Industrie Neuigkeiten : Gewinnwarnung Swatch

Diskutiere Industrie Neuigkeiten : Gewinnwarnung Swatch im Uhren News Forum im Bereich Uhren-Forum; "Der Uhrenhersteller Swatch rechnet im ersten Halbjahr mit einem Gewinnrückgang um 50 bis 60 Prozent. Die Aktie taucht zum Börsenstart über zehn...
fortis98

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Das Wort Gewinnwarnung ist absurd und gehört in den "Unwort-Faden". Eine Warnung vor Verlust macht ja noch Sinn, aber eine vor Gewinn, der etwas geringer ausfällt :hmm:.
 
Spitfire73

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Erstaunlich finde ich die Kommentare von Analysten, die in diesem Zusammenhang die "Margenentwicklung als ein «Desaster»" bezeichnen und als Gründe "hohen Investitionsbedarf in neue Produkte und ins Marketing" entdeckt haben wollen. Nick Hayek wird wohl auch 2016 den Gürtel enger schnallen müssen. Schon in 2015 beliefen sich seine Bezüge nur noch auf 6,88 Millionen ggü. 7,46 Millionen Franken in 2014.

Gruß
Helmut
 
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Puhrist

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"Investitionsbedarf in neue Produkte" = Smartwatch

Schau an...
 
wafa

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Das ist die Perversion unseres Aktienmarktes.:???:
Gewinnwarnung muss erfolgen, weil sonst der Verdacht aufkommt, eine wichtige Information zurückzuhalten. Dann kriegt der Vorstand Stress.
Folge: Aktie rauscht ab.

Wenn der Vorstand dann verkündet, dass er x MA raussetzt: Aktie geht wieder hoch.

Gottlob hat Nick jr. das bisher anscheinend ausgeklammert.

Wer allerdings glaubt(e), Umsatzwachstum um 20% p.a. sei ununterbrochen realisierbar, glaubt auch an den Weihnachtsmann.
Jetzt kommt die Konsolidierung...

Walter
 
Spitfire73

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Was ein Analyst glaubt, was der Hersteller glaubt, was der Markt glaubt und was Realität wird dürften nicht selten mindestens vier vollkommen verschiedene Dinge sein. Nach langen Jahren des gefühlten Größenwahns bei den Preisaufschlägen kommt es nun eben zu einer willkommenen Korrektur bzw. Gegenbewegung. Kurz- und mittelfristig sehe ich daraus zunächst mehr Nutzen als Schaden für den Verbraucher. Vielleicht werden wieder längst aufgegebene (Einsteiger)Marktsegmente von den Schweizern neu bedient und/oder Einschaler doch weiter mit ETA-Werken versorgt. Auch bis vor kurzem verschmähtes Kleinvieh macht eben Mist. Als Verbraucher kann ich mir wahrlich Schlimmeres vorstellen als einen mittleren oder starken Bremsvorgang der Schweizer Uhrenbranche, die bis vor kurzem schlicht zu schnell unterwegs war.

Gruß
Helmut
 
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Puhrist

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Aber nein, das ist doch auch in der Wirtschaft gültig, ein Naturgesetz: "Neoliberalismus"
 
deteringgase

deteringgase

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Hmm, Aktien der SG würde ich z.Z. nicht anfassen.
Die Dividende ist mit 2 - 3 % nicht so schlecht, aber der Umsatz in 2015 ist leicht gefallen bei einem Zuwachs von knapp 1000 Mitarbeitern.
Der Kurs fällt weiter, zur Zeit bei 235 Euro, da ist noch keine Bodenbildung in Sicht. Der Gewinn nach Steuern ist in den letzten beiden Jahren um 35 - 40 % gefallen, das wird 2016 nicht besser werden.
In Kürze wird die SG ein detailiertes Halbjahresergebnis vorlegen, dann weiß man vielleicht genaueres, ev. welche Marken es betroffen hat oder die Verursacher waren.

Munterbleiben, deteringgase!

PS: Wie üblich, hat in dem Zuge der Rest der Branche, wie Richemont ( 3-4 % ) Federn lassen müssen.
 
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thp001

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M. E. ist das ein schon oft gesehener Prozess und von daher nichts Ungewöhnliches. Wenn sich beim Absatz nichts ändert, wird die Swatch Group über kurz oder lang nicht anders reagieren können, als die Kapazitäten wieder auf ein Niveau anzupassen,
welches den (realistischen) Umsatzerwartungen Rechnung trägt. Da wird es auch zu Anpassungen im Bereich der Anzahl der Mitarbeiter kommen. Und ob das nur über die ganz normale Fluktuation abgebildet werden kann, hängt m. E. davon ab, in welcher Geschwindigkeit und Höhe sich die Absatzmengen vor allem kurz- und mittelfristig verändern werden.

Einen unmittelbaren Vorteil für den Verbraucher/Endkunden sehe ich hier aber nicht. Insbesondere werden sich die Preise für bestehende Produkte, vor allem im Hochpreis-Segment, m. E. nicht ändern. Das wäre sonst ein in der Luxusgüter-Industrie sehr ungewöhnlicher Schritt und für eine einzelne "Marke" schlichtweg eine Katastrophe. Und neue Marken mit der bestehenden Technologie aufzubauen, ist sehr teuer und vor allem: Welche neuen Zielgruppen sollen denn angesprochen werden? Gefühlt gibt es heute schon Tausende von Uhren unterschiedlichster Anbieter für die unterschiedlichen Käuferschichten und -bedürfnisse.

Natürlich wird die Swatch Group auch versuchen, sich in Segmenten weiter zu entwickeln, die sie künftig für vielversprechend hält. Ob der Markt der Swatch Group bzw. der hier bereits positionierten Marken jedoch eine bedeutende Positionierung im Bereich der Smartwatches abnehmen wird, bleibt abzuwarten. Und hängt natürlich auch vom "Wie" ab. Von der Idee, in bestehende Uhren Smartwatch-Technologie einzubauen, wie das von einigen Anbietern, insbesondere im höherpreisigen Segment bereits versucht wird, halte ich persönlich nichts. Dann schon eher eine eigene Marke, die genau dafür steht (und für sonst nichts) und konsequent in Richtung Zielgruppe kommuniziert wird.
Das Problem wird aber insbesondere darin bestehen, sich die hierfür erforderliche Technologie "anzueignen" und nicht immer nur Anbietern wie Apple oder Samsung hinterherzulaufen ...

Es bleibt spannend!

Gruß, thp001.
 
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ominus

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Der Markt ist sehr groß geworden,meiner Meinung nach einfach zu groß.
In der nächsten Zeit werden einige auf der Strecke bleiben.
 
Uhropath

Uhropath

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Der Markt ist sehr groß geworden,meiner Meinung nach einfach zu groß.
In der nächsten Zeit werden einige auf der Strecke bleiben.
Ich bleibe bei meiner These, dass die Preisgestaltung der letzten Jahre, die Zielgruppen abgehängt hat und das dies noch stärker werden wird. Man hat sich - aus absoluter Gier - auf Märkte verlassen, in denen man glaubte, die Uhren würden zu jedem Preis verkauft.

Am Ende steht man nun wieder bei dem einstigen Kunden vor der Tür. Der will das Preisschild aber nicht sehen. Der Markt ist schon weiterhin da. Nur nicht zu den Traumbedingungen der Aktionäre. Da werden einige stark zurückrudern müssen oder langfristig verschwinden.
 
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Constellation

Constellation

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Wenn der Vorstand dann verkündet, dass er x MA raussetzt: Aktie geht wieder hoch.
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Wer allerdings glaubt(e), Umsatzwachstum um 20% p.a. sei ununterbrochen realisierbar, glaubt auch an den Weihnachtsmann.

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Ja, das Erstere ist leider sehr wahr. Überall ist zu lesen, dass dass Humankapital das Wertvollste eines Unternehmens ist (deren Broschüren sind voll von goldigen Bildern und Sozialkompetenz ausstrahlenden Sätzen) - gleichzeitig kennen so gut wie alle Firmenlenker nur eine Stellschraube: die Mitarbeiterzahl verringern.
Und sollten sie dann trotzdem scheitern (mei, wie konnte das denn sein???:shock:), nehmen sie eine Abfindung mit, die jedem Normalsterblichen und seiner zehnköpfigen Familie für den Rest seines Lebens für eine sorgenfreie Zeit reichen würde.

Dabei stellt sich doch die Frage: wo sind denn alle Planungen (neudeutsch: forecast) und Soll/Ist-Abweichungen, die erstellt worden sind, abgeblieben?? Waren die dann jemals richtig, wenn aus heiterem Himmel eine kleine Delle droht? Und die ist nur durch Personalabbau zu bewältigen?




Zum Zweiten: ja. Sehr viele Firmenchefs sind gläubige Menschen. Denn sie glauben an den Weihnachtsmann. Jedes Produkt kann nur nach oben gehen. War schon immer so, und wird dieses Mal auch wieder so sein.
Und sollte ein Nuntius auch nur ansatzweise den Kurvenverlauf flacher gestalten wollen , . . . . . .. uiiiii, dem Gnade Gott, denn den Zorn des Vorstandes hat er bereits abonniert;-)8-).
 
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muss_ich_haben

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Könntest Du bitte mal lernen den Doppelpunkt richtig zu setzen? Danke.
 
thegeek

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Irgendwie finde ich den sprichwörtlichen umfallenden Sack Reis in China interessanter als wenn Aktienkurse trotz Gewinn sinken... :hammer::face::D:prost:
 
flieger_s

flieger_s

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Natürlich fällt der Aktienkurs wenn der Gewinn einbricht. Warum sollte man auch nicht als Anleger kaufen wenn der Gewinn steigt? Es gilt aber in der andere Richtung auch. Niemand muss allerdings an die Börse, die Unternehmen machen das, weil sie mehr Kapital bekommen wollen.

Wenn sie Leute kündigen, verlieren sie wertvolle Skills, und damit Wachstumspotential, sobald den Markt sich erholt.

Zu den Thema Preisvorstellungen... Klar dass die Preise korrigiert werden. Da spielt einfach wieder die Marktwirtschaft mit. Ich finde es persönlich gut.
 
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1975volker

1975volker

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Also an unserem Uhrkonsum liegt es nicht :lol:.
 
ludicree

ludicree

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Finde ich nicht verkehrt wenn die China/Hongkong/sonstwo Blase platzt.

Die anderen beiden Großkonzerne dürften es ähnlich spüren, aber deren Mix ist anders.

Am Ende liefert nicht nur ETA wieder, sondern es gibt auch wieder mehr Fachhandel. Die unsäglichen Boutiquen für die Touris können sie wieder einsparen.
 
uhrangutan

uhrangutan

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Ja, ja die böse Frankenaufwertung ist an allem Schuld.
Auch daran, daß man offenbar seine Hausaufgaben nicht gemacht hat, z.B . Investitionen in Smartwatch, Werke, etc...
Mein Mitleid hält sich in Grenzen, schade nur für die Mitarbeiter, die bald einen Briefumschlag an ihrem Arbeitsplatz finden dürften.
Traurige Grüße Jochen
 
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