Hilfe bei Steinhart Ocean one - Lünetten Inlay tauschen

Diskutiere Hilfe bei Steinhart Ocean one - Lünetten Inlay tauschen im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo Uhrenfans, ich brauche mal eben Unterstützung. Bei meiner Steinhart Ocean One mit Keramik Inlay ist das Inlay in der Lünette schief...
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TikTak_Stefan

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Hallo Uhrenfans,

ich brauche mal eben Unterstützung. Bei meiner Steinhart Ocean One mit Keramik Inlay ist das Inlay in der Lünette schief eingeklebt. Ich habe das erst später gesehen und erst nach vier Wochen störte es mich so richtig... Nun schickt mir Firma Steinhart ein neues Inlay.

Leider habe ich größere Schwierigkeiten das Alte herauszubekommen.

Ich habe mit einem kleinen Schlitz Schraubendreher den Leuchtpunkt entfernt. Dort ist aber nur eine Vertiefung, keine Kante zum Hebeln. Dann hab ich versucht am oberen Rand zwischen Lünette und Inlay reinzugehen und die Lünette hochzuhebeln. Dabei habe ich nur Macken in die Lünette gemacht... Nicht ins Inlay. Ich hoffe diese kleinen Kerben kann ich später mit Satinieraufsatz und Dremel noch beseitigen... Ich hatte jetzt nicht vor die Uhr zu verkratzen. Bin grade auch einmal abgerutscht und quer übers Glas gekratzt. Zum Glück hat das Abkleben geholfen und es scheint kein Kratzer im Glas zu sein...

Wie geht es weiter?

So langsam verliere ich die Lust an dieser Uhr...
 
topper103

topper103

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Moin Stefan,

ich habe unlängst bei meiner OVR das originale Alu-Inlay gegen das Keramik Inlay getauscht. Ich habe zunächst die Lünette mit einem normalem Haarfön erwärmt und dann, an dem von dir genannten Leuchtpunkt gehebelt. Ein wenig tricky, aber machbar. Die Lünette hat sich nach mehrmaligem Hebeln soweit gelöst, dass ich sie mit dem Fingernagel abheben konnte.

Gruß Jupp

PS: Das Alu-Inlay war danach Schrott.
 
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TikTak_Stefan

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Das Thema hat sich erledigt. Hab die Lünette auch erhitzt und in dem "Loch" von dem Leuchtpunkt rumgeprökelt... Dabei bin ich noch zwei Mal aberutscht... Also sorry, aber an der Stelle höre ich nun auf. Hab auf die Innenseite der Lünette beim Versuch das Inlay rauszuhebeln schon zwei Kerben verursacht. Bin bei sowas sehr pingelig. Wenn das nicht wieder in Ordnung kommt, werde ich mich von der Uhr auch wieder trennen. So oder so.

Hab sie jetzt eingepackt, rufe gleich bei Steinhart an und bitte darum die Lünette tauschen zu lassen. Nur wenn man die Macke nicht mehr ausbessern kann, möcht ich die Uhr nicht mehr haben... Hätt ich mal gleich zu Steinhart geschickt...

Oh man...

Vielleicht geht das Keramik Inlay einfach schwerer raus als das Alu Inlay.

Danke trotzdem für den Tip.
 
topper103

topper103

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Das tut mir leid. Aber ich denke, bei Steinhart sollte man in der Lage sein, deine Uhr wieder in den Neuzustand zu versetzen. Klappt schon !!

Gruß Jupp
 
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TikTak_Stefan

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Steinhart tauscht mir nun das Inlay aus und schaut sich die Macken an. Wenn nicht reparabel, könnte man kostenpflichtig das Gehäuse tauschen. Bevor ich noch wahnsinnig werde deswegen und keinen Spaß mehr an dieser schönen Uhr finde, lass ich das machen. Lehrgeld...

An dieser Stelle vielleicht noch mal ein Hinweis: Ich habe vorher die Suche im Forum bemüht und zwei drei Treffer gefunden, in denen Member Ihr Inlay selbst getauscht haben. Das liest sich alles recht simpel; so, als sei es ein Kinderspiel. Handwerklich und feinmotorisch bin ich selbst nicht ungeschickt.

Ich habe auch die Uhr mittels einem Fön stark und lang erhitzt. Das Inlay ließ sich sogar schon nach links und rechts verschieben, ohne das die Lünette mitdrehte. Der Kleber war also schon ausreichend erzitzt.

Dann habe ich den Leuchtpunkt mittels einem kleinen Schraubenzieher herausgebrochen.

Anschließend habe ich mit teils enormen Kraftaufwand in der Aussparung des alten Leuchtpunktes herumgestochert um eine Kante zum hebeln zu erzeugen...

Dabei bin ich dann zwei Mal abgerutscht. Einmal quer über das Uhrglas. Dies scheint aber keinen Kratzer zur Folge gehabt zu haben. Jedes Kunststoffglas wäre nun hinüber gewesen...

Auch wenn der Leuchtpunkt draussen ist, gibt es keine Chance hier irgendwo einen Hebel anzusetzen. Man rutscht bei zu viel Kraft einfach ab.

Der größte Fehler war dann, zwischen dem Inlay und Lünette einzustechen und anzufangen, da am Rand herum zu hebeln. Damit habe ich die Innenkante der Lünette beschädigt und zwei, drei hässliche Kerben erzeugt. Das Inlay aber hat sich keinen Millimeter bewegt.

An dieser Stelle möchte ich eindringlich dazu raten die Uhr in so einem Fall vorher zu reklamieren oder zu einem professionellen Uhrmacher zu gehen, der vielleicht geeigneteres Werkzeug hat und nicht selbst daran herumzuschustern.

Ich habe mir nun meine schöne Uhr versaut... Tja.

Bis dahin und Danke,
Gruß Tiktak_Stefan
 
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real71

real71

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@TikTak_Stefan

Sorry, aber besser wäre die Finger von solchen Arbeiten in Eigneregie lassen :shock:
Ab zu deinem Stammkonzi, der macht dir das ohne Kratzer. Und die paar Pfenninge sollten nicht schlecht investiert sein :super:

Gruss
real71
 
pressluftjunky

pressluftjunky

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einfach vorher mal die Forensuche bemühen: https://uhrforum.de/wie-lynetteninlay-wechseln-bei-geklebtem-inlay-t89250

bei mir hat der Wechsel vom Coke Inlay zum Pepsi Inlay keine 2 Minuten gedauert.
Band ab, Gehäuse mit Handschuhe festgehalten, Fön angesetzt und ca. 30 Minuten geföhnt auf die Lünette, dann mit einem Zahnstocher ging die alte Lünette ganz leicht ab, neue Lünette aufsetzen - Fertig :-)

Edit: Ok, die GMT hat keinen Leuchtpunkt ;-)
 

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TikTak_Stefan

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NunOK ich hab nur 10 Minuten gefönt. Aber mit nem Zahnstocher ging da nix. Der Schraubenzieher ist jetzt auch rund. Mehr als den Leuchtpunk rausprokeln und hässliche Kerben hab ich nicht erreicht. Muss wohl wirklich am Imlay gelegen haben.
 
WALTER73

WALTER73

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Hallo

Habe bei meiner Ocean Black DLC auch ein Keramikinlay drauf. Finde jedoch es funkelt zu doll und möchte nun das originale wieder verbauen.
Hab es auch so probiert. erwärmen usw. Jedoch ist dieses Inlay im gegensatz zur Aluversion nicht zerstörbar.
Habe mit dem Uhrmacher der Firma Steinhart telefoniert und er meinte dieses Inlay entfernt sich nur durch einweichen in Waschbenzin. Feuerzeugbenzin.
So macht er es und es ist die sanftere Methode um solche Hebelschäden zu vermeiden.Diese sind bei solch einem hartem Inlay normal.
Bei der Aluversion wird der Leuchtpunkt entfernt und das Inlay erwärmt und herausgehebelt. 2min Arbeit. Hier geht dies nicht.
Mein Inlay wird gerade eingeweicht. Ich werde berichten ob es funktioniert.


PS. 30min würde ich darauf nicht rum föhnen. Hätte Angst das das ganze Werk austrocknet.

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IMAG1300.jpg

Gruß
 
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Leander

Leander

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L.E.
Hallo Stefan & Walter,

ich habe den Wechsel eines Keramik-Inlays bei meiner O1 auch gemacht - nicht so einfach, wie vielleicht bei einer Alu-Einlage.

Erwärmen mit dem Fön brachte bei mir ein Aufweichen des Klebers, so dass ich die Einlage mit Mühe ein wenig gegen die Drehrichtung der Lünette bewegen konnte.
Der Kleber hält aber noch fest genug, dass die Einlage eben nicht einfach raus fällt. Außerdem ist die L. so glatt, dass ich mit den Fingern Druck auf sie ausüben muss, um sie zu bewegen, was natürlich den Kleber wieder andrückt :-(
Die Einlage ist so masshaltig, dass kaum Platz zwischen Einlage und ihrem Rand ist, womit mit Messer und kleinen Schraubendrehern kein Ansatzpunkt ist.
Am Ende brachte es nach der Erwärmung der Einsatz von Silikonspray - mehrfach in die winzigen Ritzen neben der Einlage gesprüht und wieder erwärmt und gegen die Drehrichtung bewegt. Irgendwann war die L. so locker, dass ich sie mit der Spitze meines flachsten Schrauerdrehers zwischen Lünette und Einlage nach oben "herausschieben" konnte. Allerdings war die Einlage am Ende auch gebrochen, wobei ich nicht weiß ob dies bei früheren Hebelversuchen oder beim Abheben am Ende passiert ist.

Ich bin echt interessiert, ob es mit der Waschbenzin-Einweich-Methode besser funktioniert. Bitte halt uns auf dem Laufenden, egal ob Miss- oder Erfolg - Danke :-)

Jens
 
neset530d

neset530d

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Und dieses Waschbenzin schadet nicht der Glasdichtung ?
 
WALTER73

WALTER73

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so nach einer stunde waschbenzin habe ich das inlay vom gehäuse gelöst. kein hebeln, keine schäden, die ganz sanfte tour.
danke an den uhrmacher steinhart.
die uhr danach gereinigt mit seifenwasser und kurz trockengeföhnt.mit wattestäbchen die klebereste entfernt und das neue inlay verklebt.
das bekommt wirklich jeder hin.
mein uhrmacher gab sie mir zurück weil er nichts zertören wollte und nun hab ichs selber erledigt ;)

lösen lassen, inlay runterreiben und fertig

DSC_9703.jpg
DSC_9705.jpg
DSC_9708.jpg

--- Nachträglich hinzugefügt ---



--- Nachträglich hinzugefügt ---

Und dieses Waschbenzin schadet nicht der Glasdichtung ?

reinigungsbenzin nein, benzin JA

--- Nachträglich hinzugefügt ---

das keramikinlay ist von der kratzfestigkeit definitiv im vorteil und viel langlebiger. jedoch wenn ich die uhr in diesem winkel betrachtete fand ich es einfach nur hässlich.
daher bin ich nun froh das es mit dem tausch endlich geklappt hat

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bobby21

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Habe mich heute mal getraut, ich muss dazu sagen, dass meine Herangehensweise nicht zu empfehlen ist :)
Aber egal, es hat geklappt. Mir hat der Tipp, den "Inlay-Ring" zu erhitzen, sehr geholfen. Dadurch konnte ich am Ende das Inlay bewegen, drehen und raus heben.
Der Wechsel fand von Green auf Black statt, hatte immerhin schon einige Kratzer auf der schönen grünen Farbe. Ich finde, dass Ocean 1 Black auch etwas besser aussieht. Wenn Green, dann Steinhulk.

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De Jesus

De Jesus

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Hallo in die Runde,

auch wen dieses Thema schon älter ist, so möchte ich dennoch aus aktuellem Anlass meine Herangehensweise kurz beschreiben.

In ein Gefäß (Tasse) einfaches Feuerzeugbenzin soweit einfüllen das die Lünette darin versinkt. Etwa 30min warten. Danach lässt sich das Inlay ganz leicht bewegen. Nun mit einen spitzen Gegenstand ( kleinster Schraubendreher) vorsichtig am Aussenkranz, also nicht am Glas, leicht drücken. Damit hebt sich die andere Inlayseite und man kann diese mit dem Fingernagel oder so heraus nehmen.

Danach eine Seite von einem Ohrstäbchen ins Benzin tauchen und damit die Lünette vom Kleber befreien und mit der anderen Seite trocken polieren. Meine Ocean One ist aus 2008 und die Lünette lies sich schwer drehen. Deshalb hab ich etwas Graphit Öl zwischen Gehäuse und Lünette gespritzt und schon ging alles wieder wie bei meiner neuen Ocean 44.

Übrigens, das alte Inlay hat bei der ganzen Aktion keinen Schaden genommen.

Grüße aus Frankfurt
 
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Uhrahn

Uhrahn

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Hallo ebenso.

Es geht auch ganz gut, ohne die Uhr gleich in Waschbenzin zu versenken. Ich habe das schon mehrfach gelöst, indem ich das Wasch- bzw. Feuerzeugbenzin auf die Lunette der waagerecht liegenden Uhr geträufelt habe. Das erfordert halt alle paar Minuten ein "Nachträufeln", aber es kommt so nur ganz wenig Waschbenzin an die Dichtungen. Alternativ und vielleicht sogar schneller geht handelsüblicher Etikettenlöser.
Entweder hebelt man nun oder klebt einen Zahnstocher mit UV-Kleber auf die Lunette, den kann man dann als "Griff" benutzen.

Viel Erfolg dabei.

Grüsse

Christian
 
Alex68

Alex68

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Ich habe das schon mehrfach gelöst, indem ich das Wasch- bzw. Feuerzeugbenzin auf die Lunette der waagerecht liegenden Uhr geträufelt habe.

Hallo Christian.
Vielen Dank für diesen Tipp.
Das hat heute bei mir hervorragend funktioniert :super:
Die Methode kann ich empfehlen!
 
aetzchen

aetzchen

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Eine Frage zu Wechsel hätte ich: mit was klebt ihr das neue inlay ein?
 
neset530d

neset530d

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Normalerweise werden dem Inlay Kleberinge von 3M beigelgt, nur diese lösen sich wenn die uhr oft im Wasser oder Sauna ist.
Sonst macht es jeder anders, aber glaube zu wissen, dass es da ein Klebezement dafür gibt und auch viele Uhrmache danach greifen.
 
P

PatjeB

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Ich schaffe es nicht, die Ceramic Inlay mit der Fohn-Methode zu bekommen, und jetzt möchte ich die WasBenzin mal probieren. Kann das nicht den Leim auf den Cyclops schaden? Und ist normales WasBenzin gut?

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Thema:

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