IWC Revisionskosten (Anfrage) übertrieben?

Diskutiere IWC Revisionskosten (Anfrage) übertrieben? im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo zusammen, meine 19 Jahre alte und vor 8 Jahren revisionierte IWC 3706 mit Lederarmband die bis heute noch immer fast auf die Sekunde genau...
Vagabund

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Hallo zusammen,

meine 19 Jahre alte und vor 8 Jahren revisionierte IWC 3706 mit Lederarmband die bis heute noch immer fast auf die Sekunde genau geht, hat gestern im Einsatz (Spagetti Kochzeit genommen) einen mechanischen Schaden erlitten. Und zwar steht der Start/Stop Taster jetzt 1-2 mm weiter heraus als er sollte. Außerdem lässt er sich, zumindest mit leichtem Druck, nicht mehr eindrücken. Ich habe deshalb mal auf Basis dieser Angaben bei einer IWC Boutique die möglichen Kosten einer Revision angefragt und hatte mich hier schon auf die offiziellen IWC Kosten von 550.-€ eingestellt. Heute habe ich die Antwort erhalten mit einem Kostenvoranschlag der doch einige....einige mehr € darüber liegt, auf Basis einer kompletten Revision mit Austausch aller Drücker + Krone wegen möglicherweise nicht gegebener Dichtigkeit. Haltet Ihr das für übertrieben, oder gäbe es Alternativen?

Grüße
 
R

Romanow

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Schon happig.
Vermutung: falls der Drücker einen Sprengring hat, dürfte der wohl nicht mehr sitzen. Wäre für einen Uhrmacher ein leichtes, das nachzuschauen.
Wärs meine, würde ich selbst nachschauen - aber ich schrecke ja eh vor nichts zurück;)
Andererseits: hast Du eine Revi in der nächsten Zeit, 8 Jahre nach der letzten, vielleicht eh schon ins Auge gefasst?
Viele Grüße
Roman
 
Rainer Nienaber

Rainer Nienaber

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O W L
Die Alternative wäre, erst mal einen Uhrmacher (einen richtigen) reinschauen zu lassen.
Vielleicht hat sich nur die Drückerschraube gelöst. Das hätte Dir auch beim Eierkochen passieren können. Ob da gleich eine komplette gemacht werden muss, soll der Uhrmacher entscheiden.
 
P4LL3R

P4LL3R

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Ich würde einmal einen freien Uhrmacher fragen. Bei meiner Tag Heuer Carrera war auch ein Drücker kaputt, bei Tag Heuer geht das nur im Kombination mit einer Revision und man hat mir gesagt, dass sich die Kosten auf 500-700€ belaufen werden. Beim freien Uhrmacher wurde es dann inkl. ordentlichen Trinkgeld für 100€ gemacht.
 
BSBV

BSBV

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Moin,
die Komplett-Revi wird so um die € 750,00 + / -

Haltet Ihr das für übertrieben ( .....)
Nein. Wird / muss das Werk raus, so die Hersteller heute, stellt das ein Eingriff ins Werk da, und es zieht, weil die Hersteller auf Nummer Sicher gehen wollen, automatisch eine Revi des Werkes nach sich.

(....) gäbe es Alternativen?
Schwierig, denn IWC, so wie die meisten Hersteller mittlerweile, rücken kaum noch Ersatzteile raus.
Der Konziuhrmacher muss zertifiert sein, für IWC-Uhren und dessen Werke.
 
Oelfinger

Oelfinger

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Vermutung: falls der Drücker einen Sprengring hat, dürfte der wohl nicht mehr sitzen.
Möglicherweise hat er sich gelöst und könnte ins Werk gefallen sein. Ich würde die Uhr mittels Sekundenstop ausser Betrieb nehmen.
 
Schraubendreher

Schraubendreher

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Hallo Vagabund,

mal beim IWC-Konzi mit eigener Werkstatt fragen. Meist kann man da eher eine Teilreparatur machen lassen als beim Hersteller.
Wenn Du ohnehin eine Revision machen lassen willst, wird der Preis für den Drücker so oder so drauf kommen. Denn der ist vermutlich nicht im Standardpreis enthalten. Ob der andere Drücker und die Krone neu sollten, hängt von deren Zustand ab.

Bis dann:
der Schraubendreher
 
watchhans

watchhans

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Ich würde da auch erstmal einen sehr guten Uhrmacher nachschauen lassen. Ich vermute den Fehler auch im Bereich Drücker/Gehäuse und nicht am Werk. Kann ich mir beim Basis-7750 nicht vorstellen.
 
Lemonbaby

Lemonbaby

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[...] Ich habe deshalb mal auf Basis dieser Angaben bei einer IWC Boutique die möglichen Kosten einer Revision angefragt und hatte mich hier schon auf die offiziellen IWC Kosten von 550.-€ eingestellt. Heute habe ich die Antwort erhalten mit einem Kostenvoranschlag der doch einige....einige mehr € darüber liegt, auf Basis einer kompletten Revision mit Austausch aller Drücker + Krone wegen möglicherweise nicht gegebener Dichtigkeit. Haltet Ihr das für übertrieben, oder gäbe es Alternativen?
Halten wir WAS für übertrieben? Unter Deinem diffusen "einige mehr €" versteht jeder etwas anderes. Ich sage also Mal frei heraus: 2000€ sind eindeutig übertrieben.
 
Vagabund

Vagabund

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Die wahrscheinlichen Kosten wurden hier schon genannt, aber nicht von Dir Lemonbaby. Ich muss dazu sagen, dass das Angebot per Fernkommunikation stattgefunden hat, also ungesehen. Da ich die Uhr wirklich gerne trage, eigentlich seit Jahren zu 100%, werde ich sie wieder bei IWC reparieren lassen, allerdings über meinen Konzi mit Uhrmacher. Ich denke unnötiges herauszögern mit undichtem Gehäuse verbessert die Sache nicht.
 
Donnerkeil

Donnerkeil

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Hallo Vagabund,

ich rate dazu, in den sauren Apfel zu beißen und die Reparatur von IWC durchführen zu lassen.
Ich habe beim Service von Herstellerseite immer ein besseres Gefühl (das ist natürlich lediglich mein subjektiver Eindruck) und dieser ist mir den finanziellen Mehraufwand wert!

Bedenke jedoch: Von der eventuell vorhandenen „Fischkrone“ müsstest Dich zugunsten der „Probus Scafusia-Krone“ verabschieden…

Gruß,
Michael
 
CertinaLover

CertinaLover

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Das ist bei JLC nicht anders, Grundkosten für eine Revision wurden mir 800 genannt da sind aber keine Ersatzteile dabei, sollten sie da was tauschen erhalte ich vorher Info ob ich das will.
Ich würde es bei IWC machen lassen dann hast Du sicher wieder 8 Jahre Ruhe...
 
Paulchen

Paulchen

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Die wahrscheinlichen Kosten wurden hier schon genannt, aber nicht von Dir Lemonbaby. Ich muss dazu sagen, dass das Angebot per Fernkommunikation stattgefunden hat, also ungesehen.
Sorry, aber ich bin da beim Lemonbaby.
Dein Auto stottert immer bei 200 km/h und da rufst mal beim Händler X, was eine Inspektion kostet.
In der Tageszeitung bewirbt er diese ab 149 € und am Telefon erklärt dir der Händler, dass das viel teurer wird.

Du fährst mit deinem Auto zu einem markenunabhängigen Schrauber, zu ATU (besser nicht ;-)) oder
wo auch immer hin und fertig. Oder du beisst in den sauren Apfel und bringst dein Auto in die Vertragswerkstatt.

Merkst du was?
 
L

LBeck

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Hier liegt ja keine normale Revision vor, sondern die Uhr hat einen Schaden. In den 550,- sind nur die normalen Teile enthalten und jedes Teil,welches zusätzlich eingebaut werden muss, wird eben in Rechnung gestellt. Sicher wird ein freier Uhrmacher es etwas günstiger machen können. Aber IWC veredelt ja die ETA Werke noch und baut einige Teile um, die dann anders sind als die Normalen. Ob ein freier Uhrmacher an diese Teile kommt kann ich nicht beurteilen. Auch gibt es bei IWC ja noch 24 Monate Servicegarantie, ein freier Uhrmacher wird da wohl anders handeln. Auch habe ich beim Hersteller ebenfalls ein besseres Gefühl, was in der Werkstatt passiert kann man ja nicht sehen. Eine leicht verbogene Krone muss nicht stören. Manch einer wird es wohl gradebiegen. Beim Hersteller wird da konsequent ausgetauscht. Sicher entstehen dadurch zusätzliche Kosten, aber es wurde ja auch in den Urzustand versetzt. auch wird der Hersteller wohl etwas strengere Prüfungen nach Revision durchführen. Muss nicht besser sein als beim freien Uhrmacher, aber dadurch steigt eben auch der Preis.
 
Kaiserstühler

Kaiserstühler

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Das ist bei JLC nicht anders, Grundkosten für eine Revision wurden mir 800 genannt da sind aber keine Ersatzteile dabei, sollten sie da was tauschen erhalte ich vorher Info ob ich das will.
Ich würde es bei IWC machen lassen dann hast Du sicher wieder 8 Jahre Ruhe...
Ich habe gestern den Preis für eine Revision meiner JLC (Formwerk, 2 Zeiger) bei einem freien Uhrmacher bekommen und fand die aufgerufenen 420,- € schon recht happig (Demontage, Reinigung, Montage, Öl und etwas Gehäuse, wobei dieses ja in einem Lederfutteral steckt, also nur Rückendeckel und etwas um die Öffnung herum). Die Uhr liegt beim Uhrmacher, der Verkäufer konnte mir aber nicht sagen, ob da noch andere Arbeiten (z.B. Aufzugsfeder erneuern, Zapfen rollieren) zu machen sind. ZB und Zeiger sind nicht aufzuarbeiten. Mal einen Stundensatz von 100€ netto einschl. Maschieneneinsatz unterstellt, sind das noch 3,5 Std. Arbeit. Angemessen?

JLC Werk 8 x 11.png
 
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LBeck

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Ich kann den Zeitaufwand nicht beurteilen. Ebenfalls bin ich nicht mit der Entlohnung von Uhrmachern vertraut. Google gibt einen Durchschnitt von 38500,- an. Dazu kommen noch Lohnnebenkosten. Man kann also ca 48000,- reine Lohnkosten annehmen. 6 Wochen Urlaub und 1 Woche Fortbildung und Krankheit runter und angenommene 38 Stundenwoche. Sind 1710 Stunden Arbeitszeit im Jahr. Stundensatz sind also 28,- die Stunde. 20% Leerlauf noch drauf, da niemand 100% der Zeit arbeitet. Sind schon 33,60 rein für die Arbeitszeit. Nun möchte der Betrieb auch noch die Werkstaat bezahlen und auch noch Geld verdienen. 80-100,- ist da meiner Meinung nach für einen Fachmann wirklich nicht zu hoch gegriffen.
 
Rainer Nienaber

Rainer Nienaber

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Ich kann den Zeitaufwand nicht beurteilen. Ebenfalls bin ich nicht mit der Entlohnung von Uhrmachern vertraut. Google gibt einen Durchschnitt von 38500,- an. Dazu kommen noch Lohnnebenkosten. Man kann also ca 48000,- reine Lohnkosten annehmen. 6 Wochen Urlaub und 1 Woche Fortbildung und Krankheit runter und angenommene 38 Stundenwoche. Sind 1710 Stunden Arbeitszeit im Jahr. Stundensatz sind also 28,- die Stunde. 20% Leerlauf noch drauf, da niemand 100% der Zeit arbeitet. Sind schon 33,60 rein für die Arbeitszeit. Nun möchte der Betrieb auch noch die Werkstaat bezahlen und auch noch Geld verdienen. 80-100,- ist da meiner Meinung nach für einen Fachmann wirklich nicht zu hoch gegriffen.
Bitte nicht vergessen, dass der Uhrmacher von den 420 € gleich gut 60 € an das Finanzamt weiterleitet.
 
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LBeck

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Und dies kommt noch hinzu, aber Kaiserstühler hat die Umsatzsteuer ja schon rausgerechnet,
 
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-Betriebshaftpflicht
-Rentenvorsorge
-Krankenkasse
-Berufsgenossenschaft
-Handwerkskammer (Mitgliedschaftspflicht)
-Rücklagen für neue Arbeitsgeräte
-Lagerhaltungskosten für Ersatzteile
-Werkstattkosten (Pacht, Strom, Wasser, Abwasser, Instandsetzungsarbeiten)
-evtl. Berufsunfähigkeitsversicherung

Und bis dahin hat er noch keine Scheibe Brot auf dem Teller.
 
Kaiserstühler

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Bitte nicht vergessen, dass der Uhrmacher von den 420 € gleich gut 60 € an das Finanzamt weiterleitet.
Die habe ich mit dem Ansatz 3,5 h ( x 100,-) berücksichtigt (=350,- netto x 1,19 ~ 420,-).
100,- halte ich auch nicht für weltfremd. Handwerkerstunden kenne ich um 60,- und im Bereich Autowerkstätten um 100,- bis 120,-.
Ich möchte auch keine Leistung in Anspruch nehmen, für die jemand schlecht bezahlt wird.
Ob 3,5 Stunden, die sich aus diesem Ansatz ergeben ok sind ? Ich hätte als Laie die (hauptsächliche) Werksrevision kürzer geschätzt. Ich bin aber auch kein Uhrmacher. Da kann aber Rainer Nienaber sicher mehr sagen.
 
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