In der Wühlkiste gefunden - Reste einer A. Lange und Söhne

Diskutiere In der Wühlkiste gefunden - Reste einer A. Lange und Söhne im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Bei der Auflösung der Wohnung einer Tante, die nun ins Seniorenheim wechselt kam eine Uhren-Kruschelkiste Ihres Vaters zum Vorschein, der seinen...
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Vaube

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Bei der Auflösung der Wohnung einer Tante, die nun ins Seniorenheim wechselt kam eine Uhren-Kruschelkiste Ihres Vaters zum Vorschein, der seinen Uhrmacherladen in den 70er Jahren geschlossen hat.
In der Kiste befinden sich viele Blechdöschen, meist Niveadosen mit diversen gebrauchten Ersatzteilen von einfachen Damenuhren als Inhalt.
In einer Dose habe ich eine Taschenuhr in einem 70er Jahre Edelstahlgehäuse entdeckt.

Lange 1_1.jpg

Lange 1_2.jpg

Lange 1_3.jpg

Lange 1_4.jpg


Der Zustand ist traurig, aber eine "Lange" findet man nicht alle Tage.
Überrascht wurde die Kiste weiter durchgesehen in der Hoffnung, das fehlende Gehäude zu entdecken.

Grosse Hoffnung kann bein Anblich dieser Kiste auf.

Lange 2_1.jpg

Aber darin war "nur" ein weiteres Uhrwerk.

Lange 2_2.jpg

Lange 2_3.jpg

Lange 2_4.jpg


Was soll ich mit diesen beiden Uhrwerken anfangen?
Das einzige was ich bisher festgelegt hab ist dass ein Verkauf nicht in Frage kommt.

Das ältere Werk mit den Rissen im Zifferblatt ist defekt, das andere Werk ist sofort beim Aufziehen angelaufen.

Tante Google hat mir schon viel über die beiden Uhrer erzählt, zum Beispiel das Alter und die Handelspreise intakter Uhren. Trotzdem verbleiben noch ein paar Fragen.

Am liebsten würde ich beide Uhren wieder zum Leben erwecken lassen.
Gibt es Original - Gehäuse als Ersatzteile?
Ist das Projekt unwirtschaftlich vertretbar?
Was sind das für Teile in der Kiste, gehören diese zu der Uhr oder sind die nur hineingerutscht?

Ich freue mich über jede Idee
 
lennox

lennox

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Irgend einer hatt die Werke ausgeschahlt und die Gehäuse aus Edelmetall verkauft. Die Werke kannst Du in andere passende Geh einschahlen, ist zwar nicht orginal aber auf die Werke kommt es an .Ein Ersatzgeh. von Lange ist sehr teuer und auch kaum zu Bekommen.
Gruß
lennox
 
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Vaube

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Dann passt dazu der "Orden" mit Aufschrift "Gold gab ich zur Wehr, Eisen nahm ich zur Ehr", der auch in der Kiste lag.
 
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holli

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So etwas möchte ich auch einmal finden,
Glückwunsch zu diesem Fund.
Das 1. Werk ist so um 1880-85,
das 2. Werk um 1900.
Dazu noch eine Originalbox von A.Lange&Söhne.
wunderbar
auf jeden Fall würde ich beide Uhrwerke von einem versierten Uhrmacher erst einmal aufarbeiten lassen.
Ist zwar nicht ganz billig,lohnt sich bei diesen beiden Werken aber auf jeden Fall.
 
Spindel

Spindel

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So etwas möchte ich auch einmal finden,
Ich auch.
Gehäuse zu bekommen wird nicht einfach werden,selbst die Werke überholen zu lassen.
Das einzige was ich bisher festgelegt hab ist dass ein Verkauf nicht in Frage kommt.
Das ehrt Dich.Aber warte erst mal ab was für Kosten auf Dich zukommen wenn Du sie wieder
ordentlich machen läst.Ich vermute mal dann wird die Freude umschlagen.
Kannst uns ja mal informieren was rausgekommen ist.
Gruß Roland
 
Kaliber 66

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Als erstes wuerd ich mit Hilfe dieses Buches mal rausfinden, welches Gehaeuse da drum war. http://www.amazon.de/Uhren-Lange-Söhne-Glashütte-Sachsen/dp/3766712667
Das zweite, laufende, Werk wuerd ich persoenlich in ein aehnliche Gehaeuse schalen (lassen). Original ist sicher schwer zu finden und, wieder persoenlich wuerd ich fuer das Geld doch lieber nen Mittelklasswagen nehmen ;-)
Super Fund - da macht Wuehlen Spass !
Gleichzeitig leider auch Zeugnis einer traurigen Zeit - nur wenige haben sich damals getraut, ihr Gold zu verstecken, gerade bei Uhren gab es mit Sicherheit genug Deutsche, die ihre engsten Bekannten verpfiffen haben, wenn sie wussten, dass da ne Golduhr vorhanden war.
Viel Erfolg beim "Aufmotzen ",
Gruss,
Steffen (Ich hab das Buch, aber in Deutschland, wo ich erst im Februar wieder bin ).
 
Micha

Micha

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Kannst die Werke richten lassen, Zeiger für die erste werden sich auch auftreiben lassen, vielleicht ned original.

Ich weiß ja ned was du ausgeben willst, Gehäuse original wird schwer und teuer du könntest auch mal Herrn Nienaber fragen
ob er ein Werk richten und in ein Armbanduhrgehäuse einschalen kann.
Oder, machst sie hinter Plexi als Schreibtischuhr. Auch ein Holzgehäuse mit Glasabdeckung fänd ich gut.

Möglichkeiten gibt es genug.:super:
 
Kater Mohrle

Kater Mohrle

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Dann passt dazu der "Orden" mit Aufschrift "Gold gab ich zur Wehr, Eisen nahm ich zur Ehr", der auch in der Kiste lag.
Also im WK I so im Jahre 1916 wurden die goldenen Gehäuse eingeschmolzen, um die Kriegsschulden von Wilhelm II zu bezahlen.
Der setzte sich dann 1918 ins Exil nach Holland ab. Das einzige, was er da ließ, war neben Millionen Toter der dusselige Orden. Dieser Verbrecher war der Hauptauslöser zur Machtübernahme durch Hitler.

Gruße
Frank
 
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Hans61

Hans61

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Entweder original oder ein Gehäuse aus Eisen - das ist dann praktisch auch original.
 
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Uhrologe1

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Da passt aber sicher auch nur ein original Lange Gehäuse aus Stahl was aber noch seltener ist als Gold oder Silber Gehäuse, es geht hier um den eigenartigen, zweiteiligen Langeaufzug
JJ
 
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Vaube

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Erstmal vielen Dank für die Antworten.

Ich werde mich dem Gedanken anfreunden kein Original - Gehäuse zu nehmen.
Wenn es nicht ein Original ist will ich damit ehrlich umgehen, dann soll dies auch zu sehen sein.
Ein schlichtes Gehäuse aus normalen Stahl (möglichst kein Edelstahl), eventuell mit Glasboden wäre ok.
Gibt es sowas fertig zu erwerben? Ich kenne derartige Gehäuse nur aus Messing.

Gruß vb
 
Igel

Igel

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Beim ersten Werk war wirklich ein "Fachmann" dran. Schrauben sind dermaßen unsachgemäß vergewaltigt wurden, der Diamantdeckstein fehlt ganz.

Dafür Ersatz zu bekommen dürfte wohl etwas schwer werden, besonders, wenn die Originalität nicht leiden soll.

Die Fassungen sind beim älteren Werk mal aufgemacht wurden und sehr schlecht wieder zu. Also da ist was wirklich zerstört wurden, besonders beim Sekundenrad zu sehen.

Das ältere Werk ist eine Qualitätsstufe höher, mit verschraubten Chatons, wäre es in einem hervorragenden Zustand, sehr sehr teuer.

Wenn du das ältere Werk wirklich vernünftig machen lassen willst, brauchst du einen Uhrmacher, der Erfahrungen hat mit den Werken, was dabei rauskommt, wenn er es nicht hat, siehst du an deiner Uhr.

Also wirtschaftlich gesprochen ist die Uhr ein Totalschaden, denn der Aufwand für die Reparatur dürfte im 4stelligen Bereich liegen.

Das andere Werk ist Qualitätsstufe 2, keine Chatons und insgesamt etwas weniger aufwendig gefertigt. Aber auch schön.

Aber Hoffnung ist da, ich wünsche Dir das beste für die Uhren :super:
 
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