Junghans 651. Lohnt der Umbau in ein neues Gehäuse?

Diskutiere Junghans 651. Lohnt der Umbau in ein neues Gehäuse? im Herrenuhren Forum im Bereich Herrenuhren; Liebe Community, eigentlich wollte ich mein Debut hier mit der Vorstellung meines allerersten Neuerwerbs einer mechanischen Uhr geben, aber ich...
#1
Chronopope

Chronopope

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Liebe Community,

eigentlich wollte ich mein Debut hier mit der Vorstellung meines allerersten Neuerwerbs einer mechanischen Uhr geben, aber ich konnte noch nicht so die richtigen Bilder schießen… also Geduld.
Daher erst mal zu einer anderen Frage. Habe diese Junghans hier von einem Großonkel geerbt, der sie bis Anfang der 80er immer trug. Ich bekam die Uhr erst Anfang dieses Jahres, das Werk scheint immer noch gut zu funktionieren, es ist das J651 (Basis ETA 2452 oder 2472), Baujahr ca. 1968. J651

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Jedoch: dieses Teil würde ich schon aus optischen Gründen niemals tragen. Bin nicht der reine Sammler, finde schon schade, nur 2 Handgelenke zu haben… Also läge sie eh nur in der Box. Der Zustand (Mikrorisse im Hesalit(?), Schleifspuren auf dem Zifferblatt, größere Kratzer, etc.) ist ja auch eher „befriedigend minus“.

Da mir das Werk aber gefällt, fragte ich meinen Uhrmacher, ob er sie mir in einen meiner Lieblings-Quarzer einbauen könnte. Nach seiner eingehenden Untersuchung mit dem Messschieber war sein Ergebnis: positiv, für 100€ würde er das inkl. dem funktionierenden Datum in 14 Tagen machen.

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Also meine Frage: Lohnt sich das? Zerstöre ich dadurch evtl. größere Werte mit der alten Junghans? Konnte sie nirgends in Börsen für eine etwaige Werttaxierung finden. Was würdet ihr machen? Danke für Eure Meinungen!

Viele Grüße,
Chronopope
 
#2
grmpf

grmpf

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Ich glaube nicht, dass Du da große materielle Werte vernichtest. Und ich bin sicher, eine Revision/Reparatur des Alt-Gehäuses wäre auch nicht billig. Von daher mach, wie Du denkst.
 
Zuletzt bearbeitet:
#3
Althans

Althans

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Hallo,

würde ich nie so machen. Ich würde die Junghans ein wenig aufhübschen (Glas und Gehäuse polieren, Zifferblatt säubern, Werk evtl. überholen, falls überhaupt nötig), ein neues Lederband dran machen und tragen.
Mir würde sie gefallen.
Aber mache, wie du Lust hast.

Nach dem Umbau in ein neues Gehäuse siehst du das Werk doch sowieso nicht. :hmm:

Freundliche Grüße
Peter
 
#4
pallasquarz

pallasquarz

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Hallo, sehe es genauso. Die ursprüngliche Uhr kannst Du mit wenig Aufwand optisch aufbereiten und an einem anderen Band tragen, wenn Dir das Zugband nicht zusagt.
Glas. Mit Polywatch aufpolieren zum Kratzer entfernen
Gehäuse: Mit Chrompolitur polieren
Gehäuseboden: größere schriftferne Kratzer mit 1000er Schleifpapier naß entfernen
Zugband: mit Zahnbürste und warmem Wasser reinigen, mit Chrompolitur aufpolieren
Oder entfernen und ein braunes Lederband anbringen
ZB ist doch sehr schön, auch die Vergoldung des Gehäuses ist sehr gut.

Wenn Dir die Uhr insgesamt nicht zusagen sollte, dann wie sie ist verkaufen.

Viel Erfolg Christoph
 
#5
JungHans

JungHans

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Schließe mich den beiden Vorpostern an.
Würde ich nicht ausschlachten, etwas anderes ist es ja auch nicht. Zumal das Gehäuse zu den seltenen Varianten des J651 gehört.
 
#6
Paulchen

Paulchen

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Lass es, 100 € rausgeworfenes Geld.
Der Quarzticker ist doch arg beliebig.
Leg die Uhr so wie sie ist in den Schrank, oder verkaufe sie.
Just my 2 cents.
 
#7
Chronopope

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Hej, vielen Dank für Euer Feedback, auf genau solche Hinweise hatte ich gehofft.
@pallasquarz , danke für die Tipps, werde nach einer Behandlung neu entscheiden, verkaufen kann ich sie ja dann immer noch. Lederband ist natürlich auch eine Option. Chrompolitur auf der Vergoldung funktioniert?
@JungHans , gut zu wissen, das das Gehäuse doch etwas selteneres ist. Wo könnte ich mich über Verkaufsmöglichkeiten/Preise/Märkte informieren.

Mein Problem ist aber auch, dass bei HGU 18cm und nur 30 mm Breite die Uhr doch etwas "damenhaft" rüberkommt. :-(
 
#8
grmpf

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Märkte etc: siehe Chrono24 oder Ebay bzw Ebay Kleinanzeigen, evtl auch der hiesige Marktplatz.
Aber Forenregel 2.5 beachten ;-)
 
#9
Chronopope

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Wäre es denn nicht auch eine Idee, das Werk in ein mir besser passenderes Junghans-Gehäuse einzusetzen, wo ein gleiches 651 gerade defekt ist? Ist das dann direkt austauschbar (plus natürlich Zeiger de-/montieren) ? Zum Beispiel diese hier: (bild geliehen von junghans-vintage.de)
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#10
grmpf

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Aus 2 mach 1 ist natürlich auch ein eOption und wird m.W.gar nicht so selten gemacht.
Möglich ist viel, entscheiden musst Du.
 
#11
pallasquarz

pallasquarz

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Guten Abend, Du hattest noch nach Politur für das Gehäuse gefragt, Chrompolitur nehme ich auch immer selbst (weil im Haus), es darf aber auch Metallpolitur oä sein.
Was den Umbau betrifft, das ist natürlich machbar, das Problem wird sein, eine günstige Spenderuhr zu bekommen mit gutem Gehäuse und ZB. Die Automatikuhren sind auch begehrt, weshalb das nicht ganz leicht sein dürfte. Günstige Spenderuhren haben meist auch entsprechende Gebrauchsspuren. Dann kommen wahrscheinlich noch Umbaukosten dazu.
Entweder mit der vorhanden (aufbereiteten) Uhr leben oder diese verkaufen und nach einer runden Automatik suchen.
Ist das Gehäuse tatsächlich so schmal (30 mm)?
Grüsse Christoph
 
#12
Toralf Z.

Toralf Z.

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Die Idee, das Werk in ein anderes passendes Junghans-Gehäuse einsetzen zu lassen, halte ich eigentlich für gut.
Nur musst Du eben erst einmal eine gut erhaltene Spenderuhr finden ...
Mit dem Polieren wäre ich bei dem vergoldeten Gehäuse jedoch vorsichtig, sonst bist Du speziell an den Kanten schnell durch.

Gruß
Toralf
 
#13
Chronopope

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@pallasquarz , ja, es sind ohne Krone sogar nur 28 mm. Nach heutigen Maßstäben wohl eher eine Damenuhr. Deswegen auch die Anfrage, sonst würde ich sie gerne selbst tragen.
Zum Polieren, das Gehäuse selbst ist gar nicht soooo schlimm, etwas sanfte Behandlung würde ich mir schon zutrauen. Beim Kunststoffglas machen mir die durchgehenden Risse (Sprünge?) zwischen 1 und 3 Uhr mehr Sorgen, das bekommt man ja auch mit Polywatch nicht weg.
Ich glaube, dann mache ich mich mal auf die Suche nach einem größeren Gehäuse, ansonsten versuche ich, sie einfach zu verkaufen. In das Quarzgehäuse kommt das Werk jedenfalls nicht.

Danke für Eure Tipps und Grüße!
Ralle.
 
#14
pallasquarz

pallasquarz

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Hallo, habe hier zufällig eine eckige Mauthe, die hat sehr ähnliche Maße.
Man darf bei Vintage nicht heutige Maßstäbe anlegen.
Auch 32-34 mm Durchmesser empfindet man heute als zierlich, obwohl man das in den 50ern und 60ern als angemessen empfunden hat.
Selbst die frühen LCD Uhren der 80er waren kaum breiter.
Leider führt das mit dem gerade herrschenden Größen"wahn" zu einer falschen Sicht auf diese Art Uhren.
Deine Uhr hat für die eckige Form normale Größe.
Denke auch, dass das Gehäuse noch gut iO ist.
Trage die Uhr doch einige Zeit, wenn das Werk läuft, man gewöhnt sich auch an ungewohnte Größen.
Grüße Christoph

PS Hier ein vergleichbares Bild am Arm

Welche Vintage-Uhr tragt Ihr heute? -Teil 4-
 
Zuletzt bearbeitet:
#15
Chronopope

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Stimmt, irgendwie ist die Uhr während dieser Unterhaltung größer geworden :shock::
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Meine Vorstellungen in diesem Metier hier müssen eben noch reifen...;)
Aber das mit dem Lederband mach ich wahrscheinlich. Welche Farbe empfehlt ihr?
 
#16
pallasquarz

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Hallo, finde ich gut :super:
Berücksichtige noch den Hinweis von Junghans (#5), daß diese Uhr deutlich seltener anzutreffen ist als die im rundem Gehäuse, so lohnt es sich einmal mehr, sich mit der vorhandenen Uhr anzugfreunden, anstatt sie gegen eine andere auszutauschen.
Zeige sie doch auch einmal hier und schreibe Deine Bedenken/Zweifel dazu, Du wirst nur Zuspruch erhalten
Welche Vintage-Uhr tragt Ihr heute? -Teil 4-

rd_1.jpg

Hier noch zum Eingewöhnen ein ganzer Kerl mit einer kleinen Uhr ;-) (Clark Gable und Jean Harlow in Red Dust)

Was das Band betrifft, meine Empfehlung wäre ein braunes Lederband, denke, die Uhr hat einen 18er Anstoß.
Du kannst Dir für um die 1,- ein einfaches Chinaband wählen oder deutlich mehr ausgeben, je nachdem, von welchem Hersteller und von welchem Tier das Leder stammt
(Kalb, Rind, Büffel, Krokodil, Schwein, Pferd, Strauss, Eidechse, Hai ua).
Da jetzt der Sommer kommt, kannst Du auch ein braunes geflochtenes Perlonband dranmachen. Das hat man damals auch getragen.
Es kann sein, daß Du das alte Band schlecht herausbekommst, weil die Federstege mit der Zeit verdrecken und sich schlecht eindrücken lassen. Notfalls die Rundung am Band vorsichtig mit einem Taschenmesser aufbiegen (hatte ich schon selbst oft genug). oder Du gehst zu einem Uhrmacher/Juwelier und lässt es wechseln.
Grüsse und Uhr weiter tragen :super:
Christoph

PS Bei Interesse schau Dir auch einmal alte Uhrenwerbung an, damit Du die Größe gerecht einordnen kannst und die Bedenken schwinden

Alte Uhrenwerbung.
 
Zuletzt bearbeitet:
#17
grmpf

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Hallo,

zur Golduhr würde ich ein dunkelbraunes Lederband wählen. Evtl eines, das sich zur goldenen Schließe hin leicht verjüngt (also von 18 auf 16mm).
Kannst ja mal die Angebote der Forensponsoren durchblättern, da solltest Du einen guten Eindruck bekommen.
 
#18
Chronopope

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Also , Clark Gable, das ist natürlich nochmal ein Argument ;-) Klasse! Nee im Ernst, ich denke, dass irgendwann die "Miniaturen" wieder schick sind.

Eine Vorstellung werde ich sicher auch noch tun, am besten, wenn ich ein anderes Band habe. Eher in dem Vintage-Zeige- oder dem normalen Vorstellungsthread?

Danke auch für den Tipp mit dem Aufbiegen, das wird glaube ich nötig sein. Mit der Verjüngung, meinst Du dass ich die alte Schließe weiter mit einem Lederband verwenden soll? Das sind nämlich auch 16 mm.

Gangwerte gibt's mittlerweile auch. Sind +32 sek/Tag bei diesem Werk noch akzeptabel, oder lohne ts sich, regulieren ( zu lassen)?
 
#19
pallasquarz

pallasquarz

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Hallo, Harald meint lediglich die Form des Bandes, Du wählst sicherlich eines mit goldener Dornschließe (sind dann schon montiert).
Die Bänder sind entweder gerade, also nicht zulaufend zur Schließe hin (18/18), leicht zulaufend um 2 mm (18/16) oder stark zulaufend um 4 mm (18/14).
Häufig verkauft werden die leicht zulaufenden.
Deine Uhr läuft doch sehr gut, das kann so bleiben.
Ein Vorstellung ist sicherlich eine gute Idee, mehr Resonanz bekommst Du eher im Vintage Thread.
Weiterhin viel Freude damit Christoph
 
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