Hilton Uhren – einmal mit inneren, einmal mit äußeren Werten

Diskutiere Hilton Uhren – einmal mit inneren, einmal mit äußeren Werten im Vintage Uhren Forum im Bereich Uhrentypen; Teil 1 Nachdem ich das Werk zum ersten Mal gesehen hatte, wollte ich unbedingt eine mit diesem Werk ausgestattete Uhr haben. Da war es mir erst...
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Teil 1

Nachdem ich das Werk zum ersten Mal gesehen hatte, wollte ich unbedingt eine mit diesem Werk ausgestattete Uhr haben. Da war es mir erst einmal herzlich egal, was für eine Marke auf dem Ziffernblatt prangt. Also völlig egal, ob da Gotham, Allaine, Pronto, Hilton, Monray, Waltham, Sandoz, Falken, Ultramar, Gruen, Suter, Kelek oder Rodams drauf gestanden hätte. Denn ich war schließlich auf der Suche nach einer „Erasco-Uhr“. Wieso Erasco? Deren Werbespruch war ja mal:

„Das Gute daran ist das Gute darin

Und dieser Spruch passt m. E. bestens auf das eine oder andere Ührchen. Auf meine Hilton auf jeden Fall.

Gut, es ist also eine Hilton geworden, die ich zu einem erträglichen Kurs in den USA finden konnte. Passte mir aber auch ganz gut, denn Hilton hatte ich sowieso aus einem ganz anderen Grund im Visier. Dazu später in Teil 2.

Zunächst aber zu den inneren Werten, die kaufentscheidend waren. Also das „Wunderwerk“ hinter dem ich her war. Die Werksbezeichnung klingt nüchtern: FHF 65. Die Marketingexperten des Herstellers „Fabrique d'Horlogerie de Fontainemelon“ (FHF) kreierten dafür eine etwas griffiger klingende Marke:

CH150762_Fontomatic.jpg

Fon-to-matic! Was für mich ein wenig nach Automatic des französischen Schurken Fantomas klingt, um ehrlich zu sein. Und so sieht das Werk also aus:

Hilton_Fontomatic_gold_09_1024x768.jpg


Ein Automatic-Werk mit Außen- oder Zahnkranzrotor also. Die Sonne kreist um die Erde. Finde ich eine außergewöhnliche und recht aufwändige Lösung (und ich habe eine Schwäche für ausgefallene Werke). Der Vorteil dieser Lösung: es baut flacher als ein Werk mit Normalrotor, allerdings auch nicht so flach wie ein Mikrorotor. Lange scheint das Werk nicht auf dem Markt gewesen zu sein, denn andere Firmen schafften es, auch Normalrotoren flach(er) zu bauen welche dabei bei weitem nicht so aufwändig konstruiert waren.

FHF hat an seinem Werk reichlich lange getüftelt, was sich durch eine Reihe von sechs Patenten ausdrückt, nämlich die Schweizer Patente 347137, 340774, 333587, 333402, 332708 und 323046. Hierbei wurde das älteste (Nr. 323046) am 19. Juli 1955 und das jüngste Patent (Nr. 347137) am 31. Mai 1958 angemeldet. Also eine Entwicklungszeit von rund drei Jahren.

Nur als Beispiel die Zeichnung des jüngsten Patentes:

CH347137.jpg

Nach Abschluss der Entwicklung wurde das Werk an eher kleinere, weniger bekannte Marken verkauft – mal von Waltham und Gruen (Kaliber 666 aka FHF 65-4 mit Datum) abgesehen. Es will mir scheinen, als sei Suter die erste Firma gewesen, welche das FHF 65 in ihrer „Suter Futurama“ verbaut hat. Ein auch äußerlich bestechender und erstrebenswerter Hingucker:

https://uhrforum.de/suter-futurama-automatik-mit-zahnkranzrotor-t156675

Nachteil an der Suter: 25 mickrige, ja geradezu lächerlich wenig Steine! Wie soll das Ganze denn da präzise laufen? Ist ja fast schon Stiftanker-Niveau! Da hat man sich bei Hilton schon mehr Mühe gegeben und die Koryphäen der Ingenieurs-Zunft am renommierten H. J. Heinz Institute of Technology in Pittsburgh, Pennsylvania, beauftragt, mal durchzurechnen, wie viel Steine man denn wirklich braucht: Ergebnis: Zweiundvierz….äh, nö, natürlich:

57 Jewels !

Tscha, Freunde, tut mir leid, aber mit Euren 17-, 19-, 21- oder gar 25-Steinern könnt Ihr einpacken: 57! Kein Steinchen mehr, keins weniger.

Hilton_Fontomatic_gold_13_1024x768.jpg

An diesem Foto erkennt man übrigens auch, warum der Rotor derzeit nicht wirklich willig zur Sache geht, sondern hakt: zwei der Rubine (, künstlich) haben sich ganz dolle lieb – einer ist aus seinem Käfig gesprungen und beim anderen untergeschlüpft (oben rechts im Bild zu erkennen).

Ernsthaft: das mit den irrsinnig vielen Steinen ist natürlich Bauernfängerei. Aber immerhin hat man da nicht einfach ein Tütchen Kunstrubine ins Werk geschüttet, sondern die Stahlkugeln des Kugellagers durch die blassroten Pretiosen ersetzt, so dass man immerhin sagen kann, dass diese Steine durchaus eine Funktion erfüllen. Vielleicht war’s aber auch nur eine ganz frühe Form des Sponsorings einer recht branchenfremden Firma…. Man weiß es nicht!

Heinz57_Hilton_02_576x768.jpg

Nebenbei: nicht in jeder mit „57 Jewels“ gekennzeichneten Hilton ist auch ein FHF 65 drin. Wenn denn mal eine 57er Hilton angeboten wird und der Käufer „vergessen“ hat, Fotos des Werkes einzustellen: Obacht, nicht gleich frohlocken, es gibt auch 57er, in denen ein Felsa 4000 verbaut ist. Das normalerweise mit 17, 21, 25 oder 30 Steinen ausgestattet ist. Weiß der Teufel, wo man da die überschüssigen Rubine hindrapiert hat.

Egal – das Werk ist aus fast jeder Perspektive eine echte Augenweide:

Hilton_Fontomatic_gold_12_1024x767.jpg

Eingefasst ist das Juwel in ein standesgemäßes Gehäuse von LL (Louis Lang SA, Porrentruy, Schweiz):

Hilton_Fontomatic_gold_05_1024x768.jpg

Der Deckel dagegen ist an Schlichtheit kaum zu unterbieten und unterstreicht das Understatement des Gesamtkunstwerkes

Hilton_Fontomatic_gold_06_1024x768.jpg

Hilton_Fontomatic_gold_07_1024x768.jpg

Lediglich das Plateau der Deckelrückseite lässt erahnen, dass sich hier ein Automatic-Werk verbergen könnte, dass nicht mit einem schnöden Zentralrotor ausgestattet ist.

Leider ist min Schätzchen nicht frei von Zickereien. Derzeit! Neben dem schwer zur Rotation zu überredenden Rotor ist das Werk – wie der Verkäufer ehrlich einräumte – mit einer eher schwachen Amplitude behaftet. Da traf es sich gut, dass fast gleichzeitig in Belgrad……

Ach! Fast vergessen! Möglicherweise will der eine oder andere das Ding ja von vorne sehen? Wie gesagt, ist eine Erasco-Uhr. Aber sollte es dennoch von Interesse sein: so sieht das Ührchen von vorne aus:

Hilton_Fontomatic_gold_01_Logo_1024x768.jpg

Hilton_Fontomatic_gold_03_1024x767.jpg

Hilton_Fontomatic_gold_16_1024x768.jpg

Schön, Vorderseite gezeigt, Durchmesser übrigens 34 mm, zurück zu:

Da traf es sich gut, dass fast gleichzeitig in Belgrad, Serbien (den Älteren noch als Jugoslawien bekannt) eine andere Hilton mit Fontomatic angeboten wurde. Leider ohne Automatic-Baugruppe, aber mit erstaunlich gut laufendem Hauptwerk. Dafür musste ich drei (halb-)tote Esel mit übernehmen (einer der Esel: ein Schein-Chronograph namens „Roter Sport“ (!!! Belgrad! Ostblock! Kein Scherz!), ein anderer Esel hört auf den Namen „Spezichron“, hat ein furchtbar braunes ZB und hat’s hinter sich – lediglich der dritte, auf den Namen Laco hörende Esel aus Vorkriegsproduktion scheint es wert zu sein, in kundige Hände abgegeben zu werden). Aber neben den Dreingaben….. die Hilton ist echt gut in Schuss!

Hilton-Fontomatic_gelb_u_weiss_02_1024x767.jpg

Hilton-Fontomatic_weiss_02_1024x768.jpg

Hilton-Fontomatic_weiss_04_1024x768.jpg

Das Gehäuse erscheint erst einmal als wäre es Edelstahl – ist aber irgendwie galvanisch beschichtet – m. E. verchromt und stammt ebenfalls aus einem Schweizer Hause „J S“, das ich nicht zuordnen kann:

Hilton-Fontomatic_weiss_06_1024x767.jpg

Dass bei der weißen Variante die Automatik-Baugruppe fehlt, empfinde ich übrigens eher als Glücksfall – erlaubt es uns doch, mal einen Blick auf die Angabe der Anzahl der Steine zu werfen:

Hilton-Fontomatic_weiss_07_1024x768.jpg

Hilton-Fontomatic_weiss_09_1024x768.jpg

Na guck! Das Basiswerk hat 17 Steine, also ganz normal. Diese Angabe wird normalerweise vom Zahnstangenrotor verdeckt – lediglich in einer bestimmten Stellung, in der eine Art Wartungs-Ausnehmung genau über der Angabe mit den 17 Steinen zum Stehen kommt, ist dies mit aufgesetzter Automatic-Baugruppe sichtbar:

Hilton_Fontomatic_gold_14_1024x768.jpg

(irgendwie bekomme ich gerade Ivo Robić „Mit 17 (Steinen) fängt das Leben erst an“ nicht aus dem Kopf…..)
Hingegen wäre der US-Import-Code HYQ (welcher der Hilton Watch Co., Inc. zugeordnet ist), ohne Automatic-Baugruppe überhaupt nicht sichtbar:

Hilton-Fontomatic_weiss_08_1024x767.jpg

Die Geschichte der Hilton Watch Co., Inc. …… BLEIBEN SIE DRAN! Im nächsten Teil: dramatische Rechtsstreitigkeiten, eine von außen schöne Uhr…… schöne Frauen…. nonkonformistische Männer…..
 
Königswelle

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Tolle Vorstellung! Ich bleibe dran, auch wenn ich bei "schöne Frauen" in Verbindung mit dem Namen Hilton eher schreckliches vermute. :D
 
bachmanns

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Echt klasse:super: Vielen Dank für die gelungene und sehr ausführlich-informative Vorstellung! Ich bin gespannt, was noch folgt:-)
 
Doppelbeg

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schön und wirklich informativ geschrieben zudem mit schönen Bildern ausgeschmückt, ich freue mich auf die Fortsetzung. Bis dahin, ganz lieben Dank für Deine Mühen :-).
 
Godsdog

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Sehr interessant. Dachte ich doch, dass Citizen ab Oktober 1961 mit seinem "Jet"-Rotor in den 03xx, 11xx (ab Januar 1962) und 41xx (ab 1964) -Werken die einzigen mit Aussenrotor gewesen sind. Unterhaltsam geschrieben, ich freue mich auf die Fortsetzung.
 
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DRGM

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Ich danke Euch allen für Eure anerkennenden Worte! @Bernd (Königswelle): Keine Angst! :D

So, kommen wir zum zweiten Teil, welcher dem Umstand geschuldet ist, dass man pro Beitrag maximal 20 Fotos einstellen kann. Also dann:


Teil 2


Zur Geschichte der Hitlon Watch Co., Inc ist leider nicht viel heraus zu bekommen. Otto (Rata) hatte mal seine Hilton in drei Akten vorgestellt:

https://uhrforum.de/vorstellung-in-drei-akten-hilton-aus-den-1950ern-t168908

Auch Otto konnte zur Geschichte des Unternehmens nicht viel herausbekommen, außer einem Fund aus einem amerikanischen Forum:

Hilton was a company based in New York City. Hilton distributed watches usually made with 17 jewel Swiss movements and cases from a variety of sources including Hong Kong. It was a marketing company rather than a manufacturer. Hilton got in trouble with the FTC in the early 60s over misleading pricing and claims for their watches (25 jewel but only 17 functional, marked Swiss Made but case from Hong Kong, etc.).

Nun, sehr viel mehr kann ich auch nicht beisteuern. Aus den einzigen beiden Marken (angemeldet 1948 bzw. 1954) von Hilton:

US504025_Hilton-TM01.jpg

US617220_Hilton-TM02.jpg

geht immerhin hervor, dass die Marke Hilton seit dem 20. November 1946 benutzt wurde, was man zumindest hilfsweise als Gründungsdatum ansehen kann. An der ersten Marke ist interessant, dass ein Adolph Winkler als „Treasurer“, also als Finanzdirektor von Hilton verantwortlich zeichnet. Jener Adolph Winkler wird uns noch beschäftigen.

Es scheint mir, dass Hilton zumindest in den 50ern hochwertige Uhren vermarktet hat, nämlich Uhren mit guten Schweizer Werken und (oft) Schweizer Gehäusen. Als Adresse der Firma werden New Yorker Adressen angegeben, nämlich 10 West 47th Street, später 24 East 45th Street, noch später (1971) 227 East 45th Street. Es gibt allerdings auch einen – leider undatierten – Prospekt, von dem ich leider nur eine Seite habe und aus einem anderen Forum entliehen habe. Und dort wird angegeben:

Hilton-Chicago-Adresse.jpg

Diese Adresse lässt aufhorchen, denn unter nämlicher Adresse 29 East Madison Street, Chicago, Illinois war auch die Clinton Watch Co. von Hyman Wein zuhause. Und Clinton hat zahlrteiche Uhrenfirmen aufgekauft, u. a. Montres Brota und Montres Henex S.A. in der Schweiz und die Fa. Hampden Watch Co, welche ebenfalls in der 29 East Madison Street ansässig war.

http://www.hampdenwatches.com/

Das kann natürlich Zufall sein, denn das Heyworth Building, das an dieser Stelle steht, ist ein 86m hoher Wolkenkratzer. Andererseits: Clinton, Hampden, Hilton…. alle im selben Gebäude….. nach Zufall klingt das für mich nicht. Übrigens war unter derselben Adresse auch die Towne Watch Co. ansässig.

In den 60ern scheint es langsam bergab gegangen zu sein – 1962 musste sich die „Federal Trade Commisson“ mit Hilton befassen. Diese verdonnerte die „Hilton Watch & Clock Co., Inc“, die „Winkler Watch Company“ und deren Vertreter Warren D. Winkler, Milton Winkler und Adolph Winkler dazu, eine ganze Latte von unlauteren Geschäftspraktiken zu unterlassen. Dabei ging es um Rosstäuscher-Methoden, wie „wasserdichte“ Uhren, die nicht wasserdicht waren, Werbung mit Incabloc-Stoßsicherungen (bei Uhren, in denen keine Incablocs verbaut waren), vergoldete Uhren (die nicht vergoldet waren), usw. :

https://www.gpo.gov/fdsys/pkg/FR-1962-10-26/content-detail.html

Noch später wird es weit trauriger. Die einzigen Hilton-Annoncen, die ich finden konnte, sprechen nicht gerade für seriöse Geschäftspraktiken und wurden in Zeitschriften zweifelhaften Rufs veröffentlicht. Hier ein Beispiel von 1969:

Hilton-Ad_1969.jpg

Den Gipfel bildet m. E. diese Annonce aus September 1969:

Hilton-Ad_Sep1969.jpg

So seriös wie eine Anzeige des Tina-Versands (kennt die noch jemand? Als Kind war ich fasziniert von den Wunderwerken, die vom Tina-Versand feil geboten wurden). Gut, Röntgenbrillen wurden von Hilton nicht offeriert, aber …. nun, weder gab es eine Fabrik in Genf, noch gab es einen „J. Lebeau Directeur Hilton Watch CO“ . Es gibt keinen einzigen Eintrag im Schweizerischen Handelsamtsblatt zur Fa. Hilton Watch….. gemahnt mich an heutige Internetseiten chinesischer Produktpiraten, die sich auch gerne mit Fabrikgebäuden schmücken, die schlicht nicht existent sind.

Dass 1973 Bulova Markenverletzungsklagen gegen Hilton einreichte, rundet das Bild der späten Hilton Watch Company ab…..

Aber bevor wir ganz ins Tal der Tränen abgleiten: es gab ja auch gute Zeiten! Und in diesen goldenen Zeiten erhob sich Hilton über den Status einer reinen Uhren-Handelsgesellschaft und wurde selbst tätig mit immerhin einem eigenem Design. Dass in der Tat einzigartig ist. Hilton ließ sich das Design dieser Uhr durch US-Designpatent Nr. 184.270 schützen, welches am 16. Dezember 1957 angemeldet wurde:


USD184270_Hilton-Missile.jpg

Erfinder bzw. Designer: jener oben erwähnte Adolph Winkler, Finanzdirektor der Hilton Watch Co. Nur aufgrund der Zeichnung des Design-Patents mag die Uhr noch nicht so revolutionär wirken. Sie ist es aber und lässt selbst eine Hamilton Ventura oder andere Entwürfe von Richard Arbib geradezu altbacken aussehen. Im erwähnten Hilton Prospekt wird sie wie folgt angepriesen:

Missile-Prospekt.jpg

Der Name der Uhr: Missile (Flugkörper). Jenen Namen hat sich Hilton zwar nicht durch Marke, aber immerhin im Dezember 1958 durch Copyright-Eintragung schützen lassen – zusammen mit dem Slogan „The Watch of Tomorrow“ (Die Uhr von Morgen):

Copyright_Missile.jpg

Aus: Catalog of copyright entries. Ser.3 pt.11B v.13-15 1959-1961

Gut, aber wie sieht dieser “Flugkörper” denn aus? Nun, ich hab’ eine. Mja, der Zustand ist wahrlich nicht „NOS“, sondern eher „WOS“ (worn old scrap), aber dafür war sie bezahlbar und vielleicht lasse ich mal das ZB restaurieren. Tragen werde ich sie sowieso nicht, denn dazu fehlt mir dann doch der Mut – obwohl es eine Herrenuhr ist, erkennbar an der „6“ auf dem ZB (bei der Damenvariante nicht vorhanden). Aber trotzdem, und auch wenn es eine Herrenuhr ist: einfach zu gewagt. Ich bin ja einerseits für Nonkonformismus zu haben – aber das geht mir dann doch zu weit.

Ich konfrontiere Euch erst einmal mit einem Handgelenks-Schnappschuss, um halbwegs einen Eindruck zu vermitteln, wie das Dreieck am Arm aussieht:

Hilton-Missile_Wrist_01_1024x768.jpg

OK……muss man erst einmal sacken lassen. Für die, die jetzt noch nicht genug geschockt sind, dann mal Einzelaufnahmen:

Hilton-Missile_02_1024x768.jpg

Hilton-Missile_03_1024x767.jpg

Während der Rahmen mit Glas aus Aluminium besteht, ist der Boden und Hauptteil der Konstruktion aus Edelstahl gefertigt:

Hilton-Missile_04_1024x768.jpg

Hilton-Missile_05_576x768.jpg

Das Schräubchen hinten am Gehäuse dient übrigens dazu, das Wildleder-Armband an der Spitze des Gehäuses zu fixieren – ohne Schraube würde die Spitze vom Handgelenk abstehen. Mir fehlt da noch eine passende Unterlegscheibe oder eine Schraube mit größerem Kopf.

Bei einer so ungewöhnlichen Form ist verständlicherweise kein Platz für ein normales Werk – es findet gerade einmal ein Damenwerk Platz:

Hilton-Missile_08_576x768.jpg

Hilton-Missile_09_1024x767.jpg

Bei diesem handelt es sich aber immerhin um ein Schweizer Qualitätswerk mit 17 Steinen – es ist ein FHF 60:

Hilton-Missile_10_1024x767.jpg

Ich weiß nicht, wie die Missile am Markt ankam. Sie muss aber ganz gut angekommen sein, denn sie rief immerhin einen Kopierer auf den Plan, nämlich die Louvic Watch, Inc. Diese schien es mit den Patentrechten von Hilton nicht soo eng gesehen zu haben und wurde wohl aufgrund von Kopien letztendlich erfolgreich von Hilton wegen Patentverletzung verklagt:

Hilton_vs_Louvic.jpg

Quelle: „Official Gazette“ (Amtsblatt des US-Patentamtes) v. 25. April 1961, S. 940


Der District Court von New York entschied in einer Art von Vergleich („Consent judgment“ – was so halbwegs unserem Vergleich entspricht), dass die Patentverletzung als festgestellt gilt. Wie es dann weiterging…. Ich kann leider nur spekulieren: Louvic dürfte eine Art Lizenz bekommen haben oder die Uhren von Hilton bezogen und mit eigener Marke versehen haben. Denn es sind reichlich Louvic-Raketen am Markt, die bis auf’s ZB zu 100% den Hilton-Varianten entsprechen. Umgekehrt gibt es auch genügend runde Hilton- Uhren mit „Mystery Dial“, welche eigentlich eine Spezialität von Louvic waren (und wegen derer Louvic ebenfalls erfolgreich von von Vacheron & Constatin-Le Coultre Watches, Inc. wegen Verletzung deren Design-Patentes verklagt wurde).

Hilton-Still_02_1600x1199.jpg

So, das war’s in Kürze zu meinen Hilton-Uhren und deren Hintergrund-Geschichte.

Ach: was ist denn mit den „schönen Frauen“, welche ich im Cliffhanger am Ende von Teil 1 in Aussicht gestellt habe? Nun, da verweise ich auch den oben zitierten Beitrag von Otto (Rata), der sich eingangs humorvoll und auf intelligente Weise mit jenem „It-Girl“ befasst hat, unter deren Namen tatsächlich auch Bling-Bling-Uhren verhökert werden. Und Prosecco in güldenen Aludosen…. Otto hat es da mit Verweis auf Kästner auf den Punkt gebracht, so dass ich jenes „Dämchen“ wohl nicht weiter erwähnen muss… und außerdem: Cliffhanger, reingefallen! :D
 
bachmanns

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Echt klasse, diese Fortsetzung! Ganz herzlichen Dank für die vielen Infos und die tollen Bilder:super: Die Missile ist eine starke Uhr! Ich würde mich auch nicht trauen, die zu tragen; schon die Ventura wäre mir zuviel. Aber es gab, wie man sieht, eine Zeit, in der man bei den Uhren auch sehr viel mit dem äußeren Erscheinungsbild experimentiert hat. Ganz großes Kino:super:
 
pallasquarz

pallasquarz

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...Umgekehrt gibt es auch genügend runde Hilton- Uhren mit „Mystery Dial“, welche eigentlich eine Spezialität von Louvic waren (und wegen derer Louvic ebenfalls erfolgreich von von Vacheron & Constatin-Le Coultre Watches, Inc. wegen Verletzung deren Design-Patentes verklagt wurde).

So, das war’s in Kürze zu meinen Hilton-Uhren und deren Hintergrund-Geschichte...

Hallo, erst einmal vielen Dank für diese informative Vorstellung. Und auch noch den Nachtrag mit der originellen "Missile"
Du bist sozusagen "steinreich" :super:

Wie es der Zufall so will, war so ein "Mystery Dial" kürzlich auch Thema.

https://uhrforum.de/orfina-17-jewels-50er-jahre-ohne-zeiger-t357850#post4109198

Grüsse Christoph
 
S

Steinchen

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Danke Martin,

die Geschichte rund um die "Missile" ist ganz nach meinem Geschmack und die Uhr ist wirklich speziell. Über die Tragbarkeit muss ich mal nachdenken. Ich finde, sie sieht gar nicht so übel zu Deiner Jeansjacke aus.

Gruß

Steinchen
 
Käfer

Käfer

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Interessanter Faden, danke fürs zeigen :super:.

Die Grün mit den obigen Werk wäre diese, einfach so zur Ergänzung:

33103804so.jpg



Und kommt mir nicht mit popeligen 57 Steinchen, die abgeschrabbelte Waltham kann da mit ganz anderen Zahlen auftrumpfen (ein Kind jener Jahre, als Steine per se ein Qualitätsmerkmal waren, auch wenn sie nicht wirklich eine Funktion hatten :D )

100 Steine :lol::

33103805kd.jpg
 
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Rata

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Hallo Martin,

vielen Dank für die Vorstellung der beiden Ringrotor-Hilton und auch die der Missile:-). Schöne Uhren und mit interessanter Technik (Fontomatic-Werke) bzw. extravagantem Design (Missile). Ich dachte, wie Godsdog, dass die ungewöhnliche Art des Automaticrotors von Citizen entwickelt worden ist, aber man lernt nie aus. Die Ähnlichkeiten sind nicht zu übersehen, offenbar haben die Japaner die FHF bei der Konstruktion der "Jet-Rotor" zumindest als Vorbild genommen;-).

Die Missile-Formgebung wurde, quod erat demonstrandum, auch jenseits des "Eisernen Vorhangs" goutiert und nachgebaut:D:

Mega-rare Space Age Vostok Cosmo - Assymetrical Missile Wristwatch

Das Werk in der russischen Rakete kann ich leider ad hoc nicht identifizeren, aber wie beim amerikansichen Vorbild ist es etwas, was ursprünglich für Damenuhren vorgesehen war.

In dem Heyworth-Building war übrigens, neben den von Martin genannten Handelsmarken die Firma A.C. Becken Co. ansässig, die Uhren aus der Schweiz importierte und unter dem Namen Heyworth in den USA vertrieb:

Heyworth was an Importer of Swiss Watches with headquarters in Chicago IL. They used quality Swiss Watch movements by Schild (AS), Unitas, Enicar and others.

The Heyworth name was registered by A.C. Becken Co., Chicago in two different forms, in 1936 and 1949. The name was taken from the Heyworth Building.

The Heyworth Building (1904) is a Chicago Landmark by the firm of famed architect Daniel Burnham, located at 29 East Madison Street, on the southwest corner of Madison Street and Wabash Avenue. The Heyworth Building was long a center of the watchmaking and jewelry trade in Chicago.

Heyworth was still in business in 1975.

Herzlichen Dank für die sehr gut gemachte Vorstellung mit vielen Informationen und schönen Fotos:super:!

Ich wünsche dir viel Freude an den drei ungewöhnlichen Stücken und einen guten Start ins Wochenende.

Viele Grüße, Otto
 
DRGM

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Ich danke Euch allen für Euren Zuspruch!

@Steinchen: Na, was hat Dein Nachdenken über die Tragbarkeit ergeben? ;-)

@Käfer: Danke für’s Zeigen Deiner Gruen! Schöne Ergänzung!
Was die Waltham betrifft: 100 Steine?! Und ich gebe mit lumpigen 57 an…. Ich versinke vor Scham im Boden…. :oops:

Würde mich interessieren, wie die Waltham von innen aussieht – wenn Du sie ohne Gefahr für die Augen und ohne Schweißerbrille öffnen kannst, dann würde ich mich über ein Foto freuen. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, wie und wo man da 100 Steine unterbringen kann (die Jungs vom H. J. Heinz Institute meinten übrigens, dass dies 43 Steine zuviel wären).


@Otto (Rata): Danke, Deine Anerkennung freut mich besonders, alldieweil Du mit der Vorstellung Deiner Hilton Maßstäbe gesetzt hast. Danke für die Ergänzung bezüglich der Firma A.C. Becken Co. – hm, vielleicht ist das mit der Adresse von Hilton wirklich nur Zufall.

Besonders interessant finde ich den Hinweis auf die Vostok Cosmo. Was für eine dreiste Kopie! Und das Innenleben! Außen hui, innen pfui (ich meine die Art und Weise, wie die Öffnung für das Werk eingestanzt (geschnitzt?) wurde).

Übrigens kam die goldene Hilton-Fontomatic mit einem Flex-Armband:

Hilton_Fontomatic_gold_Urzustand_01_576x768.jpg

Naja, nicht so ganz mein Ding….. aber: ich behalte es, denn genauso sieht das passende Band für eine Hamilton thin-o-matic T-451 aus. Ich hab’ zwar noch keine, aber was nicht ist, kann ja noch werden…. und ansonsten: ich kenne da jemanden, der eine hat.... ;-) einer, der ein Jeanshemd mit einer Jeansjacke verwechselt.... :D
 
S

Steinchen

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Moin Martin,

kannst die "Missile" tragen, finde ich - vielleicht nicht im Flugzeug, sonst halten die "Kollegen" von der Sicherheit das Ding am Ende noch für eine Stichwaffe. Und ja, schönes Band:super:, so eines habe ich zwar noch nicht - aber, kann ja noch werden.

Gruß

Steinchen


@die Gruen von Käfer lässt mich übrigens vor Neid erblassen - total schöne Uhr.
 
Faisaval

Faisaval

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Hallo Martin,

erst einmal möchte ich mich bei Dir ganz herzlich für diese wundervolle, weil so informative Vorstellung einer bemerkenswerten Uhrenmarke und vor allem eines sehr interessanten Automatik-Uhren Kalibers sowie den weiterführenden Infos bedanken. Sehr kurzweilig geschrieben und mit tollen Bildern garniert. Große Klasse! :klatsch:

Und zur extravaganten Missile möchte ich noch ergänzen, dass, obwohl, wie die Patentschriften es zeigen, diese besondere Gehäuseform aus dem Hause Hilton stammen, es dieses Uhrenmodell auch von anderen Uhrenherstellern (Einchalern) gab.
Es ist schon ein wenig her, als ich meiner Frau diese ORFINA-Uhr schenkte

orfina.jpg

GEDC3432.jpg
Sowohl die Vorderseite als auch die Rückseite zeigen die absolut gleichen Ausführungsattribute

Und innen

GEDC3429.jpg
tickt das Kaliber FHF 69.

Ergänzend hier noch eine Werbeanzeige von Orfina aus dem Jahre 1964 in der unter anderem auch jenes Uhrenmodel, allerdings in Mystery-Dial-Version, beworben wurde.
Orfina werbung 1964.jpg
 
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JackDaniels83

JackDaniels83

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@Käfer: Danke für’s Zeigen Deiner Gruen! Schöne Ergänzung!
Was die Waltham betrifft: 100 Steine?! Und ich gebe mit lumpigen 57 an…. Ich versinke vor Scham im Boden…. :oops:

Würde mich interessieren, wie die Waltham von innen aussieht – wenn Du sie ohne Gefahr für die Augen und ohne Schweißerbrille öffnen kannst, dann würde ich mich über ein Foto freuen. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, wie und wo man da 100 Steine unterbringen kann (die Jungs vom H. J. Heinz Institute meinten übrigens, dass dies 43 Steine zuviel wären).

Es ist ein ganz normales Werk mit 17 Steinen. Die restlichen 83 sitzen auf einem Ring, der den Rotor lagert. Ich hab selbst auch eine davon. Es war damals eine Sonderedition zu 100 Jahren Waltham.

http://img.timezone.com/img/articles/workbench0025/100jewel_3b.jpg
 
Rata

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Hallo Valentin,

die Orfina-Rakete ist ebenfalls stark:-). Inzwischen denke ich, dass das Design dieser bei den Star Trek-Serien und -verfilmungen Pate für das Starfleet-Logo gestanden sein könnte.

@Martin:

Gerne geschehen, ich freue mich, dass du die Vorstellung meiner deutlich gewöhnlicheren Hilton hier lobend erwähnt hast. Was das Heyworth Building und die dort ansässigen Handelsgesellschaften angeht: Ein Zufall wird es wohl weniger gewesen sein, dass sich diese Anbieter mit doch recht ähnlichem Angebot für ein Klientel, das günstige und ordentliche Uhren wollte, sich dort ansiedelten. Zumal in Chicago einer der großen Handelshäfen der USA ist, was für den Import der für diese Gesellschaften angefertigten Uhren sicher auch wichtig war.

Und die Russin ist schon eine recht dreiste Nachformung, das gebe ich zu:-). Aber die recht grob gefertigte Aussparung für das Uhrwerk in der Vostok dürfte IMHO nachträglich in dieser Form gestaltet worden sein. Ich denke, dass da ursprünglich ein anderes Werk verbaut war und gegen das jetzt montierte Kaliber getauscht worden ist. Bei für den Export gedachten Uhren haben auch die Ostblock-Staaten auf eine ordentliche Verarbeitung geachtet, daher meine Einschätzung.

So, muss mich so langsam sputen, deswegen Schluss für Heute.

Viele Grüße, Otto
 
fantomaz

fantomaz

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Cremlingen + Area 42/75
Wunderbare Ringrotorvorstellung - astrein!

Auch die Missle hat was, auch wenn sie eher den skurrilen Uhren zuzuordnen ist:super:

Du schriebst ganz oben, dass Du Deine zweite Ringrotor Uhr aus dem ehemaligen Jugoslawien
hast, das ist interessant, denn meine Ringrotor (eine „Arcandia”) habe ich aus Albanien....

Nachdem die Uhr erfolgreich bei mir war, habe ich den Verkäufer gefragt, wie er denn
an diese Uhr gekommen ist, seine Antwort liess nicht lange auf sich warten und war
um so abgefahrener:

Ich bin eigentlich Fischer aus Tirana, aber nach dem Fall der Mauer und dem Zusammenbruch
des Balkan und Ostblocks gab es keine Arbeit mehr für mich. Mein Boot lag da, aber keiner
wollte mehr meinen Fisch kaufen - er war im neuen Supermarkt einfach billiger.
Da habe ich mein Boot genommen und bin an den Wochenenden immer nach Italien rüber
und habe dort Flohmärkte abgeklappert. Die Menschen bei uns konnten alles gebrauchen
was im Westen keiner (mehr) haben wollte, so habe ich auch eine stattliche Anzahl von gebrauchten
Uhren hier liegen. Als die dann auch keiner mehr bei uns haben wollte, fing ich an bei eBay
sie zu verkaufen, davon lebe ich heute ganz gut....

Muss man auch erstmal drauf kommen!

Viel Spaß mit den Hiltons und achte auf Deine Steine :super:

Alexander
 
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@Valentin (faisaval): Herzlichen Dank für’s Zeigen der Orfina Deiner Frau! In der Tat: praktisch baugleich! Nunja, Hilton hat die Missile ja in der Schweiz fertigen lassen – da liegt es nahe, dass der (unbekannte) Hersteller das Erzeugnis auch an andere abgegeben hat. Womöglich war Orfina sogar der Hersteller? Die Version mit mystery dial habe ich bislang nur in der Louvic-Variante gesehen. Interessant, dass Orfina die auch im Angebot hatte.

Übrigens: rückseitig steht „Mod. Dep. Int“ drauf, was für „Modele deposé internationale“ steht. Also, bislang konnte ich weder ein Schweizer, noch ein internationales Geschmacksmuster auftreiben. Ich bezweifle etwas die Richtigkeit der Angabe.

@Daniel: Danke für die Erklärung zur Waltham. Immer wieder erstaunlich, welche Verrenkungen gemacht wurden, um auf eine Irrsinns-Anzahl von Steinen zu kommen.

@Otto: Danke für die Erläutung zur Vostok Cosmo. So wird’s wohl sein, dass da ein anderes Werk reingebastelt wurde.

@Alexander (fantomaz): freue mich über Deine Beteiligung – zumal ich ja eingangs ein Witzchen zu Fantomas gemacht habe….. ;-):D

Danke für Deine Albaner-Geschichte! In der Tat sehr erhellend, denn ich hatte mich schon gelegentlich über Angebote aus Albanien gewundert und mir so meine Gedanken gemacht, ob der Eigentumserwerb da nicht fraglich sein könnte. Nu’ weiß ich Bescheid – da muss man tatsächlich mal drauf kommen!

Übrigens: hast Du Deine Arcandia (oder Arcadia?) schon mal vorgestellt? Würde mich interessieren, zumal mir die Marke nichts sagt – schon gar nicht im Zusammenhang mit dem FHF 65.
 
fantomaz

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Hallo Martin,

nein, die Arcadia habe ich nicht vorgestellt, ich bin nicht so der „Vorsteller”...

Aber hier mal zwei Bilder:
IMG_2531.jpg

IMG_2533.jpg

Und hier noch eins von der Firma, die dann richtig Geld mit den Ringrotoren verdient hat
(im Gegensatz zu den Schweizern)
IMG_2534.jpg
 
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