Juwelier Abeler in Wuppertal schließt

Diskutiere Juwelier Abeler in Wuppertal schließt im Uhren News Forum im Bereich Uhren-Forum; Ein Dinosaurier unter den Juwelieren schließt seine Pforten, sehr schade!!! Das reißt ein richtiges Loch in die Wuppertaler City...
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Fabian.

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Bin dort gestern noch dran vorbeigelaufen und dort war es nur wegen "Umbauarbeiten" kurzfristig geschlossen.
Mal schauen was daraus wird.
 
Parameter

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Die Uhrenmarke Abeler hat wenig mit dem Geschäft in Wuppertal zu tun.
Stammsitz der Uhrenmarke ist Münster, und es handelt sich lediglich um Verwandtschaft der Familie Abeler aus Wuppertal.;-)
Somit würde ich mal davon ausgehen das die Uhrenmarke weiter existieren wird.

Sehr schade das dieses Geschäft schließt, ich kenne es seit über 30 Jahren.:-(
Und ja, sicherlich ist das Internet eine Ursache.:|
Die Zeiten wo auf Beratung großen Wert gelegt wurde sind letztlich vorbei. Fast alle Informationen bekommt man auch im Netz.
Ich fürchte das ist nur der Anfang von einem großen Juweliersterben.

Auf der anderen Seite kann man die Besitzer auch verstehen, durch die Versteigerung der großen Uhrensammlung aus dem Uhrenmuseum ist so viel Geld in die Kasse geflossen, da muss man sich nicht mehr das täglich Arbeiten antun.:D
 
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paysdoufs

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Ein Dinosaurier unter den Juwelieren schließt seine Pforten, sehr schade!!!
Das reißt ein richtiges Loch in die Wuppertaler City.
http://www.wz.de/lokales/wuppertal/wuppertaler-juwelier-abeler-schliesst-an-der-poststrasse-1.2500102

Grüße
Rainer
Interessant:

Der Einzelhandel erlebt einen rasanten Wandel, die Kundenfrequenz für Fachgeschäfte in der Elberfelder Fußgängerzone nimmt in der Nachbarschaft von Telefonshops und Billigläden kontinuierlich ab. Folge: Die Kundschaft für Schmuck und wertvolle Uhren macht sich in der Elberfelder City rar.
Auf kurz oder lang wird das wohl in allen strukturschwachen Gebieten ohne "Luxusmeilen" ähnlich ablaufen...

So gesehen hat die Inhaberfamilie die Zeichen der Zeit richtig erkannt und zieht den Stecker wohl noch zum richtigen Zeitpunkt. Dass gleich 30 (!) Mitarbeitern als "Kollateralschaden" gekündigt wird ist allerdings heftig.
 
Plaggy

Plaggy

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Hat sowas eigentlich Auswirkungen auf die Garantie?

Ich vermute mal nicht, weil der Kaufbeleg/Kärtchen ja nur dokumentiert, das die Uhr von einem offiziellen Konzi verkauft wurde.

Schade ist sowas allemal immer, aber vermutlich auch ein Zeugniss der Zeit. Wer geht schon dort einkaufen, wenn links ein TEDI ist und rechts einer von den schrecklichen halborientalischen Plastikläden mit abertausenden Handyhüllen und Schnellreparatur, die vermutlich hauptsächlich zum Geldwaschen genutzt werden...
 
Keek83

Keek83

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Die Garantie gibt wenn dann der Hersteller nicht der Verkäufer. Die Gewährleistungsansprüche ggü dem Verkäufer gehen bei Geschäftsaufgabe gff ins Leere.
 
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paysdoufs

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(...)

Schade ist sowas allemal immer, aber vermutlich auch ein Zeugniss der Zeit. Wer geht schon dort einkaufen, wenn links ein TEDI ist und rechts einer von den schrecklichen halborientalischen Plastikläden mit abertausenden Handyhüllen und Schnellreparatur, die vermutlich hauptsächlich zum Geldwaschen genutzt werden...
War mir gar kein Begriff... Mal kurz in Wiki nachgeschaut:

Ver.di bemängelte im Oktober 2011 außerdem den niedrigen Lohn der Angestellten. So soll selbst geschultes Personal mit IHK-Abschluss lediglich einen Brutto-Lohn von 7 Euro pro Stunde erhalten.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Qualität der zumeist aus China importierten Artikel. Häufige Beanstandung seitens diverser Ordnungsämter und des Rapid Exchange of Information System (RAPEX) der EU bezüglich hochgradig giftiger Inhaltsstoffe (z. B. Phthalate), vor allem in Spielwaren, sind das Ergebnis, beispielsweise zuletzt im März 2009 zu einem 3er-Set Puppenfiguren aus Kunststoff.

Auch die Tedi-Preise stehen immer wieder in der Kritik. Zwar suggerieren die Preise ab 1 Euro ein günstiges Preisniveau. Doch häufig sind die Artikel bei anderen Händlern deutlich günstiger zu haben, da für viele Produkte im untersten Preissegment ein Preis von 1 Euro bereits zu hoch ist.
Etwas toxischeres für das innerstädtische Einkaufserlebnis dürfte es kaum geben. Keine Ahnung warum man solche Ansiedlungen in der zentralen Fussgängerzone überhaupt genehmigt.
 
Alex1974

Alex1974

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Das der Ein oder Andere Juwelier zu macht liegt eventuell auch ein klein wenig an UNS.
Schließlich kaufen wir die Uhren über den Marktplatz, bei EBay, Amazon oder sonstigen Händler/Anbieter.
Informationen gibt es innerhalb Sekunden aus dem WWW.

Manche Anbieter haben den Schritt in das WWW verschlafen oder den Fokus falsch ausgerichtet. Andere sind frühzeitig auf den Zug aufgesprungen und verdoppelten Ihren Umsatz Dank WWW.

Wie auch immer, der Markt richtet sich von selbst.

Gruß,
Alexander
 
chnokfir

chnokfir

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Alles richtig, was bislang gesagt wurde.

Es ist nur immer ein Schock, wenn etwas, was bislang immer da war, auf einmal nicht mehr da sein soll.
Aber so ist es mit liebgewonnenen Institutionen, man muss sie hegen und pflegen und sich an ihnen erfreuen, so lange es sie noch gibt. Man muss sich nur darauf einlassen, dass etwas Neues auch schön und gut sein kann.
 
rasy307

rasy307

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Ich denke, dass der Hauptgrund in der Infrastruktur von Wuppertal zu suchen ist. Abeler sitzt im Zentrum von Billigläden, dann die lange Sperrung der B7. Ich kenne einige Leute von außerhalb Wuppertals, die ihre hochwertigen Uhren früher bei Abeler kauften. Das Stadtbild hat sich aber verändert, hinzu kommt die Kriminalität (Zwei Messerstechereien letztes WE).
Meiner Liebe wegen, bin ich jedes zweite WE in Wuppertal und wenn wir samstags beim Pinos draußen sitzen und beobachten, wer da so alles über den Caltwalk flaniert, dann sehe ich kaum jemanden, dem ich es zutrauen würde, die nächste links abzubiegen und zum Abeler zu gehen. Das ist nunmal kein KÖ- Publikum. Ich vermute, dass Abeler schon länger gekämpft hat, denn bei 30 MA und ca. 90.000€/p.m. Personalkosten, ohne das die Familie einen Cent verdient hat, ist ne wahnsinnige Hausnummer.
Der Online- Handel hat m.M.n. nicht so einen großen Einfluß, denn die gutbetuchten Kunden, die sich Luxusuhren und Schmuck kaufen möchten, die wollen auch im Laden betüddelt werden. Auf der KÖ hat man z.B. die Location dafür, aber nicht in Wuppertal.
Ich habe letztes Jahr noch ne Sinn EZM3 beim Abeler mit, für Sinnverhältnisse, ordendlichen Rabatt und einer sehr guten Beratung gekauft.
Abeler sitzt einfach in der falschen Stadt.

Grüße
Rainer
 
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Frank H.

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Die wohl entscheidenden zwei Sätze in dem Artikel:

Es ist zudem kein Geheimnis, dass der Onlinehandel gerade auf die Juwelierbranche großen Druck ausübt. Nicht wenige Kunden nehmen die fachkundige Beratung gerne in Anspruch, um dann die Uhren und den Schmuck bei einem Internethändler zu bestellen.
 
Oliver2609

Oliver2609

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Ist nicht der erste höherwertige Juwelier in Wuppertal der schließt, aber bald der letzte. Was übrig geblieben ist, ist defacto pleite. Scheinbar macht Abeler da vorher Schluss.

Zweifelsohne schade, zumal eine große Konzipalette (Rolex, Tudor, Omega, Breitling, JLC, Nomos, Sinn, Muehle, Longines etc.) bei Abeler vertreten war.

Garantie ist sicherlich nur die Abeler eigene betroffen. Wempe hat das auch. Wenn Du die Uhr in den ersten zwei Jahren bei denen zur Durchsicht bringst, bekommst Du ein weiteres Jahr von Abeler. Das dürfte dann nicht mehr greifen, aber vertretbar und verschmerzbar.

Das (aktuelle) Stadtbild von Wuppertal passt aktuell nicht. Das ist sicherlich EIN Grund.

Entscheidend ist aus meiner Sicht aber folgendes:
Ein Dinosaurier unter den Juwelieren schließt seine ...
Dinosaurier! Mal Hand aufs Herz: Wer hat da wirklich etwas gekauft hier aus dem Thread und fand das Konzept nicht irgendwie schrullig?
 
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Fabian.

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Irgendwie schade, hoffe ich doch, dass Wuppertal sich in den nächsten Jahren zum positiven hin entwickelt.
In letzter Zeit öffnen viele neue Cafés und Restaurants, Radwege werden ausgebaut, der neue Bahnhof wird bald fertig sein und es gibt Konzepte für eine Seilbahn und, was ich besonders attraktiv finde, Ideen für eine autofreie Innenstadt.
Mal schauen was daraus wird.

Fabian
 
Ublo

Ublo

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Gibt es da überhaupt eine richtige Innenstadt? Und ist nicht das schon das Problem? Ich habe da mal Dienst gemacht. Hier liegen im Tal Oberbarmen, Barmen (mit etwas City), Elberfeld (mit etwas mehr City) und Vohwinkel hintereinander. Der Rest liegt links und rechts am oder auf dem Berg. Sowas wie EINEN Stadtkern gibt es da gar nicht. Insofern käme ich auch nie auf die Idee mir diese Stadt für einen Wochenendtrip auszusuchen... Das macht es auch nicht besser für so ein Geschäft. Ich glaube das letzte Mal war Wuppertal richtig in den Schlagzeilen, als der Elefant Tuffy aus der Schwebebahn fiel!
 
Oliver2609

Oliver2609

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Stadtkern wenn man so will ist Elberfeld. Die anderen Stadtteile haben noch den Bedarf des täglichen Lebens plus gewisse Ergänzungen wie Optiker, Schuhgeschäft etc. Barmen ist noch etwas besser ausgestattet, aber alle Anzugspunkte sind mittlerweile weg (Kaufhof, Saturn etc.).

Dazu die eigentlich sehr gute Verkehrsanbindung, die aber derzeit echt "schwierig" ist - bereits seit 6 Wochen KEINEN Zugverkehr wegen Stellwerksumbau, diverse Baustellen auf allen Autobahnen (und das noch Jahre bis Jahrzehnte), die Unterbrechung der B7.

Der Stadt fehlt von den Geschäften her jedweder USP, es ist beliebig hoch zehn und Beliebigkeit bekomme ich bequem und billiger im Netz.
 
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Gödel

Gast
Ich kann den Schock nachvollziehen.
Mir persönlich allerdings ist es egal wenn Konzessionäre ihre Läden schließen. Ich konnte nie nachvollziehen wo der Reiz beim Kauf einer Uhr in einem "Luxusladen" liegen soll.

Was mir hingegen echte Sorgen bereitet: Mit jeder Schließung eines Konzis stirbt auch eine Werkstatt. Das scheint der generelle Trend zu sein: Die Gilde der Uhrmacher altert, Werkstätten werden immer weniger. Ich habe eine Uhr bisher nur 1-2 mal zum Hersteller geschickt, ansonsten werde ich auf Teufel komm raus meine Uhren nicht zum Hersteller schicken, sondern versuchen so lange wie es geht freie Uhrmacher aufzusuchen. Dieses Handwerk darf nicht sterben, sonst ist es aus.
 
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