Kamera- und Fototalk

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Mueller27

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So, liebe Foto-Freunde im Uhrforum,

nachdem ich die letzten beiden Jahre ja ziemlich viel drumherum gekauft hatte, möchte ich euch nun mein Fotoequipment im Endausbau zeigen.

Als Amateur, der sowohl Digital als auch Analog fotografiert, und der für Reisen und Ausflüge neben der Systemkamera mit Wechselobjektiven auch immer eine flexible kleine Kompakte braucht, lief das am Ende auf genau 4 Kameras hinaus:

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Bei der digitalen Systemkamera fiel die Entscheidung mit der Nikon Z5 am Ende für den "Aufstieg" (bitte die Anführungszeichen mitlesen) ins Vollformat aber zugleich für den Verbleib bei NIKON.
Die Ausflüge zu Fuji und Olympus im letzten Jahr waren nett, aber letztlich hat mir bei diesen beiden Marken die Bedienung nicht wirklich gut gefallen. Bei den beiden Fuji X100 Modell die ich zwischenzeitig besessen hatte ist natürlich der Retro-Look unschlagbar und auf diesen stehe ich auch total. Aber wenn man mit einer Leica M das Original in der Fototasche hat, dann ist eine Fuji X100 eben kein must-have mehr.

Dass es bei Nikon keine Z6 oder Z6 II geworden ist lag einfach daran, dass mir bei einem Händler ein Refurbished-Angebot einer unbenutzten Z5 untergekommen ist, das extrem günstig war.
Die Nikon Z50 wäre zwar genauso mein Favorit gewesen, nur kann ich mir mit der Vollformat Z5 dank Adapter nun meine Nikkor-Linsen mit der analogen Nikon F4 teilen.

Die Vollprofi-Kamera Nikon F4 konnte ich mir als Abiturient natürlich seinerzeit nicht leisten, ich bin aber dankbar dass ich letztes Jahr über E-Bay ein Near-Mint Exemplar dieser Kamera ergattern konnte, die von Design und ihrer Haptik noch immer unschlagbar ist. Bei keiner Kamera macht es solchen Spaß an den dicken Knöpfen zu drehen (OK, ich kenne die neue Nikon D6 nicht).

Die Leica M4 ist die Kamera die am längsten in meinem Besitz ist: Mit der Kamera habe ich seinerzeit schon Bilder meiner 18jährigen Freundin gemacht, die dann meine Frau wurde und heute heute mache ich mit der Leica wieder Portraits einer 18Jährigen: Nun meiner Tochter. Technisch entspricht die M4-P zu 95% der Ur-Leica M von 1954 und ist eine absolut reduzierte No-Nonsense-Kamera. Trotz, oder auch deswegen, ist meine Ausbeute an Bildern mit der Kamera extrem hoch. Eigentlich wird jedes Bild technisch perfekt, dafür ist man aber auch vor jedem Schuss 30 Sekunden am Knobeln wie Belichtung und Schärfe sein sollten,.

Letzte im Quartett ist dann die Kompakte in Digital: Nach bereits guten Ergebnissen vor zwei Jahren mit der Ricoh GR II habe ich mir hier entschieden die aktuelle Ricoh GR III zu kaufen. Optisch kann die Kamera trotz winziger Größe das Optimum aus dem APS-C Format herausholen und die IIIer Variante ist nun auch beim Autofokus und Bildstabilisator (halbwegs) auf der Höhe der Zeit


Alle zusammen sehen dann so aus, und damit dürfte ich die nächsten vier, fünf Jahre erst mal durch sein:


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MROH

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Aber an einer Stelle möchte ich Dir gerne wiedersprechen:
Aber wenn man mit einer Leica M das Original in der Fototasche hat
Viele halten die Leica M als das Vorbild für die Sucher X-Modelle (X100... und X-Pro...), aber wenn man sich die Historie von Fujifilm anschaut, dann entspringt das Design ziemlich genau der Contax G-Reihe. (Manche behaupten, es sei die digitale Fortsetzung der analogen Fuji GW-Reihe, aber die war tatsächlich Mittelformat und hatte mit den heutigen Sucherfujis nichts gemeinsam.
 

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mal sehen, wie langer der "Endausbau" hält :face: .

Bei mir nähert sich die Anschaffung der Leica Q2, nachdem ich lange zwischen der normalen und der monochromen geschwankt habe, wird es wohl die normale
 

T. Freelancer

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OWL wo es am Höchsten ist
Ich habe gestern die Holga 120 mit Rollfilm dabei gehabt. Meine Canon R6 blieb zu Hause :D
Die wartet noch auf einen RF-FD Adapter für die schönen Tokina Tele-Zooms (die wollen auch mal genutzt werden - denke ich jeden falls :-D)
 

Mueller27

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Hier mal einige Bilder der von mir sehr geschätzten Ricoh GR III aus der letzten Woche.
Das ist die Mini-Kamera mit 28mm (KB) Festbrennweite.

Was den Preis in € pro Gramm angeht ist die GR III übrigens eine der teuersten aktuellen Non-Profi Kameras im Markt. :-)


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Besonders gefällt mir die integrierte Makro-Funktion die mir bei der Fuji X100-Reihe gefehlt hat, wo man nicht ganz so weit rankommt.
Die Bildqualität ist auch bei Makro immer perfekt.



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Starker Ausschnitt:

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T. Freelancer

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Die Holga 120N wiegt 160g und kostet beim renommierten Fotointernet Händler so knapp 38€; wenn sie denn lieferbar ist. Ganz schön teuer für eine Mittelformat Kamera, so per Gramm.
 

T. Freelancer

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Bild11(4).jpg


ich habe noch Probleme mit dem Digitalisieren von Mittelformat Holga Fotos. Werde das noch mal überarbeiten.
Und ein Makroobjektiv am VF-Digi Sensor drauf ansetzen.
Natürlich alles selbstentwickelt. :super:
 

Mueller27

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ich habe noch Probleme mit dem Digitalisieren von Mittelformat Holga Fotos. Werde das noch mal überarbeiten.
Und ein Makroobjektiv am VF-Digi Sensor drauf ansetzen.
Natürlich alles selbstentwickelt. :super:

Hi,
das oben schaut doch eher nach einer Doppelbelichtung durch die Kamera aus.

Mein Beileid, dass Du dich mit der HOLGA freiwillig rumquälst, einer völlig unzuverlässigen Witz- und Kindergeburtstags-Kamera bei der Du Zeit und Blende nur raten kannst und deren Hong-Kong Herstellungskosten kaum über dem heutigen Preis einer einzigen Filmrolle liegen dürften, mit der wohl schlechtesten Plastik-Linse die technisch denkbar ist. :-(
Am Budget kann es kaum liegen, denn abseits der bekannten Markennamen Rollei/Hasselblad/Yashica etc. sind die Preise auch für ehemals teure analoge Qualitäts-MF-Kameras, die Dir zuverlässige Dienste leisten würden, ja völlig im Keller.

Mein Rat an Dich -aus der Sicht eines Hobby-Fotografen der zehn Jahre lang recht intensiv ein eigenes Fotolabor im Keller betrieben hat - perfektioniere erst die Entwicklungskette mit einer zuverlässigen Kamera. Hatte ich, glaube ich, ja schon mal geschrieben.
Und wenn der Prozess aus Aufnahme - Entwicklung - Scan - Print steht und bei Dir zur Routine geworden ist, erst dann würde ich mit dem Experimentieren anfangen, etwa dem Einfügen von eher zufallsgesteuerten Komponenten wie einer Lomografischen Kamera

Ich bewundere trotzdem aber Deinen weiter anhaltenden Enthusiasmus mit der analogen Fotografie. :super:

Viele Grüße
 
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T. Freelancer

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Danke für Deinen Kommentar. den ich nur in aller Form würdigen kann. :klatsch:
Aber wenn ich Routine wollte, würde ich wohl weiterhin Pixelgenaue Digitalfotod als das höchste der Gefühle ansehen.
Ohne speziellen Dunkelwechselsack sich an den 120er Film im wahrsten Sinne des Wortes ranzutasten, darum ging es mir unter anderem.
Es ist ja eben auch Fingerspitzengefühl gefragt.
Erstnutzer einer Holga oder auch eines Plan- oder Mittelformatfilms "verheizen" Ihren ersten Film auch mal ganz gerne. Das las ich so in entsprechenden Foren.
Die Rolleicord :hmm: fällt mir gerade ein; Wiesner in München mal antelefonieren. :face::face:

Im Prinzip sind nach meinem Experiment auch noch ganz andere Fallstricke bei Mittelformat gegeben: Das ist eben auch anderes Filmmaterial mit anderen Abroll- und Aufrolleigenschaften; insbesondere eine Herausforderung beim Scannen. Gute MF-Scanner sind eben nicht immer im Budget und sehr gute A3 Farbdrucker eben auch nicht.

Und auch eine Holga konnte mir zu der Erkenntnis verhelfen. was wäre denn, wenn ich jetzt schon zu einer mangelhaften Rolleicord auch noch eine Yashica oder Mamiya angeschafft hätte :ok:
Das mit der Partyschreck Kamera sehen einige übrigens ganz anders. ;-)
 
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T. Freelancer

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Holga Optik

Bild12(2).jpgBildBahnübergang (2).jpg

aber wenn dann der Film auch noch den Drang hat, Wellen zu schlagen. :roll:

Daraufhin habe ich mich jetzt doch zu einer Komplettrevision der Rolleicord bei Gerard Wiesner durchgerungen. Nicht ganz billig, aber . . .
 

Mueller27

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Daraufhin habe ich mich jetzt doch zu einer Komplettrevision der Rolleicord bei Gerard Wiesner durchgerungen. Nicht ganz billig, aber . . .

Schreib doch mal was die Revision kosten wird. Ich denke mal 250€ dürften ein realer Preis sein.

Meine Rolleiflex 2,8F hat auch eine Macke beim Filmtransport und muss - 25 Jahre nach dem ich sie gekauft habe - mal in die Werkstatt.
Danke

Mit einer echten Rollei, eben "Made in Germany", wirst Du - egal welches Modell - , anders als mit der HOLGA, keinerlei Probleme haben. Die sind in der Bedienung extrem einfach und sicher, das bekam seinerzeit sogar der hier hin: :-)

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