Hilfe bei der Entscheidungsfindung: MFT oder Vollformat? Panasonic Lumix oder Nikon Z (5/6II)? Oder doch etwas anderes...

Diskutiere Hilfe bei der Entscheidungsfindung: MFT oder Vollformat? Panasonic Lumix oder Nikon Z (5/6II)? Oder doch etwas anderes... im Fotografie Forum im Bereich Small Talk; Okay, aber der TS will 1500€ bis 2000€ für ein System aus Kamera und Objektiv ausgeben. Da ist es unwahrscheinlich, dass er mehrere Objektive im...

T. Freelancer

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OWL wo es am Höchsten ist
Okay, aber der TS will 1500€ bis 2000€ für ein System aus Kamera und Objektiv ausgeben.
Da ist es unwahrscheinlich, dass er mehrere Objektive im 4-stelligen Preisbereich bereits zu Hause liegen hat, es sei denn er will sich erheblich verkleinern.

Im Gegenteil- Ich lese aus seiner Fragestellung heraus, dass er sogar mehr Anwendungsvielfalt und Performance als vorhanden dazu gewinnen will.
Sag ich ja nur: aber es steht ja sowieso ein Fachhändlerbesuch an.

Mir gefielen die Canon Vollformat DSLRs auch ganz gut im Vergleich zu der zur Ansicht bestellten R.
Sind es beide aber nicht geworden. Und die, die ich gewählt habe, hatte ich vorher gar nicht in den Fingern.
 
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ROLTUD

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Gewicht hat seine Berechtigung. Lange Zeiten aus der Hand. Habe den Thread verfolgt und auch verstanden, dass der TS eine spiegellose Kamera sucht. Ich kann für mich bloss sagen, dass ich für wenig Geld (und knapp je 4'000 Auslösungen) vor etwa zwei Jahren zwei Nikon D700 (Vollformat) gekauft habe. Knapp 300 Euro pro Kamera. Und was soll ich sagen. Eine Videofunktion wäre schön, aber insgesamt bieten mir die beiden Dinosaurier ALLES. Und ein gutes Auge ist entweder Talent oder es entspringt Erfahrung und Schulung.

So, das war etwas off-topic. Bin stets interessiert an solchen Diskussionen.

Grüsse aus Genf

ROLTUD
 

MROH

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Variante B: Du besitzt eine Anzahl hochwertiger Nikon F APS-C (DX) - Objektive --> steig auf die Nikon APS-C Format Z50 (Kit) + Adapter um.
Variante C: Du besitzt keine hochwertigen Nikon Objektive ---> steig dann auch auf die Nikon APS-C Format Z50 (Kit) um,
Sag ich ja. :D

Okay, aber der TS will 1500€ bis 2000€ für ein System aus Kamera und Objektiv ausgeben.
Da ist es unwahrscheinlich, dass er mehrere Objektive im 4-stelligen Preisbereich bereits zu Hause liegen hat, es sei denn er will sich erheblich verkleinern.
Ich gehe davon aus, dass der TS bei seinen Überlegungen einen Systemwechsel eingepreist hat.

Ich kann für mich bloss sagen, dass ich für wenig Geld (und knapp je 4'000 Auslösungen) vor etwa zwei Jahren zwei Nikon D700 (Vollformat) gekauft habe.
Ich denke auch, dass die D700 heute noch eine tolle Kamera ist.
 

mac_0816

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@Rudi G. aus H.: schreib doch mal. was Du für Linsen hast, und in welchem Brennweitenbereich Du normalerweise arbeitest.

Ich selbst habe sowohl Nikon (D7200, D500, D750, D800, D850) als auch Panasonic MFT (GM5, GX8, GX9, G9) und noch die Panasonic LX100 II als Kompaktknipse mit aktuellem MFT Sensor.
Am häufigtsen nutze ich tatsächlich die LX100, weil die einfach in die Jackentasche passt, und trotzdem ordentliche Bilder macht.

Ansonsten nutze ich das MFT System auf Reisen und in den Bergen, vor allem wenn lange Brennweiten zum Einsatz kommen.
Ein Pana-Leica 200 2.8 oder das Olympus 300/4 wiegen rund 1250 Gramm und kosten rund 2500 €, das äquivalente Nikon AFS 400 2.8 wiegt 4 kg, das 600/4 wiegt 5kg und beide kosten jeweils rund 12 000 €.
Man kann natürlich lange und eher sinnfrei diskutieren, was jetzt wirklich "äquivalent" ist, aber in der Realität werden diese Linsen von Fotografen, die wenig diskutieren und viel fotografieren, für die gleichen Motive verwendet.

Auch für Weitwinkel Landschaft ist MFT brauchbar, ein Panasonic 7-14 wiegt 300 g, das Nikon 14-28 wiegt 1000g , mein Tamron 15-30 2.8 G2 sogar 1100 g. Natürlich ist die Bildqualität einer D850 mit dem Tamron etwas besser, vor allem wenn ich ein entsprechend stabiles Stativ verwende, aber mit einer 450 g schweren GX9 und dem Panasonic 7-14 oder dem Pana-Leica 8-18 mache ich Bilder an Stellen, wo ich die Nikon Ausrüstung niemals hinschleppen würde.

Bei Nachtaufnahmen oder Astro ist natürlich FF klar im Vorteil, vor allem die D750 ist da immer noch genial, aber auch die aktuellen 20 MP Sensoren von Panasonic sind nicht schlecht, und deutlich besser als z.b der Sensor der D7000. In Verbindung mit dem Pana-Leica 15 1.7 oder dem Olympus 12 2.0 gibt das Ergebnisse, von denen man vor 10 Jahren nur träumen konnte.
Hier mal als Beispiel eine Freihand-Nachtaufnahmenbei hohem Dynamikumfang mit der LX 100. Mit einer Nikon oder Canon FF und entsprechend großer Linse wäre das vielleicht noch besser gegangen, die paßt auf Dienstreise aber nicht in die Aktentasche.

PLX21078_DxO.jpg



An die Grenzen kommt MFT, vor allem das Panasonic-System, bei schnell bewegten Motiven. Vor allen bei "Birds in Flight", das sind die spiegellosen Systeme gegenüber Phasenfokus bei DSLR eindeutig schlechter. Olympus ist hier etwas besser als Panasonic, aber beide sind gegenüber einer D500 hoffnungslos unterlegen. Das gilt übrigens auch für die NIkon Z Serie, selbst eine Z7 fokussiert deutlich langsamer als eine D500. Da helfen dann auch hohe Fps Werte nicht weiter.

Grundsätzlich sind praktisch alle heute verfügbaren Systeme besser als die D7000, aus meiner Sicht sind aber die Linsen viel entscheidender als die Kamera.
Bei begrenzten Budget würde ich eher nach einer D7500 oder einer GX9 schauen, und mehr Geld in vernünftiges Glas investieren.

Bei einer kompletten Systemumstellung kämen natürlich auch die System von Canon und vor allem Fuji in Betracht, dazu habe ich aber keine Ahnung.
Bei MFT ist Olympus oder Panasonic vergleichbar in der Leistung. Für die Logik der Olympus Menüs bin ich aber zu blöd, während ich die Panasonic Kameras relativ einfach auf fast gleiche Bedieung wie Nikon konfigurieren kann.

Viele Grüße
Martin
 

Jofu

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Hmmm

wurde schon mehr zum Einsatzbereich und daraus resultierende Anforderungen an Brennweiten, Auflösung und ISO-Fähigkeit geschrieben ?

Interessant kann auch noch die Menüführung, der Sucher und das Bedienkonzept sein.

Bei mFT könntest Du ggf sogar mit einem Objektiv - dem Olympus 1:4/12—100mm - für bestimmt 80% der Fotos hinkommen.

Spielen ggf. Themen wie Makros, Wildlife, Sport eine Rolle?

@mac-0816, sehe deinen Text gerade erst. Würde den zu 90% zustimmen. Meine Gegenrede beträfe subjektiv das Bedienkonzept und das Thema Wildlife. Das neue 150-400mm mit integriertem 1.25 Telekonverter ( also 300-1000mm in FF) ist genial und um einiges kompakter wie die Monster im KB- Format. Aber das vermutlich hier nicht die geforderte Anwendung.
 
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Mueller27

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Bei begrenzten Budget würde ich eher nach einer D7500 oder einer GX9 schauen, und mehr Geld in vernünftiges Glas investieren.

Der Umstieg auf eine D7500 war auch bei mir als "Nikon-Mann" der mit APS-C immer zufrieden war im Grunde die logische Option und das hätte ich auch gerne gemacht.
Allerdings hat Nikon auch vier Jahre nach dem Erscheinen für die D7500 noch immer einen sehr hohen VK angesetzt - an dem sich auch die Gebrauchtverkäufer orientieren - so dass eine D7500 Set mit Kit-Lens aktuell 1.200€ kostet, ein Kit-Set der neueren und von der Bildqualität vergleichbaren Z50 aber nur 800€.

Nikon will so offenbar seine Bestandskunden die modernisieren wollen, auf diesem Wege zur Z-Serie drängen,.

Dazu kommt als zweiter Aspekt dass eine D7500 auch noch rund 50% Gewicht mehr auf die Waage bringt als die Z50.
Nikon hat eben -Absicht !! - keine leichte APS-C Spiefelreflex mit F-Bajonett mehr im Programm, die sensortechnisch auf den aktuellen Stand ist.

Will man als Nikon-Amateur den neusten Sensor im leichtesten Gehäuse, dann landet man bei Nikon heute eben bei der Z50.
Was viele Alt-User nicht wirklich glücklich macht, aber manchmal muss man eben - und da schließe ich mich ein - zu seinem Glück gezwungen werden.:-)
Und wie ich oben schon schrieb: So "schlecht" ist die Z-Serie von Nikon auch nicht. Als Nikon-Fanboy wird man da mehr als glücklich, und vom Preis/Leistung/Gewicht-Dreikampf ist die Z50 sowieso ein Knüller. Für den Themenstarter, der ja von Nikon kommt, und sich umfassend modernisieren will, daher meine klare Empfehlung.
 
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fuerst07

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Mein Sohn ist wegen 4K Video zu Fuji x gewechselt und das System ist sehr attraktiv. Vollmetall, viele sinnvolle Features für Foto, gutes aber leider teires Glas.
Detailauflösung und Low Light hat meine D7100 komplett deklassiert, aber der Bildstyle ist schon analytischer. Nikon hat gerade in Naturbildern tolle Farben und eine super hohe Trefferquote.
Bin jetzt auch von meiner D7100 auf eine XE-3 umgestiegen, gabs günstig, dafür einige richtig lichtstarke Linsen.
Tolles Set. Super kompakt, super viel Spass und unfassbar viel Spielraum. Aber leicht mal verwackelt wegen dem leichten Gewicht und bei Festbrennweiten kein Stabi.
aber sonst: ja, es macht super viel Spass mit Spiegellosen...
 

fuerst07

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Falls es unklar formuliert war: Fuji x hat viel mehr Details und unfassbar LowLight Spielraum gegen die D7100. Der Sensor ist schon älter. Wobei mein Sohn eine XT-2 hat, die auch schon älter aber super gut ist.
 

MROH

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Bei der X-T2 kann man allerdings, mit den ISO Werten so hoch gehen, dass kurze Verschlusszeiten Verwacklungsunschärfe vermeiden.
Die Bildqualität ist auch bei ISO 6400 noch sehr gut.

Zu den Objektiven muss man nicht so viel sagen. Die XF Objektive sind alle aus Metall. Sie sind sehr gut verarbeitet und in der optischen Leistung mindestens gut, meistens aber sehr gut bis hervorragend.
 

Tom_Ra

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Wenn du es leicht haben willst dann nur mft. da kann nichts mithalten. Du hast eine riesige Objektivauswahl. Die Entscheidung ist dann noch ob Panasonic oder Olympus.
Wenn es das nicht ist, ist es mehr oder minder Egal in meinen Augen da du kein professioneller Fotograf bist so wie Karsten. Dann schau dir die Systeme an, was sie bieten und was nicht, nehm mal was im Geschäft in die Hand und entscheide dann rein nach Sympathie. Die heutigen Fotoapparate sind praktisch alle gut und unterscheiden sich in Nuancen.
 

Rudi G. aus H.

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Ach Du Sch....:shock:,hier ist ja was los!!
Danke nochmals für die vielen interessanten und fachlichen Infos und Beiträge. Ich versuche mal die eine oder andere Thematik zu beantworten, bzw. etwas "Licht" ins Dunkel zu bringen.
Fakt ist, ich möchte nach ausgiebiger Recherche und eigenen "Befindlichkeitsstörungen" ungern in ein anderes Lager (Fuji, Sony, Canon, usw.) wechseln. Das hat der eine oder andere hier bereits auf den Punkt gebracht.
Im Moment sind 4 Linsen im häufigen/sehr häufigen Einsatz (habe ich bereits weiter oben schon geschrieben). Bis auf die Tokina Optik sind es Sigma Objektive. Alle neu gekauft und top in Schuss. D.h. die 4 (17-70, 14-24, 105, 150-600) möchte ich, soweit es geht, weiterhin einsetzen. Auch bei gleichwertiger Neuanschaffung für ein anderes System geht das in den 4-stelligen Bereich!
Ich bin kein Profi, betreibe das Fotografieren ausschließlich als Hobby und das, im Vergleich mit dem einen oder anderen hier, am Anfang des mittleren Drittels. Da sind hier ganz andere Cracks unterwegs! Das sehe ich völlig wertfrei und neidlos. Wir/ich haben/habe einfach Spaß am Fotografieren und sind froh wenn was tolles (für uns) dabei rauskommt;-).
Die D7000 ist eine tolle Kamera und, gemessen am heutigen Standard, nicht mehr auf dem neuesten Stand. Trotzdem macht sie klasse Bilder. Die Motivation eine neue "Ausrüstung" oder Kamera zu kaufen kann man getrost als "Hirnpfurz" bezeichnen. Aber ich liebe Hirnpfürze!
Ich weihe Euch nun in die weitere Vorgehensweise ein.
So wie es im Moment aussieht, werden wir uns ein Z50 Kit (16-50, 50-250, FTZ-Adapter) zulegen. Sollte das für uns "passen", also den Spaß erhöhen und die Erwartungen erfüllen, werden wir mittelfristig die D7000 und D90 ausmustern und eine 2. spiegellose Nikon anschaffen.
Der einzige Wehrmutstropfen ist, dass die Akkus bei der Z50 andere als bei der Z5/6/7 sind und wir unsere Nikon Akkus von der D7000 nicht verwenden können (was bei den Vollformat-Z´s der Fall wäre). Aber wie war das mit dem einen Tod???
 

Lemonbaby

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@A.l.e.x. : Alex, ich bin absolut Deiner Meinung was die Thematik "Nikonuser" betrifft und somit ein anderer Anbieter eher den kürzeren ziehen wird. Zu den Vorlieben kann ich nur so viel sagen, dass mein "Lieblings-oft-drauf-Objektiv" ein Sigma 17-70 1:2,8-4 ist. Alternativ ist ein 105mm Makro von Sigma und ein 150-600mm Sigma gerne dabei.
Ranking wäre ganz klar: 1. Platz 17-70mm; 2. Platz das 105mm Makro und, wegen dem Gewicht, etwas weiter hinten das 150-600mm
Wir sind oft und viel in der Natur unterwegs und haben die Kameras immer dabei.
@plarmium : Danke, werde ich mir anschauen!

Um den Fachhändlergang werde ich nicht herumkommen, ist allerdings auch für nächste Woche geplant. Mal schauen, was dabei heraus kommt.
Lichtstärke scheint ja eher weniger ein Problem zu sein, womit eine Domäne des Vollformats schon rausfällt. Bei Portabilität und langen Tele-Brennweiten hat MFT die Nase weit vorn. Die G9 ist nicht übel, aber der größte "Klumpen" in dieser Sensor-Klasse, eine Sony A7R ist meines Wissens etwas kompakter.
 

MROH

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So wie es im Moment aussieht, werden wir uns ein Z50 Kit (16-50, 50-250, FTZ-Adapter) zulegen. Sollte das für uns "passen", also den Spaß erhöhen und die Erwartungen erfüllen, werden wir mittelfristig die D7000 und D90 ausmustern und eine 2. spiegellose Nikon anschaffen.
Das liest sich sehr vernünftig. Aber beim Kauf der ersten Spiegellosen nicht vergessen: 2 Ersatzakkus mit zu holen. Die Zeiten, vieler Auslösungen pro Ladung sind definitiv vorbei. ;-)

Wenn es so wird: Gute Entscheidung :super:
Und wenn Ihr Euch anders entscheidet, ist es bestimmt auch sehr gut. :super:

Ihr könnt Euch nur richtig entscheiden, solange Ihr Euch den Spaß am Fotografieren bewahrt. :prost:
 

Mueller27

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So wie es im Moment aussieht, werden wir uns ein Z50 Kit (16-50, 50-250, FTZ-Adapter) zulegen.

und für 977€ für das Doppel-Kit auch preislich ganz vorne.

1621934300950.png


Ob Du deine alte Objektive zusätzlich zu diesem Kit, das ja 16-250 mm abdeckt, dann überhaupt noch in der Praxis benutzen willst, wird sich zeigen.

Ich würde mal vermuten eher nicht: Außer deine bisherigen Zooms und Festbrennweiten sind mindestens 2 Blenden lichtstärker: Also Blende 2,0 als Ausgangsöffnung oder 2,8 am langen Ende. Wenn dem nicht so ist, wirst Du die alten Gläser über kurz oder lang zuhause lassen und nicht mitschleppen wollen, so meine Erfahrung nach dem Umstieg auf die Z-Serie

Aus meiner Praxis mit dem Nikon Z-System:
Auch die billigen neuen Z-Zooms sind so gut und scharf im ganzen Bildfeld, dass man durchgehend mit Offenblende fotografieren kann.
Die Kombination aus In-Body Stabilisierung und High-ISO erlaubt selbst bei Dämmerlicht noch Top-Aufnahmen. Niemand braucht wegen der geringen Lichtstärke der Zooms in der Praxis Angst zu haben. Zumal die Kits-Lenses trotz der 1A Bildqualität echte Winzlinge sind und kaum was wiegen.

Lichtstarke Linsen sind in der Amateurpraxis eigentlich nur noch relevant wenn man entweder schnell bewegliche Objekte hat, bei denen der Bildstabilisator nichts bringt, oder man eben "Bokeh" will.
 
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A.l.e.x.

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Hallo!

Nur kurz der Vollständigkeit halber - die Z50 hat kein IBIS und ist im Vergleich zu den FF Zs leider auch völlig verkrüppelt, was die Einstellmöglichkeiten und den Viewfinder betrifft. Wenn man keine FF Z dazu nutzt, fällt der letzte Punkt aber wohl weniger auf (weil man nicht weiß, was man vermisst; das gilt auch für die fehlenden Funktionen).

Edit: VR in den Kit-Objektiven funktioniert aber recht gut.

Lg,
Alex
 

Rudi G. aus H.

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@A.l.e.x. : Alex, Danke für die Infos. Aber was sagt mir das als unwissender User bzgl. des Vergleichs zu meiner alten D7000? Da eine Vollformat aus aktueller Sicht evtl. nicht in die engere Wahl kommt, werden wir beim APS-C Format bleiben. Eine weitere Anschaffung und Orientierung in andere Systeme ist somit eher unwahrscheinlich.
 

A.l.e.x.

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@A.l.e.x. : Alex, Danke für die Infos. Aber was sagt mir das als unwissender User bzgl. des Vergleichs zu meiner alten D7000? Da eine Vollformat aus aktueller Sicht evtl. nicht in die engere Wahl kommt, werden wir beim APS-C Format bleiben. Eine weitere Anschaffung und Orientierung in andere Systeme ist somit eher unwahrscheinlich.
Hallo!

Ich kann dir leider keine 1:1 Erfahrungswerte zur D7000 geben, nachdem meine letzte F-APS-C die D500 gewesen ist.

Ich vermute, dass dich der "schlechtere" Viewfinder nicht stören wird (du kennst ja den "großen" noch nicht) und an sich ist er nicht schlecht (es fällt - mir - halt im direkten Wechsel immer extrem auf; das gilt aber auch für den direkten Wechsel zu Olympus etc).

Auch die fehlenden Funktionen bei der Bedienung stören wohl nicht, wenn man sie nicht gewöhnt ist - wenn du zB keine alten (insbesondere nicht-Nikon) Objektive adaptieren wirst, wird dich zB nie stören, dass bei der Z50 Auto-ISO damit faktisch nutzlos ist, weil die Z50 mangels IBIS keine entsprechende manuelle Eingabe der Brennweite unterstützt und daher keine mindest-Verschlussgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Brennweite auswählt.

Wenn du es auch nicht anders kennst, wird dich vielleicht auch nicht stören, dass du keinen Funktionsknopf mit direkter Spot-Messung belegen kannst - bei der Z50 ruft die entsprechende Belegung "nur" das Auswahlmenü für die Belichtungsmessung auf, in dem du dich durchklicken und wieder zurückklicken musst. Bei der Z6 (zB) kannst du - wenn du es so einstellst - mit Knopfdruck direkt eine Spomessung machen (solang du draufdrückst).

Es gibt noch etliche solche Abweichungen in der Bedienung, die mich im direkten Wechsel sehr gestört haben - eigentlich hätte ich die Z50 als direkten Wechsel-Backup Body haben wollen. Die Bedienungsunterschiede haben das für mich aber verhindert.

Ohne FF Z Gehäuse muss das alles nicht stören. Der Sensor ist gut (ein wenig "rauschiger" als der in der D500, warum auch immer), die Z-Objekitve sind super, der Rest ist wohl Geschmackssache. Ich selbst würde mir keine Z50 mehr kaufen.

Lg,
Alex

Edit: ein Großteil meiner "Frustration" mit der Z50 kommt wohl daher, dass sie - anders als die FF Zs - aufgrund der bewusst eingeschränkten Funktionen viel weniger brauchbar für das Adaptieren ist; insgesamt sehr schade, weil es auch einen Metabones Speedbooster für Nikon-F gibt. Den "Fehler" mit den bewusst eingeschränkten Funktionen hat Nikon auch bei der N1 Serie abgezogen, was ich ebenfalls sehr schade finde.

IMG_20200912_094102-01.jpeg
(hier meine alte Z50 mit dem Speedbooster und einem diy-Aufbau)
 
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clocktime

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Will man als Nikon-Amateur den neusten Sensor im leichtesten Gehäuse, dann landet man bei Nikon heute eben bei der Z50.
Leichtes Gehäuse kann auch "nach hinten losgehen": Je leichter die Kamera, desto schneller verreisst man mal beim schnellen Auslösen, und da es sich dann um einen Dreh um die Sichtachse geht, kann das auch kein Antiwackel-Sensor ausgleichen. Je leichter die Kamera, desto eher muss man für wackelfreie Bilder aufstützen oder gar ein Stativ verwenden.
Mit einer verhältnismässig schweren Kamera und einigermassen gewichtigen Objektiven schafft man mindestens zwei Belichtungszeiten mehr bei ruhiger Hand. Kommt einem also erst recht zugute.

Eventuell kann es interessanter sein, für Reisen eine leichte Zoom-Kamera (Kompaktkamera) zu kaufen, und dafür die "alte" Kamera bei schönen Alltagsmotiven weiterzuverwenden.
Ich war einmal auf einer Gruppenreise mit einer kleinen 4-fach-Zoom-Kamera unterwegs. Ein Bekannter fotografierte auf dieser Reise mit seine SLR und mehreren Objektiven. Dumm gelaufen, nachdem wir via CD die Bilder ausgetauscht hatten, meldete er mir, dass er sich fast schäme für seine im Verhältnis zu meinen Bildern schlechten Aufnahmen... :hmm:
 
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