Ich brauche bitte mal Euren Rat

Diskutiere Ich brauche bitte mal Euren Rat im Small Talk Forum im Bereich Community; Neuling hier und schon Probleme. Gefällt mir nicht, ist aber leider so und daher brauche ich mal euren Rat, wie ihr im vorliegenden Fall...
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guenter1800

guenter1800

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Neuling hier und schon Probleme.
Gefällt mir nicht, ist aber leider so und daher brauche ich mal euren Rat, wie ihr im vorliegenden Fall verfahren würdet.

Gegebenheiten: ich habe eine deutlich gebrauchte Sinn im Marktplatz eingestellt, in Anbetracht ihrer Kratzer und sonstiger Gebrauchsspuren einen sehr niedrigen Preis in Höhe von € 460,-- gewählt. Kartzer und Gebrauchsspuren wurden beschrieben, entspr. Fotos zeigen diese auch.

Die Uhr lief bei mir im Rahmen des sehr seltenen Tragens einwandfrei, gab nie Anlass zur Kritik.

Der durchaus nette Käufer hat schnell bezahlt, ich habe die Uhr -weil er so einen netten Eindruck machte- schon vor Erhalt des Geldes verschickt. Geld war am gleichen Tag dann bei mir wie die Uhr bei ihm.
Soweit also alles perfekt.

Der Käufer schrieb mir nach Erhalt der Uhr, dass er sehr zufrieden sei und eine Restaurierung bereits begonnen habe.
In der gleichen Mail schrieb er von einem ausgiebigen Ultraschallbad und einer äusserlichen Aufhübschung.
Mitgeschickte Bilder zeigen die nun völlig anders aussehende Uhr, deren Gehäuse vollflächig jetzt eine völlig andere Oberflächenstruktur (Mikrokratzer in alle Richtungen) hat. Die vorher vorhandenen Kratzer an der Lünette bei 6 Uhr sind verschwunden, nach den Bildern zu urteilen weist die Lünette jetzt dort eine leichte Senke auf (vermutlich vom Bearbeiten). Die Uhr wirkt -wenn auch äusserlich vöölig anders als die Sinn-Original-Oberfläche) auf den ersten Blick viel neuer.
Nachdem das von ihm alles gemacht war, kam anschliessend eine Mail, der Stundenzähler bei 6 Uhr würde nicht mehr auf seine Nullposition zurückspringen.

Meine Verkaufs-Bilder zeigen ihn klar auf der Nullposition, die ersten -vom Käufer mitgeschickten- Bilder zeigen ihn auch dort, wo er hingehört. Jetzt ist er dort nicht mehr.

Reparatur laut Käufer ca. 180,-€, die er gerne von mir hätte.

Da ich keinen Schaden festgestellt habe und die Uhr guten Gewissens als funktionstüchtig verkaufte, stellt sich mir die Frage, wie sich Ultraschallreinigung und/oder Gehäuseüberarbeitung bei eingeschaltem Werk auswirken können, ob sie Verursacher des mir vorher nicht bekannten Problems sein können. Insbesondere wurde ganz offensichtlich Material in Höhe 6 Uhr vom Gehäuse (und das bei nicht herausgenommenem Glas und nicht entferntem Werk) abgetragen.

Der Käufer rudert inzwischen zurück, spricht nur noch von einer "Politur mit einem Babytuch" und der Reinigung des Bandes im Ultraschall.

Ich habe ihm aus Kulanzgründen 60,-€ angeboten, dann könnte er die Uhr zu Eigenkosten von 120,--€ voll revisionieren lassen und hätte in der Summe für 580,-€ eine nahezu neuwertige Sinn (vom von ihm bearbeiteten Gehäuse mal abgesehen).

Eine Rücknahme der Uhr mit dem jetzt völlig anders aussehenden Gehäuse halt ich für ausgeschlossen, da mir die niemand mehr abkauft.

Wie hättet ihr in diesem doch etwas komplizierten Fall gehandelt??

Ich will niemanden über den Tisch ziehen, will aber auch nicht selbst über diesen gezogen werden, zumal für mich in Bezug auf das Auftreten des Schadens und seine Ursache völlige Unklarheit herrscht.

Auf eure Meinungen bin ich gespannt und bedanke mich schon jetzt.
Grüße
Günter
 
Micha

Micha

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Imho geht das gar nicht, wenn er nix bearbeitet hätte,ok, könnte man zurücknehmen oder sich einig werden - da du aber kein Mangel hattest würde nix bezahlen und auch nix zurücknehmen wäre ja noch schöner.
 
Hands

Hands

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Ich hab dein Angebot auch verfolgt und finde, es war eine faire Beschreibung. Ich hätte dem Käufer des Friedens Willen auch ein Kulanzangebot gemacht.
Ich denke du hast fair gehandelt und alles richtig gemacht.
 
Tomi

Tomi

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Hallo Günter,

ich sehe es genauso wie Micha. Nach solch einer Behandlung und deinem Angebot, kann der Käufer mehr als zufrieden sein. Bin mal gespannt wie die Geschichte ausgeht.

Gruß

TOMI
 
A

Armageddon2025

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Dein überaus großzügiges Entgegenkommen haste ja dargelegt. Nichts gegen Deine Aussage,....mich würde nun die 2. Meinung interessieren. Wie gesagt, lt. Deinem Post alles sauber soweit. Stress auf dem Marktplatz hatte ich in den ca. 10 Trades zum Glück nie.
 
rainers

rainers

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Dei Preis war sehr korrekt und wenn der Zähler nicht mehr nullen sollte, brauch man dafür keine Revi zu machen. Ich hätte nie 60€ angeboten. Wenn überhaupt, dann 20€ um den Zeiger zu setzten.
Rainer
 
alterschwede

alterschwede

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Privatverkauf, keine Garantie, keine Gewährleistung, keine Rücknahme.

und

Da ich keinen Schaden festgestellt habe und die Uhr guten Gewissens als funktionstüchtig verkaufte....
Damit ist eigentlich alles gesagt. Und selbst dein Nachlass von 60,- Euro wäre aus rechtlicher Sicht nicht nötig und ist damit sehr entgegenkommend. Außerdem hast du die 120,- Euro für die Revision schon im äußerst günstigen Verkaufspreis nachgelassen und damit eingerechnet ;-) :D
 
Andreas1976

Andreas1976

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Hallo Günter!
Ich hätte nicht mal die 60€ zurückgegeben.
Wer eine Uhr kauft, sie Aufmacht und sebst Vermurkst kann nicht verlangen das der Verkäufer sie dann defekt zurücknimmt. Da muß sich der Käufer selbst über seinen gemachten Fehler ärgern. Wäre ich der Käufer gewesen hätte ich so eine Uhr niemals selbst Zerlegt. Für sowas gibt es Uhrmacher die ihr Handwerk verstehen.
Ist meine freie Meinung :D

Gruß Andreas ;-)
 
k.azz`

k.azz`

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[Privatmeinung]
Da die Uhr nach Erhalt nicht reklamiert wurde und der Erwerber selbst Hand angelegt hatte und dieser "Defekt" nun erst nach dessen Behandlung auftrat, würde ich keine Kulanzangebote unterbreiten. Hätte der Mangel bei Lieferung und Erhalt der Uhr schon bestanden, dann könnte man sicherlich nochmal darüber reden - so aber nicht. Sollte es zu keiner gütlichen Einigung kommen, so kann man dies im entsprechenden Bewertungsthread nochmal kund tun. Dein Entgegenkommen finde ich schon wirklich großzügig, aber nicht zwingend notwendig, du hattest ja schon "Privatverkauf, keine Garantie, keine Gewährleistung, keine Rücknahme." geschrieben.

Viel Erfolg bei der Abwicklung!
[/Privatmeinung]
 
gufi

gufi

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Wenn ich eine gebraucht gekaufte Uhr bekomme, prüfe ich als erstes deren Funktionsfähigkeit, insbesondere bei einem Chrono. Wenn zu diesem Zeitpunkt etwas nicht in Ordnung ist, kann man nachverhandeln.

Aber doch nicht, wenn der neue Besitzer an der Uhr rumpoliert und was weiss ich alles daran macht.
 
raco65

raco65

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Das wollt ihr nicht wirklich wissen
Hallo Günther ,

Da würde ich zurecht in den Tiefenentspanntmodus umschalten.

Ich weis nicht wer deine Uhr gekauft hat, ist auch egal, aber die ganzen Arbeiten die er schon vorgenommen hat (selbst), da würde ich von einem Nachlass absehen;-)

Gerade bei einer Ultraschallreinigung kann man einiges verkehrt machen.

Ich versuche auch soviel wie möglich an meinen Uhren zu werkeln, wenn ich mir aber nicht zu 100% sicher bin lasse ich die Finger davon.

Sorry an den Käufer, aber in diesem Fall werde ich an den Filmtitel " Denn sie wissen nicht was sie tun" erinnert.

Also Günther zurück lehnen, denn Du hast dir nichts vorzuwerfen.:super:
 
La_Montre

La_Montre

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Der Käufer schrieb mir nach Erhalt der Uhr, dass er sehr zufrieden sei und eine Restaurierung bereits begonnen habe.
In der gleichen Mail schrieb er von einem ausgiebigen Ultraschallbad und einer äusserlichen Aufhübschung.
Mit dieser Mail ist das Geschäft rechtlich vollständig abgewickelt worden, und der Käufer hat sogar seine Zufriedenheit bekundet. Was danach kommt, sind Folgen einer weiteren Bearbeitung durch den Käufer; damit hast du nichts mehr zu tun. Und da würde ich auch nicht aus "Kulanz" irgendwelche Geldbeträge zurückzahlen, denn dadurch würdest du nur falsche Signale senden. Du hast nix verkehrt gemacht, nicht geschummelt, und der Käufer war zufrieden. Fertig!
 
Paul Kawka

Paul Kawka

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Kann mich den anderen hier nur anschließen. Dein Angebot habe ich beobachtet, die Beschreibung schien fair zu sein. Das Angebot selbst auch!
 
i-Punkt

i-Punkt

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Deine Angebotsbeschreibung der Uhr sagte eigentlich alles.

Interessant wären die Bilder der nun bearbeiteten Uhr.

Der Käufer versucht Dich über den Tisch zu ziehen.
Meine Meinung.
 
BSBV

BSBV

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Käufer: Zufriedenheit bekunden, dann selbst bastel und vermorksen, dann den Verkäufer Mängel mitteilen und Geld haben wollen.

Ich sage, das übertrifft alles an Frechheit.

Es gibt Menschen, die haben keine Ehre und kein Unrechtsbewusstsein.
 
RiGa

RiGa

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Zugegeben: Die Geschichte des TS klingt stimmig.
Aber dennoch ist es eben nur die eine mitgeteilte Seite.
Deswegen wäre ich mit Pauschalurteilen ein wenig zurückhaltender.
(Und nein: Ich bin klarerweise - bis auf diesen Post - da nicht irgendwie involviert.)

Allerdings möchte auch ich anmerken, daß bei meinen bisherigen MP-Käufen keinerlei Probleme aufgetreten sind.
Daß sich eine als "gut" beschriebene Uhr dann als zickig herausgestellt hat, würde ich dem Verkäufer nicht anlasten.
Erstens kann man sich nie sicher sein, ob denn das Problem schon bei ihm aufgetreten ist (und ihm somit bekannt gewesen wäre), denn zweitens kann auf dem Versand doch einiges geschehen.
Und da man sowieso mit Revisionskosten zu rechnen hat, wird die dann halt vorgezogen.
Fertig.

Ein Nach-Tarockieren (wenn die Uhr so wie beschrieben angekommen ist) - aus welchen Gründen auch immer - würde ich persönlich als absolut ekelhaft empfinden.

Aber wie gesagt: Im gegebenen Fall sollte man auch dem Käufer Platz für eine Stellungnahme einräumen ...

Gruß, Richard


PS @guenter1800: Auch wenn ich der Meinung bin, daß Du hier im "öffentlichen Raum" nicht ganz so richtig aufgehoben bist, und Du diese Geschichte wohl zuallererst mit einem Forumlenker per PM abwickeln hättest können, wünsche ich Dir eine baldige Auflösung in befriedigendem Maß.
Daß schon mal Scherben zerschlagen wurden, ist auch klar ...
 
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guenter1800

guenter1800

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Da wir uns hier im öffentlichen Raum befinden, habe ich den Namen des Käufers ganz bewusst weggelassen.
Ich will ihm mit dieser Frage an die Allgemeinheit auch keinesfalls den schwarzen Peter zuschieben oder ihn an den Pranger stellen, er braucht sich nicht zu rechtfertigen.
Ich wollte nur von euch wissen, ob ich mit meiner Einstellung zur Sache auf dem Holzweg bin oder ob ich richtig liege.
Die bislang einhellige Meinung zeigt mir, dass meine Denke so falsch nicht sein kann.

Da ich die ganze Geschichte aber zu einem Ende führen will, habe ich ihm die angesprochenen 60,-€ ohne Anerkennung einer wie immer auch gearteten
Rechtspflicht -also einfach nur als Kulanz- angeboten. Billiger wird er meines Erachtens dann nie mehr in den Besitz einer Sinn kommen.
Mehr werde ich nicht zurückzahlen, dieses Angebot werde ich -obwohl nicht dazu verpflichtet- aber aufrecht halten. Zugesagt ist zugesagt.
VG
Günter
 
Kaliber 66

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Schade, dass es zu solchen Unstimmigkeiten kommt, zum Glueck wohl eher selten. Ich finde das Angebot des TS sehr fair, denn wie schon gesagt, gekauft mit bekannten Schoenheitsmacken und dann versaut ist eigenes Bier.
Ich meine, an einer £ 2 Uhr mach ich mit meinen beschraenkten Faehigkeiten auch was, wenns schief geht, schade aber nix kaputt. Aber bei 400 sieht das anders aus, dafuer gibts auch hier im Forum Hilfe. Dem Kaeufer rat ich, es als Lehrgeld abzuhaken.
 
i-Punkt

i-Punkt

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Hier mal eine Abwandlung des Falls:

Du hättest eine Vintage Omega für 50 Euro verkauft weil einiges daran zu machen ist. Sie läuft aber und ist optisch kein Schrott.

Der Käufer poliert ein bischen rum und merkt, dass die Uhr wohl nicht wasserdicht ist sowie das Werk unrund läuft.
Dann schickt er die Uhr zu Omega, lässt sie für 750 Euro revisionieren und möchte das Geld von Dir.

Würdest du dich auch daran beteiligen??
 
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