Historische Preise von Taschenuhren

Diskutiere Historische Preise von Taschenuhren im Taschenuhren Forum im Bereich Uhrentypen; Das wäre dann der heutige Sammlerpreis einer voll funktionsfähigen, gut Originaluhr von dunnemals. Um den Preis geht es dem TS, glaube ich, nicht...
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Matthias MUC

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Vor allem wenn um "dieselbe" Uhr geht..... Damals und etwa 100 später. So habe ich das verstanden. Aber..., eben - aber! Heute kostet so eine Thiel Uhr, wenn die gut im Schuss ist und selten (immer häufiger der Fall) , schnell 500 -700 Euro und mehr - wo die damals fast jeder, der die Arbeit hatte diese sich leisten kann. Nicht anders die s.g. Luxus Uhren. Hier geht die ✂️ noch weiter auseinander.
Das wäre dann der heutige Sammlerpreis einer voll funktionsfähigen, gut Originaluhr von dunnemals. Um den Preis geht es dem TS, glaube ich, nicht (und wir driften dann doch in Forenregel 2.3 ab).
 
ANTARES1958

ANTARES1958

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2.3. Die Moderatoren behalten sich vor, schlechte oder falsche Titel zu verbessern oder anzupassen.

Verstehe jetzt Bahnhof....
 
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Matthias MUC

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Die leidige verbotene Wertfrage, 2.5 latürnich :roll:.
 
Unruhgeist

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Bevor meine Frage aus #17 mit ironischem Anhang hier offen stehen bleibt, welche ich in #19 konkretisiert habe, möchte ich @Taschenzwiebel hiermit daran erinnern, seine These aus #15 doch mal zu erläutern. Gelesen hat er die diesbezügliche Frage vermutlich ja schon, da #16 nach 5 Stunden und 58 Minuten nach meiner konkretisierten Fragestellung von ihm geliked wurde.
 
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Taschenzwiebel

Taschenzwiebel

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Sehr interessant und aufschlussreich eure beiden letzten Posts :super:. Die hier angebotene sehr hochwertige TU kostete damals 226,00 Mark bei einem durschnittlichen Arbeiterverdienst von 30 Mark im Monat.
Das waren also 7 bis 8 Monatsgehälter eines Durchschnittsarbeiters.
Heute sind diese Differenzen nicht mehr so groß, eine vergleichbare Uhr ist für weniger Monatsgehälter (Mindestlohn 1500 Brutto) zu bekommen. Das liegt wohl einerseits daran, dass wir heute in einem Sozialstaat leben (im Gegensatz zu damals) und evtl. daran, dass die Herstellungsverfahren optimiert wurden bzw. effizienter geworden sind.
Ich vermute, dass heute eine "vergleichbare" Luxusuhr für einen einfachen Arbeiter nicht ganz so unerreichbar ist wie damals.
Grund 1: Der einfache Arbeiter hat heute ein viel besseres Auskommen/Lebensstandard als damals. Die Gewerkschaften haben u.a. einen Mindestlohn erkämpft und selbst bei Jobverlust ist die Existenz auf einem weitaus höheren Niveau abgesichert, als damals bei einem Arbeiter.
Grund 2 (Vermutung): Der Herstellungsaufwand einer "vergleichbaren" Uhr war damals höher und deshalb war eine "vergleichbare" Uhr teurer.
Schwierig ist die Frage der Vergleichbarkeit der Uhr, das stimmt, diese muss gegeben sein. Ich hatte 3000 bis 4000 € für den Neuerwerb einer Uhr mit vergleichbaren Daten angesetzt.
 
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Matthias MUC

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Wenn Du den Gebrauchswert damals und heute einigermaßen gleichsetzt, dann pa´t das. 3000..4000€ für eine heutige, nicht luxuriöse, aber sehr gehobene Serienfertigungsuhr in zeitgemäß oberem Qualitätslevel aber unter der "Dekadenz"-schwelle. Richtig vergleichbar wäre eine HEUTE mutwillig weitgehend von Hand bzw. mit minimalen Standardmaschinen gefertigte Uhr. Damals (vorindustrielle Zeit) mangels Automatisierungsmöglichkeiten unvermeidlich, heute wäre das zwar reiner Luxus, der aber auch einen 5stelligen Preis erklären würde. Käme, da der Uhrmacher heute vergleichbar lang dransäße wie seine Vorvorvorvorgänger z.B. 1820 an so 'ner französischen Spindel bezogen auf die Kaufkraft der jeweiligen Zielgruppe vermutlich auf ungefähr das Gleiche raus.
 
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Louis240

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@Ruebennase, könntes du mir vielleicht deine Quellen für die Geschichtliche Aufarbeitung der Taschenuhrpreisen nenne? Ich verfasse eine Arbeit über Taschenuhren um 1900 und was du schreibst ist hoch interessant und es wäre super wenn du mir deine Quellen für den von dir am 26.08.2021 in diesem Thread veröffentlicheten Beitrag senden könntest, insofern du diese noch findest. LG
 
Ruebennase

Ruebennase

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@Louis240 Vieles habe ich aus dem A.Pfleghart : Die schweizerische Uhrenindustrie das es in zahlrechen Reprints gibt und erstaunlicher Weise sehr schön und übersichtlich sind viele Entwicklungen im Bürenbuch von Hans Kocher dem ehemaligen "CEO" wie es wohl heute heißt. Das recht schmale Buch heißt: Die Geschichte der Uhrmacherei in Büren/Schweiz. Es ist herrlich lesenswert und mit vielen allgemeinen Passagen. Damals war es recht teuer aber ich habe es schon ab und an gebraucht extrem günstig in der letzten Zeit gesehen.
Da mein Sammlungsschwerpunkt "Billodes Straße 34" zwischen 1865 und 1920 heißt, habe ich für mich im laufe der Jahre auch versucht Mode, Preise und Absatzmärkte "in die Reihe" zu bekommen. Daher habe ich so etwas wie ein Bild im Kopf das ich hier beschrieben habe. Wie gesagt konkrete Zahlen gibt es vor 1900 quasie gar nicht als Prospektmaterial. Die ersten Endkunden "Zettelchen" kann ich auf 1910/15 datieren und ist noch weit weg von einem Preisspiegel zumal der nächste Funde dann erst aus den 1920'ern sind. In meinem Fall ist alles aus der Billodesstraße :D und sehr "monogam" und dann auch nur für Zahlen einer einzigen Firma. Auch damals gab es schon Feenstaub auf den teureren Luxusvarianten deren Preis argumentiert werden mußte gegenüber den Standartmodellen.

Grüße Rübe
 
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