Herzschlaguhr - Favre-Leuba Sport Chronograph (Ref. 30243)

Diskutiere Herzschlaguhr - Favre-Leuba Sport Chronograph (Ref. 30243) im Uhrenvorstellungen Forum im Bereich Uhren-Forum; Liebe Uhren-Junkies, nach der Nivada Grenchen Datomaster und der Speedmaster Date kommt hier die dritte Vorstellung im Rahmen meiner...

Townes

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Liebe Uhren-Junkies,

nach der Nivada Grenchen Datomaster und der Speedmaster Date

NivadaSpeedy.png

kommt hier die dritte Vorstellung im Rahmen meiner [email protected] Zufällig ist es erneut eine mit grauem Blatt, diesmal wieder aus der Vintage-Ecke, nämlich ein

Favre-Leuba Sport Chronograph

aus den frühen 70ern.

IMG_2575.jpg

Zugelaufen ist mir die Uhr 2015. Sie passte gut in mein Beuteschema: sehr guter Zustand, vergleichsweise selten, zeitlos, gute Größe, somit tragbar, interessante Marke, Gehäuseform so noch nicht in der Box, Kaliber ebensowenig. Rein optisch gefiel mir vor allem das dunkelgraue Sonnenschliff-Blatt mit den roten und gelben Akzenten sowie die Gehäuseform. Müsste ich mir einen Wunsch-Vintage-Chrono malen, würde der wahrscheinlich so ähnlich aussehen.

Von Favre-Leuba wusste ich zum damaligen Zeitpunkt nur, dass die Marke die Quarzkrise wie viele andere nicht überlebt hatte, und kannte Biouvac und Bathy. Für diejenigen, denen es ähnlich geht wie mir damals - und weil das bei Vorstellungen von Vintage-Uhren einfach dazugehört ;-) - hier ein Abriß der

Geschichte von Favre-Leuba:
Quellen:
Geschichte
About Favre-Leuba
Favre-Leuba – Uhren-Wiki: Die besten Uhren und Uhrenmarken
Favre-Leuba - Wikipedia
Favre-Leuba: A Brief History — Rescapement
Favre-Leuba

https://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/kanton-solothurn/ein-bisschen-bollywood-in-solothurn-chefwechsel-beim-solothurner-uhrenhersteller-137581853

Je nach Quelle ist Favre-Leuba der zweitälteste (nach Blancpain), zumindest aber einer der ältesten Schweizer Uhrenhersteller - angeblich soll schon der Philosoph Jean-Jacques Rousseau eine Favre-Leuba getragen haben. Das Unternehmen befand sich über acht Generationen in Familienbesitz, bis es 1985 verkauft wurde. In den Folgejahren wechselte Favre-Leuba mehrfach den Besitzer; seit 2011 gehört die Marke dem indischen Riesenkonzern Tata. Einige Meilensteine der Historie:

1718: Abraham Favre (1702-1790) beginnt seine Uhrmacherlehre.

1737: Am 13. März 1737 wird Abraham Favre erstmals in einem offiziellen Dokument als eigenständiger Uhrmacher in Le Locle erwähnt.

1792: Abraham Favre (1740-1823), der Sohn des Unternehmensgründers, ruft gemeinsam mit seinen Söhnen Frédéric und Henry-Louis die Firma «A. Favre & Fils» ins Leben.

1815: Henry-August (1796-1865), Frédéric Favres Sohn und damit bereits die vierte Generation der Uhrmacherfamilie, „fusioniert“ mit dem Uhrenhandel von Auguste Leuba aus Butte.

1820: Henry-August Favre bereist die Welt, um die Taschenuhren aus den eigenen Ateliers in fernen Märkten zu etablieren.

Certificate.jpg

1855: Fritz Favre (1828-1877) setzt die Expansionsstrategie seines Vaters in Europa, Amerika und Asien erfolgreich fort.

FritzFavre.jpg

1865: In den Jahren 1865 und 1867 bereist Fritz Favre Indien und lanciert seine Marke auf dem Subkontinent, der sich rasch zu einem wichtigen Absatzmarkt für Favre-Leuba entwickelt. Fritz Favre heiratete Adèle Leuba, die Tochter von Auguste Leuba. Aus dieser Ehe entstehen 7 Kinder, die den Nachnamen Favre-Leuba trugen.

1896: Der Firmensitz von Favre-Leuba wird von Le Locle nach Genf verlegt. Hier produziert das Unternehmen ca. 300.000 Uhren pro Jahr.

1908: Henri Favre-Leuba (1865-1961) übernimmt die Leitung des Familienunternehmens und baut die Marke international weiter auf. Er bleibt bis zu seinem Tod 1961 Präsident des Verwaltungsrates.

1925: Als Armbanduhren die aufwändig gearbeiteten Taschenuhren ablösen, fertigt Favre-Leuba erste Ein-Drücker-Chronographen.

1945: Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kann Favre-Leuba dank eigenen Büros in Indien auf eine gefestigte Marktposition zählen und seine Stellung und Bedeutung auch in anderen Uhrenmärkten zurückerlangen. Niederlassungen u. a. in Hamburg, London, Rangun, Karachi, Singapur und New York sichern einen gut funktionierenden Vertrieb und Kundenservice.

1955: Favre-Leuba stellt das Manufakturkaliber FL101 vor. Es findet ein Jahr später seine Verwendung in den Uhrenmodellen Sea Chief, Sea King und Sea Raider.

Ad Sea Chief.jpg

1957: Favre-Leuba präsentiert das Kaliber FL102 mit Kalenderfunktion, welches in den „Datic-Modellen“ zum Einsatz kommt. Es folgen die Automatikwerke FL103 und FL104, mit oder ohne Datumsanzeige.

1960: Mit der Water Deep lanciert Favre-Leuba seine erste Taucheruhr.

1962: Favre-Leuba lanciert die Bivouac, die erste mechanische Armbanduhr mit einem Aneroidbarometer zur Höhen- und Luftdruckmessung. Einen ihrer ersten Einsätze absolviert die Bivouac an den Handgelenken der Schweizer Nationalmannschaft der Fallschirmspringer während der Weltmeisterschaft 1962. Der italienische Alpinist Walter Bonatti trägt die Bivouac, als ihm 1964 die Erstbesteigung der Nordwand der Pointe Whymper im Mont-Blanc-Massiv gelingt und als er die Nordwand des Matterhorns über die direkteste Route bezwingt. Auch Michel Darbelley lässt sich bei der ersten Alleinbesteigung des Eigers im Jahr 1963 von der Bivouac anzeigen, welche Höhe er schon erklommen hat und ob ein Wetterwechsel bevorsteht. Der berühmte französische Polarforscher Paul-Emile Victor verliess sich auf seinen Expeditionen ins ewige Eis ebenfalls auf die Bivouac.

FL Bivouac.png
article-1962_Bivouac.jpgMontBlancBiouvac.jpgMontBlancBiouvac2.jpg

Ebenfalls 1962 revolutioniert das patentierte Kaliber FL251 mit 50 Stunden Gangreserve und einer Höhe von lediglich 2,95 mm dank Doppelfederhaus die Serienfertigung von extraflachen Werken mit Zentralsekunde. Das kleine Foto zeigt Kaliber FL 252.

Ad FL251.jpgFL-Kaliber252.jpg

1963: Favre-Leuba lanciert die bis 200 m wasserdichte Deep Blue und nimmt im neu errichteten Firmensitz in Petit-Lancy die Produktion eigener Ebauches wieder auf.

1968: 1968 stellt Favre-Leuba die Bathy vor – die weltweit erste mechanische Armbanduhr, die nicht nur die Tauchzeit, sondern auch die aktuelle Tauchtiefe anzeigt.

FL Bathy 160.pngWerbung FL Bathy Biouvac 1969.jpg

1970: Den Übergang in die 1970er-Jahre markieren mehrere Modelle mit kissenförmigen Design. Im Innern der Sea Raider mit Tages- und Datumsanzeige tickt das Automatikkaliber FL1164 mit 36’000 a/h, während die Memo Raider mit einem automatischen Wecker aufwartet. Die ebenfalls eingeführten Modelle Sea Sky und Sea Sky GMT verbinden die Funktionalität einer Taucheruhr mit der eines Chronographen und einer 24-Stunden-Anzeige.

Ad_Raider.jpg

1985: Die Einführung günstiger Quarzwerke 1969 stürzt die Schweizer Uhrenindustrie und somit auch Favre-Leuba in eine schwere Krise, obwohl man als eine der ersten Manufakturen auch Quarzuhren anbot. In der Folge verkauft die Familie das Unternehmen, das daraufhin mehrmals den Besitzer wechselte, darunter die Benedom SA sowie LVMH.

FL_Quartz_Ad.jpg

2011: Am 16. November 2011 übernimmt die Tata Gruppe die Traditionsmarke Favre-Leuba und verlegt deren Hauptsitz nach Zug.

2015: Thomas Morf, ehemaliger CEO der Carl F. Bucherer AG übernimmt die Geschäftsführung bei Favre-Leuba.

2016: Favre-Leuba lanciert die Raider Harpoon, eine Taucheruhr mit 500 m Wasserdichtigkeit und HRV.

2017: Das 280-Jahr-Jubiläum wurde auf der Baselworld mit der Einführung der Bivouac 9000 gefeiert.

2018: Favre-Leuba feiert den 50. Geburtstag der Bathy mit der Lancierung der Raider Bathy 120 MemoDepth, die Tiefen von bis zu 120 m messen und speichern kann. Die Instrumentenuhr Raider Bivouac 9000 erreicht den Gipfel des Mount Everest. Die Bivouac 9000 ist weltweit die einzige mechanische Höhenmesseruhr, die auf einer Höhe von 8848 m nach wie vor funktionstüchtig ist.

2019: Vijesh Rajan, zuvor für den indischen Milliardenkonzern Titan (Teil des 100- Milliarden-Konglomerats Tata Group) tätig, übernimmt als CEO. Bei Amtsantritt sagte Rajan: „Ich will Favre-Leuba in den nächsten Jahren wieder als Top-Brand am Schweizer Uhrenhimmel positionieren.“

2020: Philippe Roten übernimmt als CEO. Der 53-jährige arbeitete zuletzt zwar als strategischer Berater im Bausektor und davor als Verkaufsleiter von Bang & Olufsen. Bis 2018 war er in leitenden Funktionen für die LVMH Group und die Swatch Group tätig. Nach der Coronakrise, so Rothen, gehe es darum, Favre-Leuba aus der Nische der Extremsportler und Abenteurer herauszuführen, sie den älteren Chronometer-Fans wieder schmackhaft zu machen und bei den jüngeren überhaupt auf den Radar zu kommen.

Der Neubeginn des Unternehmens schlingert, nach zuletzt 3 CEOs in 5 Jahren, also offenbar weiterhin ungewissen Zeiten entgegen. Auch wenn zwischenzeitlich einige interessante neue Modelle lanciert wurden, bleibt abzuwarten, ob es FL gelingt, auch nur ansatzweise an die alten Erfolge anzuknüpfen.


Historische Modelle

Einige der wichtigsten historischen Modelle der Marke wurden oben bereits erwähnt; eine vertiefende Vorstellung aller Modelle wurde an dieser Stelle zu weit führen. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die FL-Homepage und insbesondere auf den entsprechenden Markenfaden hier im Forum, in dem es reichlich Informationen und unzählige schöne Uhren zu entdecken gibt.

Hier noch mal ein kurzer Überblick historischer Favre-Leuba-Modelle von der FL-Seite:

FL Historische Modelle.png
oben: Biouvac (1962), Deep Blue (1960), Bathy 50 (1968), Bathy 160, Taschenuhr (Beginn 20. Jahrhundert), Triple Calendar (1950er)
unten: Classics (1940er), Sea King Twin Power (1965), Chronographs (1940er), Sea Sky (1970er), Sports Chronograph (Anfang 1970er)

Favre-Leuba bietet dem Vintage-Liebhaber also prinzipiell einen großen Fundus interessanter, schöner, sammelwürdiger und tragbarer Uhren. Vorsicht ist - wie immer im Vintage-Bereich - dennoch geboten: In den 60er- und 70er-Jahren verkaufte Favre-Leuba allein in Indien 600.000 Uhren pro Jahr! Ein Großteil des Angebots an alten Favre-Leubas kommt von dort. Dies hat leider auch zur Folge, dass sich auf dem Markt reichlich Bastelware und indische Zifferblattmalerei tummeln.

Ad_Indien.jpgFL_Bombay_EMaile.JPG

Sport Chronograph

Bei meinem Modell handelt es sich also laut FL-Homepage um den Sports Chronograph, „für Menschen die ihre eigenen Grenzen ausloten und definieren wollen“ und für die deshalb ein Pulsmesser „von besonderer Bedeutung ist“. Anscheinend habe ich da also so eine Art Fitness-Tracker für die Nachkriegsgeneration erworben, 40 Jahre vor Jawbone oder Nike und 500 Jahre nachdem Leonardo da Vinci erstmals eine Schrittzähler-Skizze erstellt hat. Toll. :-(

Wie auch immer, mein Modell gab es anscheinend in unterschiedlichen Varianten: mit bräunlichen/champagnerfarbenen und silbernen Blättern und entsprechend unterschiedlichen farblichen Akzenten, sogar mit einem „goldenen“ Gehäuse. Zudem gibt es wohl zwei Varianten in Bezug auf die Indizes: breite, wie bei meinem Exemplar, und schmalere. Auch hier im Ufo sind (waren?) zwei oder drei Exemplare des Chronos vertreten. Laut FL-Homepage jedenfalls hat meine so ausgesehen:

FL Sports Chronograph.png

Bis auf die Lume Pips, die vermutlich bei einer Revision entfernt wurden, weil sie sie bröselten, wie bei meiner Nivada, entspricht mein Exemplar also dem auf der FL-Seite abgebildeten. Auch wenn das letztendlich kein unwiderlegbarer Beweis ist, gehe ich davon aus, dass es sich bei meinem Exemplar um ein authentisches handelt; auch die Tragespuren am Gehäuse und die Patina des Blattes sprechen dafür. Die folgenden Makros zeigen dies ziemlich gnadenlos…:oops:

FL_30_8.jpg

Gleich gehts weiter…
 
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Townes

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Die Uhr besitzt ein Edelstahlgehäuse, die Oberseite ist gebürstet, die Flanken poliert. Das Gehäuse hat der Vorbesitzer behutsam von einem Fachmann aufarbeiten lassen.

IMG_2574.jpg
IMG_2572.jpg


Den verschraubten Boden ziert das FL-Logo. Die Wasserdichtigkeit beträgt (betrug) 100 m.

IMG_2558.jpg


Die nicht verschraubte Krone ist signiert.

IMG_2522.jpg


Die Abmessungen betragen 38 x 42 x 14 mm. Durch die viereckige, fast quadratische Gehäuseform wirkt sie am Arm größer als Uhren mit rundem Gehäuse.

IMG_2559.jpg


Für die recht ordentliche Höhe von 14 mm ist nicht zuletzt das stark gewölbte Plexiglas verantwortlich.

IMG_2561.jpg
IMG_2579.jpg


Die Bandanstöße betragen vintage-typische 21 mm; inzwischen ist es aber kein Problem mehr, passende Bänder zu finden.

FL_30_3.jpg
FLMartu16_2.jpg
FLMesh04_14.jpg


Die Uhr hat ein dunkelgraues Sunburst Dial, der Sonnenschliff ist fotografisch schwer einzufangen.

Sonnenschliff.jpg


Die beiden Totalisatoren auf der Drei (30 Minuten-Zähler) und der Neun (permanente Sekunde) sind weiß und haben ein Schallplattenmuster. Die Stunden- und Minutenzeiger sind poliert, die Chronographenzeiger rot lackiert, der Zeiger der permanenten Sekunde ist schwarz.

IMG_2553.jpg


Indizes und Logo sind appliziert.

IMG_2547.jpg
IMG_2542.jpg


Neben dem Tachymeter (gelb) hat die Uhr zwischen 12 und 3 Uhr eine rote Skala zum Messen des Pulses. Mit Hilfe dieser Pulsometerskala können Ärzte und Schwestern innerhalb weniger Sekunden den Pulsschlag des Patienten messen und müssen nicht eine volle Minute warten. Dies spart Zeit und verhindert Rechenfehler. Soweit die Theorie. Allerdings muss das medizinische Personal - zumindest, wenn sie mein Exemplare dafür verwenden - schon recht gute Augen haben, um die Skala ablesen zu können.

Hier findet man weitere Infos und eine Anleitung zum Messen der Pulsfrequenz mittels einer Armbanduhr mit Pulsometerskala. Erfunden hat den Pulsometer-Chronograph übrigens Charles-Auguste Heuer.

Pulsometer-Aufmacher_1.jpg
IMG_2532.jpg
IMG_2592.jpg


Das Rot des Stopsekundenzeigers, der Pulsometerskala und des Minutenzählers findet sich bei der Umrandung des Datumsfenster auf der 6 wieder. Die dezenten gelben und roten Akzente vor dem Hintergrund des blau-grauen Blattes sind sehr liebevoll gemacht und sehen einfach klasse aus!

IMG_2583.jpg


Im Innern des Chronos tickt das Handaufzugs-Kaliber Valjoux 23-2. Es läuft an meinem Arm mit etwa 8 bis 12 Sekunden pro Tag ins Minus; hier Fotos von der letzten Revision:

Favre Leuba Valjoux 232 (1132).JPGFavre Leuba Valjoux 232 (1147).JPG

Meine Vintage-Chronos sind keine Daily Rocker. Wegen ihrer Rarität trage ich sie seltener und „behutsamer“ als meine neuen Uhren. Auch die Alltagstauglichkeit ist aufgrund mangelnder Wasserdichtigkeit und „erloschener“ Leuchtmasse eingeschränkt. Den Favre-Leuba-Chrono trage ich gelegentlich im Büro und zuhause. Meinen Puls habe ich damit ehrlich gesagt bisher noch nie gemessen. Aber jetzt mache ich das mal! ;-)

Danke fürs Durchhalten, abschließend die Daten sowie Links zu einigen meiner bisherigen Vorstellungen.

Bleibt auf Abstand und gesund!

Daten:
Referenz 30243
Edelstahl-Gehäuse
Durchmesser: 38 mm
Länge über die Hörner: 42 mm
Höhe: 14 mm
Bandanstoss: 21 mm
10 Bar/100 m wasserdicht
Krone signiert

Sunburst-Dial
applizierte Indizes und Logo

Kaliber: Valjoux 23-2
produziert ca. 1916-1974
Handaufzug
Datum
f=18.000 A/h
Gangreserve: 48h
Aus der Rubrik „Seltene Speedmaster Modelle“: Speedmaster Date in Grau am Nylonband (323.32.40.40.06.001)
Nivada Grenchen Datomaster - Ein zeitloser 60er Jahre Chrono
Mintgrün? Ernsthaft? Kurzvorstellung der Oris Aquis Date (Ref. 01 733 7732 4137-07 8 21 05PEB)
O Captain! My Captain! Rado Captain Cook in Grau (Ref. R32505018)
Heuer Heritage Calibre Heuer 02 aka Autavia (Ref: CBE2110) – meine Uhr zur Goldenen Hochzeit
Neo-Vintage, Bi-Color und derbe sexy: Oris Divers Sixty-Five Stahl & Bronze (01 733 7707 4354-07 5 20 45)
Kurzvorstellung: Doxa Sub 1200T MkII Sharkhunter
Eine geballte Ladung Blau: Squale 1521 Blue Blasted (Kurzvorstellung)
Fast schon ein Youngtimer: Die Tag Heuer Autavia Re-Edition
 
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Frank-san

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Jaaaaa,....immer noch der Erste!
@Townes : Eine ganz tolle Uhr. Schön, dass sich auch mal jemand die Zeit nimmt eine Vintage vorzustellen. Das kommt leider immer zu kurz.

Danke, you made my day.
 

Prospero

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BaWü
:-P Super schöne Uhr, da gefällt mir viel. :super: Gehäuseform, verdeckte Anstöße, aufgesetzte Indizies und Markenlogo. Auch die Farbgebung ist wunderbar. Vielen Dank fürs Zeigen und viel Freude damit!

Und endlich mal wieder Vintage in den Uhrenvorstellungen, da dürfte ruhig mehr sein. Vor allem, wenn es solche Knaller sind! Ich verstehe nicht, warum hier nicht viel mehr Reaktionen sind … :hmm:
 

schallhoerer

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Das wäre auch genau mein Beuteschema. Sehr schöner Vintage Chrono.
 

kars65

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Favre-Leuba ist ja ein bisschen meine zweite, heimliche Liebe, deshalb freue ich mich über diese Vorstellung umso mehr. Hochinteressant, gut recherchiert und geschrieben und toll bebildert! Absolut Spitze!

Deinem vorweg genommen Fazit:
"Müsste ich mir einen Wunsch-Vintage-Chrono malen, würde der wahrscheinlich so ähnlich aussehen."
....
schließe ich mich vollumfänglich an! Naja, vielleicht würde ich das Vintage streichen... :D :super:

Vielen Dank und LG Karsten
 

CFG

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Sehr schöne Vorstellung einer hübschen Uhr, die sicherlich viele hier auch noch tragen würden, mich eingeschlossen, vielen Dank.
Wo stand denn Favre in den 50ern bis 70ern so im Preisgefüge?
 

Parameter

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Grandiose, sehr informative Vorstellung danke. :klatsch:
Wohl dem der 2015 gekauft hat, die Preise zeigen nach oben für diesen Vintage-Gral...wie man sieht zurecht, tolle Uhr.:super:
 

Townes

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Jaaaaa,....immer noch der Erste!
@Townes : Eine ganz tolle Uhr. Schön, dass sich auch mal jemand die Zeit nimmt eine Vintage vorzustellen. Das kommt leider immer zu kurz.

Danke, you made my day.
Sehr gerne, danke! Ja, Vintage-Uhren sind in den Uhrenvorstellungen leider die Ausnahme. Vielleicht liegt es daran, dass sich Vintage-Liebhaber lieber ausschließlich im Vintage-Forum tummeln. Dabei gäbe es, gerade im Vintage-Bereich unzählige interessante, auch heute noch gut tragbare Exemplare.

:-P Super schöne Uhr, da gefällt mir viel. :super: Gehäuseform, verdeckte Anstöße, aufgesetzte Indizies und Markenlogo. Auch die Farbgebung ist wunderbar. Vielen Dank fürs Zeigen und viel Freude damit!

Und endlich mal wieder Vintage in den Uhrenvorstellungen, da dürfte ruhig mehr sein. Vor allem, wenn es solche Knaller sind! Ich verstehe nicht, warum hier nicht viel mehr Reaktionen sind … :hmm:
Vielen Dank! Zu den raren Vintage-Vorstellungen, s. o. Zu den Reaktionen: Vielleicht können viele mit alten Uhren prinzipiell nichts anfangen? :hmm: Mit spärlichen Reaktionen muss man bei den Vorstellungen inzwischen leben. Es gibt so viele, liebevoll gemachte Vorstellungen, die nach 2 Tagen im Nirwana des Ufo verschwinden. Viele "liken" nur noch, sparen sich aber einen Kommentar. Was in den Zeigefäden vielleicht noch sinnvoll ist - hier nicht. ;-)

Das wäre auch genau mein Beuteschema. Sehr schöner Vintage Chrono.
Herzlichen Dank!

Favre-Leuba ist ja ein bisschen meine zweite, heimliche Liebe, deshalb freue ich mich über diese Vorstellung umso mehr. Hochinteressant, gut recherchiert und geschrieben und toll bebildert! Absolut Spitze!

Deinem vorweg genommen Fazit:
"Müsste ich mir einen Wunsch-Vintage-Chrono malen, würde der wahrscheinlich so ähnlich aussehen."
....
schließe ich mich vollumfänglich an! Naja, vielleicht würde ich das Vintage streichen... :D :super:

Vielen Dank und LG Karsten
Ach, mit Ginsbo alleine bist du wohl nicht zufrieden? :D Ich danke dir und du hast recht: Das "Vintage" kann man streichen...;-)

Sehr schöne Vorstellung einer hübschen Uhr, die sicherlich viele hier auch noch tragen würden, mich eingeschlossen, vielen Dank.
Wo stand denn Favre in den 50ern bis 70ern so im Preisgefüge?
Gute Frage, da kann ich nur spekulieren. Wenn FL in Indien 600.000 Stück pro Jahr verkauft hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass es "Luxusuhren" nach heutigem Verständnis waren. Andererseits gibt/gab es in Indien neben viele armen natürlich auch viele steinreiche Menschen. Kataloge liegen mir zwar digital vor - allerdings fehlen dort die Preise. Ich habe lediglich ein Prospekt von 1962: Eine Edelstahl-Dreizeigeruhr (Ref. 61123) kostete damals in Deutschland 115,- DM. Wenn ich diesen Betrag mal durch einen Inflationsrechner jage, wären das heute ca. 985,- DM. Das mal so als Hausnummer. Also, eine Billigmarke war es wohl nicht. Ich würde mal vermuten, vergleichbar mit Certina, Enicar oder Nivada - von denen inzwischen auch zwei verschwunden sind...:-)

Katalog06.jpg
Favre 1962 1.jpg
Grandiose, sehr informative Vorstellung danke. :klatsch:
Wohl dem der 2015 gekauft hat, die Preise zeigen nach oben für diesen Vintage-Gral...wie man sieht zurecht, tolle Uhr.:super:
Vielen Dank! Ich wünschte ich hätte viel früher zugeschlagen - nicht nur bei dieser...:-)
 
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bachmanns

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Wieder mal eine ganz tolle Vorstellung @Townes :super: Vielen herzlichen Dank dafür, ebenso für die richtig klasse gemachten Fotos und vor allem für die reichhaltigen Informationen zu Favre-Leuba; einer Marke, die ich bisher nur dem Namen nach kannte, aber so gut wie nichts weiter wußte.

Viel Freude mit dem Vintage-"Fitnesstracker" und allzeit gute Gangwerte!
 

Townes

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Wieder mal eine ganz tolle Vorstellung @Townes :super: Vielen herzlichen Dank dafür, ebenso für die richtig klasse gemachten Fotos und vor allem für die reichhaltigen Informationen zu Favre-Leuba; einer Marke, die ich bisher nur dem Namen nach kannte, aber so gut wie nichts weiter wußte.

Viel Freude mit dem Vintage-"Fitnesstracker" und allzeit gute Gangwerte!
Danke dir, René, du Bruder im Geiste! ;-)
 

lowrider

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Wieder mal eine quasi lexikalisch-exemplarische Vorstellung, vielen Dank!

Was hat die Pulsmessung ergeben?
 

Brambilla

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Oh Yes! Eine der besten Vorstellungen, die ich hier in letzter Zeit gelesen habe. Liegt einerseits am zu beschreibenden Objekt: ein sportlicher Chrono einer berühmten Marke mit perfekt-ästehtischen Zügen und wunderbaren Proportionen. Das Blatt mitsamt Zeigerspiel ist auch grosses Kino. Andererseits werden eben deine Beschreibungen, die Ausführungen zur Geschichte und nicht zuletzt die phantastischen Bilder der Uhr wirklich gerecht. So etwas lese ich sehr gern! Vielen Dank für Deine Mühe und diese grossartige Präsentation.

PS
Das wunderbare Blechschild (India Bombay: Favre-Leuba / Zenith / Sandow) gabs als Original vor etwa zwei Jahren auf einer Onlineplattform in der Schweiz zu kaufen. Blöderweise habe ich damals gezögert......
 

Townes

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Was hat die Pulsmessung ergeben?
Risikogruppe! :D
Danke dir!

Du hast nicht nur einen guten Musikgeschmack!

LG
Alex
Danke dir! ;-)

Oh Yes! Eine der besten Vorstellungen, die ich hier in letzter Zeit gelesen habe. Liegt einerseits am zu beschreibenden Objekt: ein sportlicher Chrono einer berühmten Marke mit perfekt-ästehtischen Zügen und wunderbaren Proportionen. Das Blatt mitsamt Zeigerspiel ist auch grosses Kino. Andererseits werden eben deine Beschreibungen, die Ausführungen zur Geschichte und nicht zuletzt die phantastischen Bilder der Uhr wirklich gerecht. So etwas lese ich sehr gern! Vielen Dank für Deine Mühe und diese grossartige Präsentation.

PS
Das wunderbare Blechschild (India Bombay: Favre-Leuba / Zenith / Sandow) gabs als Original vor etwa zwei Jahren auf einer Onlineplattform in der Schweiz zu kaufen. Blöderweise habe ich damals gezögert......
Herzlichen Dank, Paul! Das Emailleschild ist übrigens noch zu haben. Allerdings nicht gerade ein Schnäppchen! :shock:
 

SwissMe

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Wieder eine spitzen Vorstellung und danke für eine Reise durch die Geschichte einer außergewöhnlichen Marke.

Viel Freude auch weiterhin :)
 
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