Javil Chronographe Suisse mit 18k Rosegold Gehäuse aus den 50ern

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ganimed76

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Hallo liebe Vintage-Uhren Freunde

Wollte Euch mal meinen Chronographe Suisse der Marke Javil zeigen.

Nachdem ich mir vor ein paar Wochen einen 35mm Chronographe Suisse mit Landeron 47 und schwarzem Ziffernblatt in 18k Rosegold zugelegt hatte, war ich so vernarrt in Chronographe Suisse Uhren, dass ich auch noch einen mit hellem Ziffernblatt wollte.

Ich entschied mich für einen 37,5mm Javil Chrono Suisse mit Landeron 48 Werk. Das Gehäuse ist noch super in Schuss und auch das Ziffernblatt ist makellos sowie auch das Glas. Lediglich der Chronozeiger war dem Vorbesitzer beim zurücksetzen des Zeigers abgefallen und lag nun lose zwischen Glas und Ziffernblatt. Aber diesen konnte ich selbst ganz leicht wieder in Position setzen. War eine Sache von nicht mal 10 Minuten. Ich denke dass dieser Chrono Suisse wohl aus ca. Ende der 50er Jahre stammen wird. Aber genau kann ich es nicht sagen. Vielleicht weiß da jemand mehr.

Habe dann noch ein schönes hellbraunes Kaufmann Straußenleder-Band für die Uhr besorgt und neue Negativ-Federstege, da sie alten an den Enden etwas lädiert waren.

Hoffe ihr mögt sie. Ich für meinen Teil, finde sie ganz toll :)

DSCI0445.JPG

DSCI0439.JPG

DSCI0465.JPG

Und hier ein Foto wie ich sie bekommen hatte, mit losem Zeiger und dem ursprünglichen Lederband...

$_57fs.JPG

Gruß,

Olli
 

Arindal

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Gratuliere zum Chronograph Suisse! Ein Exemplar mit sehr schönem Blatt.

Ich weiß, dass die unter Sammlern nicht den besten Ruf genießen wegen der teilweise kriminell dünnen Goldblech Gehäuse. Trotzdem faszinierende Uhren und ik dieser Größe schön tragbar auch für Nicht Vintage Fans.

Täuscht es, oder hat Deine an den unteren Anstößen schon Eindruckstellen? Passiert leider häufig. Man sollte damit Vorsichtig umgehen, nicht nur wegen des dünnen Goldgehäuses, auch die große Unruh ohne Stoßsicherung verzeiht Stöße nicht. Musste ich selbst schon leidvoll erfahren.
 

sirtaifun

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Eine wirklich schöne Uhr! Gefällt mir sehr gut, Glückwunsch zum Fang!

Auf Deinem zweiten Foto sieht es so aus als ob das Band nicht breit genug wäre oder ist ein Horn verbogen?
 

ganimed76

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Gratuliere zum Chronograph Suisse! Ein Exemplar mit sehr schönem Blatt.

Ich weiß, dass die unter Sammlern nicht den besten Ruf genießen wegen der teilweise kriminell dünnen Goldblech Gehäuse. Trotzdem faszinierende Uhren und ik dieser Größe schön tragbar auch für Nicht Vintage Fans.

Täuscht es, oder hat Deine an den unteren Anstößen schon Eindruckstellen? Passiert leider häufig. Man sollte damit Vorsichtig umgehen, nicht nur wegen des dünnen Goldgehäuses, auch die große Unruh ohne Stoßsicherung verzeiht Stöße nicht. Musste ich selbst schon leidvoll erfahren.

Ja, stimmt. Du hast wirklich gute Augen. Da ist tatsächlich eine kleine Bestoßung am rechten Horn. Sicher mal irgendwo gegen gekommen. Kann man aber vielleicht mit viel Gefühl und einem selbst gebastelten Werkzeug etwas von innen herausdrücken. Hab da schon eine Idee wie ich das machen könnte. Dabei muss man allerdings wirklich sehr sensibel und vorsichtig sein.

Hier mal ein Bild der Delle:

Bild5928.jpg

Gruß

Olli
 

ganimed76

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Eine wirklich schöne Uhr! Gefällt mir sehr gut, Glückwunsch zum Fang!

Auf Deinem zweiten Foto sieht es so aus als ob das Band nicht breit genug wäre oder ist ein Horn verbogen?

Ja, da hast Du recht. Das ist mir auch bereits aufgefallen. Scheint so, als ob das obere linke Horn etwas verbogen ist. Fällt aber nur auf, wegen des Spaltes zwischen Horn und Band. Evtl. kann man es richten. Aber das ist sehr gefährlich bei diesen dünnen Goldblech-Uhren. Ich lass es daher lieber bleiben. Sonst macht es "knack" und dann war's das.

Gruß,

Olli
 

sirtaifun

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Hallo Olli,

in beiden Fällen würd ich mal bei einem Goldschmied vorbeischauen.
 

MaJoLa

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Sehr schöner Chrono, gratuliere Olli.

Das Problem hab ich bei meinem Orfina auch. Delle im Anstoß und leider auch im Denkel und das trotz größter Vorsicht. Da steht man dann vor einem Rätsel und fragt sich, wie das passieren konnte. Zum Glück ist der Messingdeckel auch noch da, der schlimmeres verhindert.

Wie ist das bei Deinem?
 

Arindal

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Ja, stimmt. Du hast wirklich gute Augen.

Leider ist das nicht den Augen zu verdanken, sondern einer langjährigen leidvollen Erfahrung mit diesen Uhren. Ich kaufe mittlerweile keine mehr wenn ich nicht 100% die Bandanstöße einsehen kann. Was da verknickt oder verdellt ist, bekommt man m.E.n. nicht ordentlich wieder raus. Da kommt auch ein Goldschmied nicht von hinten ordentlich dran, und ob er Dir Laser Aufschweißen mit anschließendem Polieren anbietet, käme auf einem Versuch an. Das Material in den Lugs ist oft sehr sehr dünn. Vielleicht kann man die Tiefe der Delle reduzieren. Mehr würde ich nicht machen.

Trotzdem viel Spaß damit!
 

ganimed76

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Leider ist das nicht den Augen zu verdanken, sondern einer langjährigen leidvollen Erfahrung mit diesen Uhren. Ich kaufe mittlerweile keine mehr wenn ich nicht 100% die Bandanstöße einsehen kann. Was da verknickt oder verdellt ist, bekommt man m.E.n. nicht ordentlich wieder raus. Da kommt auch ein Goldschmied nicht von hinten ordentlich dran, und ob er Dir Laser Aufschweißen mit anschließendem Polieren anbietet, käme auf einem Versuch an. Das Material in den Lugs ist oft sehr sehr dünn. Vielleicht kann man die Tiefe der Delle reduzieren. Mehr würde ich nicht machen.

Trotzdem viel Spaß damit!

Ich hatte die Uhr, als ich sie bekommen hatte, ja zerlegt und das Werk ausgebaut, um den Chronozeiger wieder aufzusetzen. Das Glas über den Spannring zu entfernen, war mir zu kitzelig. Also von hinten dran. Dabei hab ich mal gesehen, aus welch dünnem Goldblech diese Uhren bestehen. Ohne die Messingringe und den Messingdeckel im Innern, welche das Gehäuse stabilisieren und das Werk halten, kann man das Gehäuse schon mit ganz wenig Druck zusammen drücken. Die Hörner sind natürlich auch komplett hohl. Hatte mir schon überlegt, einen Gravierstichel vorn mit dem Dremel etwas abzurunden und ihn um 90° umzubiegen (mit Bunsenbrenner erhitzen und weich machen und dann biegen) um dann mit dem vorn abgerundeten Edelstahl-Dorn die Delle am Horn quasi von innen, vorsichtig und unter einer Hartholzunterlage oder Nylon-Küchenbrettchen heraus zu drücken. Das würde sicher gehen, aber völlig verschwinden würde die Delle dadurch wohl auch nicht. Man wird anschließend immer noch eine Störung in der spiegelnden Oberfläche erkennen, denke ich. Und großartig wegschleifen und anschließend polieren ist auch nicht, da das Material dazu einfach zu dünn ist.

Also besser so lassen wie es ist, statt nachher nur alles verschlimmbessert zu haben oder sogar das Gehäuse zerbrochen zu haben, durch auftretende Spannungen im Material.

Die Delle fällt auch nur auf, wenn man ganz genau hinschaut. So sieht man sie gar nicht. Was man allerdings machen könnte, um weiteren Dellen vorzubeugen ist, die Hörner mit Knetstahl (Zwei-Komponenten Kleber) auszufüllen. Dieser härtet dann aus und würde beim nächsten Anstossen der Uhr, weitere Dellenbildung verhindern. Das wäre eine sinnvolle Sache, finde ich.

Habe noch einen kleineren 35mm Chronographe Suisse mit Landeron 47 Werk und ebenfalls mit 18k Rosegold-Gehäuse. Bei diesem ist das Gehäuse aber wirklich noch makellos. Lediglich der dünne Deckel auf der Rückseite hat eine Delle. Aber das Gehäuse ansich ist noch völlig dellenfrei. Das kleinere Gehäuse ist allerdings auch statisch wesentlich stabiler als das größere 37,7mm Gehäuse der Javil.

DSCI0695.JPG

DSCI0684.JPG

DSCI0688.JPG

Gruß,

Olli
 

ganimed76

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Sehr schöner Chrono, gratuliere Olli.

Das Problem hab ich bei meinem Orfina auch. Delle im Anstoß und leider auch im Denkel und das trotz größter Vorsicht. Da steht man dann vor einem Rätsel und fragt sich, wie das passieren konnte. Zum Glück ist der Messingdeckel auch noch da, der schlimmeres verhindert.

Wie ist das bei Deinem?

Ja, der Rückdeckel ist bei meiner recht massiv. Hatte ihn mal gewogen und er wiegt über 6 Gramm. Bei einem anderen, kleineren Chrono Suisse wiegt er nur 2,7 Gramm. Dachte erst dass er nur vergoldet wäre und hab den Deckel extra testen lassen. Er bestand aber tatsächlich aus Gold. Der Deckel ist so stark, dass man ihn nicht von Hand biegen kann. Unter dem goldenen Rückdeckel ist zusätzlich dann noch ein Messingdeckel, der mit "Metal" gestempelt ist. Also Dellen sollte der Rückdeckel hier wohl nicht bekommen. Ich nehme aber auch an, dass der Deckel mal entweder neu angefertigt wurde oder von einer anderen Uhr transplantiert wurde, da der Deckel eine leicht anderen Goldton aufweist. Aber er besteht aus 18k Gold. Ist aber nicht gestempelt.

CAM01180.jpg

Gruß,

Olli
 

Arindal

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Hatte ihn mal gewogen und er wiegt über 6 Gramm. ... Ich nehme aber auch an, dass der Deckel mal entweder neu angefertigt wurde oder von einer anderen Uhr transplantiert wurde, da der Deckel eine leicht anderen Goldton aufweist. Aber er besteht aus 18k Gold. Ist aber nicht gestempelt.

Ich würde auch die These stützen wollen, dass dieser massive Deckel nachträglich angefertigt wurde oder von einem anderem Gold Gehäuse stammt. 6 Gramm, massiv und ungestempelt ist sehr ungewöhnlich.

Ich habe mir mal ein paar Chronographe Suisse Gehäuse angeschaut. Die schwersten Deckel haben 3 oder 3,5 Gramm und die sind dann schon ziemlich verwindungsresistent. Bei 6 Gramm bräuchte es keinen Messingdeckel mehr. Außerdem scheint Dein Deckel im Ganzen gedreht zu sein, während alle mir bekannten CS Deckel eine Art Perlage haben und danach offensichtlich tiefgezogen wurden. Und alle sind mlt Punze.

2,7 Gramm für eine Uhr kleineren Durchmessers ist ebenfalls noch gut. Das Gewicht des dünnsten Deckels, der mir untergekommen ist, wollte ihr nicht wissen...
 

Arindal

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. Hatte mir schon überlegt, einen Gravierstichel vorn mit dem Dremel etwas abzurunden und ihn um 90° umzubiegen (mit Bunsenbrenner erhitzen und weich machen und dann biegen) um dann mit dem vorn abgerundeten Edelstahl-Dorn die Delle am Horn quasi von innen, vorsichtig und unter einer Hartholzunterlage oder Nylon-Küchenbrettchen heraus zu drücken. Das würde sicher gehen, aber völlig verschwinden würde die Delle dadurch wohl auch nicht. Man wird anschließend immer noch eine Störung in der spiegelnden Oberfläche erkennen, denke ich.

Wenn Du von innen an die Stelle der Delle hinkommst und senkrecht zur Goldfläche drücken kannst, wäre zumindest dankbar, sie damit auszuflachen. Aber die kugelförmige Spitze braucht auch genau den richtigen Radius, sonst machst Du wieder Wellen ein. Man darf ja nicht vergessen dass hier durch das Eindrücken auch Material Überschuss an Fläche herrscht und Mangel an Dicke. Ich würde sehr vorsichtig vorgehen mlt solchen Manipulationen und es gut sein lassen, sobald das schlimmste Loch angehoben ist. Es besteht hier auch die Gefahr dass das Goldblech an der benachbarten Kante reißt.

Ja, diese CS Gehäuse sind eher Origami mit Goldpapier als Goldschmiedekunst.
 

ganimed76

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Ich würde auch die These stützen wollen, dass dieser massive Deckel nachträglich angefertigt wurde oder von einem anderem Gold Gehäuse stammt. 6 Gramm, massiv und ungestempelt ist sehr ungewöhnlich.

Ich habe mir mal ein paar Chronographe Suisse Gehäuse angeschaut. Die schwersten Deckel haben 3 oder 3,5 Gramm und die sind dann schon ziemlich verwindungsresistent. Bei 6 Gramm bräuchte es keinen Messingdeckel mehr. Außerdem scheint Dein Deckel im Ganzen gedreht zu sein, während alle mir bekannten CS Deckel eine Art Perlage haben und danach offensichtlich tiefgezogen wurden. Und alle sind mlt Punze.

2,7 Gramm für eine Uhr kleineren Durchmessers ist ebenfalls noch gut. Das Gewicht des dünnsten Deckels, der mir untergekommen ist, wollte ihr nicht wissen...

Hab mir gerade mal die Mühe gemacht und die Deckel mal gewogen. Der Deckel der kleineren 35mm Chrono Suisse wiegt sogar 3,13 Gramm und hat einen Perlschliff innen. Hatte irgendwie 2,7 Gramm im Hinterkopf. Aber das ist das Gewicht des Deckels, der Gigandet Datic gewesen.

Bild5932.jpg

Und der Deckel der Javil Chrono Suisse in 37,5mm wiegt 6,33 Gramm und hat keinen Perlschliff. Wurde scheinbar, wie Du ja auch schon sagtest, gedreht. Sehr ungewöhnlich. Daher und auch wegen der fehlenden Feingehaltspunze, hatte ich zuerst den Verdacht, dass der Deckel evtl. lediglich auch vergoldetem Messing bestehen könnte und ging zum Juwelier damit. Aber der Test beim Juwelier ergab, dass es 18k Gold ist. Wäre dem nicht so gewesen, hätte ich das beim Verkäufer nämlich reklamiert, da 6,3 Gramm 750er Gold zur Zeit immerhin gut 250 Euro an Materialwert ausgemacht hatten. Bei Messing aber quasi nichts. Aber ich war beruhigt als der Juwelier sagte, dass der Deckel gut ist.

Bild5933.jpg

Gruß,

Olli
 
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Javil Chronographe Suisse mit 18k Rosegold Gehäuse aus den 50ern

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