Insolvenzantrag von Nautische Instrumente Mühle-Glashütte

Diskutiere Insolvenzantrag von Nautische Instrumente Mühle-Glashütte im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; gerade in einem anderen Forum gelesen: Glashütte/Sachsen, 4. Juli 2007 – Das 1869 gegründete Traditionsunternehmen Mühle- Glashütte GmbH...
Tuxi

Tuxi

R.I.P.
Themenstarter
Dabei seit
02.10.2006
Beiträge
1.316
Ort
Rendsburg
gerade in einem anderen Forum gelesen:


Glashütte/Sachsen, 4. Juli 2007 – Das 1869 gegründete Traditionsunternehmen Mühle-
Glashütte GmbH Nautische Instrumente & Feinmechanik hat am 4. Juli 2007 einen
Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Nach einem
wettbewerbsrechtlichen Streit mit dem ortsansässigen Uhrenhersteller Nomos und
gescheiterten Vergleichsverhandlungen muss das Unternehmen Rückstellungen für eine
Vertragsstrafe in Höhe von 63 Millionen Euro bilden. Damit ist das inhabergeführte
Traditionsunternehmen überschuldet.

In dem Streit geht es um die Nutzung der Herkunftsbezeichnung Glashütte. Den dazu im
Jahr 2002 geschlossenen Vergleich hat Mühle akzeptiert und unmittelbar danach
Änderungsmaßnahmen eingeleitet. Mit weiteren Veredelungen konnte die
Fertigungstiefe am Standort deutlich erhöht werden. Für die gegnerische Partei sind die
Maßnahmen nicht ausreichend gewesen und so kam es 2006 zu einer erneuten Klage
gegen die Mühle-Glashütte GmbH. Für die Unternehmensleitung, insbesondere für den
aus Glashütte stammenden Inhaber, war dies ein Schock. „Die Situation fühlt sich für
mich wie eine zweite Enteignung an. Ich bin in Glashütte geboren und sehr mit dem Ort
verbunden. Wir haben zu jeder Zeit hochwertige Uhren und Instrumente hergestellt und
immer in gutem Glauben gehandelt. Sofort nach dem Vergleich haben wir alle für uns
ersichtlichen Maßnahmen ergriffen und enorm investiert“, argumentiert Senior-
Geschäftsführer Hans-Jürgen Mühle, der seit der Neugründung 1994 das
Traditionsunternehmen seiner Familie führt.

Die 38 Mitarbeiter stellen Armbanduhren, nautische Instrumente und
Schiffsuhrenanlagen her. Um auch eigene feinmechanische Teile für Uhrwerke am
Standort Glashütte fertigen zu können, hat Mühle durch Gründung der Gurofa GmbH
gemeinsam mit der Schweizer Sellita Watch Co. S.A. im Jahre 2006 einen weiteren
Meilenstein gesetzt.

Gestritten wird über die Frage der Wertschöpfung. Wenn eine Uhr die
Herkunftsbezeichnung Glashütte tragen darf, müssen mindestens 50 Prozent der
Wertschöpfungsarbeiten am Uhrwerk in Glashütte entstanden sein. Danach hat auch
Mühle-Glashütte gehandelt, jedoch auf Vollkostenbasis gerechnet. Gefordert war eine
Teilkostenrechnung mit den reinen Herstellungskosten, wonach Mühle-Glashütte bei
den Uhren des Streitfalls unter der 50-Prozent-Marke liegt. Für Mühle-Glashütte wird ein
Wertschöpfungs-Paradoxon aus dieser Regelung, weil man stets hochwertige (und
damit teure) Rohwerke aus der Schweiz eingekauft hat. Die bittere Lehre daraus: Hätte
man die gleichen Veredelungen an minderwertigeren Werken vorgenommen, wäre die
Herkunftsbezeichnung Glashütte korrekt gewesen. Die Regelung schützt vor Billiguhren
aus Glashütte so leider nicht.

Der Eintritt in das Insolvenzverfahren soll allerdings keineswegs das Ende des
Glashütter Uhrenherstellers sein, sondern die Befreiung aus einer Zwangslage. Die
Zukunft von Nautische Instrumente Mühle-Glashütte gibt Hans-Jürgen Mühle nun in die
Hände seines Sohnes Thilo. Der junge Unternehmer will mit dem Insolvenzverfahren die
Phase der Frustration, Verunsicherung und Ungewissheit beenden. Thilo Mühle will das
Werk seines Vaters (seines Groß- und Urgroßvaters) erhalten und das Unternehmen in
eine erfolgreiche Zukunft führen. „Ein Herkunfts-Streit nutzt niemandem in Glashütte.
Doch ich gebe nicht auf und glaube an die Zukunft von Qualität aus Glashütte. Und vor
allem an unsere Zukunft.“ Thilo Mühle hofft auf ein Insolvenzplanverfahren, bei dem er
seine Ziele verwirklichen und vor allem Arbeitsplätze am Standort erhalten und neue
schaffen kann. Das Amtsgericht Dresden hat Herrn Rechtsanwalt Helgi Heumann zum
vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmt. Nach erstem Bekunden wird Herr Heumann
alle Kraft daransetzen, das Traditionsunternehmen zu erhalten und den Betrieb
fortzuführen.
 
schredder66

schredder66

Dabei seit
16.01.2006
Beiträge
1.726
Ort
WWWEUDNRWHS
Aha :shock: !

Im WTF habe ich gestern gelesen, dass nach aktueller Aussage des Münchner Gerichts das letzte Urteil noch garnicht rechtskräftig ist :idea: ?!?!

Oder möchte man Nomos damit sozusagen "ins Leere" greifen lassen?

Spannende Sachen, die sich da im Osten der Republik abspielen.........
 
J

jazzcrab

Dabei seit
18.12.2006
Beiträge
2.860
Ich finde das Ganze ziemlich idiotisch. Da sieht man, dass es wohl doch wichtiger ist, was auf der Uhr draufsteht als das, was drin ist
 
mecaline

mecaline

Dabei seit
09.03.2007
Beiträge
10.071
Tja, wohl eher umgekehrt. Billiges Werk in Deutschland teuer eingeschalt= Glashütte, teures Werk genauso eingeschalt = Betrug!

Ich finde es schwierig, zu sagen, wer hier der Böse ist. Eigentlich hätte der Vergleich seinerzeit doch genau sagen müssen, welche Kosten wo anzusetzen sind. Hat Nautische einfach eine Lücke ausnutzen wollen, oder haben die in vollem Wissen gegen die Vereinbarung verstossen?

Aber insgesamt eine so hohe Forderung auch von Seiten des Gerichtes zuzulassen,dass Nautische daran zugrunde geht, halte ich vom Gericht für falsch. Das Nomos eine so hohe Forderung stellt, dass ein Konkurrent aus dem Weg geräumt wrd (und das ist Nautische ja wohl ganz klar), ist Unternehmerkrieg. Aber zwischen empfindlicher Strafe und Insolvenz gibt es ja wohl noch Luft.
 
Tuxi

Tuxi

R.I.P.
Themenstarter
Dabei seit
02.10.2006
Beiträge
1.316
Ort
Rendsburg
man muss dazu wohl sagen, dass Mühle das einzige Familienunternehmen in Glashütte ist und nicht dort eatra wegen dem Namen hingezogen ist. Bei Nomos ist ausser dem Namen nichts von Geschichte, nicht mal das design und die grundwerke bei denen stammen ja auch von eta.
 
mecaline

mecaline

Dabei seit
09.03.2007
Beiträge
10.071
Wobei Nomos die auch mächtig umbaut.

3/4 Platine statt Räderbrücken
Datum
Sekundenstop
andere Regulierung

Wer sich (wie wir ;-) ) genauer mit Uhren beschäftigt, fragt sich aber schon, wo da eigentlich der Sinn liegt, ein gutes, funktionierendes Werk auseinanderzubauen, die Hälfte wegzuwerfen und dann mit anderen Teilen wieder zur ursprünglichen Funktion zusammenzubauen. Ist ja was anderes, als z.B. ein Werk zu modifizieren, also zu erweitern.
 
P

pille2k5

Gast
also ich finde das ist haarspalterei, ob nun nach dem vollkostenverfahren oder nachdem teilkostenverfahren ...... mal im ernst, ich kenne leider die vorgeschichte nicht im detail ..... aber hätte sowas nicht eindeutig vorher geregelt werden müssen?
 
berlioz73

berlioz73

Dabei seit
21.11.2006
Beiträge
1.091
Ort
wolfsburg jetzt, münchen früher
aber mal im ernst..welche namhafte firma nimmt schon veredelungen an billligen werken vor?!

das ist ja als würde man schei**e mit besten beluga-kaviar vermengen und im 4sterne restaurant servieren. ;)

gruß dirk :)
 
C

caramanga

Dabei seit
14.01.2007
Beiträge
218
Also ich weiß nicht, ob das Gericht hier eine Strafe festgesetzt hat, oder nicht eher den von NOMOS genannten Streitwert. Und wenn die die Klage gewinnen, dann ist das eben der Betrag. Auch wenn das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, muß Mühle jetzt eine Rückstellung bilden, denn es ist ziemlich wahrscheinlich, dass eine solche Forderung auf sie zukommt. Als Wirtschaftsprüfer würde ich da auf der Rückstellung bestehen.

Der dann folgende Insolvenzantrag ist notwendig, denn sonst machen sich die Geschäftsführer strafbar. Also geschieht das nicht, um NOMOS zu ärgern, sondern ist nach der deutschen Rechtslage erforderlich. Schade ist es auf jeden Fall.
 
mecaline

mecaline

Dabei seit
09.03.2007
Beiträge
10.071
Wenn wir schon bei der Juristerei landen, wer definiert eigentlich diese Wertschöpfungsgrenze von min. 50% in Glashütte?

Und warum überhaupt Wertschöpfung? Könnte man als alteingesessenes Unternehmen nicht auf den Namen Glashütte bestehen? Letzendlich ist Glashütte ein Ort, auch wenn der Begriff hier für etwas anderes steht.
 
Schaumig

Schaumig

Dabei seit
29.05.2007
Beiträge
483
mecaline schrieb:
Wenn wir schon bei der Juristerei landen, wer definiert eigentlich diese Wertschöpfungsgrenze von min. 50% in Glashütte?
Das wird in diesem speziellen Fall das Gericht - warscheinlich auf der Grundlage von Sachverständigengutachten - definieren. Diese Entscheidung kann angenommen oder im Rahmen des Instanzenweges angefochten werden. Die Stelle deren Entscheidung rechtskräftig geworden ist definiert in diesem Fall die Wertschöpfungsgrenze.

Ich finde den Fall für das Unternehmen Mühle tragisch, kann aber die Problematik nachvollziehen. Eine ähnliche Fragestellung ergibt sich ja auch im Zuge der Definition "Made in Germany". Auch das scheinbare Paradoxon, daß die Verwendung billiger Uhrwerke die zu erwartende Entscheidung zugunsten von Mühle ausschlagen lassen würde macht sinn.

Die Frage ist doch: Was macht ein Produkt im wesentlichen aus. Das heisst doch nichts anderes als: Wo entsteht die Wertschöpfung? Das dies nur eine Frage des Preises und nicht der effektiven Arbeitsstunden sein kann verdeutlicht folgendes

Beispiel:
Ein nahmhafter Künstler aus der Schweiz nimmt ein japanisches Automobil für das im allgemeinen sagen wir 20.000 € gezahlt wird. Jetzt beschmiert er es im Drogenrausch mit Farbe und plötzlich ist es ein Kunstwerk für das Kenner 2 Mio. Euro zahlen. Dann ist doch unzweifelhaft, daß es sich bei dem Produkt nicht mehr um ein schnödes Auto handelt, sondern um ein Kunstwerk. Das wesentliche wurde in der Schweiz geschaffen.

Wenn jetzt aber nur ein Provinzpinselquäler das Gleiche macht, und man bietet ihm mit ein wenig guten Willen 21000 Euro, dann handelt es sich in erster Linie noch um ein Auto, ein Auto made in Japan welches zugegebenermaßen ein wenig in der Schweiz "veredelt" worden ist.
 
P

pille2k5

Gast
ich hätte da nen beispiel: nehmen wir mal den porsche cayenne ...... da beträgt die wertschöpfung in deutschland keine 30% ... weil die karre fast komplett im ausland zuzammengeschustert wird? also wäre es ja demnach auch kein deutsches auto mehr :-)
 
Schaumig

Schaumig

Dabei seit
29.05.2007
Beiträge
483
Die Frage ist ja auch, ob nur die Fachpresse einen Porsche Cayenne als deutsches Auto bezeichnet, oder ob es Porsche selbst ausdrücklich als solches vermarktet.

Evtl. besteht darüber hinaus für den Begriff "Glashütte" auch ein besonderes Schutzbedürfnis ähnlich wie man es von Kölsch und Cognac her kennt.
 
Wolverine

Wolverine

Dabei seit
09.12.2006
Beiträge
209
Ort
Nähe Wolfsburg
Vielleicht sollte man Nomos einfach boykottieren.
Ich jedenfalls werde es tun! Was aber daran liegt, dass mir die Uhren einfach zu klein sind und für den Preis auch irgendwie zu schlicht! Da hat mir Mühle schon um einiges besser gefallen.
Also ich boykottiere Nomos! :lol2:
 
Schaumig

Schaumig

Dabei seit
29.05.2007
Beiträge
483
Ich sag mal so.....Warum sollte man?
Es ist Nomos ureigenes Interesse den Zusatz Glashütte zu verteidigen. Mehr tun sie doch auch nicht. Man hat sich ja auch versöhnlich gezeigt und es kam zu einem Vergleichsabschluss und man hatte Gelegenheit die Art der Produktion zu verändern. Wie gesagt - es ist misslich für Mühle aber ich kann an dem Verhalten von Nomos auch nichts ehrabschneidendes erkennen.
 
cfenne

cfenne

Dabei seit
03.03.2007
Beiträge
225
Ort
Norderstedt
Von der Mühle-Homepage:

05.07.2007
Insolvenzantrag von Nautische Instrumente Mühle-Glashütte

Wir haben für die Mühle-Glashütte GmbH Nautische Instrumente & Feinmechanik am 4. Juli 2007 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Nach einem wettbewerbsrechtlichen Streit mit einem ortsansässigem Uhrenhersteller und gescheiterten Vergleichsverhandlungen müssen wir Rückstellungen für eine Vertragsstrafe in Höhe von 63 Millionen Euro bilden. Damit ist unser Traditionsunternehmen überschuldet. Das Amtsgericht Dresden hat Herrn Rechtsanwalt Helgi Heumann zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmt.

In dem Streit geht es um die Nutzung der Herkunftsbezeichnung Glashütte. Den dazu im Jahr 2002 mit dem Wettbewerber geschlossenen Vergleich haben wir akzeptiert und unmittelbar danach Änderungsmaßnahmen eingeleitet. Mit weiteren Veredelungen konnte die Fertigungstiefe am Standort deutlich erhöht werden. Für die gegnerische Partei sind die Maßnahmen nicht ausreichend gewesen und so kam es 2006 zu einer erneuten Klage gegen die Mühle-Glashütte GmbH, der im Februar 2007 vom Landgericht München I stattgegeben wurde.

Der Eintritt in das Insolvenzverfahren soll allerdings nicht das Ende von Mühle Glashütte sein, sondern die Befreiung aus einer Zwangslage. Die Zukunft des Unternehmens gibt Senior-Chef Hans-Jürgen Mühle nun in die Hände seines Sohnes Thilo. Dieser will mit dem Insolvenzverfahren die Phase der Frustration, Verunsicherung und Ungewissheit beenden und unser Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft führen. Thilo Mühle hofft auf ein Insolvenzplanverfahren, bei dem er seine Ziele verwirklichen und vor allem Arbeitsplätze am Standort erhalten und neue schaffen kann. Nach erstem Bekunden wird auch Insolvenzverwalter Heumann alle Kraft daransetzen, unser Traditionsunternehmen zu erhalten und den Betrieb fortzuführen.

Ihr Team von Mühle-Glashütte
Kenne natürlich die Hintergründe nicht, sondern kann nur versuchen, die Meldung zu deuten....

Hier mein Deutungsversuch:

Mühle hat in 2002 einen Vergleich mit dem Mitbewerber geschlossen und sich verpflichtet, die Wertschöpfung vor Ort, also in Glashütte/SA zu erhöhen....

... davon wurde abhängig gemacht, dass Mühle weiter den Zusatz "Glashütte/SA" führen darf...

... weiter wurde vereinbart, dass eine Strafe zu zahlen ist, wenn die erforderliche Wertschöpfung vor Ort nicht erreicht wird...

Der Mitbewerber war/ist der Ansicht, dass die Verpflichtung von Mühle nicht erfüllt wurde, hat geklagt und Recht bekommen....

Konsequenz des Urteils: Es droht eine Strafe in Höhe von 63 Mio €...., Urteil ist noch nicht rechtskräftig, aber Mühle muss nach Handelsrecht dafür entsprechende Rückstellungen bilden....

.... Mühle droht die Überschuldung und daher musste Insolvenz angemeldet werden....

Fazit:

Wenn "Mühle" es in einem Zeitraum von 4 Jahren nicht schafft, die in 2002 getroffenen Vereinbarungen zu erfüllen, dann sind sie halt selber schuld...

.... daher hat der Mitbewerber "Recht" bekommen..., daher aus deren Sicht alles korrekt gelaufen....

Meine Gedanken dazu:fähr

"Mühle" baut hochwertige Uhren, mit einem guten Preis/Leistungsverhältnis...

"Mühle" ist ein Familienbetrieb, der Mitbewerber gehört inzwischen wohl zu einem finanzstarken Konzern

"Mühle" ist seit ca. 1870 in Glashütte/SA ansässig, der Mitbewerber hat eine Marke wieder aufleben lassen, die so um 1910 aus den gleichen Gründen verschwunden ist, die der Mitbewerber heute "Mühle" vorhält...

"Mühle" schalt leider nur hochwertige Schweizer Uhrwerke ein, aber der Mitbewerber ist auch mit dem Einschalen von hochwertigen Schweizer Uhrwerken angefangen, konnte die Wertschöpfung in Glashütte/SA dank des besseren finanziellen Backgrounds inzwischen aber erhöhen und darf sich inzwischen "Manufaktur" nennen....

"Mühle" scheint Anstrengungen unternommen zu haben, um die Wertschöpfung in Glashütte/SA zu erhöhen, hat aber leider keinen finanzstarken Konzern (da Familienbetrieb) im Hintergrund...

"Mühle" darf möglicherweise zukünftig den Zusatz Glashütte/SA nicht mehr führen... andere Firmen bauen vor Ort Quarzuhren, auch Schweizer Werke, und deren Wertschöpfung vor Ort ist halt höher, daher scheinen diese Firmen keine Probleme mit dem Mitbewerber zu haben (sie bewegen sich ja auch in einem anderen Marktsement...)

"Mühle" baut Uhren, die sich im Design von denen des Mitbewerbers stark unterscheiden, ansonsten hätte der Mitbewerber wohl auch versucht, aufgrund des Designs gegen "Mühle" gerichtlich vorzugehen... Ich sag dazu nur "Stowa"

Mein persönliches Fazit:

Der Mitbewerber versucht einen unliebsamen Konkurrenten aus dem Markt zu drängen....

... und dabei geht es nicht darum, dass "Mühle" minderwertige Uhren baut, die mit dem Qualitätssiegel "Glashütte/SA" versehen sind, vor denen der normalsterbliche Verbraucher geschützt werden müsste...

... just my 2 cents....

Gruss Christian

P.S:

Frage mich allerdings, was "Mühle" geritten hat, in 2002 einen Vergleich anzunehmen, der jetzt zu einer Strafe in Höhe von 63 Mio € führen könnte....

Habe keine Ahnung, was "Mühle" im Jahr umsetzt.... Denke aber, dass der Betrag dem Jahresumsatz von mindestens 15 - 20 Jahren entspricht....

.... also "Selbst Schuld...."
 
Junnghannz

Junnghannz

Dabei seit
23.12.2006
Beiträge
3.561
Ort
Saarland
NOMOS hat Mühle übrigens in einem Vergleich angeboten, auf mehr als 99 % der Vertragsstrafe zu verzichten! Einzige Bedingung: In Zukunft müsse sich auch Mühle an die vereinbarten Regeln halten. Es gehe der Firma NOMOS ausdrücklich nicht darum, ein Unternehmen zu schädigen!

Ich finde das Verhalten von NOMOS gegenüber dem ETA-Einschaler Mühle völlig korrekt.


Viele Grüße

Wolfgang
 
cfenne

cfenne

Dabei seit
03.03.2007
Beiträge
225
Ort
Norderstedt
Junnghannz schrieb:
NOMOS hat Mühle übrigens in einem Vergleich angeboten, auf mehr als 99 % der Vertragsstrafe zu verzichten! Einzige Bedingung: In Zukunft müsse sich auch Mühle an die vereinbarten Regeln halten. Es gehe der Firma NOMOS ausdrücklich nicht darum, ein Unternehmen zu schädigen!

Ich finde das Verhalten von NOMOS gegenüber dem ETA-Einschaler Mühle völlig korrekt.


Viele Grüße

Wolfgang
Wenn Deine Info stimmt, dann würde es ja eigentlich nur um 66.300 € gehen....

Die müsste der "Eta-Einschaler" Mühle doch wohl wuppen können...

Da der "Eta-Einschaler" Mühle Insolvenz beantragt hat, geht es wohl um mehr....

Keine Firma wird wohl ohne Not Insolvenz anmelden...
 
P

pille2k5

Gast
@cfenne das ist so nciht ganz richtig :-) ....... 1% von 63 Mio. € wären meiner rechnung nach 630.000€ :-) ...... aber da ich die bilanz von mühle glashütte nicht kenne weiß ich nicht in wieweit selbst der betrag zur insolvenz führen würde .... wobei ich glaube wohl eher nicht!!! ich denke aber auch das nomos richtig handelt .... und vor allem fair ist!!!! was sie im prinzip nicht sein müßten ...
 
Junnghannz

Junnghannz

Dabei seit
23.12.2006
Beiträge
3.561
Ort
Saarland
Mühle hatte die Höhe der Vertragsstrafe in dem Vergleich von 2002 selbst (!) mit festgesetzt.
Dabei ist es wohl durchaus als großzügig zu bewerten, daß die (im Recht befindliche!) Firma NOMOS auf ÜBER 99 % Prozent des Geldes verzichten will. Das Unternehmen Mühle hat aber den von NOMOS angebotenen Vergleich abgelehnt und wählte das Insolvenzverfahren, aus welchen Gründen auch immer.


Viele Grüße

Wolfgang
 
Thema:

Insolvenzantrag von Nautische Instrumente Mühle-Glashütte

Insolvenzantrag von Nautische Instrumente Mühle-Glashütte - Ähnliche Themen

  • [Suche] Kataloge Mühle Nautische Instrumente Glashütte 2005/2006

    [Suche] Kataloge Mühle Nautische Instrumente Glashütte 2005/2006: Guten Abend. Suche eine Quelle für die o.g. Kataloge. Sowie welche der Fa. Breitling aus den 50 er Jahren. Danke im Voraus
  • [Verkauf] Nautische Instrumente Mühle Glashütte M29 Classic

    [Verkauf] Nautische Instrumente Mühle Glashütte M29 Classic: Hallo Mitforianer, zum Verkauf steht meine Nautische Instrumente Mühle Glashütte Automatik-Uhr mit der RefNr. M1-25-50 LB. Dies ist ein...
  • [Erledigt] NAUTISCHE INSTRUMENTE MÜHLE GLASHÜTTE M12 M1-26-10

    [Erledigt] NAUTISCHE INSTRUMENTE MÜHLE GLASHÜTTE M12 M1-26-10: Liebe Mitforianer, zum Verkauf steht meine Mühle Glashütte Automatik, Ref. dürfte M1-26-10 sein. Dies ist ein Privatverkauf unter Ausschluss...
  • Neue Uhren: Robert Mühle Mondphase, Nautische Instrumente Mühle, M1-11-53-LB, M1-11-51-LB, M1-11-52-LB

    Neue Uhren: Robert Mühle Mondphase, Nautische Instrumente Mühle, M1-11-53-LB, M1-11-51-LB, M1-11-52-LB: Heute wurde frisch vorgestellt, eine Jubiläumsuhr zum Jubiläumsjahr: Robert Mühle Mondphase Die neue Sonderedition der Manufakturlinie „R. Mühle...
  • Stoppuhrenhersteller Hanhart stellt Insolvenzantrag

    Stoppuhrenhersteller Hanhart stellt Insolvenzantrag: Furtwangen: Stoppuhrenhersteller Hanhart stellt Insolvenzantrag | SÜDKURIER Online Traurig, aber wohl wahr.
  • Ähnliche Themen

    Oben