Jubiläums- und Widmungsgravuren bei Vintage Uhren

Diskutiere Jubiläums- und Widmungsgravuren bei Vintage Uhren im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Hello, wie würdet Ihr eine klassische Uhr, bei jeweils gleicher Erhaltung bewerten, wenn sie mit einer Widmung oder Gravur versehen ist...
uhrenandi

uhrenandi

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Hello,

wie würdet Ihr eine klassische Uhr, bei jeweils gleicher Erhaltung bewerten, wenn sie mit einer Widmung oder Gravur versehen ist. (Gravur zu der Ihr keinen persönlichen Bezug habt).

1). zu erzielender/zu bezahlender normaler Verkaufspreis ohne Gravur ca. Euro 100

2). zu erzielender/zu bezahlender normaler Verkaufspreis ohne Gravur ca. Euro 1000

2). zu erzielender/zu bezahlender normaler Verkaufspreis ohne Gravur ca. Euro 5000

Eure Ideen zu erfahren, würde mich freuen, natürlich nur ungefähr, es ist mir klar, dass es keine exakten Preise gibt, ich bin persönlich nicht extrem heikel, eine Uhr muss bei mir nicht NOS sein, aber Gravuren mag ich nicht besonders..

Ich denke mal bei Standarduhren kann man ev. versuchen einen ungravierten Boden aufzutreiben, bei Taschenuhren dürfte das schon schwieriger sein (die Omega-Taschenuhr meines Opas tragt seine Initialen, da die Uhr zu meinen Lebzeiten ohnehin nicht verkäuflich ist, stört mich auch diese Gravur nicht, aber es ist halt schon die einzige, die mich nicht stört).

Hier ein Beispiel:

 
Poljotnik

Poljotnik

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Also für mich gibt es 3 Arten von Gravuren:

1. Private Gravuren ala "Von x für y wegen...." aber auch "für Herrn x für y Jahre in der Firma z"

2. privat-öffentliche Gravuren (meint allgemein nachvollziehbarer Anlaß). "Herr x anläßlich dem x Jahrestag der Staatsgründung" oder soetwas

3. "öffentliche" bzw. funktionelle Gravuren, wie etwa Kennzeichnung als "Dienstuhr"

Insofern Gravuren Typ 1. das Bild der Uhr nicht stören, was es ja leider viel zu oft auch gibt, Preis plus/minus 0

Gravuren Typ 2. plus 10 Prozent. Gravuren Typ 3. plus 20 %.

Aber das ist meine ganz persönliche Ansicht, die sich auch darin begründet, daß mich bei einer Uhr die nachvollziehbare Geschichte interessiert.

Grüße,

Poljotnik
 
Kaliber 66

Kaliber 66

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Hier mal ein Beispiel für eine Uhr mit privater Gravur, der Preis war nicht von Gravur oder Nichtgravur abhängig. Für GBP < 5 :oops: gabs diese Sekonda mit vergoldetem Luch 2209
 

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Poljotnik

Poljotnik

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...genau diese Art Gravur meine ich, wenn ich sage,daß sie für mich keinen Einfluss darauf hätte was ich für die Uhr zu zahlen bereit wäre..Privat, stört die Uhr nicht...und gut ist.

Grüße,

Poljotnik
 
Käfer

Käfer

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...............
1. Private Gravuren

2. privat-öffentliche Gravuren

3. "öffentliche" bzw. funktionelle Gravuren, wie etwa Kennzeichnung als "Dienstuhr"

......
Wenn ich diese Definitona als Massstab nehme, dann sieht meine ganz persönliche Wertschätzung wie folgt aus:

1. Eher psotiv, da meistens mit Jahreszahl versehen und Uhr dadurch altersmässig genauer einschätzbar, Geschichre der Uhr "blinzelt" durchs Dunkel des Unbekannten ;-).

2. Analog zu 1.

3. Interessiert mich überhaupt nicht, da extrem häufig gefälscht für mich ein Grund preislich eher - 30% oder mehr anzusetzen, für mich ein massives Malus, keinerlei wertmässige Besserstellung.

Wie bereits gesagt, meine ganz persönlichen Wertungen.
 
vaumax54

vaumax54

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Wertminderung resp. Wertsteigerung infolge Gravuren sind Ansichtssache. Selbstverständlich können solche Uhren nicht mehr als New Old Stock bezeichnet oder verkauft werden. Ist ja auch nicht weiter ein Problem, wenn der Erhaltungszustand stimmt.

Ich persönlich finde die Gravuren im Allgemeinen interessant, da sie gute Infos. zur Geschichte einer Vintage geben.

vaumax54, Mitglied V.C.C.
 
Sonnenuhr

Sonnenuhr

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Da Uhren früher oft besondere Geschenke zu bestimmten Anlässen waren und gern auch mal für die Liebsten oder besondere Personen gegeben wurden, gehören da u.U. auch mal schöne Gravuren dazu. Für mich macht es eine Uhr interessanter, selbst wenn nicht nachvollziehbar ist, wer der Vorbesitzer war, so verleiht es dem Stück "Lebensgeschichte", wie es eine schöne Patina auch tun kann. Uhren waren nun mal keine billige Wegwerfware und blieben auch schon mal längere Zeit bei ihrem Besitzer oder in dessen Familie. Umso schöner, wenn geneigte Sammler solche Stücke auch darüber hinaus bewahren. Gerade bei richtig alten Uhren einer bestimmten Zeit können die Gravuren sogar recht kunstfertig sein und eine hübsche Schriftart besitzen.

Wertverlust entsteht m.E. dadurch nicht wirklich. Manches Stück wird vlt. sogar wertvoller (v.a. wenn man sie bestimmten Personen und Ereignissen zuordnen kann). Einige Stücke lassen sich durch eine Gravur erst richtig zu- und zeitlich einordnen.

Was sog. NOS angeht, ist das ohnehin nicht unbedingt ein Siegel für einen wirklich guten Zustand. Unbenutzt und ungepflegt kann so etwas auch nur ewig in irgendeinem Lager rumgelegen haben. Der Zahn der Zeit nagt auch an solchen Stücken. Da sind mir gut gehegte Familienerbstücke mit "laufender" Geschichte lieber.

Zum Bleistift versuche ich gerade eine Hamie zu bekommen, die wohl anscheinend mal einem Freimaurer um das Jahr 1942 gehörte, was aus der Gravur hervorgeht. Sollte ich sie bekommen, werden Bilder nachgereicht.
 
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uhrenandi

uhrenandi

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Ich bin ganz überrascht wie wenig abwertend Ihr Gravuren anseht, selbstverständlich würde ich mich nicht wehren, eine vom Schah, von Stalin oder Breschnew an einen Satrapen überreichte Uhr zu erhalten, wenn der Anlass nachvollziehbar ist.

Aber eine von der Firma Hinz an Herrn Kunz für "treue Dienste" (= unterbezahlte Dienste) überreichte Uhr stufe ich persönlich klar tiefer ein, als eine ungravierte ..

Mir ist übrigens aufgefallen, dass z.B. sehr hochwertige Taschenuhren (Patek und Philippe z.B.) wesentlich tiefere Preise erzielen, wenn sie private Gravuren enthalten.
 
pearl.harbour

pearl.harbour

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Ich kann mich Uhrenandi nur anschließen. In meinen Augen mindern Gravuren durchaus der Wert. Sehr schön ab und an in der Bucht zu beobachten, wenn man die Erlöse für gravierte und ungravierte Uhren gegenüber stellt.

Ich habe noch nie auf eine Uhr mit einer privaten Gravur geboten, gerade weil viele gravierte sehr persönliche Angelegenheiten waren.

Anders sieht es sicherlich für Uhren aus, die berühmten Persönlichkeiten der Zeitgeschichte gehört haben. Da ist eine Gravur mit Sicherheit wertsteigernd.
 
T

Theobald Tiger

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Anders sieht es sicherlich für Uhren aus, die berühmten Persönlichkeiten der Zeitgeschichte gehört haben. Da ist eine Gravur mit Sicherheit wertsteigernd.

Allerdings ohne entsprechenden Echtheitsnachweis auch oftmals eine Fälschung.

Bezüglich einer Wertminderung/steigerung einer normalen Namens- oder Jubileumsgravur gibt es keine allegemein gültige Aussage.

Ich habe häufig erlebt das gravierte Uhren mehr erzielen als ich erwartet habe. Da hier nicht nur Uhrensammler angesprochen werden sondern auch Sammler anderer Gebiete. Spontan fällt mir hier eine ziemlich verlebte Jungangs mit MAN Widmung ein die ungefähr ein 3-faches des Erlöses einbrachte wie ohne Widmung. Auch eine Uhr mit Freimaurerwidmung und eine mit einem Zechenjubileum haben die Erwartungen weit übertroffen.

Ein anderes Problem ist allerdings das bei manchen Gravuren die Goldschicht (besonders bei den dick vergoldeten amerikanischen Uhren) weggraviert wird und sich dann an der Gravur der "Goldfraß" ausbreitet

grüßle

Theo
 
Sonnenuhr

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Ich bin ganz überrascht wie wenig abwertend Ihr Gravuren anseht, selbstverständlich würde ich mich nicht wehren, eine vom Schah, von Stalin oder Breschnew an einen Satrapen überreichte Uhr zu erhalten, wenn der Anlass nachvollziehbar ist.

Aber eine von der Firma Hinz an Herrn Kunz für "treue Dienste" (= unterbezahlte Dienste) überreichte Uhr stufe ich persönlich klar tiefer ein, als eine ungravierte ..

Mir ist übrigens aufgefallen, dass z.B. sehr hochwertige Taschenuhren (Patek und Philippe z.B.) wesentlich tiefere Preise erzielen, wenn sie private Gravuren enthalten.
Und selbst Stalin und Brechnew's Geschenke sind nur Hinz- und Kunz-Uhren, da die beschankten Hinzes und Kunzes die Dinger auch nur tragen konnten, wie jeder normale Mensch auch, am Arm, bzw. sie wie alle anderen in Schattulen hatten. Abgesehen davon dürften diese Leute wohl mehrere solcher "Geschenke" gehabt haben und sie längst nicht wirklich genutzt und gehegt haben. Ist dann eher ein Lagerding mit zweifelhafter Wartungsintensivität (von dem Fälschungsaspekt ganz abgesehen). Da ist eine aus einer normalen Familie, Marke: "Geschenk von Liebsten" oder "für besondere Mitarbeiter" eine damals teure, hochwertige, Uhr doch besser und wohl eher gebraucht, gelebt, erfahren und regelmäßiger gewartet, sprich u.U. in besserem Zustand.

Leute tragen alle Uhren privat, das ist Teil der Vintagekultur. Wer vintage sammelt, nimmt nun mal i.d.R. Uhren, die eben schon gebraucht sind. Die Gravur ändert nichts daran, dass das Stück irgendwie anders laufen würde und letztlich getragen sieht man die Gravur ohnehn nicht. Wenn da also eine Gravur drauf ist, die zeitlich passt, das Stück nicht verunstaltet und vlt. sogar hilft es exakter einzuordnen, stört das m.E. nicht im Geringsten.

Sehr schön ab und an in der Bucht zu beobachten, wenn man die Erlöse für gravierte und ungravierte Uhren gegenüber stellt.
Kann ich jedenfalls bei Hamiltons aus den 20-40ern nicht im Geringsten nachvollziehen. Ich führe da seit anderthalb Jahren eine Exceltabelle mit Verkaufspreisen und es gab nie einen nennenswerten Unterschied zw. graviert und ungraviert. Entscheidend war stets das Modell, der Zustand und ob sie (richtig) restauriert wurde, bzw. authentische Teile besaß.

Ich habe noch nie auf eine Uhr mit einer privaten Gravur geboten, gerade weil viele gravierte sehr persönliche Angelegenheiten waren.
Imo unsinnig. Du kannst gerade bei älteren vintages davon ausgehen, dass die alle, ob graviert oder nicht, sehr persönliche Angelegenheiten waren. Die hätten nicht bis heute überlebt, wären Uhren damals Wegwerfware, wie die Quarzerkultur von heute. Nicht umsonst sprachen damlige Werbeanzeigen die Kunden meistens auf die besonderen und persönlichen Anlässe (Weihnachten, Graduierung, Einschulung, Armeeeintritt, Burtseltage, etc.) im Leben an, um den Liebsten gerade dann eine Uhr zu schenken (die damals wohl für die meisten einen oder mehrere Monatslöhne gekostet haben dürfte). Eine Uhr war damals etwas teures und besonderes, es sei denn du wollstest eine 1$ Uhr, die wurden sicher damals auch bald weggeworfen und sind nicht das, was heute bei Sammlern landet.
 
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uhrenbastler

uhrenbastler

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Ich kann mich Uhrenandi nur anschließen. In meinen Augen mindern Gravuren durchaus der Wert. Sehr schön ab und an in der Bucht zu beobachten, wenn man die Erlöse für gravierte und ungravierte Uhren gegenüber stellt.
Dann kann man nur hoffen, daß noch möglichst viele gravierte Uhren den Weg in die Bucht finden.

Mir persönlich ist eine gut getragene Uhr mit Gravur tausendmal lieber, als irgendein "neues" Teil, das 50 Jahre in einer Schublade gelegen hat, weil es niemand wollte. Dann könnte ich gleich Neuware kaufen...

Insofern bin ich natürlich nicht böse, wenn "Sammler" lieber massig Geld in "NOS"-Ware buttern und uns Liebhabern die abgerockten Stücke für lau überlass
en :)

Ich habe noch nie auf eine Uhr mit einer privaten Gravur geboten, gerade weil viele gravierte sehr persönliche Angelegenheiten waren.
Aber wo ist da das Problem. Den Anbietern bedeutet diese persönliche Angelegenheit nichts, sonst würden sie ja die Uhr nicht in die Bucht stellen. Und mir als Käufer ist es viel lieber, ich erwerbe ein Stück, das mit eine (Lebens-)Geschichte erziehlt, als einen taufrischen Ladenhüter.


Anders sieht es sicherlich für Uhren aus, die berühmten Persönlichkeiten der Zeitgeschichte gehört haben. Da ist eine Gravur mit Sicherheit wertsteigernd.
... und damit unerschwinglich für unsereins.

Ciao
Christoph
 
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