"Judex" Baujahr 1939

Diskutiere "Judex" Baujahr 1939 im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Guten Abend zusammen:-). Zuerst mal zum (politisch völlig korrekten) Herstellernamen: Auf Lateinisch heißt "Judex" einfach "Richter".:-) Danke...
Rata

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Guten Abend zusammen:-).

Zuerst mal zum (politisch völlig korrekten) Herstellernamen: Auf Lateinisch heißt "Judex" einfach "Richter".:-) Danke für den Hinweis von "Käfer", nachdem ich im "Welche Vintage-Uhr tragt ihr heute?"-Thread schwer in Erklärungsnöte gekommen bin..:oops:. Ich erlaube mir ganz einfach, hier einen Link zu Watch-Wiki einzufügen: Judex

Die aus dem Hersteller "Judex" hervorgegangene "Sefea" existiert heute noch als Teil der "Swatch Group": Sefea

Diese "Judex" habe ich bereits im November 2011 gekauft, jedoch bisher eher selten getragen. Auch, weil da schon lange kein Uhrmacher mehr daran zu Gange war und ich das schöne Ding nicht totlaufen lassen wollte. Und sie ohne Stoßsicherung sowie einem Pressboden ohne Dichtung nicht gerade alltagstauglich ist. Im Februar ging sie zu Herrn Seeling nach Oberselters und kam vor zwei Wochen überholt und mit einer neuen Aufzugsfeder versehen zu mir zurück, ist im Augenblick bei mir am Handgelenk.

Ein hübsches, aber nicht leicht zu fotografierendes Blatt mit kupferfarbenem Außenring und kleinem Sekundenfeld, die Innenfläche ist silberfarben und mit einem schmalen, grauen Ring vom Außenring abgesetzt. Genauso schön: Die Typographe der Ziffern:

Judex - 12.jpg
Judex - 14.jpg
Judex - 15.jpg
Judex - 19.jpg
Judex - 20.jpg

Außer einem etwa 1 mm großen Abplatzer bei halb Sieben ist es noch in einem sehr guten Zustand, und die gebläuten schmalen Zeiger sind ebenfalls eine Augenweide..:-D

Ungewöhnlich ist das Material des Gehäuses: Es handelt sich dabei um verchromten Zinkdruckguss, auf den folgenden Fotos sieht man teilweise die Gussnähte:

Judex - 21.jpg
Judex - 23.jpg

Ein nicht unkomplizierter Werkstoff, das Verchromen erfordert mehr und aufwendigere Vorarbeit als das von Messing oder Stahl. Auch gab es in der Zeit unmittelbar vor, während und kurz nach dem zweiten Weltkrieg oft nur minderwertiges Gussmaterial im zivilen Bereich. Das hochwertigere Material ging, wie so oft, in die Rüstungsindustrie. Viele galvanische Betriebe lehnen es auch heutzutage ab, Teile aus Zinkdruckguss zu verchromen. Die Leute hier machen es, wenn auch nicht gerade im Bereich Uhrengehäuse, entschuldigt das OT..;-):

MOV designtec

Unter dem Edelstahl-Pressboden

Judex - 22.jpg

verbirgt sich ein "Judex 41"-Kaliber:

Judex - Kaliber 41 - 1939 - 4.jpg

(Auch hier sieht man noch die nicht sauber entfernten Gussgrate im Gehäuseinneren).

Am Anfang dachte ich, dass es sich bei dem 1939 auf dem Federhaus-Rad um die Typenbezeichnung handelt. Im französischen "Forum a montres" erfuhr ich dann, dass "Judex" dort in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg die Jahreszahl des Herstelldatums eingravierte. Schön, wenn sich das Baujahr so leicht verifizieren lässt..:-)

Am Handgelenk sieht die Kleine dann so aus:

Judex - Wristshot 5.jpg

Ursprünglich war ein sehr billig wirkendes und auch potthässliches Band montiert,

Judex - 02.JPG

das aber rasch durch ein in bei Holben's Fine Watch Bands Meine eBay Welt - holbensfinewatchbands gekauftes, schöneres Teil ersetzt worden ist.. Übrigens ist der Laden eine gute Adresse, wenn jemand ungewöhnlichere Bänder für feste Stege sucht.:-)

Noch ein paar technische Daten: Ø 33,5 mm ohne Krone, Länge über die Hörnchen 40 mm, Höhe 9,6 mm, Bandanstöße 18 mm.

Wieder mal eine etwas überschwängliche Vorstellung, ich hoffe aber, dass diese und die "Judex" euch dennoch gefallen. Ich wünsche euch Allen eine schöne Walpurgisnacht und einen tollen Maifeiertag:-D!

Viele Grüße, Otto
 
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Königswelle

Königswelle

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Hallo Otto,

eine schöne Uhr hast du da - und dann hat sie auch noch zwei Staatsexamina! :D

Da weiß ich gleich wieder mal, weshalb mich neue Uhren fast durchwegs kalt lassen, wenn es doch solche Schätze gibt.

Glückwunsch zu dem Schmuckstück!

Viele Grüße

Bernd
 
falko

falko

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Sehr schöne und seltene Uhr, Glückwunsch! Auch das Band gefällt mir sehr gut dazu.
 
T

Tomcat1960

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So serviert - gebläuter Zeiger im kupferfarbenen Feld - gefallen mir sogar kleine Sekunden. Und Du hast völlig Recht mit der Typographie des Zifferblattes: die sucht ihresgleichen.

Fazit: ein Traum von Uhr, dem Dein Überschwang jedenfalls nicht schadet.

Grüße
Tomcat
 
mistertomcat

mistertomcat

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Da hast Du Dir wieder ein kleines Juwel angelacht... sehr speziell und wunderschön!
Auch mit der Wahl Deiner Bänder hast Du stets ein ´gutes Händchen´.

Grüsse
Thomas
 
Ruebekarl

Ruebekarl

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Hallo Otto

Ein wirklich schönes Richterlein hast Du da an Land gezogen. Sicher, das Material ist nicht das allerbeste, der Look hingegen schon. Die Typographie der Ziffern, die Stabzeiger und die Farbgebung, alles Klasse!

Gruss vom Ruebekarl
 
fuchsgiro

fuchsgiro

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Eine wunderschöne Uhr zeigst du da, Otto.
Das kupferfarbene Blatt harmoniert sehr schön mit den gebläuten Zeiger und dem neuem Band.
Eine Augenweide.
 
Rata

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Hallo, zusammen, erst einmal einen Gruß in die Runde, vielen Dank für eure Antworten:-D.

@Königswelle: Hallo, Bernd, herzlichen Dank! Nun ja, bei den Staatsexamen hat die "Judex" damals bestimmt nicht "geguttenbergt"...;-) Es stimmt, teilweise könnten sich die Uhrenhersteller heute noch ein paar Scheiben davon abschneiden, wie klar, funktionell und doch schön die alten Uhren oft designed waren. Wobei schon auch gebaut wird, was der Kunde wünscht, und das ist eben oft viel Bling-Bling, um ja aufzufallen.

@falko: Hallo, Gerd; danke auch an dich. Obwohl ich ab und zu bei eBay die Augen nach Uhren der Marke "Judex" Ausschau halte, eine identische Uhr habe ich bisher noch nicht entdeckt, auch in dem französischen Forum nicht. Vielleicht haben die Druckguss-Gehäuse früher oder später doch den Geist aufgegeben, sind zerbrochen. Das war anscheinend die Krux mit dem schlechteren Material, das damals zur Verfügung stand. Anscheinend sind alte Eisenbahn-Modelle aus dem Material schon regelrecht zerborsten, wenn sie einem krassen Temperatur-Unterschied ausgesetzt worden sind:shock:. Infos über die "Zinkpest" findet man auch hier: Zinkpest / Gusspest Oh je, schon wieder meldet sich der Überschwang zu Wort...:oops:;-)

@Aeternitas: Hallo, AL; auch an dich vielen herzlichen Dank! Zu der Zeit um Mitte / Ende 2011 war mein Hauptaugenmerk sowieso auf den kleinen Sekunden, und folglich passte die "Judex" eben voll in mein Beuteschema..;-)

@Tomcat1960: Hi, Tomcat, dankeschön für dein Lob. Übrigens habe ich zwei andere Uhren mit ähnlichen Features, eine "Grandville", mit einem Judex - Sefea 127 als Herz und eine "Orator" mit ETA 900. Wobei die "Orator" sich leider bei einer notwendigen Reparatur (Aufzugswelle gebrochen) als Bastelwastel herausgestellt hat, ich mag sie aber trotzdem immer noch..:-):

Orator - 01.JPG
Grandville - 14.JPG

@mistertomcat: Hallo, Thomas, danke, ich freue mich, dass dir die Uhr gefällt! Ja, die "Judex" ist schon speziell, etwas eigenartig vom Gehäuse her, sowohl das Material als auch die Gestaltung:-). Was die Bänder angeht, bin ich froh, dass ich die "Holben's" in Amerika gefunden habe. Leider bieten die deutschen Anbieter nicht besonders viel Reizvolles, was Bänder mit offenen Enden angeht, besonders bei ungeraden Anstoßmaßen..:|

@Ruebekarl: Hallo, Kai; danke für deine Antwort:-). Die Akzente Zeiger, Form- und Farbgebung sowie die Ziffern passen in der Tat gut zusammen. Ich freue mich auch jedesmal, wenn ich die alte Dame anschaue, die liebevoll gemachten Details sehe. Zum Material hab ich ja schon oben bei Tomcat1960 was Informatives verlinkt, ich bin echt froh, dass diese "Judex" offenbar nur wenig getragen und auch schon bevor sie mein Eigentum wurde, in gute Hände geraten sein muss.

@Fuchsgiro: Hallo, Mario, ich danke auch dir und freue mich, dass die kleine Französin dir angenehm aufgefallen ist.:-D Blatt und Zeiger haben mir von Anfang an gefallen, und das hässliche Band, mit dem ich sie erhalten habe, lies sich ja Gott sei Dank durch etwas Schönes ersetzen.

Übrigens werden in der Bucht gerade ein paar "Judex" angeboten, als sogenannte "Militäruhren"..:shock: Wenn das welche sind, heiße ich James Tiberius Kirk...:D Die mit der Artikelnummer 380415579820 gefiele mir ja, aber der Preis..:???: Und vor Allem die Beschreibung:

Ziviles Nachfolgemodell aus ca. 1960 einer Judex Dienstuhr Wehrmacht, Standardmodell aus dem 2. Weltkrieg , läuft und funktioniert tadellos!

Kupferfarbenes Zifferblatt nach Vorgabe der Wehrmacht mit indirekter Sekunde, arabischen Ziffern und edlen, gebläuten Stahlzeigern

Geschraubter Edelstahlboden, Dunkelblaues Echtlederarmband mit silberner Dornschließe aus den 60er Jahren.

Blitzsauberes Werk mit seltener Signatur: "Made in W-Germany"
Sehr phantasievoll...:D

So, nun genug der Worte, ich wünsche euch Allen noch einen schönen 1. Mai!

Viele Grüße, Otto
 
MaJoLa

MaJoLa

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Hallo Otto,

die Uhren sind alle drei einfach klasse. Und Deine neue Judex hatte ich auch schon entdeckt und mit ihr geliebäugelt.

Interessant find ich, was Du im französischen Forum hinsichtlich des Datum herausgefunden hast.

Ich konnte vor wenigen Wochen folgendes Modell ersteigern:





Bislang würde ich das gute Stück auf frühe bis mitte 40er schätzen. Das Edelstahlgehäuse mußte ich erstmal
ein wenig aufarbeiten, da es völlig grau u. stumpf war. Leider fehlt hier die Jahreszahl.

(aus mir nicht erklärlichen Gründen, bekomm ich das Bild nicht gedreht. Entschuldigung)

Und der ebayer mit der Wehrmachts-Judex ist bestimmt einigen schon wegen der Beschreibung bekannt.
Hier ist grundsätzlich alles eine Wehrmachtsuhr. Selbst ne Thiel - Start und das zu Preisen............da
schweigen wir denn doch lieber.;-)
 
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Z

zeityeti

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Hallo Otto,

auch wenn ich schon ein wenig spät dran bin, muß ich doch unbedingt noch meinen Senf dazu abgeben: GANZ GROSSES KINO! Die Uhr ist einfach traumhaft und die ausführliche und liebevolle Beschreibung ist ausgezeichnet. Das Zifferblatt mit der schönen Typographie und den gebläuten Fadenzeigern ist einfach klasse und sowas sieht man leider nur selten in so gutem Zustand. Übrigens finden sich ähnliche Materialprobleme auch bei vielen anderen Gegenständen aus den Kriegsjahren, eine traurige Angelegenheit für Sammler. Nur die Amerikaner scheinen auch während dem Krieg nicht mit Engpässen und minderwertigem Material zu kämpfen gehabt zu haben.

So, nun wünsche ich Dir noch viel Freude beim Tragen und Ansehen...

Wolfgang
 
Doerthe

Doerthe

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Hallo Otto,
oh, ist diese Uhr schön, ein tolles farblich abgestimmtes Zifferblatt, und deine Fotos geben sehr wohl die Attraktivität dieser Vintage wieder, herzlichen Glückwunsch.Sehr interessant finde ich auch deine Info über das Material, wieder etwas dazu gelernt, vielen Dank.
 
Rata

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Hallo, MaJoLa,

deine "Judex" ist ja allererste Sahne, herzlichen Glückwunsch zu dem ganz tollen Stück!:klatsch:. Ich würde sie auch in die 40er, höchstens Anfang der 1950er einschätzen. Sie sieht herrlich aus, ein richtiges Prachtstück. Soweit mein Schulfranzösisch reicht und ich das im "Forum a Montres" recht verstanden habe, wurde die Jahreszahl nur bis zum Beginn des 2. Weltkriegs eingraviert.

Ich habe eine "Wyler Wicaflex", die gerade beim Onkel Doktor ist, sowie eine "Myr Prima", die Beide deiner "Judex" recht ähnlich sehen:

Myr Prima & Wyler Incaflex - 2.jpg

Und was die Militäruhren angeht: Ich denke, dass da Felix (Member "Phoibos") bestimmt Einiges zu angeblichen Uhren aus diesem Sammelgebiet bzw. welche dazu deklariert werden, erzählen kann..;-) Allerdings denke ich, dass da die potentiellen Käufer sich recht gut auskennen und nicht auf die Vorstellungen herein fallen.

@zeityety: Hallo, Wolfgang;

herzlichen Dank auch an dich, schön, dass dir die Uhr gefällt:-D. Übrigens war das Problem mit dem Guss anscheinend, zumindest im Modellbahn-Bereich, bis in die 1960er noch ziemlich alltäglich. Jepp, und die Amerikaner konnten halt aus dem Vollen schöpfen, während bei den Achsenmächten und den sonstigen Alliierten oft auf Ersatzstoffe zurück gegriffen werden musste. Wahrscheinlich zu unser aller Glück...

Und last but not least @Dörthe: Herzlichen Dank für deine lieben Worte; ein wenig ähneln sich die "Judex" und deine schönen "Homis", die ein Schatz in deiner Sammlung ist. Und das mit den Infos ist gerne geschehen:-D. Ich wollte halt selber so viel wie möglich über das recht ungewöhnliche Gehäusematerial heraus finden. Wenn es auch meistens außerhalb der Uhrentechnik etwas Interessantes gab.

Viele Grüße, Otto
 
hiltibrant

hiltibrant

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Vielleicht hättet ihr die Marke nicht vorstellen sollen 8-)...

Im Ernst: eine gelungen, da liebevolle Vorstellung :super:
 
MaJoLa

MaJoLa

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Klasse, die zwei, Otto.

Wobei mir die Wyler sogar noch einen Tick besser gefällt, durch das Größenverhältnis des Blattes zum Gehäuse.

Wobei die Gehäuseform an sich schon super ist und auch so nicht wirklich oft auftaucht.

Was hier bei meiner Judex (nun hab ich es doch gedreht bekommen. Keene Ahnung woran es lag) nicht so
wirklich rüberkommt, ist die Tatsache, daß das Gehäuse doch relativ dick ist. Zwar nicht übernormal dick, aber
eben doch kräftiger. Und bei einem Maß von ca. 3cm fehlt ihr in jedem Fall die Eleganz Deiner drei Prachtstücke.

Dieses grotigge Armband hätte ich übrigens auch als erstes entfernt. Die Wahl des neuen ist prima ausgefallen.
Und die meinige kommt mit dem leicht wechselbaren Band auch am besten rüben, wobei diese Bänder nun auch
immer Geschmackssache sind.

Übrigens wird von vielen dem Thema Armband eine fälschlicherweise untergeordnetet Bedeutung zugeschrieben.
Die Wahl des richtigen Bandes kann einer Uhr merklich mehr Attraktivität verleihen. Das habe ich dieser Tage
mal wieder deutlich gemerkt, als ich ein paar Bänder untereinander ausgetauscht habe. Da waren denn auch
Originale bei, die ich aber nur deshalb tauschen konnte, weil dies dank Federstege ohne durchtrennung der
Naht möglich war. Und das alles nur, weil mir an einer Uhr ein Band fehlte. Und dieser "Gammelticker" ist, nachdem
mein Uhrmacher Glas u. Zeiger und ich mir den Rest vorgenommen hab, wieder halbwegs präsentationswürdig.

Hier mal kurz ein Bild, wie ich die Uhr bekommen hab. Das Werk ist ein Zentra gestempeltes Bifora Cal.102
Mein Uhrmacher wollte sie eigentlich "schlachten", weil wir das Werk für eine andere Uhr von mir brauchten.
Die hat er mir dann versehntlich geschickt. Zum Glück:D




(mal eben mit dem Handy fotografiert. Fuß gebrochen und Kamera liegt 2 Etagen höher)

der jetzige Zustand:






Das Band ist von der Fides-Geneve, die ich ebenfalls hier schon gezeigt hab.

Belassen wir es erstmal dabei. Schließlich geht es ja hier um
JUDEX.

Grüße
MARKUS
 
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Don Jorge

Don Jorge

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Molwanien
Normalerweise ist man ja ganz froh, wenn man mit keinem Richter zu tun hat, aber in diesem Falle sieht das natürlich ganz anders aus - die überschwängliche Vorstellung wird der Sache mehr als gerecht: Eine tolle Uhr mit grandiosem Zifferblatt - und in der Tat, dass "originale" (war es wohl eh nicht) Armband war ein Graus. ;-) Umso schöner, dass du sie davon befreit hast. Äußerst formschön und passend geraten finde ich auch die Hörner - habe ich in der Form auch noch nicht gesehen.

Meinen Glückwunsch und viel Freude mit der Judex!
 
T. Freelancer

T. Freelancer

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Von A bis Z
Judex hat auch Taschenuhren gebaut.
Ich hab hier und hier einmal eine Makroaufnahme eines Taschenuhrwerks eingestellt.

Ich finde die Aufnahmen und Details (Breguet-Spirale) des alten Uhrwerks einfach schön.

Eine Jahreszahl ist auf der Übersichtsaufnahme nicht zu sehen.

Gruss
T. Freelancer
 
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Rata

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Vielleicht hättet ihr die Marke nicht vorstellen sollen 8-)...
Das Anfixen tut mir jetzt aber furchtbar schrecklich...:oops:;-). Sei froh, dass du nicht in Frankreich wohnst, da wären im "Forum a Montres" noch ein paar andere Einstiegsdrogen zu sehen..:-).

Im Ernst: eine gelungen, da liebevolle Vorstellung :super:
Gern geschehen, ich freue mich, dass sowohl diese als auch die "Judex" dein Gefallen fand.:-)

@MaJoLa: Hallo, Markus, erst einmal wünsche ich dir eine gute Besserung, und dass bald alles wieder heile wird. Und danke fürs Zeigen deiner schönen "No name" bzw. "Zentra" (die ebenfalls eine Vorstellung verdient hier verdient hätte...:-D). Das Vorher-Nachher sind zwei völlig verschiedene Welten, auch das Band passt gut dazu. Stimmt, ein Band vermag den Charakter einer Uhr völlig zu verändern, zum Guten als auch zum Schlechten. Zwei meiner 70er Uhren, eine "Roxy Anker" und eine "Ricoh", kommen seit dem Bandwechsel auf etwas gröber Genarbtes in Schwarz von "Marbacher" ("Roxy") bzw. auf das "Di Modell Colorado" mit doppelter roter Ziernaht (die "Ricoh") weitaus besser zur Geltung als mit den vorher daran montierten Armbändern. Das OT macht übrigens überhaupt nichts, es muss nicht immer britisch-steif und nur auf das Thema fixiert zugehen.:-) Und auf die "Wyler" bin ich schon gespannt, Mitte Juni müsste sie aus Dresden zurück kommen, es ist eine recht ungewöhnliche Uhr, mit einer Art Containergehäuse (das ich nicht geöffnet habe bzw. es nicht tun konnte) und der "Incaflex"-Unruh als Stoßsicherung. Hier ein kleiner Vorgriff auf die Vorstellung, wenn sie wieder da ist:-):

Wyler Incaflex - 05.jpg
Wyler Incaflex - 04.jpg
Wyler Incaflex - 01.jpg

@Don Jorge: Danke auch an dich:-). Mit einem Richter hatte ich seit 10 Jahren nichts mehr zu tun, obwohl der Fall (nur ein Autounfall mit Blechschaden, den der Gegner aber nicht bezahlen wollte) für mich gut ausging: Das Geplänkel der Anwälte vorher, ich dachte, dass ich im falschen Film bin, irgend jemanden umgebracht hätte.:???: Da ist die "Judex" in der Tat ein angenehmeres Erlebnis, das ich mir schon das eine oder andere Mal antue, seitdem sie vom Uhrmacher zurück ist.:-).

@T. Freelancer: Vielen Dank für die tollen Makros des Taschenuhrwerkes, das sehr hochwertig aussieht:-D. In der Bucht ist gerade eine TU dieser Marke im Angebot, nicht ganz taufrisch, aber doch ansehnlich: Artikelnummer 330725204589. Ab wann und wie lange die Jahreszahl auf dem Federhausrad eingraviert worden ist, kann ich dir leider nicht sagen, es scheint auch nur bei den Werken passiert zu sein, die in "Judex"-Armbanduhren eingebaut wurden. Die "Grandville" hat auch ein "Judex"- bzw. "Sefea"-Kaliber verbaut, das 127er, und das ist ohne die Jahresangabe:???:.

Viele Grüße an euch Alle:-D!

Otto
 
MaJoLa

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Hallo Otto,

vielen Dank für die Genesungswünsche. Solang der Kopf noch dranne ist..........:???:

Da bin ich auf weiters von der WYLER aber ziemlich gespannt. Schon irgendeine Ahnung was mit dem guten Stück los ist?

Tatsächlich läßt sich auch über das Thema Armbänder fachsimpeln. Dazu werf ich nochmal kurz was ein:

Wie erwähnt gehört oben gezeigtes Uhrband eigentlich original einer Fides Geneve. Vom gleichen Uhrmachermeister
(1943 in Leipzig ausgebomt, konnte er noch c.a. 30-40Uhren retten) hab ich noch zwei Mimo's. Eckig u. rund. Auch beide
mit Originalban u. ungetragen.

An der eckigen befand sich ein Lederband in einem recht dunklen graublau. Irgendwie hat dieses Band was Plastikmäßiges.
Auf den ersten Blickt wirkte es nicht wirklich hochwertig. Ist aber Leder u. wie neu.

Da mir - wie gesagt - zu obiger Uhr ein passendes Band fehlte ging nu die Tauscherei los. Das braune Laschenband von
der Fides an die schwarze No Name. Federstege der Fides raus, Federstege der Mimo raus. Dieses umnähte Band der Mimo
einmal nachgeschwärzt, damit es zum schwarzen Blatt der Fides passt (Sowas ist eigentlich gar nicht mein Ding; von wegen
Original) und montiert. Und die Mimo.....die hat ein noch ungetragenes Metallband bekommen was ihr - glaube ich -
nicht unbedingt schlecht steht.

Grüße
M.




 
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Rata

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Hallo, Markus,

dieses Band passt der tollen "Mimo" wie angegossen..:klatsch:. Ist es ähnlich wie ein Milanaise aufgebaut? Ich glaube nicht, dass ich so etwas schon gesehen habe, wenn ich auch kein Freund von Metallbändern bin, dieses spezielle Uhrenband hat das gewisse Etwas:-D. Die feinen Rectangulaires übrigens auch, da hab ich auch zwei schöne Stücke mit dieser Bauform, eine "Getra" und eine "Ehr", beide aus Pforzheim, beide mit dem PUW 500 innen drin. In Kurzform sind sie hier vorgestellt: https://uhrforum.de/wer-hat-die-aelteste-funktionierende-armbanduhr-t71570-3, die "Ehr" in Posting #51, die "Getra" in #102.

Die "Wyler" lief zwar, als sie bei mir ankam, allerdings ohne große Gangreserve. Wobei ich mich auch nicht getraut habe, sie ganz aufzuziehen, wer weiß, wie lange sie schon ohne Wartung in einer Schublade gelegen hat. Ich hab aber großes Vertrauen in die Arbeit des Teams um Ralf Steffens in der Dresdner Uhren-Klinik, das schon ein paar meiner alten Schätze wieder in Vordermann gebracht hat. Wenn sie auch nicht alltagstauglich sein wird, aber für das ab und zu getragen werden geht die "Wyler" bestimmt wieder:-).

So, nun aber wünsche ich dir noch einen schönen Abend und ein erholsames Wochenende.

Viele Grüße, Otto
 
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