Uhrenbestimmung Interessante Taschenuhr mit digitaler Scheibenanzeige gesehen

Diskutiere Interessante Taschenuhr mit digitaler Scheibenanzeige gesehen im Taschenuhren Forum im Bereich Uhrentypen; Mensch .... Das sind Dinge an die ich mal so überhaupt nicht gedacht habe. Danke dir für die Infos! :super: Da muß ich mal schauen ob ich...

EnabranTain

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und nimm Kupferblech
Mensch .... Das sind Dinge an die ich mal so überhaupt nicht gedacht habe.
Danke dir für die Infos! :super:
Da muß ich mal schauen ob ich Kupferblech auftreiben kann.
Denn .... natürlich möchte ich da wieder ein schönes Blatt rein haben.

Es wäre wirklich mega spannend, wenn hier ein "neues altes" Zifferblatt angefertigt werden würde. Interessiert mich sehr. Ist auch der Aufdruck geplant?
@EnabranTain - bitte halte uns mal auf dem Laufenden über Vorgehensweise, Werkzeuge, Materialien...
Unbedingt soll da ein Blatt rein!

Aber was ich immer mache wenn ich mal was anfertige
(und ein paar kleine Teile hab ich ja schon mal angefertigt (ne Lünette oder einen Werkhaltering oder so))
dann soll man auch sehen das das "aftermarket" oder eben "selbst gebastelt" ist.
Ich möchte nicht, wenn ich mich mal von irgendwas trenne, das irgend ein Zweit- oder Dritt-Verkäufer dann sagt:
"das ist original"
Heißt: Nein, kein Aufdruck oder so. Oder vielleicht was eigenes.
Aber bisher habe ich mich eh von nichts getrennt wo ich was angefertigt habe. ;-)
Da steckt dann automatisch zu viel eigene Geschichte drinnen.

Aber da du sooo interessiert bist kann ich dir sagen ... Ich habe heute sofort eines angefertigt.
Wollte ich hier eigentlich gar nicht zeigen diesen ersten Versuch.
Denn ich habe mich so dermaßen vermessen und verbohrt ... das ist echt peinlich. :oops:

Ich muß voraus schicken das ich die Uhr nicht mithatte und ich nur wusste das das Blatt 40mm groß sein muß.
Da ich etwas Zeit zum Ausprobieren hatte habe ich mir ein Bild aus dem Netz ausgedruckt und die Maße vom Bild umgerechnet.

Also ... betrachten wir es als Übung der einzelnen Schritte und ich bin sicher das der zweite Versuch deutlich besser wird.
Außerdem habe ich ja nun gelernt das ich besser Kupfer nehme.

Also....
Ich habe aus 1,5mm Blech erstmal was rundes in 40mm gemacht.
Da eh eingespannt direkt 2 Ziernuten eingebracht und einen leichten Winkel gedreht.
Leicht nach außen abfallend.
IMG_20210128_101707.jpg
IMG_20210128_114303.jpg

Dann ging es los mit den Bohrungen.
2 große und 4 kleine.
IMG_20210128_151946.jpg

Dann habe ich nicht mehr fotografiert weil ich das Vermessen und Verbohren bereits bemerkt hatte.
:oops:

Die untere große Bohrung war so daneben das eine der 4 kleineren Bohrung direkt weg war. ;-)
Aber ich dachte nun feil das Fenster wenigsten noch symetrisch aus, dann haste was gelernt.
Und das ist das Ergebnis:
IMG_20210128_151535.jpg

Zuhause hab ich dann zumindest mal geschaut und festgestellt das meine 40mm richtig sind. :-)
IMG_20210128_172627.jpg
IMG_20210128_172732.jpg

Mein Blech ist 1,5mm dick.
Der Deckel geht normal zu.
Aber ich habe schon gehört das es etwas "klobig" aussieht.
Werde dann mit Kupfer wohl mal 1mm probieren.

Mal gucken wie schnell ich da was finde und werde weiter berichten.
:super:
 

EnabranTain

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Ich übe weiter ;-)

Gestern zwar wieder die Uhr selbst zuhause gelassen,
aber ein paar Maße hatte ich ja noch im Kopf.

Und als ich dann tatsächlich 1mm dickes Kupfer in einer der hinteren Ecke gefunden habe
dachte ich ... ach fix noch eines probieren.

Erfahrung vom Vortag hatte gezeigt ... die wichtigen Bohrungen zuerst machen:
IMG_20210129_090642.jpg

Dann was Rundes draus machen (und gleich einen mm außen dazugeben):
IMG_20210129_102730.jpg

Und dann zuhause bemerkt: Oh, es ist schon mal ein Stückchen besser. ;-)
Denke nächste Woche irgendwann wird das dann mal richtig gut klappen.
IMG_20210129_135330.jpg

Noch ein bisschen zu lang und zu breit das Fenster.
Und die beiden kleinen Bohrungen (Andeutung für die Sterne) sind noch nicht perfekt,
aber ich denke das wird.

Wenn ich mir das jetzt in schönem Weiß vorstelle
eventuell die beiden Zierrillen in schwarz (wenn das geht),
dann würde mir das sicher sehr gut gefallen.
 

milou

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Das sieht so wie es jetzt ist schon sehr versprechend aus.
Das wird was sehr schönes werden, gratuliere!
 

EnabranTain

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:super:
Danke euch!
Jo ... die soll ja wieder schön werden. ;-)

Auch ich habe solch eine Uhr von Aeby & Landry vorgestellt.
Zwischen dem ersten Beitrag und dem tatsächlichen in der Hand halten dieser Uhr
habe ich ja einiges über A&L ergoogelt und gelesen.
Auch natürlich deinen Beitrag.
(Hast du sie eigentlich noch?)
Auf jeden Fall wollte ich sagen das dein Zifferblatt (mit dem runden Blumendekor)
der Grund war warum ich diese beiden Zierrillen in mein Zifferblatt machen möchte.
Dieses "runde" um das Langloch der Anzeige steht ihr einfach gut finde ich.
 

Uhrenfreak

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Hallo Bernd,

ja die Uhr ist noch in meinem Besitz. Das Werk der Uhr müsste von einem versierten Uhrmacher repariert werden. Sie läuft im Moment kurzzeitig.

Gruß Willy
 

DRGM

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Hallo Bernd,

bislang habe ich die Deine Geschichte um den Erwerb und um die Herstellung einer passenden Deckscheibe nur passiv verfolgt - obwohl ich ja einen weichen Zahn für Scheibenuhren habe… ;-)


Heute bin ich jedoch - wie üblich auf der Suche nach ganz anderen Informationen - auf eine italienische Seite gestoßen, die sich mit der Geschichte von Revue/Thommen befasst und auch deren frühe Taschenuhren mit Scheibenanzeige behandelt:

Storia della Thommens Uhrenfabrik (Revue Thommen)


Ganz oben auf der Seite findet man ein Foto mit vier Scheibenuhren (Taschenuhren) von Thommen, von denen eine ganz offensichtlich mit einer Deckscheibe aus Kupfer ausgestattet ist. Die ist dazu noch ganz hübsch graviert.


Also: Du bist mit der Kupferabdeckplatte auf dem richtigen Wege und ich bin auf das Ergebnis gespannt!
 

EnabranTain

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:super::super:
Zwei Daumen hoch!
Einmal für Willy, weil er sein Schätzchen noch in Ehren hält.
Und einen für Martin die tolle Seite über Revue/Thommen.
Natürlich klasse das da auch Scheibenuhren gezeigt werden, aber generell ist das ja eine interessante Seite.

Das Kupfer habe ich ja nur verwendet weil Michael darauf hingewiesen hat das das eben die beste Grundlage
für Emaille ist.
Denn ich habe wirklich vor es mit Emaille zu machen.

Ich habe nicht soviel Zeit gehabt die Woche, habe aber doch ein wenig an dem Design rumgespielt.
Am Schluß (oder zur Zeit) gefällt mir tatsächlich ein ganz schlichtes Design am besten.
Ein einfaches Langloch.
Und ich glaube mit den 2 gemachten Blättern werde ich bei einer ortsansässigen Goldschmiedin mal vorstellig.
Allerdings ist so eine Goldschmiedin nicht systemrelevant und leider konnte ich sie noch nicht ereichen.
Das dauert also noch ein bisschen.

Mein einfaches Langloch:
(diesmal fix gefräst anstatt es zu feilen)
IMG_20210203_161922.jpg
IMG_20210203_161944.jpg
IMG_20210203_154141.jpg

So schlicht gefällt es mir eigentlich echt gut.
Glaube zuviele "Schnörkeleien" wären wohl zuviel des Guten.

Dies Blatt in Weiß und (wenn möglich) die beiden Rillen schwarz ausgelegt ...
Doch, das würde mir gefallen.

Gedanken mache ich mir nur über die Zifferblattfüße.
Das die Goldschmiedin da kleine Stäbe anlöten kann ... da bin ich fest von überzeugt.
Aber trifft sie exakt die richtigen Positionen?
Wenn die nur minimal falsch sitzen ist das sofort zu sehen.
Auch nur ganz leicht schief sieht dann direkt schlecht aus.

Hier nochmal das Bild des Werks mit den markierten Bohrungen für die Füße:
IMG_20210126_155052.jpg

Ich habe auch schon an diese kleinen "Zifferblätter Klebepunkte" gedacht.
Es sind ja große Flächen dafür vorhanden.
Da könnte ich 2 oder sogar 4 Klebepunkte nehmen.
Doppelseitige Zifferblatt Klebepunkte 100844: Amazon.de: Uhren
Angeblich auch leicht wieder zu entfernen.
Habe da aber absolut keine Erfahrung mit.

Werde das mit der Goldschmiedin mal besprechen.
Und werde berichten. ;-)
 

Matthias MUC

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Wenn Du Dich traust, den Sekundenzeiger abzuziehen und nachher wieder zu setzen (vielleicht bekommst Du den Minutenwechsel dann ganz exakt hin), kannst Du doch die Abdeckplatte als Schablone nehmen und die exakten Positionen für die beiden Füßchen direkt aufs Blech übertragen oder für eine Schablone abnehmen oder einmal ganz exakt rausmessen für immer.
Das Kupferblech ist bso schon superschön, Du willst unbedingt Emaille, aber mein Favorit wäre immer noch der Perlschliff (Cu., Messing oder Edelstahl). Wenn es genügt, die Deckscheibe mit den Füßchen aufzustecken, Deckel zu und fertig, und nix von hinten verschraubt werden muß, kannst Du ja nach Belieben und Lust und Laune Wechseldeckplatten für alle Anlässe machen. Vielleicht eine in Cu lassen, eine emailliert, eine in Edelstahl mit Perlschliff?

lG Matthias

PS: Spontan erinnert die Uhr mit dem Langloch an das schöne, klassische Abus Diskusschloß1612576454396.png
 
Zuletzt bearbeitet:

FritzP

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Zu den ZB Füßen, natürlich muss die Position von der Werkplatte auf die Rückseite des ZB übertragen werden, damit sie beim Löten exakt eingehalten werden kann.
Lösung:
Das ZB mit Klebepunkten exakt ausrichten und dann von der anderen Seite mit einem Bohrer, welcher möglichst spielfrei durch das Pfeilerloch geht, leicht ansenken. Dann ZB abnehmen und die Senkung im Duchmesser passend zu den zu verlötenden Pfeilern bearbeiten. Damit zentriert sich der Pfeiler von selbst und muss nur exakt im Winkel ausgerichtet werden.
 

Coriolan

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Aber hallo, das sieht ja schon super schön aus.

Zur Positionierung der ZB-Füsschen eine Idee (zugegeben nicht so elegant wie Fritzen‘s):
Wenn Du Rodico daheim hast (die grüne Klebeknete), dann kannst Du zwei passende Kügelchen in die beiden Aufnahmetrichter einlegen, solltest diese aber vorher ganz leicht fetten. Dann das Blatt sauber positioniert aufdrücken, umdrehen und aus dem Gehäuse herausfallen lassen. Danach solltest Du zwei kleine Rodico-Kegel genau an den Stellen kleben haben, wo die Füsschen hinmüssen. Jetzt nur durch die Kegelspitzen mit einer dünnen Stahlnadel durchstechen und das Blech darunter ankörnen und danach ansenken, feddisch.
 

EnabranTain

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Sorry das ich mich erst nach längerer Zeit wieder zu dem Thema melde.
Aber es gab leider einiges Wichtigeres in letzter Zeit um das ich mich vorrangig kümmern musste.

von der anderen Seite mit einem Bohrer, welcher möglichst spielfrei durch das Pfeilerloch geht, leicht ansenken
Genau so Fritz! :super:
Das sehe ich auch als einzig vernünftige Variante an um das Blatt exakt auszurichten.
Deswegen würde ich die Füßchen auch lieber vom Uhrmacher im Rahmen einer Revision anlöten lassen
als von einem Goldschmied (oder einer Schmuckdesignerin die sich mit Emaillieren auskennt)

Emaillieren ... Ach was ein Drama. ;-)
Tatsächlich habe ich mit ca. 10 lokalen Goldschmieden / innen gesprochen.
Leider macht niemand mehr Emaillearbeiten :???:
Auch Betriebe mit Ausbildung nicht. Obwohl das wohl Bestandteil des Lehrplans ist.
Hätte das gerne lokal machen lassen.

Da bin ich also leider noch nicht weiter.
Bleibt mir nur übrig Landesweit zu suchen und die Blätter dann zu verschicken.

Falls Jemand von euch einen Tip für mich hat.... Gerne her damit.

3 Blätter habe ich ja fertig.
Nochmal ein Bild falls ihr jemanden fragen möchtet oder könnt.

Ich werde auf jeden Fall weiter berichten.

IMG_20210215_081820.jpg
 
Thema:

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