IWC Cal 2210 (Quartz) gegen ETA E63.111 tauschbar? Wer macht sowas?

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ausserirdischesindgesund

ausserirdischesindgesund

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Es mag ein völlig frevlerisches Begehr sein:

Ich überlege eine Portofino Quartz Ref 3331 (34mm) mit IWC Cal 2210 zu kaufen:

IWC caliber 2210 » WatchBase.com

Was für mich diese Uhr besonders spannend macht ist, daß IWC in dieser Serie damals Werke verbaut hat, die auf recht standardmäßigen ETA-Basiswerken beruhen, bei den damaligen Automatik-Portofinos wie bei den Quarzmodellen. Bei den Quarzmodellen ist scheinbar ein IWC-gebrandetes ETA 255.411 (oder 255.412) mit 10,5 Linien und Datum drin. Dem wahren IWC-Freund dreht sich wahrscheinlich der Magen um, wenn ich überlege dieses "Probus Scafusia"-Innenleben rausreißen zu lassen (zur sicheren Verwahrung, selbstverständlich!) und ein banales

ETA E63.111 | Manufacture Horlogère Suisse | ETA SA

reinmachen zu lassen. Dieses Werk wird online in diversen Seiten als Ersatz für das ETA 255.411 genannt, an einer Stelle findet man, daß die Welle nicht kompatibel ist (ich vermute das betrifft die Seite zum Werk hin, nicht die zur Krone?). Dieses Werk hat gegenüber dem IWC-Original den Vorteil, daß es thermokompensiert ist, d.h. +/- 10 Sekunden pro Jahr schafft.

Gibt es Uhrmacher, die so wagemutige Dinge machen? Ist sowas viel Aufwand (vor allem die Recherche ob alles paßt?) oder Routine?

Und: Gibt es Ideen was passieren würde, wenn man eine derartige Franken-IWC nach Schaffhausen zum Service schicken würde (nicht daß ich es vorhätte), bei Rolex wird ja alles mit Fremdteilen abgelehnt oder diese rausgenommen, weiß man wie IWC das sieht? D.h. müßte man dann vor einem Werksservice wieder einen Werk-Rücktausch machen?

Danke im Vorhinein,
Ralph
 
hermannH

hermannH

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Hallo

Wieso wagemutig?
Das ist ein einfacher WT auf ein Ersatzwerk ohne Komplikationen.
Aber vielleicht lässt sich das original Werk wieder in Betrieb nehmen?

Gruß hermann
 
Schraubendreher

Schraubendreher

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Hallo Ralph,

Warum willst Du so etwas machen? Worin besteht der Vorteil? Wozu diese völlig sinnfreie Thermokompensation? Wofür benötigt man so eine Ganggenauigkeit, die immer noch nicht an eine Funkuhr heranreicht? Warum soll man mit einer IWC rumlaufen, von der man ganz genau weiß, dass da ein billiges Nachrüstwerk drin tickt, wärend das originale Werk in der Schublade herumliegt?

Machen könnte das jeder Uhrenschrauber, der diesbezüglich keine Skrupel hat. Ist alles nur eine Frage des Preises. Ab Mercedes aufwärts wäre ich auch dazu bereit. :D
IWC würde mit Sicherheit die Uhr auf ein 2210 zurückrüsten.

Bis dann:
der Schraubendreher
 
ausserirdischesindgesund

ausserirdischesindgesund

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Danke Hermann: Wagemutig meine ich in dem Sinne: Wieviel Aufwand muß ein Uhrmacher treiben um zu überprüfen ob das Werk wirklich reinpaßt? Ich bin ja Laie, gibt es irgendwo Tabellen welche Werke man gegen welche anderen tauschen kann/darf? Oder bestimmte Konventionen zumindest innerhalb der gängigeren Werkfamilien. Oder ist das eh ein Fall von "reinstecken, dann sieht man es sofort"?

Ich vermute daß das Originalwerk noch geht (Verkäufer läßt gerade Batterie tauschen), das wäre der zweite "wagemutige" Aspekt, mir ginge es bei dem Tausch rein um die höhere Genauigkeit eines temperaturkompensierten Quarzwerkes gegenüber einem "normalen" unkompensierten (also 10 Sekunden pro Jahr vs. 10 oder 20 Sekunden pro Monat). Mag nicht jedem wichtig sein, aber ich schätze sowas.
 
ausserirdischesindgesund

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@Schraubendreher: Naja, "brauchen" tu ich die Genauigkeit nicht, aber schön ist sie schon. Es ist ja an sich schon irrational was wir alle hier für Uhren ausgeben, da fällt etwas Irrationalität obendrauf nicht mehr ins Gewicht. Ich hab auch meine mechanischen Uhren gerne auf +/- 2 Sekunden oder so einreguliert, selbst wenn das in der Praxis keinen Unterschied macht und nach längerer Nutzung bis zum nächsten Service natürlich wieder verloren geht. Und nein, mir würde eine IWC am Arm mit einem genaueren Ersatzwerk nicht schlechter vorkommen als eine mit dem ungenaueren Originalwerk, gerade wenn es sich um Quarz handelt. Letztendlich ist es für mich sowieso eine Illusion zu glaube, daß da lauter kleine IWC-Zwerge unter den Rheinfällen in Schaffhausen sitzen, die mit ihren Hämmerchen Uhrenquarze abbauen ;) Eher fallen/fielen die Werke alle vom gleichen ETA/ESA-Band und werden/wurden gleich dort gleich richtig mit IWC 2210 graviert. Mittlerweile ist es vermutlich ein Richemont-Band ;)

Mercedes?
Schöne Sterne auf dem Schrottplatz!: Ein Mercedes-Fans-Redakteur auf Streifzug nach alten Mercedes-Benz - Classic

;)

Jetzt rein von der technischen Frage her, wo zwischen einfacher Routineaufgabe die jeder Uhrmacher machen kann (wenn er es eventuell auch nicht will) und ambitionierten Bastelprojekt das er sich schon aus Gründen der aufgewendeten Zeit zu recht gut honorieren lassen muß liegt sowas?

Danke für die Antworten soweit
 
EvilEvo

EvilEvo

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Dieser Umbau ist für mich nicht nachvollziehbar. Wenn ein Werktausch notwendig wäre, sollte man auf das bessere originale Werk setzen. Ein funktionierendes Werk, welches ausreichende Ganggenauigkeit leistet, zu entfernen und gegen ein Minderwertigeres zu ersetzen kann man nicht rational erklären.
Entweder möchtest du unbedingt eine IWC oder eben eine sehr genaue Uhr. Wenn beides gewünscht ist, solltest du einfach ein anderes Modell suchen.
Um die letzte Frage zu beantworten: Die Uhr wäre ein Bastelwastel vom Feinsten und nur noch einen Bruchteil wert.

Edit: Gemacht ist so ein Umbau einfach, kriegt ein geübter Uhrmacher hin. Kostenmäßig würde ich das ganze auf knapp 3-stellig schätzen.
 
ausserirdischesindgesund

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@EvilEvo : geschenkt, so eine Uhr wäre ein "Bastelwastel", aber warum ein Uhrwerk das die 10-fache Genauigkeit hat, 2 Steine mehr, einer IMHO schöneren Optik (Rückseite vollständig vergoldet, keine sichtbare Leiterplatte) und vom gleichen OEM kommt "minderwertiger" sein soll als das originale, das erschließt sich mir nicht. Ja, mag sein, daß ich den Wiederverkaufswert reduziere, aber im Gegensatz zu Gravuren etc. ist das ja rückgängig zu machen. Und: Ich kaufe Uhren nicht weil ich sie wieder verkaufen will, ich bin in einem Alter in dem ich mir denke: Die Stücke sollen mich für den Rest meines Lebens begleiten, ich weiß was ich will, mein Geschmack wird sich nicht mehr groß ändern. Mag sein, daß ich mich täusche, aber ich habe keinen Uhrenkauf der letzten 15 Jahre bereut und verkaufe ganz sicher keine dieser Uhren in absehbarer Zeit.

Knapp 3-stellig schreckt mich jetzt nicht, der Uhrmacher muß ja auch von was leben, das ist im Bereich eines Service. Danke!
 
EvilEvo

EvilEvo

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Also, eins kam vielleicht nicht genug raus. Es ist natürlich deine Uhr und deine Entscheidung, was du damit tust und was nicht. Du hast deine Gründe für den Umbau, er ist technisch möglich und nicht unverhältnismäßig. Deinem Vorhaben steht entsprechend nichts im Wege.
 
hiltibrant

hiltibrant

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Das Ganze ist mehr als nur die Summe seiner Einzelteile. Auch insofern ist ein Austausch des Originalkalibers imho sinnfrei. Aber...

„Jedem Tierchen sein Plaisierchen“ :D
 
Thema:

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