IWC Revisionskosten (Anfrage) übertrieben?

Diskutiere IWC Revisionskosten (Anfrage) übertrieben? im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Was jammert ihr hier über Uhrmachermeister. :hmm: Wir hatten hier letzte Woche die Maler im Haus: Insgesamt keine 3 Stunden Arbeit, örtliches...
Mueller27

Mueller27

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Was jammert ihr hier über Uhrmachermeister. :hmm:

Wir hatten hier letzte Woche die Maler im Haus: Insgesamt keine 3 Stunden Arbeit, örtliches Traditionsunternehmen, immer nur ein Person (der Geselle) da, mit einem Tag Unterbrechung zum Trocknen in denen bei anderen Kunden gemalert wurde.

Rechnung : 680€ brutto.

Ich hab das eben gezahlt, weil es gute Facharbeit war, Du hier sonst immer Monate auf einen Termin warten musst und Handwerker in Deutschland eben teuer sind.

Und da soll ein guter Uhrmacher, in der Regel ein Meister, für eine zeitlich ebenso aufwändige Voll-Revision nicht den gleichen Preis verlangen dürfen/sollen wie ein Maler ?
(Plus Kosten für Ersatzteile die idR teuer bezogen werden müssen).

Carsten
 
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BSBV

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Moin,
man muss da ein wenig unterscheiden zwischen noch verwendeten Werken und Vintage-Werken.
Bei JLC, die haben für die gängigen Werke Revi-Sets. Anders sieht das bei Vintage-Werken aus, und hinzu kommen dann ggf Ersatzteile.

Bei IWC sind in den Revikosten diese Teile enthalten die evtl ausgetauscht werden müssen, und wenn ein zusätzliches Teil defekt ist, dann kommen die Kosten dafür oben drauf.
Eigentlich logisch.
 
Kaiserstühler

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Was jammert ihr hier über Uhrmachermeister. :hmm:

Wir hatten hier letzte Woche die Maler im Haus: Insgesamt keine 3 Stunden Arbeit, örtliches Traditionsunternehmen, immer nur ein Person (der Geselle) da, mit einem Tag Unterbrechung zum Trocknen in denen bei anderen Kunden gemalert wurde.

Rechnung : 680€ brutto.

Ich hab das eben gezahlt, weil es gute Facharbeit war, und Handwerker in Deutschland eben teuer sind.

Und da soll ein Uhrmacher, in der Regel ein Meister, für eine zeitlich ebenso aufwändige Voll-Revision nicht den gleichen Preis verlangen dürfen/sollen wie ein Malergeselle ?
(Plus Kosten für Ersatzteile die idR teuer bezogen werden müssen)

Carsten
Das war ja gerade nicht mein Ansinnen! Ich habe versucht, auf der Basis eines wie ich glaube, angemessenen Stundensatzes den Zeitaufwand abzuleiten und diesen vom Gefühl her als hoch angesehen.

Die Uhr habe ich gerade erst bei einem Uhrmacher gekauft, die Gangwerte sind aber miserabel.
 
hermannH

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Ich habe gestern den Preis für eine Revision meiner JLC (Formwerk, 2 Zeiger) bei einem freien Uhrmacher bekommen und fand die aufgerufenen 420,- € schon recht happig
Ich würde das nicht unter 600,- machen.
Das Werk stammt aus den 40ern. Sehr wahrscheinlich sind die Minutenradzapfen zu rollieren und die Lager zu ersetzen.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind die Unruhzapfen zu rollieren und gegeben falls die Lochsteine zu ersetzen.
Feder sowieso. Die AZ ist in so einem Fall überhaupt nicht abschätzbar.

Erstens gibt es kaum mehr Uhrmacher die das Können und die nötigen Werkzeuge und Maschinen dazu haben, und zweitens lass ich mir so etwas auch deswegen gut bezahlen, da die Arbeiten hochkompliziert sind.

Eingeschickt zu JlC, wird es wohl vierstellig werden - sofern sie die Uhr nicht ablehnen....

Gruß hermann
 
Oelfinger

Oelfinger

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Was mich bei teureren Uhren immer wieder stört ist, daß man Seitens des Herstellers nicht einfach nur das ausführt, was der Kunde möchte. Hier also: Drücker neu befestigen. Voraussichtlich neuen Sprengring und fertig. Centartikel. Nein, man wird gezwungen, für viel Geld die Uhr komplett überholen zu lassen. Ob es nach 8 Jahren bei einer hochwertigen Uhr mit den (hoffentlich) entsprechenden hochwertigen Werkstoffen und der entsprechenden Präzision notwendig ist oder nicht.
Das ist so, als ob man beim KFZ beim Bremsbelagwechsel Motor und den kompletten Antriebsstrang überholt. Egal, ob notwendig oder nicht.
 
Kaiserstühler

Kaiserstühler

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@hermannH
Danke für Deine Auskunft!
Nach Mehrarbeit über das normale "waschen, legen, föhnen" hinaus hatte ich ja den Verkäufer gefragt, da ich davon ausgehe, dass diese Leistungen noch on top kommen. Ich denke, erst nach der Zerlegung kommen diese Punkte nach und nach an´s Licht.
Das Angebot habe ich auch nur telefonisch erhalten und nicht mit dem Uhrmacher selber sprechen können.
Die Uhr hatte wohl Termine beim Uhrmacher in den 50ern und 2001.
Zu dem Uhrengeschäft habe ich jedenfalls erst mal Vertrauen, eine Breitling von einem Bekannten wurde 1a revisioniert.
Ich habe leider schon mehr schlechte Erfahrungen als gute. Aktuell findet ein Uhrmacher eine abgegebene TU nicht mehr?!

Aber sorry, ich wollte den ursprünglichen Faden hier nicht kapern!
 
L

LBeck

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Naja, Schäden an einer Uhr,die die Funktionsfähigkeit betreffen sind meist ja auch untrennbar mit dem Werk verbunden. Da wird dann der Arbeitsaufwand schwer zu trennen sein.
 
Westminster

Westminster

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Eine vor 8 Jahren revidierte Uhr dürfte sich eine erneute Revision verdient haben. Ein Kostenvoranschlag beinhaltet auch mögliche, per Ferndiagnose oder Hellseherei nicht vorhersehbare Schäden und Verschleißteile.
Dazu gibt es Pauschalen, die entsprechende Teile von vornherein berücksichtigen. So ist es allgemein üblich, um nicht nachträgliche Garantieansprüche erfüllen zu müssen.
Hier ein Kostenvoranschlag meiner IWC, das Gehäuse habe ich mir gespart, da ich es sowieso wieder mit Kratzern verziere.
Die Fischkrone blieb auf meinen Wunsch und wurde nicht erneuert, die Wasserdichtigkeit wurde aber deshalb nicht mehr gewährleistet. Ist aber immer noch dicht.
Wenn man Porsche fährt, geht man ja auch nicht zu ATU und bringt sein Öl aus dem Baumarkt mit. Meine Meinung.
DSCN2236 (2).JPG
 

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BSBV

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Was mich bei teureren Uhren immer wieder stört ist, daß man Seitens des Herstellers nicht einfach nur das ausführt, was der Kunde möchte. Hier also: Drücker neu befestigen. Voraussichtlich neuen Sprengring und fertig. Centartikel. Nein, man wird gezwungen, für viel Geld die Uhr komplett überholen zu lassen.
Genau das wollte zumindest JLC ändern, aber wenn das Werk raus muss, man dennoch keine Revi haben will, dann bekommt man auch keine 2 Jahre Garantie. Da liegt der Hase im Peffer.
Ob das sich mittlerweile durchgesetzt hat, b.z.w. umgesetzt wurde, da habe ich keine Erfahrung, weil meine JLC-Uhren alle noch keine Revi brauchen.
 
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watchhans

watchhans

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Ich habe gestern den Preis für eine Revision meiner JLC (Formwerk, 2 Zeiger) bei einem freien Uhrmacher bekommen und fand die aufgerufenen 420,- € schon recht happig (Demontage, Reinigung, Montage, Öl und etwas Gehäuse, wobei dieses ja in einem Lederfutteral steckt, also nur Rückendeckel und etwas um die Öffnung herum). Die Uhr liegt beim Uhrmacher, der Verkäufer konnte mir aber nicht sagen, ob da noch andere Arbeiten (z.B. Aufzugsfeder erneuern, Zapfen rollieren) zu machen sind. ZB und Zeiger sind nicht aufzuarbeiten. Mal einen Stundensatz von 100€ netto einschl. Maschieneneinsatz unterstellt, sind das noch 3,5 Std. Arbeit. Angemessen?

Anhang anzeigen 3131367
Also 420 Euro von einem freien Uhrmacher für ein vom Aufbau her einfachstes Handaufzugswerk, nur weil JLC draufsteht, finde ich schon sehr ambitioniert.
Ich vermute, wenn da ETA draufstehen würde, käm's die Hälfte.
Und selbst das ist sportlich!
 
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hermannH

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Also 420 Euro von einem freien Uhrmacher für ein vom Aufbau her einfachstes Handaufzugswerk, nur weil JLC draufsteht, finde ich schon sehr ambitioniert.
Ich vermute, wenn da ETA draufstehen würde, käm's die Hälfte.
Und selbst das ist sportlich!
Lies mal meinen Beitrag 25# ;-)

Gruß hermann
 
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LBeck

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Wenn da Eta draufstehen würde, würde wohl auch niemand 210,- in eine Revision stecken. Dann lässt man es laufen bis nichts mehr geht und dann ab in die Tonne. Hier geht es um das Werk einer Luxusschmiede und da gelten andere Regeln.
 
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LBeck

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Und egal ob Eta oder Jaeger , der Zeitaufwand muss bezahlt werden. Sollte ein Uhrmacher da 3 Stunden brauchen und das Werk ist nachher wie neu sind die 420,- sicher nicht zu teuer.
 
watchhans

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Lies mal meinen Beitrag 25# ;-)

Gruß hermann
Ich weiß nicht, ob Zapfen zu rollieren wären oder gar Teile neu angepasst, bzw. angefertigt werden müssen. Das wäre eine andere Geschichte.
Ich bin von einer einfachen Revision ausgegangen bei weitgehend intaktem, technischen Grundzustand.
 
XFred

XFred

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Und egal ob Eta oder Jaeger , der Zeitaufwand muss bezahlt werden. Sollte ein Uhrmacher da 3 Stunden brauchen und das Werk ist nachher wie neu sind die 420,- sicher nicht zu teuer.
Sehr interessant, das Thema.
Wenn ich überlege, das für meine BWC(Eta2824), nach persönlicher Begutachtung, 460€ für eine Revi veranschlagt wurden.
Denke, ein JLC Werk zu revisionieren ist da entsprechend komplexer und aufwändiger.
Ps Übrigens Danke an's Forum für die Lösung meines Problems, speziell an #zwiebel#.
 
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Rainer Nienaber

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Wenn ich überlege, das für meine BWC(Eta2824), nach persönlicher Begutachtung, 460€ für eine Revi veranschlagt wurden.
Das halte selbst ich für etwas übertrieben. Obwohl ich niemandem vorschreiben möchte, was er für seine Arbeit veranschlagt.
 
Vagabund

Vagabund

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So, hier das abschließende Bericht.

Ich habe die Uhr bei einem Uhrenhändler in München (weil ich da immer hingehe) abgegeben. Der Kostenvoranschlag durch IWC entsprach der Email-Fernanalyse durch IWC. Der Uhrenhändler hatte mir schon vorher klargemacht, dass sie die Reparatur nicht durchführen können, da sie mittlerweile keine Ersatzteile mehr von IWC erhalten. Außerdem hatte sich auch herausgestellt, das der Drücker abgebrochen war, und nur noch so dran hing. Seine Vermutung war, dass das komplette Set ausgetauscht werden muss (Drücker und Krone), da die Dichtungen aufgepresst sind, und um die Dichtheit zu garantieren das komplette Set (generell) getauscht werden muss. Meine Befürchtung das dabei die Fischkrone verschwindet hatte er nicht, IWC tauscht hier nicht gegen eine andere. Dies hat sich jetzt nach Umsetzung bestätigt. Bei der Datumsverstellung hatte er angesprochen das hier eventuell auch Zusatzkosten entstehen könnten wenn die Datumsscheibe einen Defekt hat, war aber nicht der Fall. Jetzt habe ich die Uhr wieder zu den Kosten wie angegeben.

Gemacht wurde durch IWC:
  • Werk revidieren
  • Satz Zeiger ersetzen
  • Gehäuse de- und montieren
  • Alle Dichtungen ersetzen
  • Ersatz der Stahlkrone (mit Fisch) -> Abweichende Kosten von Standard
  • Drücker ersetzen -> Abweichende Kosten von Standard
  • Gehäuse Aufarbeitung (nach Wunsch)
Die Uhr sieht aus wie neu, und ich freue mich!
 
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C

clipeata

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Danke für die Rückmeldung, denn im thread darüber ging es schon drunter und drüber und es war kein roter Faden mehr zu erkennen.
(Handwerker, Auftragslage, Zeiten, Gesellen, Steuer, Stundensätze, eckige Vintage-Werke, wtf?)

Was hast Du jetzt am Ende bezahlen müssen ?

Und Auslöser der "Vollrevision" war ein Sturz auf die Küchenfliesen ?
Denn, dass Du vor lauter Adrenalin beim Spaghetti aufsetzten zu fest den Drücker gedrückt hast, schliesse ich mal aus ? ;-)
 
Thema:

IWC Revisionskosten (Anfrage) übertrieben?

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