Hilfe,wer kennt diese Taschenuhr!

Diskutiere Hilfe,wer kennt diese Taschenuhr! im Sonstige Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Habe hier eine Taschenuhr Chronometre Neker,auf der Rückseite steht: ANCRE LIGNE DROITE LEVES VISIBLES SPIRAL BREGUET 15 RUBIS
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welsat

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Habe hier eine Taschenuhr Chronometre Neker,auf der Rückseite steht:
ANCRE LIGNE DROITE LEVES VISIBLES
SPIRAL BREGUET
15 RUBIS
 
Mikrolisk

Mikrolisk

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Das heißt übersetzt:

Du besitzt eine Taschenuhr mit Ankerhemmung ("Ancre"), bei der die Hemmungspartie in einer Linie angeordnet ist ("LIGNE DROITE") und auch sichtbar ist ("LEVES VISIBLES"), d.h es ist kein Vollplatinenwerk, sondern eines mit Brücken.
Dazu eine Breguet-Spirale an der Unruh (gebogene Endkurve über den normalen Spiralwindungen) und 15 Steine.

Das trifft auf SEHR VIELE schweizer Uhren zu, mehr kann Dir also derzeit niemand dazu sagen.


Andreas
 
Max Bohrmann

Max Bohrmann

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Hey Mikrolisk, ich hätt da auch mal ne Frage, wenn du das so mit Glaskugelmodus sagen kannst wärs klasse: Ich habe gestern für ganze 13 Euro auf einem Flohmarkt eine alte, scheinbar versilberte Taschenuhr gekauft. Inschrift im Deckel: Ancre ligne droite, Double Plateau 15 Rubis, Levees Visibles. Auf der Rückseite ist ein Wappenschild ohne Wappen zu sehen, welches von einem Blumenmotiv umrankt wird. Die Zeiger sind Louis-soundso-Zeiger, auf dem Zifferblatt sind die Römischen Ziffern 1-12 und in arabischen Ziffern und fünferschritten die Zahlen 5 bis 60. Das Zifferblatt scheint emailliert zu sein.
Was ich nun gerne wüsste ist, wie alt die Uhr etwa sein könnte und was sowas heute wert ist.
Ach, was ich vergessen habe: Auf der innenseite des Deckels ist eine Punze, die eine Krone zeigt. Links neben der Krone ist eine Mondsichel zu sehen, und darunter ein J.

Ich weis nicht, ob das hilft, aber ich hoffe es.

Gruß Max B.
 
M

Marinemaster

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Hallo Max Bohrmann,
die Reichskrone mit Halbmond weist auf ein Silbergehäuse aus deutscher Produktion hin. Im Deutschen Reich wurde im Jahr 1884 ein Gesetz erlassen, wonach der Feingehalt zusätzlich in 1000steln angegeben werden muss.
Etwas sonderbar, bezüglich des Buchstaben"J":
Schweizer Gehäuse tragen einen Buchstaben, der den Ort der Stempelung kennzeichnet.
Gruß
 
Max Bohrmann

Max Bohrmann

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Danke, Marinemaster! Jetzt weiss ich immerhin schon mal, dass das Gehäuse wirklich aus silber ist.

Gruß Max
 
del-olmo

del-olmo

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Hallo,
mit den Angaben ist nun nicht wirklich viel anzufangen! Ich schließe mich Jochen an und würde doch um Fotos bitten!

Die Punze wurde ab 1886 benutzt und war Vorschrift im deutschen Reich. Silber wurde mit Krone und Halbmond gekennzeichnet und Gold nur mit Krone.

Wenn die Uhr nur Krone und Halbmond gepunzt ist, stimme ich zu, ich könnte mir aber vorstellen, dass sie noch die schweizer Punze hat. Das war ein Auerhahn, der normalerweise doppelt gepunzt wurde.

Aber, wie gesagt genaueres zu Uhr und ihrem Alter nur mit Fotos!

Grüße Bernhard
 
Max Bohrmann

Max Bohrmann

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Du hast recht, da ist auch der Auerhahn, und ein 0,800 Stempel. Ich stell so bald wie möglich Bilder rein, aber ich bin momentan ein bischen im Stress.

Gruß Max
 
del-olmo

del-olmo

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Alles klar!

Grüße Bernhard
 
Max Bohrmann

Max Bohrmann

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so, hier mal ein paar Bilder:



hier sind erstmal zwei. Ich ess jetz was und dann kommen noch zwei.

Gruß Max
 
del-olmo

del-olmo

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Hallo,
das hilft schon weiter.
Aber es bleibt dabei: Schweiz ca. 1890-1900 und für den deutschen Markt. Daher beide Punzen.

Das Werk hat eine Kompensationsunruh zum ausgleichen von Temperaturunterschieden.

Kronenaufzug und Zeigerverstellung mit dem kleinen Drücker auf der 11.

Das es keine weiteren Signaturen gibt ist nicht ungewöhnlich, die Uhren wurden in großen Stückzahlen hergestellt, siehe die Nummer im Gehäuse.

Grüße Bernhard
 
Max Bohrmann

Max Bohrmann

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Danke!
Es gibt mit der Uhr leider ein Problem: Sie läuft nur dann, wenn man sie flach hinlegt oder so neigt, dass die Ziffer 8 nach unten zeigt. Kannst du dir das erklären?

Gruß Max
 
del-olmo

del-olmo

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Hallo,
hm, es gibt mehrere Möglichkeiten, zum einen könnte ein Zapfen abgenutzt oder gebrochen sein. Ohne die Uhr in der Hand zu haben ist das schwer, aber es könnte gut sein, dass ein Zapfen abgenutzt oder das Lager ausgelaufen ist, d.h. es ist, naja "ausgeschlagen", der Zapfen rutscht im Lager hin und her.
Zum anderen könnte sie einfach auch überholungsbedürftig sein, eine Revision wäre sicher fällig. Ich würde sie mal einem versierten Uhrmacher zeigen, der sagt Dir was die Uhr hat und was die Instandsetzung kostet.

Grüße Bernhard
 
Max Bohrmann

Max Bohrmann

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@Bernhard: Danke für die Info. Ich glaub in Mainz gibt es einen, der sich auf antike Uhren spezialisiert hat. Bei Gelegenheit schau ich da mal vorbei, vielleicht macht der mir einen Schülerpreis ;-)
Ich habs auch schon mit oelen probiert, sie läuft seitdem zwar geschmeidiger, aber trotzdem nur in den ober beschriebenen Positionen. Wenns nur ein Lager ist, würde mich das freuen, denn unser städtischer Uhrmacher hat irgendwas von abgebrochenen Zähnen u.s.w. gelabert und gemeint sie wär irreparabel. Ich hab keine kaputten Zahnräder gesehen.
Na ja, es wird schon werden.

Gruß Max
 
del-olmo

del-olmo

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Abgebrochene Zähne?? Das habe ich noch nie gehört und wage ich auch zu bezweifeln. Irreparabel ist sie vermutlich nicht, es ist sicherlich eine Preisfrage! Frag den spezialisierten Uhrmacher. Viel Erfolg und poste mal das Ergebnis.

Grüße Bernhard
 
Max Bohrmann

Max Bohrmann

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Werd ich machen. Ich habe mich jetzt erst mal an einen anderen Rüsselsheimer Uhrmacher gewendet, der macht bis nächsten Freitag einen Kostenvoranschlag, und dann entscheide ich mich, ob ich meine Finanziellen Mittel dafür verwenden soll (hängt davon ab, ob es sich lohnt bzw. ob die Reparaturkosten nicht höher sind als der Wert)

Gruß max
 
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