IWC Cal 83 mit Fragen

Diskutiere IWC Cal 83 mit Fragen im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo Leute! Habe durch meinen Uhrmacher zufällig die Chance gehabt, einige Uhren aus einem Sammler-Nachlass zu bekommen (uA Zenith Prime mit...
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Stocki1990

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Hallo Leute!

Habe durch meinen Uhrmacher zufällig die Chance gehabt, einige Uhren aus einem Sammler-Nachlass zu bekommen (uA Zenith Prime mit B&P). Darunter ist auch diese IWC. Irgendwie habe ich bei dieser Uhr irgendwie Bedenken, da der Deckel nur eine 5-stellige Nummer aufweist. Das Gehäuse aber ist aus echten 18 Karat. Beim Kaliber 83 gibt es sowieso keine Bedenken, das Werk wird noch vom Uhrmacher serviciert. Bei dem Zifferblatt konnte ich auch keine Referenzen finden.

Was sagt ihr dazu?

Liebe Grüsse
Christoph
 

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Monk

Monk

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Ohne tiefe Markenkenntniss. Nur mein Bauchgefühl.
Sieht für mich alles sehr stimmig aus. Schönes Gehäuse, edles Material. Wenn ich mir die Spuren an der Gehäuseunterseite so anschaue, gehört das sicher von Anfang an so zusammen. Also seit den späten 30er / Anfang 40er Jahren würde ich sagen. Werk: Was soll man dazu sagen. Außer "Schönheit". Tolle Uhr... Würde mir schon genügen, die einmal schön in Szene zu setzen und angemessen zu fotographieren.

Viel Freude damit
Oliver
 
G

Gödel

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Hallo

nur Interesse halber: Was ist B&P (Zenith Prime mit B&P)?
 
pallasquarz

pallasquarz

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Hallo Oliver,
kann es sein, dass die Uhr deutlich jünger ist?
Nach den Fadenzeigern und dem Gehäuse hätte ich auf Ende 50er oder Anfang 60er geschätzt.
Steht dazu nichts in den Papieren?
Viel Freude damit auf jeden Fall Christoph
 
Alex89

Alex89

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Was für ein hübsches Werk! Wohl nicht so robust wie das spätere Kaliber 89 mit Stoßsicherung und Zentralsekunde, aber wunderschön!

LG
Alex
 
S

Stocki1990

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Hallo Leute :)

Danke für die positiven Rückmeldungen. Die Fotos sind aktuell beim Uhrmacher vor dem "grossen Service" entstanden. Dieser Service ist beim Kaufpreis inbegriffen. Die Uhr wird demnächst zu mir eintreffen, inklusive neuem Band :D Bei dem Cal 83 handelt es sich laut Werknummer um ein 1941 gefertigtes Werk, die Vermutung mancher war somit richtig ;) Stosssicherung bei dem Cal 83 gab es meines Wissens ab 1942. Für meinen Bedarf ist es egal, ob Stosssicherung oder nicht :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Joka1977

Joka1977

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Ich bin kein Profi, aber kann es sein, daß das Zifferblatt nicht zum Werk gehört?
Die dezentrale Sekunde wurde doch nachträglich ausgeschnitten, das sieht mir wie eine sehr alte Mariage aus, oder irre ich?
 
east Al

east Al

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Das ZB deutet auf das Design der anfänglichen 50-er, könnte aber echt sein. Was allerdings nicht passt ist die Form des Sekundenzeigers.
Gruß,
 
Pedant

Pedant

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Hallo Christoph,

ich freue mich mit Dir über Deine Neuerwerbungen !
Mit der IWC ist es gar nicht so einfach. Die Gehäusenummer ist tatsächlich rätselhaft und passt eigentlich gar nicht zu einer Armbanduhr mit Kaliber 83. Laut "DateYourIWC" gehört die Nummer 85706 zu einem ca. 1892 produzierten Gehäuse.
Es müsste die passende Gehäusenummer etwas höher sein, als die Werknummer.
Bei dem Zifferblatt ist es schwer zu sagen, ob es ein originals ist. Wenn es mal original war, wurde es m.E. mindestens "restauriert".
Die Beschriftung und die Striche für den Sekundenzeiger sind so sicher nicht bei IWC entstanden.
Desweiteren fällt mir auf, dass die "Punkte" im Minutenabstand so weit außen sind, dass es mir unpassend scheint. Bei der Suche nach ZB des Kaliber 83 findet man ähnliche ZB, jedoch wirkt es nie so "hineingequetscht".
Insofern stellt sich mir die Frage, ob das ZB "falsch" ist, das Gehäuse oder beides. Dass alles zusammen gehört, kann ich nicht glauben.
So oder so hast Du da eine schöne Uhr mit einem tollen Werk und einem wertigen Gehäuse.

Gruß, Marc
 
Weckerfreund

Weckerfreund

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Hallo,

ich bin zwar kein IWC Experte, möchte aber meinen Senf dazu geben. Leider scheint IWC die Gehäuse immer zugekauft zu haben. Die Punze "109" verweist auf

Oréade Manufacture de Boîtes SA in La Chaux-de-Fonds

Quelle:
http://users.tpg.com.au/mondodec/Full_list_%20Swiss_Gold_responsibility_marks.pdf

Ob diese Firma jemals IWC beliefert hat, kann ich jedenfalls nicht sagen.

Die niedrige Nummer passt überhaupt nicht. Der Werkhaltering in der Goldfarbe sieht nachträglich gemacht aus. So weit ich weiß, müsste er zur Unterscheidung des echten Goldgehäuses bei goldener Farbe mit "metal" gekennzeichnet sein, um den niedrigeren Goldwert zu bestätigen. Meistens scheinen diese Ringe bei den IWC Uhren aus silbernen Stahl zu sein. Die IWC Punze sieht frischer als der Rest der Beschriftung aus.

Ohne mich jetzt aus dem Fenster lehnen zu wollen. Es handelt sich nicht nur um eine Marriage, da m.E. die IWC Punze "gefälscht" sein kann. Ich schreibe dies so vorsichtig, da es sich ja um einen Verkauf bzw. Kauf handelt und ich keine Lust habe, irgend welchen Ärger zu bekommen, weil ein Geschäft platzt.

Das ZB sieht nicht gut aus (wurde schon oben beschrieben). Die Striche der kleinen Sekunde sind "grottig". Eine Uhr aus der Zeit - allerdings schon mit Stoßsicherung - sollte so aussehen:

IWC 1943 18K Inka Handaufzug Manufaktur Kaliber C 83 Sammler Armbanduhr | eBay

Bei dieser Uhr ist die Goldpunze "166".

Das gleiche Zifferblatt gibt es hier mit einer vergoldeten Uhr (allerdings mit Stoßsicherung):

Sehr Große Hau Iwc Kaliber 83, Goldfarben, Sehr Gefragt Vp: 5000, - Sk: 1799, -

Der TS möge also bei seinem Kauf seeehr vorsichtig sein und sich eine andere Meinung einholen. Ggf. ist das wohl wahrscheinlich nicht passende Gehäuse in die Preisgestaltung mit einzubeziehen.

Ich habe selber eine Omega Seamaster in einem neutralen 18k Gehäuse vor vielen Jahren gekauft und mich später, als ich mehr in der Materie drin war, darüber geärgert.

Viele Grüße

Andreas
 
S

Stocki1990

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Hallo Leute!

Freut mich, dass hier im Uhrforum mehr Informationen zur IWC kommen als im offiziellen IWC-Forum. Dort habe ich dieselbe Uhr auch gepostet, aber niemand meldet sich deswegen zu Wort. :(

Bei dem Zifferblatt glaube ich selbst, dass es sich um ein "Reparatur-Zifferblatt" handelt. Wenn man die Form des Ziffernblattes ansieht, kann man feststellen, dass es dasselbe Ziffernblatt mit sämtlichen arabischen Zahlen gegeben hat. Bei dem hier gezeigten Exemplar sind jedoch nur 4 - davon eine bei der kleinen Sekunde "angeschnitten" - ersichtlich. Der Rest wurde wohl mit den Punkten entfernt. Für mich tut sich der Verdacht auf, ob somit das Ziffernblatt nicht zeitgenössisch repariert worden ist. Dass das Ziffernblatt so komisch aussieht, kann aber auch an dem Sichtwinkel beim Fotografieren liegen. Da ich beim Uhrmacher nur Kunstlicht hatte, musste ich einen weitgehend spiegelungsfreien Winkel finden. Den "Swiss"-Schriftzug kann man leider anhand der Fotos am Zifferblatt nicht erkennen. Anhand der diversen Alterungsspuren (vor allem am Rand) gehe ich noch einem zeitgenössisch restaurierten Zifferblatt aus. Wenn man schon ein "re-dial" macht, dann würde wohl alles pippifein gemacht werden.

Der Sekundenzeiger ist jedoch nicht original, da bin ich zu 100% auf eurer Seite ;)

Bezüglich Gehäuse habe ich eine andere Quelle gefunden: Greg Steer - Main Index - Dort wird erwähnt, dass die Hammerkopf-Punze mit der Nummer 109 (Oreade) seit 1934 existiert. Oreade hat meines Wissens nach auch Gehäuse für IWC gefertigt. Eine IWC-Taschenuhr wurde hier im Forum vorgestellt und auch deren Hersteller war Oreade. Das Problem, dass IWC seine Gehäuse nicht selbst gefertigt hat, wurde bereits erwähnt.

Die gezeigte IWC aus der Bucht weist eine Nummern-Differenz zwischen Werknummer und Gehäusenummer in der Höhe von ca 50.000 auf. Bei meiner gezeigten Uhr wurde dies auch hinkommen, wenn jedoch nicht die 5-stellige Gehäusenummer da wäre. Wenn man bisschen fiktiv denken würde, wäre die Gehäusenummer (10)85706 doch wieder zeitgenössisch. Die Frage ist aber jedoch, wieso die beiden Nummern des Gehäuses ausgelassen worden sind. Bei dem Gehäuse handelt es sich eindeutig um 18 Karat Gold, das kann auch gesagt werden. Und ob es wirklich Sinn macht, ein Goldgehäuse nachträglich mit IWC zu stempeln? - Naja, ich weiß nicht so.

Interessanterweise hab ich mal ein bisschen im "weiten Netz" geschaut und auch einige andere Gehäuse gefunden. Dort scheint es auch so zu sein, dass die beiden ersten Nummern nachträglich eingraviert worden sind, weil sie 4- oder 5-stellig waren. Das ganze macht mich eben auch sehr nachdenklich, leider :/

Leider hätte ich bereits seit letzter Woche im IWC-Forum auch meine Frage gestellt, aber da ist leider keine Antwort gekommen. IWC hatte damals einen Vintage-Online-Katalog im Forum aktiviert, dieser ist jedoch nicht mehr aufrufbar. Wäre dieser da gewesen, hätte ich wohl den Kauf 100x überdacht. Zu der Uhrenquelle kann man halt nur sagen, dass der Vorbesitzer aus einer wohlhabenden Unternehmerfamilie entstammt ist, welcher eigentlich nur neue Uhren hatte. Diese waren zu einer großen Anzahl aus dem Hause "Dubey & Schaldenbrand". Die IWC aber sollte von seinem Vater stammen, welcher diese Uhr damals neu gekauft hat. Ich weiß, so Geschichten sind meistens zum Bezweifeln :D

Leider ist der Kauf bereits vor meinem Posting abgeschlossen worden und die Uhr wird die Tage vom Uhrmacher serviciert übergeben werden. Dies war so im Kaufvertrag vereinbart worden, damit der Uhrmacher auch vom Vermitteln etwas hat. Wie es leider nun aussieht, habe ich wohl 750€ in den Sand gesteckt :oops:
 
Weckerfreund

Weckerfreund

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Hallo Christoph,

wenn Du die Uhr ordentlich revidiert bekommst, kannst Du mit den Euro 750,- (ich befürchtete schon > Euro 1000,-) ganz gut leben. Das Blatt (siehe "meine" gepostete vergoldete Uhr) hat es so gegeben, wurde aber schlecht bemalt. Das Kaliber ist echt. Das Gehäuse ist 18k.

Evt. hat jemand bei der früheren "Restaurierung" das Innenleben einer vergoldeten IWC in ein passendes vorhandenes Gehäuse gesetzt oder jemand hat das originale Gehäuse eingeschmolzen (gab und gibt es immer wieder). Später halt erneuter Einbau.

Letztlich besteht die Möglichkeit des doch originalen Gehäuses, wo in der Firma die Seriennummer falsch eingestanzt worden ist. Eigentlich kaum denkbar, weil diese Uhren ja mit den Nummern in Verkaufsbüchern eingetragen worden sind. Der Arbeiter bei IWC muss doch wissen, dass die Nummern in dieser Zeit schon die Millionengrenze überschritten hatten. Außerdem ging es ja immer eine Nummer weiter. Möglich das der Stanzstempel nur fünfstellig war (wird wahrscheinlich ein teures Gerät sein, das immer eine Nummer weiter springt oder eben damals nur fünfstellig zu beschaffen war) und dass man halt die Hunderttausender und die Millionen Stelle mit der Hand einschlagen musste. Fehler kommen ja vor.

Gib die Uhr zum Zifferblatt restaurieren (sollte um die Euro 250,- kosten - habe ich so gehört), dann hast Du für insgesamt Euro 1000,- wieder eine schöne Uhr.

Das Gehäuse sieht zeittypisch aus und ist nicht verdellt. Da IWC wohl nur zugekauft hat, wäre es dann auch egal, solange Du die Uhr nicht verkaufen willst.

Viele Grüße

Andreas
 
S

Stocki1990

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Fertig ist die gute IWC und preislich wurden noch 80€ abgezogen. Komisch, dass mein iphone kein gerades Bild hochladet :(
 

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