Junghans Max Bill Automatic Gangverhalten

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carondeb

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Guten Morgen liebe Gemeinde!

Ich habe eine Max Bill Automatic, die ich im Dezember 2018 neu gekauft habe. Auf der Zeitwaage läuft sie bei Vollaufzug pfeilgerade und ohne, dass man etwas beanstanden könnte. Nach etwas mehr als 12 Stunden ist sie jedoch ebenso konstant knapp 15 sec im Plus. Dazwischen wurde sie nicht getragen oder wesentlich bewegt. Generell wird die Uhr nur im Wechsel sehr selten getragen, läuft seit dem Kauf ungefähr die Hälfte der Zeit im Uhrenbeweger, die andere Hälfte liegt sie in der Box. Derzeit ist sie seit gut einem Monat wieder aktiv und da fiel auch der Vorgang über die Tage doch deutlich auf...

Was meint ihr? Erwartbar? Problem? Abhilfe?
Vielen Dank!
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Schraubendreher

Schraubendreher

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Hallo carondeb,

wie ist das Gangverhalten bei normalem tragen? Sprich tagüber in Bewegung, nachts in Ruhe. Das ganze gemessen über sieben Tage und dann auf den mittleren Vorgang pro Tag runtergerechnet. Das ist der entscheidende Wert.

Die Max Bill ist kein Chronometer. Ein gewisser Vorgang ist normal. Wie groß der ist, sagt Dir nicht die Zeitwaage sondern nur eine gemittelte Gangmessung wie von mir beschrieben.

Bis dann:
der Schraubendreher
 
hermannH

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Hallo

Die Zeitwaage zeigt nur eine Momentaufnahme.
Wie oben schon vom Kollegen geschrieben, zählen die Werte deines Trageverhaltens pro 24h mal X Tage. Stelle die Uhr nach einer Funkuhr ein, und trage sie sieben Tage und beobachte die Abweichungen. Sind diese konstant, kann du sie beim Uhrmacher mit Angabe deiner Beobachtungen nachregulieren lassen.


Gruß hermann
 
carondeb

carondeb

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Hm, das müsste ich ausprobieren, derzeit kommt sie 1-2 Tage tagsüber auf den Arm, den Rest der Woche ist die im Uhrenbeweger. Da muss ich mich dann halt ggf entscheiden: wenn ich sie trage und ansonsten immer im Uhrenbeweger habe, dann ist die Abweichung minimal. Wenn ich sie sporadisch trage und in der Nacht immer nur ablege, habe ich einen gewissen Vorlauf. Damit kann ich ja leben, solange ich das weiß. Manche legen ihre Uhren über Nacht ja auch in einer gewissen Position ab, weil sie wissen, dass sie so ein paar Sekunden aufholt bzw verliert.

Mir war eure Meinung wichtig, ob diese Abweichung bei diesem neuwertigen Modell Grund zum Handeln/Regulieren böte oder ob das alles im Rahmen ist.
 
ETA2824

ETA2824

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Nach etwas mehr als 12 Stunden ist sie jedoch ebenso konstant knapp 15 sec im Plus
Das verwendete 28er-ETA-Werk wird gegen Ende der Gangreserve in sehr vielen Fällen deutlich schneller.
Es gibt zwar hier Uhrmacher, die eine solche Beobachtung, wie Du sie machst in Frage stellen.
Aber @Schraubendreher hat Dir m.E. den einzig richtigenTip gegeben.
Entscheidend bei einer Armbanduhr ist das Verhalten, wenn sie von Dir getragen wird. Und zwar
über mehrere Tage. Eine Zeitwaage ist für Rückschlüsse auf den Gang auf Dein Tragverhalten eher
bedingt geeignet.
Sollte sie dann wirklich einen störenden Vorgang haben, lässt Du sie von einem versierten
Uhrmacher regulieren. Keine grosse Geschichte.
Und noch was: Das mit dem Uhrenbeweger würde ich mir nochmals überlegen.
 
carondeb

carondeb

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Danke für die Antworten, der Uhrenbeweger ist eigtl nicht dafür im Einsatz, die Uhr unbedingt immer in Bewegung und also auf Vollaufzug zu halten, sondern weil 2, 3 Uhren im Wechsel getragen werden. Und die inaktiven kommen auf den Beweger, damit sie die tragefreien Tage weiterlaufen, die anderen in der Nacht auf den Schrank.
 
ETA2824

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Und die inaktiven kommen auf den Beweger, damit sie die tragefreien Tage weiterlaufen, die anderen in der Nacht auf den Schrank.
Genau das meinte ich: Das würde ich mir im Zusammenhang auch noch überlegen, ob Du das
Deinen Uhren wirklich zumuten willst.
 
carondeb

carondeb

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Naja, mit Handaufzug statt Uhrenbeweger ist ja bei Automatik wg Verschleiß erst recht kontraproduktiv?
 
30 kHz

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Hallo carondeb,

das ist ja das Faszinierende an Mechanikwerken, daß da so viele Dinge eine Rolle allein und in Kombination miteinander spielen. Dein Stoffwechsel unterliegt doch auch Schwankungen, je nachdem, was Du so machst, was Du gegessen und getrunken hast usw usw. Miß den Blutdruck mal über 24 Stunden, der geht rauf und runter. Die Zeitwaage gibt Dir - siehe Hermann - einen Momentanwert, eine Hochwasserstandsmeldung sozusagen.

Es ist wie mit dem Blutdruck, in Ruhe sagen wir mal 120:80, und dann - beim Anblick einer ROLEX - plötzlich auf 180 :lol:. Da würde ich weder am Blutdruck noch an der Rolex etwas ändern.:lol:

Gruß Dirk
 
hermannH

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Das verwendete 28er-ETA-Werk wird gegen Ende der Gangreserve in sehr vielen Fällen deutlich schneller.
Es gibt zwar hier Uhrmacher, die eine solche Beobachtung, wie Du sie machst in Frage stellen.
Bei einer Gangreserve von ca. 40h, liegt das Ende der Gangreserve bei 2-3h.
12h sind noch nicht mal die Mitte.
Subjektive Beobachtungen und Moment Messungen stehen auf keinen Fall vor technische Fakten. Und diese Fakten wurden den von dir angesprochenen Thread klar aufgezeigt.
 
hiltibrant

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Ein bißchen offtopic:

Der hier angesprochene erhöhte Verschleiß beim Aufziehen eines Automatikkalibers per Hand ist doch konstruktionsbedingt, weil sich bei ETA 28xx z.B. das Kronrad mitdreht und die Klinkenräder einen wahren Tanz vollführen. Gibt es eigentlich heute keine Automaten mehr, bei denen im Handaufzugbetrieb die Automatik völlig abgekoppelt ist? Ich meine mich zu erinnern, dass es das früher häufiger gegeben hätte (PUW?) :hmm:
 
falko

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Der anzustrebende Isochronismus ist halt bei Großserienprodukten nicht immer in gleichem Maße gegeben. Demzufolge halte ich das Gangverhalten für normal im Rahmen des zu Erwartenden.
Natürlich ist das ETA 2824 konstruktionsbedingt etwas empfindlicher bei häufigem Handaufzug. Der Verschleiss betrifft aber weniger die Klinkenräder, sondern ist öfter an der (weichen) Kronradlagerung in der Federhausbrücke zu finden. Bei meinen eigenen Uhren habe ich da noch wenig gefunden. Es empfiehlt sich, diesen Bereich ab und an zu reinigen und neu zu fetten.
 
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carondeb

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Tja... nicht ganz einfach das Thema Regulieren, aber vielen Dank für euren Input, hilft mir schon weiter! Gerade auch Kontroversen sind interessant, es ist doch alles immer eine Mischung aus Theorie und Praxis und es ist aufschlussreich, von verschiedenen Ansichten und Erfahrungen zu lesen!
 
hermannH

hermannH

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Reihenmessungen sind technische Fakten. 😎
Sogar Einzelmessungen sind technische Fakten, lieber Hermann.
Messungen sind Messungen, und sind grob geschprochen immer abhängig von den jeweiligen Parametern, Messgeräten, Umgebung, Umständen und nicht zu vergessen, dem Messenden.
Grundlagen der Technik stehen in der Uhrenmechanik teilweise schon seit Jahrhunderten fest, und sind nicht variabel.
 
30 kHz

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Sogar Einzelmessungen sind technische Fakten, lieber Hermann.
Im Rahmen der Statistik!! Wenn die Fehlerbalken aber größer als der Meßwert sind, taugen die gemessenen Werte bestenfalls für den Eimer.

Das ist nach heutigen Masstäben zu hoch. Die 120 sind ok die unteren 80 dagegen nicht.
Das Diuretikum als therap. Antwort? Die Amerikanische Herzliga hat aber 80 mm Quecksilber diastolischen Wert akzeptiert. Hypertoniker aller Länder, vereinigt Euch! :-D

Gruß Dirk
 
Thema:

Junghans Max Bill Automatic Gangverhalten

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