatten. natürlich gab es da immense Unterschiede. Durch ein paar einfache Schritte in der Nachbearbeitung ließ sich das aber wie ich finde ziemlich gut ausgleichen. Für kein Bild waren übrigens mehr als geschätzte fünf Minuten Nachbearbeitung nötig.

Nachfolgend noch ein kurzer Schocker. Zum Vergleich der Ausgangsmaterialien habe ich von allen vier oben verwendeten Bildern einen 100%-Ausschnitt genommen und hier zum direkten Vergleich nebeneinander gepackt. Das Bild ist 1202x802 Pixel groß und kann vergrößert angesehen werden. In der vergrößerten Ansicht entspricht ein Pixel auf dem Bildschirm einem Pixel des völlig unbearbeiteten Ausgangsbildes. Trotz der relativ unterschiedlichen Ausgangszustände waren die Bearbeitungsschritte bei allen Bildern gleich:




Vielleicht lässt sich ja durch diesen Vergleich der Möglichkeiten auch der eine oder andere Handyknipser etwas ermutigen. Mit ein bisschen Geduld und Spucke kann man mit so gut wie jeder Kamera vorzeigbare Resultate erzielen. Man braucht dazu nicht mehr als ein Freeware-Grafikprogramm und ein gewisses Maß an Fleiß. ;)

PS: Ich weiß, daß wir dafür eigentlich den Fachsimpelthread haben Da dort aber nicht jeder User reinguckt, wäre es prima wenn ihr diesen Thread da nicht integriert - so bekommen mehr User die Möglichkeit, sich vielleicht hier ein klein wenig Mut zum Testen und Probieren anzulesen. :super:
 
Zuletzt bearbeitet:
RiGa

RiGa

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Das stimmt in der Tat ein wenig zuversichtlich. 8-)

Danke für Deine Mühe! :super:

Gruß, Richard
 
C

CastAway

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Auch von mir vielen Dank für deine Mühe.

Die Fotos mit dem iPhone 4 brauchen sich vor den anderen nicht zu verstecken.

Und du hast recht,Geduld ist ein erheblicher Faktor.
Daran mangelt es mir öfter.
 
T. Freelancer

T. Freelancer

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@speedcat
Sehr schöne Arbeit. Danke dafür.
Die Ergebnisse bestätigen größten Teils die Erfahrungen, die ich in Deinen workshops gemacht habe. Subjektiv gefallen mir die Bilder von der iphone Kamera und der Panasonic lumix erstaunlich gut.

Gruss
T. Freelancer
 
smarti

smarti

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Die vermeintlich "beste" Kamera für Uhrenfotos hat mir also am meisten Arbeit gemacht, bis alles passte.
Kann ich bestätigen! :super:

Deshalb verstehe ich auch nicht, dass hier (und in vielen anderen Foren) oftmals gleich eine DSLR empfohlen wird, wenn jemand nach einer "etwas besseren" Kamera fragt.

@speedcat: Anschauliche Arbeit! Danke für den Aufwand!
 
s-h-s

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Hochinteressantes Ergebnis, was vielen hier im Forum Mut machen sollte, auch mit weniger teuren Kameras gute Bilder hier einzustellen.

Die guten Ergebnisse liegen, aber ganz sicher zum großen Teil mit an der Beleuchtung und der Nachbearbeitung durch einen erfahrenen Photographen.

Die Vorteile einer (semi-)professionellen DSLR treten mit Sicherheit bei größeren Formaten zu Tage. Und meiner Erfahrung nach, in der schnellen Beinflussbarkeit der Belichtungsparameter, in Situationen welche Schnelligkeit erfordern.

Vielen Dank, für Deine Mühe und den tollen Bericht! :super:

Es stimmt also immer noch: Der Photograph bestimmt das Ergebnis, nicht die Kamera! :-D
 
k.azz`

k.azz`

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Danke für die Vergleichsbilder und vor allem die Gegenüberstellung der unbearbeiteten Bilder!

Dank den Workshops mit dir und Schmitti kann ich nun selbst aus meiner Kompakten mit etwas Nachbearbeitung wirklich gute Ergebnisse zaubern.

Was mich etwas wundert ist die Unschärfe des Tannenbäumchens rechts bei der G12. Da ich ja mit der Kamera schwanger gehe, hat mich das nun etwas "geschockt". Lag das an der Kamera oder am "miesen" Fotografen? ;-) Du hattest ja geschrieben, es war der Automatikmodus - vielleicht ist bei der G12 doch besser eine manuelle Einstellung zu wählen.
 
SpeedCat

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Was mich etwas wundert ist die Unschärfe des Tannenbäumchens rechts bei der G12.
Da ich nur bei der DSLR ein Stativ verwendet habe und daher bei den anderen Bildern der Aufnahmewinkel leicht differieren kann, möchte ich nicht ausschließen daß beim Foto der G12 tatsächlich die Schärfeebene um ein paar Millimeter verrutscht ist. Auch kann natürlich sein, daß die Automatik einfach die Blende weiter geöffnet hat und genau dieser Umstand einfach beim etwas größeren Sensor der G12 im Vergleich zur Lumix und dem Handy mehr auffällt. Daher hab ich extra nicht auf die Aufnahmeparameter geachtet, sondern so viel Arbeit wie möglich der Technik überlassen. :D
 
watch-watcher

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Ich habe mich ja bei dem letzten Workshop bei Schmitti fast ausschließlich umgeschaut um zu sehen was die „Anderen“ machen und vor allem wie sie es machten.

Zuhause habe ich mir dann einfach mal die Adventsdekoration meiner Frau geschnappt und erstmalig in Ruhe und mit Ikea-Box, farbigen Karton und Beleuchtung einige meiner Uhren fotografiert.

Siehe auch https://uhrforum.de/uhren-im-advent-t62389

Fast alle Aufnahmen wurden im manuellen Modus aufgenommen.

Ich war und bin immer noch überrascht was da meine Canon IXUS 7 geschafft hat.

Bei einigen Aufnahmen habe ich zwar erst nachher gesehen, wo es noch an meine Sorgfalt gemangelt hat. Nachbearbeitet habe ich diese Aufnahmen aber nicht.

Generell kann ich aber bestätigen, das die Sorgfalt des Fotografierenden entscheidend für die Qualität der Aufnahmen ist.


@ Thomas, auch ich gehe damit schwanger, mit die G12 anzuschaffen.
 
k.azz`

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Danke für die Erklärung! Bleibt also weiterhin auf dem Wunschzettel ;-)
 
hass67

hass67

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Ich hantiere auch mit einer Lumix und finde, dass das Lumixbild von Schärfe und Farbtreue das Beste ist. Liege ich da daneben ?

Ich habe übrigens die DMC-TZ7. Bei dem Versuch einen ordentlichen Nightshot zu machen, bin ich gerade wieder ordentlich gescheitert. Da hört es bei mir dann jedenfalls auf.

Danke für den Vergleichstest. Hoch interessant. Allerdings muss man betonen, dass ich professionelle Fotos hier im Forum bewundere, aber keineswegs voraussetze oder selber einbringen könnte. Und schon gar ncht würde ich meine Fotos weiterbearbeiten. Abgesehen davon, dass ich von Bildbearbeitung keine Ahnung habe, wäre mir das auch zu aufwendig.

Gruß
ULI
 
Rata

Rata

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Hallo, SpeedCat;

danke für die Versuchsreihe, ich persönlich halte die mit der Lumix gemachte Aufnahme für die Beste in der Serie. Dass die DSLR am meisten Arbeit und Versuche notwendig macht, überrascht mich nicht. Der Vorteil, dass man fast unendlich viele Einstellmöglichkeiten hat, ist IMHO auch der Nachteil. Im DSLR-Forum bekomme ich oft zu sehen und zu lesen, dass viele Leute, die von einer kompakten Kamera auf eine Spiegelreflex umgestiegen sind, enttäuscht wirken und das erworbenen Equipment bald wieder verscherbeln. Ohne sich die Mühe zu machen, sich in das kompliziertere Gerät und die einfachsten Grundlagen der Fotografie einzuarbeiten.

Du zeigst ja, dass mit ein wenig Anstrengung und Geduld aussagefähige und ästhetische Fotos auch mit einfacheren Mitteln möglich sind, Stefans Schlussstatement stimmt halt immer wieder *ggg*

Viele Grüße, Otto
 
Excalibur

Excalibur

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Hochinteressanter Vergleich. Das die Nikon D300 so schlecht abschneidet, schockiert mich geradezu. Objektiv?
Ausserdem ist das Apple sicher nicht das Standard-Handy der User hier. Das Ergebnis ist verblueffend gut! Was im Forum normalerweise an Handy-Bildern kommt - nunja. Der Aufwand, den du betrieben hast, ist sicher auch weit groesser, als der Durchschnittsknipser je machen wird. Klar, um das technisch Machbare zu zeigen, sind vergleichbare Bedingungen notwendig. Aber der besagte Durchschnittsknipser legt die Uhr auf einen Tisch und knipst drauf (mit Blitz). Nachbearbeitet wird auch eher nix.
So ein Vergleich waere ebenfalls mal interessant.

Gruss, Excalibur
 
SpeedCat

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Das die Nikon D300 so schlecht abschneidet, schockiert mich geradezu. Objektiv?
Ich denke nicht, daß die D300 schlecht abschneidet. Eher im Gegenteil. Das bearbeitete Bild ist im Vergleich das beste, nur unbearbeitet sind die Bilder der D300 erwartungsgemäß eher "semihübsch". Aber das ist ja bei einer DSLR durchaus so gewollt. Objektiv war das AF-S Micro Nikkor 60mm 1:2,8G ED, neue Version mit nanokristallvergüteten Linsenelementen.

Ein Vergleich zwischen unbearbeiteten Bildern würde natürlich nur zeigen, daß in der Bearbeitung ein wichtiger Punkt liegt. Insofern habe ich tatsächlich mehr Aufwand getrieben als der "Schnellknipser". Aber genau das wollte ich ja auch zeigen: Daß man mit ein bisschen Arbeit am Bild - fünf Minuten pro Bild und kostenlose Freeware zum bearbeiten vorausgesetzt - so gut wie unabhängig vom Aufnahmegerät ansehnliche Bilder erstellen kann. Die Handyausrede für unscharfe und verrauschte Bilder zieht also nicht. ;) Oft genug wird ja quasi dieser "Ich wollte ja"-Eindruck strapaziert. Aber wenn man mal wirklich gezielt aufzeigt was mit wenig Aufwand zu realisieren ist, macht das ja vielleicht etwas Mut, auch mit subjektiv als ungeeignet empfundenen Apparaten mal das Quentchen mehr an Arbeit zu investieren und dann trotzdem Bilder hier zu zeigen, auf die man stolz sein kann. :super:
 
heretic

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heftiges ergebnis, sehr interessanter test :-)

wobei ich es wohl nicht so gut mit meinem iPhone hinbekommen würde...

werde es aber mal zwischen den feiertagen probieren, das ganze hat mich jetzt doch neugierig gemacht. mal sehen wie sich das iPhone 4 im gegensatz zu meiner betagten sony p100 (compact) macht und dann im vergleich zu meiner sony alpha 200@tamron 90 mm 2,0 makro.
 
Paulchen

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würdest du mal die Exif-Daten posten?
 
SpeedCat

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würdest du mal die Exif-Daten posten?
Jo, aber nur als Zusatzinformation. Denn um die kameraeinstellungen ging es mir hier wie gesagt nicht. Das meiste ging eh automatisch, wird also mit anderen Kameras recht ähnlich ausfallen.

Nikon D300: F/18, 1/3s, ISO 200, +1,7 Av, 90mm, Mittenbetonte Integralmessung, Zeitautomatik
Powershot G12: F/3,2, 1/60s, ISO 160, +0 Av, 11mm, Mehrfeldmessung, Automatik
DMC-FX500: F/3,6, 1/30s, ISO 125, +0 Av, 6mm, Mehrfeldmessung, Automatik
iPhone 4: F/2,8, 1/60s, ISO 80, ---, 4mm, Integralmessung, Automatik

Der Rest der Daten beschränkt sich auf automatischen Weißabgleich, die jeweiligen Dateigrößen und ein paar Punkte ohne Angabe beim iPhone.
 
SpeedCat

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Absolut, ja.

Der Sinn und Zweck dieses Vergleiches war NUR, herauszufinden, ob es möglich ist mit verschiedenen Kameratypen so weit wie möglich automatisiert vergleichbar hochwertige Bilder anzufertigen. Drei Kameras im kompletten Automatikmodus und eine mit Zeitautomatik. Letztere auch nur, weil die D300 eine Vollautomatik nicht hat. Daß die verschiedenen Kameratypen ihre Bilder nicht mit exakt den gleich Einstellungen machen würden war dabei klar wie das Amen in der Kirche, und trotzdem sind vergleichbare Bilder entstanden.

Diese Veranschaulichung soll all jenen Usern Mut machen, die teilweise andeuten gerne bessere Bilder machen zu wollen, sich aber dann auf ihr unzureichendes Kamerahandy berufen. Auch damit kann man nette Bilder machen, ganz alleine das wollte ich zeigen. Vielleicht spornt es ja tatsächlich an, sich mal mehr auszuprobieren und ein wenig mehr Arbeit in ein Bild zu investieren, auch wenn man "nur" eine normale Knipse hat.

Ein Vergleich von übereinstimmenden Einstellungen bei verschiedenen Kameratypen wäre an dieser Stelle Unsinn gewesen. So verschiedene Kameras mit derart unterschiedlichen Möglichkeiten lassen sich nicht mit blanken Zahlen vergleichen, sondern nur anhand der Ergebnisse. Daher wollte ich auch eigentlich keine Aufnahmedaten dazuschreiben. Denn für die Bilder sind sie in diesem Fall echt egal, wie Du siehst. Immerhin kann man anhand der Daten schön ablesen, daß es eben nicht reicht, sich von Fotograf X für die Kamera Y die "besten" Aufnahmeparameter abzugucken. Jeder Kameratyp erzielt mit den gleichen technischen Einstellungen (so weit überhaupt möglich !!!) leicht oder auch deutlich verschiedene Ergebnisse und jeder Fotograf muß für SEINE Kamera und SEIN Setup die besten Einstellungen harausarbeiten. ODER eben auf die Automatik vertrauen, ein bisschen Arbeit ins die Nachbearbeitung investieren und auch ohne manuelle Einstellungen ein passables Bild vorzeigen können.

Daten dreschen können wir gerne im Fachsimpelthread, das hier soll einfach zeigen was mit geringem Mehraufwand möglich ist und ermutigen, nicht nur "Uhr-auf-Küchentisch-Handybilder" mit dem Handy zu machen. Sondern schöne, dem Uhrforum und den Uhren angemessene Bilder. :super:
 
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