Interne Bewerbung: Wer ist der korrekte Adressat?

Diskutiere Interne Bewerbung: Wer ist der korrekte Adressat? im Small Talk Forum im Bereich Community; Hallo allerseits, ich stehe vor einem auf den ersten Blick eigentlich banalen Problem, bei dem ich aber dennoch keine wirklich "todsichere"...
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Spawnie

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Hallo allerseits,

ich stehe vor einem auf den ersten Blick eigentlich banalen Problem, bei dem ich aber dennoch keine wirklich "todsichere" Lösung finde - zumal es auch eine in sich recht sensible Thematik geht.

Es geht um eine interne Bewerbung bzw. wie diese richtig eröffnet wird.
Da hier in vielen Threads klar wird, dass auch viele Personen mit Führungsaufgaben hier vertreten sind, würde ich gerne eure Meinung und eure Tipps hören.

Wie bereits gesagt handelt es sich um eine interne Bewerbung, alle Beteiligten kennen sich.
Es ist ein recht großer Produktionsstandort, dennoch sind alle per Du - eine Bewerbung würde ich persönlich jedoch immer in der Sie-Form formulieren.
Die Stelle ist in der gleichen Abteilung im Verwaltungsbereich.

Wir haben eine Personalabteilung und Bewerbungen sind an ein generisches Postfach zu richten.
Wer sie abgreift ist nicht definiert, einen Sachbearbeiter kann ich also nicht anschreiben.
Der Personalchef wäre eine Möglichkeit, jedoch weiß ich nicht, ob er Bewerbungen auf dieser Ebene überhaupt anschaut, oder ob das nicht eher seine Abteilung macht.
Ich könnte den obersten Chef der Abteilung nehmen, das wäre eine Option - es ist NICHT der Werksleiter, sondern beispielsweise der Chef Accounting & Controlling.
Da es aber eine interne Bewerbung ist, ist die Architektur absehbar, und so wird diese Stelle nicht unter dem obersten Chef der Abteilung aufgehangen sein.
Er hat für seine Bereiche jeweils Abteilungsleiter und unter einem von denen wird es dann passieren.

Ein "sehr geehrte Damen und Herren" ist hier natürlich zu anonym und kalt.
Die Ausschreibung ist aber andererseits absolut neutral, hier wird nicht erwähnt wo diese Stelle zu lokalisieren ist.

Wen schreibt man idealerweise an?
a) Den Personalchef, da es eine Personalentscheidung ist, auch wenn er sich diese Bewerbungen vermutlich eher nicht allesamt ansehen werden wird?
b) Den obersten Chef der Abteilung? Auch wenn man nicht direkt unter ihm arbeiten wird, wird er aber sicherlich involviert sein?
c) Oder seinen Abteilungsleiter? Unter ihm würde man arbeiten, das macht also irgendwo Sinn. Allerdings ist das eben kein offizielles Wissen...

Ich tendiere zu einer zweigleisigen Lösung, b) und c) in absteigender Rangfolge, also

Sehr geehrter Herr Müller,
Sehr geehrter Herr Schmidt,

TextTextText...


Wie seht ihr das?

Danke und viele Grüße
 
Stumpy

Stumpy

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Hallo Spawnie,

da es keine direkte Ansprechperson gibt, würde ich es vielleicht mit -

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Kollegen,


- probieren. Ist förmich genug für eine Bewerbung, hebt hebt sich aber trotzdem ab. Ich kann aber natürlich nicht beurteilen, wie der Umgang bei euch im Betrieb normalerweise ist.
 
G

gregor_24

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Ganz einfach: frag bei der Personalabteilung nach dem fachlichen Ansprechpartner an. Normalerweise sollte HR dir diesen nennen können und an diesen richtest du dann die Bewerbung.
 
B

Bembes

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Ich würde den direkten Vorgesetzten der Stelle auf die du scharf bist persönlich ansprechen.

Das sollte doch ein passabler weg sein.

Er wird dir sicher sagen können ob es der schriftlichen Bewerbung bedarf und an wen diese zu richten ist.
 
Corbit

Corbit

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Exakt so, wie Bembes es schreibt: Persönlicher Kontakt zum potentiellen künftigen Chef. Dann es so machen, wie er es sagt. Da er dann über dein Interesse informiert ist, kannst du es nicht mehr durch Formfehler verbocken, wenn er dich will. Und wenn er dich nicht will, ist es sowieso egal, ob du Formfehler begehst oder nicht.
 
Beam_Ho

Beam_Ho

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Wenn ich es richtig verstehe, geht es um eine Stelle in der Abteilung, in der du gerade bist?!
In dem Fall würde ich den Abteilungsleiter ansprechen, der müsste ja wissen wie es läuft und wenn er dich auf so einer Stelle sieht, hast du gleich einen guten Fürsprecher.

Ich habe ähnliches gerade hinter mir, aber da gab es eine Telefonnummer mit Ansprechpartner, was ich aber auch für die absolute Minimalanforderung halte. Ich will mich ja schon auch detailliert über die Stelle informieren, bevor ich mir die Mühe einer Bewerbung mache...
 
S

Spawnie

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Nunja, die Stelle selbst ist detailliert beschrieben in der Ausschreibung, nur steht da halt nicht wer was um dich rum tut.

Das besondere ist vielleicht, dass der neue Chef der alte wäre, aber eben in einem anderen Gebiet.

Daher würde ich ihn schon direkt anschreiben wollen, die Frage ist am ehesten, ob der große Chef auch mit drauf soll als 2. Adressat, einfach weil es am Ende seine Abteilung ist.
 
Sectorfan

Sectorfan

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Wie wär's denn mit "Werte Führungskräfte" so verfasst bei uns einer seine Rundmails und erwähnt dann in der Anrede die Kollegen, Vorgesetzten und Führungskräfte.

Gruß
Mike
 
mini

mini

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Je nach Firma kann eine bei Mails vielleicht akzeptable Anrede bei einer schriftlichen Bewerbung völlig in die Hose gehen.

Frag den Chef, wie in #5 und #6 beschrieben.

Ansonsten schreibst Du denjenigen an, der die interne Ausschreibung verfasst hat oder als Adressat angegeben ist.
Wenn da keiner drin steht, gehe den offiziellen Weg über die Personalabteilung, nicht ohne vorher mit den relevanten Entscheidern einen informativen Austausch auf dem Gang absolviert zu haben.

Und: Du musst nicht die ganze Führungsetage inkl. Qualitätsmanagementbeauftragtem und Vertrauensfrau der Reinigungskräfte anschreiben.
Ein einziger Ansprechpartner ist besser, weil er damit direkt verantwortlich ist, und sich um die Weiterbearbeitung, auch bei falscher Adressierung kümmern sollte.

Gruss
Mathias
 
Mueller27

Mueller27

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Frag HR !
Genau dafür sind die ja da, die Bewerbungsprozesse (intern wie extern) zu organisieren.
Die freuen sich, wenn Du mal bei Ihnen morgen reinschaust.

Und wenn Du Deine Fragen zu Personal-Themen statt dessen in Uhrenforen diskutierst, machst Du die HR-Damen arbeitslos. Und das wollen wir ja nicht. :-)

Carsten

P.S.
Die Antwort von HR wird mit großer Wahrscheinlichkeit sein: Bewerbungen werden, selbst wenn sie prozesstechnisch bei HR eingereicht werden, im Anschreiben trotzdem an den künftigen direkten Fachvorgesetzten adressiert.

P.S.S:
Das man vorher natürlich zwingend informell den Kontakt mit dem potentiellen neuen Manager gesucht hat, das steht außer Frage.

Und den Bewertungsprozess nur starten, wenn man den Job zu 90% sicher hat, denn nichts ist peinlicher und langfristig karriereschädigender als wenn man bei einer internen Bewerbung, trotz fachlicher Quallifikation, abgelehnt wird, einfach weil sich das im Management rumspricht und die Leute sich sowas merken.
 
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Beckosis

Beckosis

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Wenn Du bei einer internen Bewerbung nicht im Vorfeld hast herausfinden können, wer der direkte Ansprechpartner ist, könnte das ein negatives Geschmäckle haben... Ich würde Dich genau das fragen.
 
Articus

Articus

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failed state
Wer hat denn die Stelle ausgeschrieben? Soweit es keine Initiativbewerbung ist, ist der Ansprechpartner damit doch gesetzt.

Wenn das alles unklar bleibt und die Atmosphäre ansonsten eher locker ist, würde ich auch "Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen" empfehlen. Das ist mitnichten "kalt" und du kannst damit eigentlich nichts falsch machen.
 
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AlexHD

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Ich kann mich vielen Vorrednern nur anschließen: Erster Schritt muss der Kontakt zur Personalabteilung sein, die dir den richtigen Ansprechpartner nennen können (sollten).

Vorher gebe ich zu bedenken, dass eine interne Bewerbung grundsätzlich nur dann erfolgen sollte, wenn man ziemlich sicher sein kann, auch genommen zu werden. Hier kann ich die Aussagen von Mueller27 nur unterschreiben. Es mag Ausnahmen geben - beim Staat und in vielen großen Firmen sind interne, fehlgeschlagene Bewerbungen ein Malus, den es nicht braucht.

Hier wird aus meiner Sicht vom Bewerber erwartet, dass er vorab in der Lage ist, sein Begehren an den richtigen Stellen anzubringen, so dass es am Ende darauf hinausläuft, dass die eigene Bewerbung pro forma erfolgt bzw. der Bewerber von den Entscheidungsträgern gefragt wird, ob er die Stelle haben möchte. Das setzt voraus, dass man vorab den richtigen Leuten subtil oder weniger subtil klar macht, für die Stelle geeignet zu sein. Hierbei mag es sicher Ausnahmen geben.

Wer seinen Hut in den Ring schmeißt, sollte zumindest gewisse Erfolgsaussichten haben. Ansonsten lässt sich der Vorwurf „denkt der ernsthaft, er käme für die Stelle in Betracht“ nur schwer entkräften.

Viel Erfolg und alles Gute!
 
S

stephanr

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Aus Compliance Sicht sind hier einige Aussagen sehr zweifelhaft. Besonders die, bei denen im Vorwege bereits der Erfolg einer internen Bewerbung abgesichert werden soll. Kann auch nicht nachvollziehen, warum eine Absage so negativ gesehen wird.

Zum Thema: Kurze Nachfrage bei HR und entsprechend handeln.
 
Mithrandir

Mithrandir

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Hallo,

wenn der "alte" direkte Chef der "neue" direkte Chef ist, dann als erstes ein persönliches Gespräch mit ihm. Damit fühlt er sich nicht übergangen und der Prozess kann unter Umständen beschleunigt werden, wenn er dich auch für die neue Position haben will, da du dann auch auf höhere Ebene einen Fürsprecher hast.
Willst du das nicht, dann bei HR nachfragen, an wen du dich wenden sollst.
Im Unternehmen wo ich angestellt bin (ca. 1.300 Mitarbeiter), haben wir einen festgelegten Prozess für interne Stellenausschreibungen (über HR). Die Praxis schaut so aus (bei mir war es einmal so), ich habe die mögliche zukünftige Führungskraft angerufen, ob sie Zeit für einen Kaffee hat. Bei einem persönlichen Gespräch haben wir festgestellt, dass es für uns beide nicht passt. Ich habe mir dann den ganzen Aufwand eines Motivationsschreibens etc. erspart. Hätte es gepasst, hätte ich gewusst, dass dann eine offizielle Bewerbung über HR auch Sinn gemacht hätte.

lg mithrandir
 
mora

mora

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Genau so, wie @Mithrandir geschrieben hat.

Erstmal mit dem Chef sprechen. Hilft ja nichts, wenn er dann irgendwann die Bewerbung von der HR weitergeleitet bekommt, nichts von der Bewerbung weiß, sich übergangen fühlt und die Stimmung darunter leidet. Kann je nach Chef dazu führen, dass es mit der neuen Stelle nichts wird und auch auf der alten Stelle der Kontakt zum Chef leidet.

Bei uns stehen auf den Stellenanzeigen immer zwei Kontakte: Ansprechpartner in HR für Basisinformationen und Ansprechpartner in der Fachabteilung für Fragen zu der konkreten Stelle. Adressiert wird eine Bewerbung dann an beide.

Wäre ja vielleicht auch eine Überlegung für eure HR.
 
M

mrbike

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Wenn kein Ansprechpartner benannt ist, würde ich auch nicht (nur deshalb) herum fragen. Dann förmlich "Sehr geehrte Damen und Herren...". Damit macht man auf gar keinen Fall einen Fehler. Nur wenn die Firma sehr klein und der/die verantwortliche Personaler/in eindeutig klar sind ist eine persönliche und zusätzlich förmliche Ansprache angemessen (Sehr geehrte/r Frau/Herr.... , sehr geehrte Damen und Herren, ...)

Gerade bei internen Bewerbungen ist die Minimierung der Anzahl involvierter Personen oft sehr sinnvoll. NUR für die Anrede ist es mitnichten erforderlich, einen Ansprechpartner bei Personal zu kennen, die Nachfrage nur aus diesem Grund könnte auch als vorgeschoben ausgelegt werden und kommt womöglich nicht gut an. Etwas anders wäre es bei einer konkreten Frage zur ausgeschriebenen Stelle.

Der Kontakt zur/m eigenen Vorgesetzten kann, muss aber nicht gut sein. Das würde ich vom persönlichen Verhältnis abhängig machen, und von der ausgeschriebenen Position. Es gibt durchaus auch interne Konkurrenzsituationen, in denen die/der Vorgesetzte bewusst außen vor gelassen wird. Auch die Reaktion kann man selten vorher sehen. Im Zweifel würde ich immer eher dazu raten, auf so etwas eher zu verzichten. Zumal man die neue Stelle meistens ja noch nicht sicher hat und dann eine unerwartet negative Reaktion der/des Vorgesetzten für die aktuelle Pos. ein Nachteil sein könnte.

Auf gar keinen Fall würde ich zustimmen, dass man verallgemeinert "zuerst mal mit dem eigenen Chef" sprechen sollte. Das kann extrem nach hinten los gehen.

Ich selbst würde mich zwar persönlich sehr freuen, wenn jemand aus meinem Team mich vor einer internen Bewerbung informiert, der "normale" Weg wäre aber die Information durch HR oder GF, wenn eine Entscheidung gefallen ist, oder der aktuelle Chef einbezogen werden muss. Es ist nichts verwerfliches daran, wenn jemand über eine so sensible Sache nicht zuerst mit dem eigenen Chef sprechen möchte, das muss man als Vorgesetzter auch aushalten können.
 
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AlexHD

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Hier scheint es wohl unterschiedliche Ansichten zu geben. Wer sich beruflich verändern möchte, den versuche ich als Vorgesetzter so gut es geht zu unterstützen. Ich habe auch Verständnis dafür, wenn man sich weiterentwickeln will und dafür eine andere Stelle sucht.
Dafür erwarte ich im Gegenzug eine kurze Info, dass man sich woanders beworben hat. Hier habe ich bislang nur gute Erfahrungen gemacht, egal ob von oben nach unten oder umgekehrt, die Leute waren bislang immer sehr transparent und man hat es als erstes unmittelbar von den Betroffenen ergahren

Würde ich von der Bewerbung eines Mitarbeiters von Dritten erfahren, wäre die Person just in dem Moment zur persona non grata geworden. Da bin ich gnadenlos.
 
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