Junghans Exacta Schrankuhr / Kaminuhr

Diskutiere Junghans Exacta Schrankuhr / Kaminuhr im Sonstige Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo als neuer Forums-Teilnehmer möchte ich mich erst mal vorstellen. Ich bin Jan und komme aus Oberfranken. Bin Informatiker. Vor einigen...
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jan78

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Hallo

als neuer Forums-Teilnehmer möchte ich mich erst mal vorstellen. Ich bin Jan und komme aus Oberfranken. Bin Informatiker. Vor einigen Wochen hab ich eine neue / alte Junghans Exacta Schrankuhr geschenkt bekommen. Bzw. hab ich mir das Geschenk ausgesucht :D

Leider hab ich aber keinerlei Informationen zur Uhr selbst bekommen. Der Verkäufer meinte lediglich daß sie Baujahr 1950 sei und ein 8-Tage-Werk hat. Der Gongschlag (bim-bam) sei abstellbar. Den zugehörigen Hebel mußte ich etwas verformen, damit er auch bei geschlossener Tür funktioniert.

Von Junghans bekam ich noch als Info an die Hand, daß die Uhr wohl eine Auflage von einigen 100.000 hatte, außerdem hat die Uhr eine magnetisch gelagerte Unruh.

Auf dem Werk steht: W278 / 201




Vielleicht hat der ein oder andere noch einen Tipp für mich? Gibts ne Gebrauchsanweisung? Welcher Feder-Aufzug ist für das Werk und welcher für das Schlagwerk? Wie weit kann ich das aufziehen, gibt es einen Anschlag?

Ciao Jan
 
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Hallo Jan,

willkommen im Uhrforum.

Kannst Du evtl. Fotos von der Uhr hier einstellen?

Bei meiner Kaminuhr von Junghans gibt es einen Anschlag für den Aufzug.

Viele Grüße
Fred
 
uri3047

uri3047

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Hallo Jan,es ist eigendlich ganz einfach,der rechte Vierkant ist für das Gehwerk und der linke für das Schlagwerk ! Die ganze Sache (Uhr) von vorne gesehen ! Nur soweit aufziehen bis der Federzug (Kraft der Feder) fester wird , möglichst mit Gefühl und nicht bis zum "bitteren Ende",den dann kann es "P e n g" machen ! Ok ?:shock:

gruß uri
 
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jan78

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Hallo,

schön, daß Informationen eindrudeln. Speziell das Aufziehen hab ich mir jetzt doch einige Male mit viel Gefühl vorgenommen. Es soll ja ein 8-Tage-Werk sein, aber nach 4 bis 5 Tagen scheint zumindest der Gongschlag langsamer zu werden. Auch hab ich dann eine leichte Abweichung vom Gang festgestellt, mit voller Feder läuft die Uhr erstaunlich genau, aber nach 4 bis 5 Tagen eben gibts etwa 1 Minute Zeitversatz. Ich denke, daß das auf die Federn zurück zuführen ist. Deshalb oben die Frage nach dem Anschlag. Denn die Federn haben ja deutlich Zugkraft und entweder ziehe ich nicht weit genug auf oder die Federn sind nicht mehr so "fit". Würde ich jetzt aufgrund der Annahme daß ich nicht weit genug aufziehe dann weiter aufziehen, würde ich ja ggf. die Federn beschädigen.

Ich habe wegen Krankheit über mehrere Tage hinweg das Schlagwerk mittels Hebel an der Rückseite deaktiviert. Ist es normal, daß beim wieder aktivieren nach längerer Zeit zuerst 12 mal geschlagen wird, obwohl es nicht 12 Uhr ist? Bisher hatte ich es immer nur für kurze Zeit deaktiviert und wenn es z. B. 3.35 Uhr war, hat es dann 4 mal geschlagen, also die nächste volle Stunde.

Meine Uhr hat eine Unruh. Wenn ich aber im Internet nach Kaminuhren oder Schrankuhren suche, finde ich fast nur Uhren mit Pendel. Ist eine Uhr mit Unruh wirklich eine solche Seltenheit? Hat man der Einfachheit wegen auf Uhrwerke von Regulatoren zurück gegriffen und einfach das Pendel entsprechend abgeändert?

Laut Aussage von Junghans soll die Uhr mit Unruh (speziell da sie magnetisch entlastet ist) sehr genau gehen. Meiner Meinung nach sollte das aber auch auf Pendel-Uhrwerke zutreffen, da die Masse dort wesentlich größer ist und so auch genauer einstellbar ist, nein?

Das Ticken der Uhr ist zwar schön und geht schnell in anderen Geräuschen unter, gerade beim Fernsehen. Möchte man aber ein Nickerchen machen, ist das Ticken doch deutlich zu laut. Kann man das etwas abmildern? Den Gongschlag kann man ja deaktivieren. Aber hat jemand schonmal versucht, eine Uhr etwas zu dämmen? Würde das überhaupt was bringen?

Mit ist aufgefallen, daß das Zifferblatt schmutzig scheint, zwischen der 4 und 5. Leider ist es aber nicht schmutzig, denn bei einer Reinigung mußte ich feststellen, daß die weiße Farbe weg geht und dann der Untergrund durchscheint. Es ist wohl kein Emaile sondern schlicht (Wasser-)Farbe. Kann das sein? Ist das etwa schon eine Altersbeschwerde? Oder wurde das tatsächlich mit löslicher Farbe umgesetzt?

Ciao Jan
 
W

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Hallo Jan,
manchmal frag ich mich schon..................

Du sagst, die Uhr wäre ca. 1950, nun gut, ein paar Jährchen weniger werden es wohl sein.
Dass die Farbe am Reif abgeht, ist wohl die Ursache, weil jemand mal zuviel geputzt hat.
Eine Alterserscheinung weniger, aber sag mal, siehst Du nach 50 jahren noch aus wie neugeboren??

Über die Genauigkeit lässt sich erst was sagen wenn die Uhr gereinigt ist, ich sehe da doch einige "Rotznasen" auf der Platine von zuviel "Nachölen".
also erstmal die Voraussetzungen schaffen für gute Gangergebnisse, dann kann man versuchen die Uhr möglichst genau zu regulieren.Eine funkuhr wird sie aber nie werden.
Dafür ist es eben auch eine Alte Uhr.
Gruss
WD
 
Der Stromer

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Hallo Jan,
Auch von mir ein Willkommen hier im Forum.

Zu Deinen Fragen:
Absatz 1 hat ja Uri schon beantwortet. Du kannst die Federn schon bis zum Ende aufziehen und wenn Du es da nicht mit Gewalt machst, geht auch die Feder nicht kaputt. Rein mechanisch gesehen hat eine aufgewickelte Zugfeder ihre meiste Kraft so in der Mitte. Soll heißen, dass am Anfang und am Ende die Feder weniger Kraft speichern kann. Ein 8-Tage-Werk hat so in der Regel (bestätigt die Ausnahme) ca. 10 - 12 1/2 Umdrehungen.

Absatz 2: Das kommt darauf an, WO das Schlagwerk blockiert wird. Wenn der Auslösehebel des Rechen blockiert wird, so wird das Schlagwerk IMMER mindestens 12 Schläge bei wieder in Betrieb setzen machen. Das ist schon in Ordnung. Aber danach sollte es wieder (zur vollen Stunde, NICHT um 1/2) richtig schlagen.

Absatz 3: Ja und Nein. Die sog. "Schwebeunruh" ist eine Entwicklung von Hugo Hettich. Viele Uhrenhersteller verwendeten die Gangregler in dem sie sie in Lizenz bauten oder gleich von der Uhrenfabrik Hettich als Komplettteil kauften. So auch Junghans. Guckst Du hier: Hugo Hettich Uhrenfabrik Die funktioniert natürlich auch in rein mechanischen Werken, so wie in Deiner Uhr.

Absatz 4: Auch wieder ja und nein. Das mit dem Pendel ist schon richtig, aber in einer Kaminuhr von Deiner Art ist das Pendel einfach zu kurz, um noch sehr genau zu sein. Und das hat mit dem Gewicht kaum etwas zu tun, sondern nur mit der Schwingungdauer (langes Pendel = lange Schwingung und umgekehrt.) Die Unruh in einer stationären Uhr, in der nur ein sehr kurzes Pendel untergebracht werden könnte, ist da wesentlich genauer.
Bei Deiner Uhr wird wohl eine Revision (Reinigung und Überprüfung auf ausgelaufen Lager, etc.) dringend notwendig sein. Das sieht man schon an den Öl-Nasen auf den Platinen.

Absatz 5: Wenn Dich das Ticken stört, dann bist Du mit so einer Uhr einfach falsch beraten.

Absatz 6: Ja, richtig erkannt. Es wurden schon damals Wasserfarben verwendet, die über die Zeit immer weniger "Wischfest" wurden und sehr beleidigt auf untaugliche Reinigungsversuche reagieren. Für die Aufarbeitung gibt es wohl einige Firmen, die Du auch hier im Forum erfragen kannst (aber erschrick nicht! Für die Aufarbeitung bekommst Du leicht 5 - 10 Deiner Uhren), oder Du bemühst mal ein Nagelstudio. Die Damen dort können sehr gut mit Pinsel und so umgehen.

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Aber WD!

Jetzt fragst Du Dich schon. Wie soll das nur Enden!
 
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jan78

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Hallo nochmal,

ich hab ganz vergessen, mich für die Willkommensgrüße zu bedanken.

Das ist ja eine Menge an Information, besonders der Link von dir, Rolf-Dieter, zur Unruh. Ist das tatsächlich die in meiner Uhr verbaute? Sieht interessant aus. Ich kann allerdings die Ganggenauigkeit an einem Schieberegler verändern, ich muß also nicht direkt am Unruh-Reif was umstecken. Auf dem unterem Bild sieht man es zwar nicht deutlich, da der Haken für den Schlüssel ausgerechnet davor sitzt, trotzdem ist ganz oben so ein Blech mit Skala und genau hinter dem Haken (oberhalb des Uhruh-Reifs), in der Mitte der Skala ist der Hebel.

Zum Absatz 1: 10 bis 12 1/2 Umdrehungen, das ist ja schon ordentlich viel. So oft hab ich bestimmt nicht gedreht. Bzw. wollte ich die Uhr auch nicht leer laufen lassen, da ich gelesen hab, daß es dann u. U. zu Problemen führen kann, wenn das Schlagwerk leer läuft aber das Gang-Werk noch weiter läuft. Aber jetzt weiß ich ja, welches Federhaus für welches Werk ist, dann kann ich ja das Schlagwerk häufiger aufziehen und die Uhr einfach mal laufen lassen, bis sie nicht mehr läuft. Sollte eine Großuhr auch ständig laufen? Automatik-Uhren sollten ja konstant arbeiten, sonst werden sie ungenau. Oft wird da von einem verharzten Öl gesprochen, wenn eine mechanische Uhr steht.

Zum Absatz 2: Ich weiß nur, daß das Werk einen Hebel an der Rückseite hat, der auf einen Dorn drückt. Das Schlagwerk dreht sich dann ganz kurz (fährt womöglich auf den nächsten Schlag vor) und bleibt dann stehen. Auch nach mehrtägigem Deaktivieren des Schlagwerks und nach dem 12maligen Schlagen beim Aktivieren schlägt es wieder richtig. Also soweit alles in Ordnung.

Zum Absatz 3 und 4: Danke für die Infos, habs mir gleich mal weg gesichert. Beim Anschauen des Werks hab ich das Öl schon gesehen. Es sieht aber frisch aus, nicht wie Öl aus einem Motor. Die Lager-Stellen auf der Rückseite der Platine sehen auch frisch und ohne Abrieb aus, soweit ich das beurteilen kann. Die Uhr läuft ja (bis nach 4 bis 5 Tagen) relativ konstant und genau. Erstaunlich genau für eine mechanische Uhr. Meine Swatch Automatik dürfte da nicht ganz so genau laufen. Ich dachte, die "Rotznasen" vom Öl kommen davon, weil jemand zu viel geölt hat, wie WD es schon angedeutet hat.

Zum Absatz 5: Ich bin mit einer Wanduhr / einem Regulator aufgewachsen. Das Ticken und Schlagen war da immer präsent in der Wohnküche meiner Eltern. Von daher bin ich an diese Zeit erinnert, wenn ich das Ticken der Junghans höre. Wenngleich das Ticken einen anderen Charakter hat, als das langsamere Ticken eines längeren Pendels. Es könnte etwas sanfter sein, ganz soll es ja nicht weg. Die japanische Digitaluhr daneben hat zwar auch ihren Charme, aber das Fließen der Elektronen ist halt nicht hörbar. Dafür kann ich die Uhrzeit gut vergleichen.

Zum Absatz 6: Da gibts wohl nur zwei Möglichkeiten. Entweder restaurieren (wobei das Zifferblatt nicht die einzige Baustelle sein wird) oder eben damit Leben und es als "Vintage" bezeichnen. Eine Uhr aus den 50ern darf ja durchaus nicht mehr neu aussehen. Das mit dem Nagelstudio ist auch eine interessante Idee. Welche Art der Farbe würde mann da nehmen? Wieder eine auf "Wasserbasis"? Der Farbton dürfte auch schwierig werden, denn das urprüngliche Weiß ist ja leicht gelblich geworden.

Ciao Jan
 
Der Stromer

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Hi Jan.

Also, was WD und ich meinen, ist, dass das Werk nicht Fachmännisch behandelt wurde. Öl in ein durch die Zeit trockenes Lager geben, ist der Tod eines jeden Lagers und Zapfen. Und die Öl-Nasen - man, die Uhr ist doch kein Kreiselkompass, der in Flüssigkeit gelagert werden muss. Das ist bei dieser Uhr der gravierendste Hinweis auf die Ungenauigkeit und evtl. Schäden am Werk. Also wird Dir, wenn Du die Uhr eine Weile funktionierend behalten möchtest, nichts weiter übrig als mal hier im Forum zu fragen, wer Dir für das Stück eine Revi zu welchem Preis anbietet.
Dann wird die Uhr auch wieder genau gehen und Dir viel Freude bereiten und Deinen Besucher(inne)n ein bewunderndes Erstaunen abringen.

Zum Ziffernblatt würde ich sagen, bitte nur das Nötigste in den Farben, die es im Moment hat, ausbessern lassen. Das können die Damen aus den Nagelstudios!
 
W

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Der Stromer kennt sich aber in Allem aus.....jahresuhren....Schifffahrtstechnisch......Rechts-Linksgewindespezialist......:super:

und jetzt auch noch in den Nagelstudios ........oder ist das noch ein kleines Zubrot????:lol:

Spass beiseite,betreffend Lager und Zapfen bei dem Junghanswerk,
auffallend oft habe ich bei diesem Werk eingelaufene Räderzapfen des Gehwerks,gerade die letzten oberen Räder haben, im Vergleich zu den 80/90 jährigen Werken, dünnere Zapfen.warum weiss ich auch nicht, aber wenn der Zapfen schon nur 0,7 mm hat,dann noch eingelaufen ist,ist nicht mehr viel Fleisch da.
Dann ist ein Neuer fällig, und dass kostet( fast)mehr als ein neuer Fingernagel vom Stromer...:super:
Gruss
WD
 
Der Stromer

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:-( Woher kennst Du denn die Preise für MEINE Fingernägel? :lol::lol::lol: Aber Nagelstudio ist wirklich ein Tipp. Sollte man (frau sowieso) mal ausprobieren. :super:

Und zum Werk: Junghans gestanztes Dünnblechwerk eben. Nur gebaut für einmal Leben. Wie heute eben auch.
 
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jan78

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Hallo,

danke nochmal für die Erläuterungen. Aber so ganz versteh ich das mit den Lagerstellen noch nicht, bitte nicht hauen. Stark vereinfacht (denke ich) ist ein Lager einfach ein Loch im Blech und darin sitzt dann der Zapfen der Welle. Damit die mechanische Reibung gering gehalten wird, kommt dort noch Öl rein. Schützt das Loch und die Welle vor Abnutzung und erleichtert den Gang. Da es in einem Uhrwerk ja keine Ölpumpe wie im Auto gibt, kommt da auch kein neues Öl hin, das vorhandene Öl kann durch den Gang der Uhr (jetzt meine persönliche Meinung) aus dem Lager verdrängt werden. Also muß neues Öl rein. Wenn jetzt ein Werk / Lager trocken läuft, entsteht natürlich höhere Reibung --> Ungenauigkeit und höherer Materialverschleiß. Also müßte man ja vor dem Trockenlaufen wieder nachölen, richtig? Wieso entsteht dann durch das Nachölen eine Gefahr für die Uhr? Um nochmal den Vergleich mit dem Auto heranzuziehen, wenn da das Niveau des Öls auf Minimum steht, kippt man ja eigentlich auch nur Öl nach, um den Verlust auszugleichen. Muß ja nicht gleich ein kompletter Ölwechsel sein.

Getreu meiner Theorie müßte ein mechanisches Werk dann alle x Jahre überholt / revisioniert werden, nein? Wird da dann das Werk nur nachgeölt oder komplett zerlegt, evtl. im Ultraschallbad gereinigt und wieder zusammengesetzt? Letzteres hört sich jedenfalls sehr kompliziert und teuer an. Der Regulator meiner Eltern läuft schon seitdem ich ein Kleinkind war und hat da noch keine "Alterserscheinungen". Bekam auch noch keine Revision oder "Ölwechsel". Und wird häufig aufgezogen, also die Uhr läuft fast ständig, außer es steht ein 3-wöchiger Urlaub an. Aber da wird dann von mir die Uhr auch hin und wieder mal aufgezogen.

Zu meiner Uhr nochmal, würde es ausreichen, sich von dem Zustand der Lager und des Öls zu vergewissern? Quasi ins Werk schauen mit div. Spiegeln und Lupen? Oder muß sie dazu auch schon komplett demontiert werden?

Die Uhr ist ein Spontankauf gewesen. Mechanische Dinge interessieren mich schon seit langer Zeit, deshalb habe ich auch eine Swatch Automatik, anstelle einer Quartz- oder Funkuhr. Die Swatch-Group hat zwar gemeint, die Automatik-Uhr müßte 30 Sekunden pro Tag vor gehen, aber nach dem Einschicken ging sie dann ziemlich genau.

Ich hab was gelesen von Computern / Programmen, die die Ganggenauigkeit von mechanischen Uhren bestimmen können. Ist sowas sinnvoll? Ich hätte da neben meiner Swatch Automatik auch noch eine Taschenuhr und eine andere Automatik-Uhr. Und natürlich die Junghans von oben. Allesamt haben ihren eigenen "Charakter" beim Gang. Das laute Ticken der Junghans könnte man ja mal mit Audacity aufnehmen, ob es gleichmäßig läuft. Oder haben Uhrmacher auch solche Geräte?

Zum Ziffernblatt nochmal. Da muß ich wohl wirklich mal ein Nagelstudio aufsuchen, nur die "Findung" der Farbe läßt mich doch etwas grübeln. Wenn das soweit gut geht, könnte man ja mit Klarlack dann das Ziffernblatt versiegeln, wäre das auch eine Idee? Müßte ich da Farbe ins Nagelstudio mitbringen oder können die das auch beschaffen? Ich meine, die Farben der Fingernägel würden ja nicht unbedingt zu einer Uhr passen. Wieviel würde sowas kosten, nur das Ziffernblatt nachzubearbeiten? Gibts da Erfahrungwerte?

Ciao Jan
 
clavicembalist

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In Lager gehört öl!
Ist das Öl zu alt verharzt es.
Synthetische Öle verdunsten.
Wenn du immer nur neues Öl hinzufügst lösen sich die verharzten Krusten die bereits mit Staub u.a. wie abrieb sich gebunden haben.
Es entsteht eine Art schleifmittel die deiner Uhr erheblichen Schaden zufügt.
Um eine Uhr zu reinigen ist es daher notwendig, diese in ihre Einzelteile zu zerlegen.
Alles andere wäre pfusch.!!!
 
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Watchdoktor

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Das laute Ticken der Junghans könnte man ja mal mit Audacity aufnehmen, ob es gleichmäßig läuft. Oder haben Uhrmacher auch solche Geräte?
Nein, Uhrmacher haben gute Ohren und ERFAHRUNG mit Uhrwerken und mit BESONDEREN Kunden.
Genauso wie angebliche Informatiker:D mit Computern.
Gruss
WD
 
Thema:

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