Idee: Universal Regulationsboden für die Regulation einer Uhr von aussen

Diskutiere Idee: Universal Regulationsboden für die Regulation einer Uhr von aussen im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Mir kam so die Idee auf, gibt es denn keine Uhrböden, bei denen eine Art "Regulationsmöglichkeit" von außen zugänglich möglich wäre? Also...
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s-m-s

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Mir kam so die Idee auf, gibt es denn keine Uhrböden, bei denen eine Art "Regulationsmöglichkeit" von außen zugänglich möglich wäre? Also vielleicht mit Glasboden (drehbar) und Schraubeinlässen, wo man durch abnehmen einer Schraube an eine innere Schraube kommt, mit der man innerhalb der Uhr ein Metallstiftchen des Bodens minimal rein bzw. raus oder seitlich bewegen könnte, sozusagen als Regulationsmethode von aussen, ohne, dass die Uhr andauernd geöffnet / geschlossen werden müsste?
Evtl. mit Abdichtungen dazwischen, damit während des Regulierens die Uhr quasi geschlossen bliebe.
Ein solcher Universalboden hätte doch gewisse Vorteile.

Ich beziehe mich übrigens bei einer evtl. Patentanmeldung auf mein hier erbrachtes Uhrheberrecht; ich meine Urheberrecht, also sorry - die Idee ist von mir ! 8-)
 
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Oelfinger

Oelfinger

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Der normale Uhrenträger soll gefälligst sein Pfoten von der Justierung lassen. Ausserdem wird es kaum jemand (abgesehen von Uhrforummitgleidern) interessieren, ob die Uhr jetzt 3 oder 10 sekunden falsch geht.

Grüsse,

Günter
 
Flippes

Flippes

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Sag das nicht. Mein Chef steht fast jeden Morgen auf der Matte und gibt mir die Abweichungen seiner neuen Schäuble bekannt. Wenn es mal mehr wie 4 oder 5 Sekunden sind wird er nervös und meint sie ist kaputt...

Die Idee von s-m-s find ich garnicht mal so schlecht. Wird aber wahrscheinlich durch die zusätzliche(n) Dichtung(en) und die Konstruktion der erforderlichen Mechanik so teuer, dass das schnöde Öffnen des Deckels wesentlich billiger kommt.
 
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s-m-s

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@Oelfinger: Ich stimme dieser Aussage zumindest zu: der "normale" Uhrenträger trägt eben seine Uhr (und ich unterstelle ihm mal evtl. nicht so grosses Uhren-Fachwissen). Ein "einfach normaler Uhrenträger" hat wohl andere Themen im Kopf, als sich in einem Uhrforum auszutauschen. Aber genau hier sind wir doch: im übrigen in der "Werkstatt"; und genau hier gehört meine Idee hin, wie ich finde. Aber danke für den Hinweis. Mir persönlich ist es im übrigen nicht egal, ob ich meine Automatikuhr jeden Monat ~5 Minuten vorstellen muss, damit sie am Ende des Monats ~5 Minuten nachgeht, wenn es doch viel genauer sein könnte. Eine Regulierung ist eben für den, der sich auskennt, durchaus sinnvoll.
 
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Oelfinger

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Mir persönlich ist es im übrigen nicht egal, ob ich meine Automatikuhr jeden Monat 5 Minuten vorstellen muss, damit sie am Ende des Monats 5 Minuten nachgeht, wenn es doch viel genauer sein könnte.
Ich schrieb ja schon: Uhrforummitglied.

Eine Regulierung ist eben für den, der sich auskennt, durchaus sinnvoll.
Das hat jetzt aber einen leicht politischen Anklang :-)

Den Deckel brauchtst Du doch nur, bis die Uhr richtig läuft, danach ist er, wie Jürgen schrieb, eine eventuelle Schwachstelle in der Dichtigkeit.

Du müsstest also einen Universaldeckel mit Gewindeadaptern haben, den Du gegen die jeweiligen Originaldeckel austauschst um die Uhr zu regulieren, um danach den originalen Deckel wieder einzubauen.

Grüsse,

Günter
 
el_relojero

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Ich beziehe mich übrigens bei einer evtl. Patentanmeldung auf mein hier erbrachtes Uhrheberrecht ...
Leider zu spät ;-) ! Falls eine Idee vor der Patentanmeldung veröffentlicht wurde, ist sie nicht mehr Patent fähig. Und dieses Forum ist öffentlich ...

Der eigentliche Vorschlag kommt mir gut vor. Wobei ich persönlich das Öffnen des Bodens als ähnlich aufwendig empfinde, wie das Öffnen eines (abgedichteten) Stöpsels. Würde mich auch wundern, wenn nicht schon jemand die Idee umgesetzt hat. An Uhren wurde doch schon so gut wie alles realisiert.
 
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s-m-s

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Ich stimme zu, falls die Dichtigkeit aufgrund der Konstruktion des Universalbodens geringer wäre als bei dem Originaldeckel, käme das Original nach dem Regulieren wieder drauf. Und genau "dazwischen" sehe ich den Vorteil des Universalbodens.

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Leider zu spät ;-) ! Falls eine Idee vor der Patentanmeldung veröffentlicht wurde, ist sie nicht mehr Patent fähig. Und dieses Forum ist öffentlich ...
Umso besser: Patentklagen können unheimlich teuer sein!
 
Mavica

Mavica

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Also ob die Idee nun gut ist oder nicht ganz so gut - dazu sage ich mal nix. Es scheint mir eher eine Geschmacksfrage zu sein, über die man nun mal sehr lange streiten könnte.

Wenn man es allerdings von der praktischen Seite aus betrachtet, scheint mir der Aufwand da in keinem günstigen Verhältnis zum Nutzen zu stehen.
Wie sich in den letzen Beiträgen bereits herauskristallisierte soll es sich ja nur um einen provisorischen Boden handeln, der das Werk während der Phase des Einregulierens schützt.
Damit dürften hauptberufliche Uhrmacher schon mal aus dem Interessentenkreis ausscheiden. Hier wird mit der Zeitwaage gearbeitet und nicht tagelang im Einklang mit dem Trageverhalten reguliert. Dafür lohnt die Anschaffung diverser "Reglage-Böden" nicht.

Als Zielgruppe bleiben solche Leute wie wir hier in diesem und ähnlichen Foren.
So, nun schaue ich allein mal auf meine eigene bescheidene Sammlung und stelle fest, es finden sich da sehr viele verschiedene Böden. Mannigfaltig sind die Varianten an Durchmessern und Gewinden. Von verschiedenen gedrückten Böden bis hin zum Boden mit Bajonettverschluss ist da an unterschiedlichen Konstruktionen auch alles dabei.
Berücksichtige ich jetzt mal noch die jeweils etwas unterschiedliche Lage der Unruh mit ihren wiederum unterschiedlichen Reglage-Einrichtungen wie Rücker, Schwanenhals, Excenter u.s.w. wird eins völlig klar:

Man bräuchte für fast jedes Uhrenmodell einen eigenen passenden provisorischen Boden für die Phase der Einregulierung. Mit Adaptern ist das auch nicht machbar.
Konstruktiv wie finanziell kann man den entsprechenden Aufwand wohl kaum rechtfertigen.

So interessant das vielleicht klingen mag, aber umsetzbar scheint mir diese Idee nicht zu sein.

(Bitte nich' hauen, is' nur meine Meinung...)
 
wafa

wafa

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Die Idee ist nett, aber m.E. nicht neu.

Ich bin 100% sicher, so etwas im Vintagebereich schon mal gesehen zu haben...
Eine kleine Schraube hat da die Feinverstellung durch den Boden verstellt.

Finde das natürlich spontan nicht :oops:

Warum hat sich das nicht durchgesetzt ?
Vermutungen:
1. Dichtigkeit des Systems
2. Tragekomfort
3. Die Feinverstellung bringt nur wenige Sekunden; ein Eingriff über die Spiralklötzchen und/oder Einstellschrauben an der Unruh (bei wertigen Uhren) bringt da mehr.
4. Lagenabhängige Abweichungen kann man so nicht beheben.

Falls ich noch was finde, werde ich das hier berichten.

Walter

P.S. Du kannst übrigens recherchieren,ob es dazu noch ein gültiges Patent gibt:
http://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?window=1&space=menu&content=einsteiger&action=recherche
 
JungHans

JungHans

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Hallo,
sowas gab es in den 50igern schon, Uhren die von aussen, durch 2 Drücker reguliert werden konnten.
Von Benrus glaube ich,
und von Nivada gab es ein Modell "Regulant", welches mit einer Münze über eine große Schraube (ähnlich der Batteriewechselkammern) selbst feingestellt werden könnte.

Du siehst, alles schon mal da gewesen.;-)
 
T

Thomas_G.

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Das Patent gibt es schon. Es war sogar was deutsches, wenn ich mich recht erinnere. Durch zwei Öffnungen konnte man durch die Gehäuseflanke den Rücker bewegen. Hat sich nicht durchgesetzt, denn vernünftige Uhren muss man nicht alle drei Tage regulieren, wasserdicht udn staubdicht soll das Loch aber immer sein. Insofern: eigentlich Blödsinn. Mit einer Zeitwaage kann man die Uhr sehr schnell regulieren, und wenn regulieren nichts nützt, liegt ein Fehler vor. Bevor der nicht behoben ist, bringt regulieren auch nichts.
 
el_relojero

el_relojero

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Danke, Thomas. Jetzt wissen wir es aus der Tastatur eines Experten: Gibt / gab es schon!

Alles andere wäre ja auch verwunderlich gewesen. Mechanische Uhren waren ja >200 Jahre lang eines der liebsten "Spielzeuge" von Erfindern und Tüftlern.
"Da gibt's (fast) nix, was es nicht gibt"
Und eben: So richtig hilfreich ist diese Erfindung wohl nicht. Auch nicht, wenn man keine Zeitwaage hat ;-)
 
T

Thomas_G.

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Meine Vorredner waren in der Zwischenzeit sogar noch präziser, ich werde aber heute abend nochmal meine Bibliothek durchforsten :-)
Keine Zeitwaage: Die von Biburo kann sich jeder selber bauen. Ein alter Piezo aus einem Wecker oder anderem Elektronikschrott, und das PC-Tool, sowie hoffentlich eine halbwegs vernünftige Soundkarte - fertig ist eine sehr gut nutzbare Behelfszeitwaage. Oder Kello für das iPhone. Habe ich auch, arbeitet sehr sauber.
 
falko

falko

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Das ist alles ein alter Hut! Es gab schon Uhren, bei denen man von aussen mit einer Schraube regulieren konnte. Der Gipfelpunkt war jedoch die Benrus Selfregulating. Eine solche Uhr konnte ich vor einiger Zeit reparieren und wieder in einen funktionsfähigen Zustand versetzen. Hier wird durch ein recht kompliziertes System eine Verbindung zwischen der Krone/Aufzugswelle und dem Rücker hergestellt. Geht z.B. die Uhr etwas vor und ich ziehe die Krone, um den Minutenzeiger ein oder zwei Minuten zurückzustellen, wird der Rücker ein winziges Stück in Richtung Nachgang verstellt. Dieses Mass ist nach Ziehen der Krone und Stellen immer gleich, es wird also pro Zeigerstellvorgang nur einmal korrigiert. Wenn die Uhr genau geht, muss ich beim Stellen die Zeit vordrehen, dann die Krone drücken, wieder ziehen und auf die richtige Zeit zurückstellen. Durch diesen Vorgang wird der Rücker zweimal um das gleiche Stück in beiden Richtungen verstellt, landet also wieder am Ausgangspunkt. Das System, das ursprünglich aus amerikanischen Autouhren der 1930er Jahre übernommen wurde, hat sich jedoch nicht durchgesetzt. Möglicherweise, weil es ein gewisses Mitdenken des Uhrenträgers erforderte. In der Zeitschrift Armbanduhren hat Herr Horlbeck voe einiger Zeit ausführlich darüber berichtet.
 
el_relojero

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@Thomas_G. und falko:

Vielen Dank für euere Antworten. Sie sind sehr informativ und lehrreich für mich.
Tolle Idee, die von der Benrus Selfregulating. Da wurde ein geschlossener Regelkreis geschaffen. Aber eben unter Einbezug des Uhrenträgers. Und daran ist es wohl gescheitert.
So eine Benrus würde ich gerne mein Eigen nennen ...
 
wafa

wafa

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Tolle Idee, die von der Benrus Selfregulating. Da wurde ein geschlossener Regelkreis geschaffen. Aber eben unter Einbezug des Uhrenträgers. Und daran ist es wohl gescheitert.
So eine Benrus würde ich gerne mein Eigen nennen ...
Hier kannst Du eine Kaufen:
bidfun1292178652 (Schlu: 12.12.10, 19:30:52) BENRUS SELF-REGULATING Automatik - Raritt

Ich meinte die Regulant..brauch also heute abend NICHT mehr suchen :super:
Das System der Benrus kannte ich noch nicht...wieder was gelernt :klatsch:

Walter
 
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