Hersteller, Werk? - Standuhr

Diskutiere Hersteller, Werk? - Standuhr im Sonstige Uhren Forum im Bereich Sonstige Uhren; Hallo, ein guter Bekannter hat eine Standuhr, dies ist seit ca. 15 Jahre sein Eigentum. Zuvor soll die Uhr ca. 60 Jahre in einem Haushalt...
#1
Watchmaster96

Watchmaster96

Themenstarter
Dabei seit
02.02.2017
Beiträge
615
Hallo,

ein guter Bekannter hat eine Standuhr, dies ist seit ca. 15 Jahre sein Eigentum. Zuvor soll die Uhr ca. 60 Jahre in einem Haushalt gestanden haben.
Kann jemand etwas zum Werk oder Hersteller sagen.

Die Uhr hat wohl keine Pendel.

Freue mich auf sachdienliche Hinweise.

Danke vorab.
 

Anhänge

#2
Nippon-Fan

Nippon-Fan

Dabei seit
25.09.2012
Beiträge
1.210
Ort
Gießen
Hallo!

Der Hersteller des Uhrwerks steht doch hinten auf der Platine.
Was die Uhr angeht ... da hat ein "Hersteller" oder Uhrmacher ein Tischuhrwerk in eine Standuhr eingebaut. Ungewöhnlich, aber machbar. Das ist ansonsten eben ein Wechselmelodienwerk mit Federaufzug und Unruhe. Made in Good Old England und im Prinzip für den Einsatz in Tischuhren gedacht.

Schönen Gruß!
Markus
 
#3
U

uhrenkel

Dabei seit
08.02.2008
Beiträge
477
Das ist eine Uhrensorte, die wir in Deutschland eigentlich nicht kennen: eine halbhohe Standuhr. Ihre Höhe dürfte um 1,60m betragen.
Im englischsprachigen Raum sind diese Uhren dagegen recht häufig anzutreffen und werden dort meist als "Mother-Clocks" bezeichnet. (im Gegensatz zu den Grandfather clocks)

Das Federzugwerk ist für Motherclocks typisch; auch ich habe noch nie eine Motherclock mit Gewichtsaufzug gesehen. Insofern kann man nicht unbedingt sagen, das wäre ein reines Tischuhrwerk, das sozusagen in einem falschen Gehäuse steckt.

Dass das Werk umschaltbare Melodien hat ist ein Zeichen für gehobene Qualität. Auch das Uhrwerk macht ansonsten einen qualitiativ guten Eindruck, auch wenn wir bisher keine Fotos der Hemmung haben.

Das von Dir angegebene Alter erscheint mir etwas hoch; ich würde die Uhr um das Jahr 1970 einordnen.

Zum Hersteller Elliot kann ich Dir keine Angaben machen, aber ich denke im englischen Sprachraum müssten sich über den Hersteller Elliot Angaben finden lassen.

Viel Spaß mit Deiner Uhr!

Uhrenkel
 
#4
Nippon-Fan

Nippon-Fan

Dabei seit
25.09.2012
Beiträge
1.210
Ort
Gießen
Im englischsprachigen Raum sind diese Uhren dagegen recht häufig anzutreffen und werden dort meist als "Mother-Clocks" bezeichnet. (im Gegensatz zu den Grandfather clocks)
Soweit ich weiß werden sie als "Grandmother Clock" bezeichnet. "Mother-Clock" habe ich noch nie gelesen. Ist das vielleicht die englische Bezeichnung für Mutteruhr (was ja was ganz anderes wäre)?
auch ich habe noch nie eine Motherclock mit Gewichtsaufzug gesehen
Meiner Kenntnis nach ist der Unterschied zwischen Grandmother und Grandfather ein reiner Größenunterschied. Grob über den Daumen gepeilt: Großmutter bis und Großvater über 1,80 Meter. Mir ist bislang nicht bekannt, dass in den Uhren unterschiedliche Werke verbaut wären, außer vielleicht unterschiedliche Pendellängen. Wobei ich immer den Eindruck hatte ein Großvater hätte grundsätzlich ein Sekundenpendel, während in den Großmüttern kürzere Pendel verbaut wären.
Der generelle Einsatz von Federzugwerken in den Großmüttern ist mir neu. Aber selbst wenn, dann würde ich ein Werk ohne Pendel und mit Unruhe immer in Richtung Tischuhr verorten.

Andererseits wissen ja auch nur die Engländer gekochtes Wildschwein mit Pfefferminzsoße zu schätzen :D
 
Zuletzt bearbeitet:
#5
U

uhrenkel

Dabei seit
08.02.2008
Beiträge
477
Du hast recht: Grandmother Clock.

Ich kenne Grandmother Clocks eigentlich erst seit den 1920er Jahren. Zumindest sind mir keine Beispiele älteren Datums bisher begegnet.

Alle Grandmother Clocks haben neben der geringen Höhe auch einen sehr schlanken Corpus gemeinsam. Da passt einfach kein langes Pendel rein, denn es würde seitlich anstoßen. Und kurze Pendel haben viele Nachteile.

Ich denke desshalb schon, dass Federzugwerke für Grandmother clocks im Allgemeinen gebräuchlich sind. Aber sicher gibt es auch Grandmother Clocks mit Gewichtsaufzug, das will ich gar nicht bestreiten.

Uhrenkel
 
#6
Watchmaster96

Watchmaster96

Themenstarter
Dabei seit
02.02.2017
Beiträge
615
Hallo und danke erstmal für die Wortmeldungen:super:
@Nippon-Fan (Markus) - natürlich steht der Name hinten drauf, nur hat mir das erst einmal auch nicht weitergeholfen;-).
Mit Standuhren, gerade auch mit vermeintlich älteren Uhren kenne ich mich weniger, bis gar nicht aus:oops:.
Für mich neu ist, das es Standuhren ohne Pendel gibt - macht das lange Gehäuse irgendwie überflüssig:hmm:.
Wie auch immer, interessant ist wohl das die Uhr mehrere Melodien haben soll, woran kann ich das denn erkennen?
Sinnvoll ist auf jeden Fall die Nachtabschaltung;-)
Was das Alter der Uhr betrifft- ist mir so übermittelt worden.
Was könnte man machen um das Alter der Uhr (Werk) noch genauer zu ermitteln, hilft die Werknummer evtl. weiter?
Unter Google konnte ich eine Tischuhr ausfindig machen, dort stand aber auf dem unteren Teil nicht nur Made in England, sondern zusätzlich noch etwas "Made in France" - ist bei dieser Uhr nicht so:idea:

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
#7
Rainer Nienaber

Rainer Nienaber

Uhrenhersteller, Nienaber
Dabei seit
28.10.2010
Beiträge
2.938
Ort
O W L
Ich kenne solche Uhren unter dem Namen Puppenstubenuhr bis maximal 130 cm Höhe. Im Prinzip eine Tischuhr mit Sockel.
 
#8
Watchmaster96

Watchmaster96

Themenstarter
Dabei seit
02.02.2017
Beiträge
615
Die Uhr ist schon größer als 130cm. Offensichtlich hatte die Firma eine bewegte Geschichte und wenn ich mir die Rückseite des Gehäuses anschaue mit der Firmierung, dann könnte die Uhr aus dem 19. Jahrhundert sein.:hmm:
Ist mal was anderes, sich mit der Geschichte einer Marke auseinander zu setzten.
Ich werde, sobald ich wieder mehr Zeit habe, noch genauer forschen und berichten.
Danke bis hierher zu den Wortmeldungen.
Grüße und erholsames Wochenende.
 
#9
Nippon-Fan

Nippon-Fan

Dabei seit
25.09.2012
Beiträge
1.210
Ort
Gießen
Für mich neu ist, das es Standuhren ohne Pendel gibt
Naja, die Uhr kommt aus England. Großbritannien ist neben den USA DAS Land für Großuhren schlechthin. Bei uns gab es zwar viele Hersteller dieser Uhren, der Großteil ihrer Produktion ging aber nach GB und USA. Viel mehr als bei uns gehört dort eine schöne mechanische Uhr zu einer gediegenen Einrichtung.
In GB gab (gibt) es viele Uhrmacher bzw. Uhrengeschäfte, die selber Uhren bauen und diese mit am Markt erhältlichen Werken bestücken. So etwas könnte ich mir bei dieser Uhr auch gut vorstellen. Ich denke nicht, dass da eine größere Firma als Hersteller dahinter steht. Eher hat ein Uhrmacher ein Werk der Firma Elliott (die ich nicht kenne) in ein klassisches Standuhrengehäuse verbaut. Herausgekommen ist halt eine etwas kuriose Konstruktion einer Standuhr, die der Engländer wohl als Grandmother Clock bezeichnen würde.

Wie auch immer, interessant ist wohl das die Uhr mehrere Melodien haben soll, woran kann ich das denn erkennen?
Unten an der Spielwalze des Werkes siehst du zwei Pfeile auf denen Westminster und Whittington steht. Je nachdem wie du das Rad drehst spielt die Uhr entweder die Westminster oder die Whittington Melodie.

Sinnvoll ist auf jeden Fall die Nachtabschaltung
Die Uhr hat eine Nachtabschaltung? Unter einer Nachtabschaltung versteht man einen automatischen Mechanismus, der ohne weiteres Zutun ab einer bestimmten Uhrzeit das Geläut ab- und morgens wieder anschält.
Muss das Geläut mit dem Hebel am Zifferblatt dagegen manuell an und aus geschaltet werden, ist das ein einfacher Schlagabsteller, aber keine Nachtabschaltung.
 
#10
Der Stromer

Der Stromer

Dabei seit
14.03.2011
Beiträge
1.438
Ort
92272 Hiltersdorf
Mein Kommentar dazu:
Es könnte sich um diesen Hersteller handeln: Term details Zitat aus dem brithishmuseum.

Die Herstellungszeit würde ich ebenfalls, wie unser Uhrenkel, um 1970 herum einordnen. Zum Layout: Tischuhr in Standuhrgehäuse. In GB nicht so selten.
Zu Nachtabschaltung: So, wie es aussieht, wohl schon "automatisch" über das Gestänge, welches auf der Rückseite zu sehen ist und auch manuelle Abschaltung mit der Stellscheibe links unten.

Eine schöne und wertige Uhr! Glückwunsch!
 
#11
Watchmaster96

Watchmaster96

Themenstarter
Dabei seit
02.02.2017
Beiträge
615
Hmm, ganz schön verzwickt die Historie zu Elliott. Also, zunächst ist die Beschriftung bei der hier von mir gezeigten Uhr auf dem Werk anders, als bei einem "Vergleichsmodell"
Dort steht z.B. nicht nur Elliott Ltd. London, sondern F.W. Elliott LTd. Croydon, England (ab 1923) drauf. Da könnte ich die Uhr historisch besser einordnen.
Ich denke nicht, trotz meiner rudimentären Kenntnisse, dass die Uhr aus den 70ern stammt, sondern älter ist.
Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
#12
Nippon-Fan

Nippon-Fan

Dabei seit
25.09.2012
Beiträge
1.210
Ort
Gießen
Zu Nachtabschaltung: So, wie es aussieht, wohl schon "automatisch" über das Gestänge, welches auf der Rückseite zu sehen ist und auch manuelle Abschaltung mit der Stellscheibe links unten.
Die Stellscheibe links unten ist der "Wahlschalter" zwischen den beiden Melodien.
Das "Gestänge" auf der Rückseite gehört zum Stundenschlagwerk. Damit wird die Bewegung vom Hebnägelrad auf die Schlaghämmer an der Unterseite des Werkes übertragen.
Der Schlagabsteller an sich befindet sich auf der Vorderseite des Werkes und sein Wahlhebel ragt an der drei Uhr Position aus dem Zifferblatt.

Bei so einem klassischen Design ist das Alter schwer aus der Ferne zu bestimmen. Die könnte alt sein. Sie könnte genauso eine Neuauflage in den 70ern sein. Auch möglich wäre, dass man ein älteres Werk in den 70ern in eine neue Uhr verbaut hat.
Falls die Geschichte der Uhr tatsächlich für 75 Jahre nachvollziehbar ist, dann ist sie nun mal frühestens Baujahr 1943 8-)
 
#13
Der Stromer

Der Stromer

Dabei seit
14.03.2011
Beiträge
1.438
Ort
92272 Hiltersdorf
Hi Michael.

Also, der Hebel, den ich meine, geht auf der Rückseite vom Gehwerk (Rückseite rechts oben) zur Walze unten (links unten). Wenn man das Bild vergrößert, sieht man deutlich, dass dort am Rad gedreht werden muss, um die Tonfolge umstellen zu können (also keine Abschaltung, wie ich irrtümlich schrieb, sondern Umschaltung). Der Hebel hat, wenn Du das Werk von vorne betrachtest, keinen Bezug zum Schlagwerk, das dann ja rechts sitzt. Auch der Hebel bei Drei müsste dann hinter dem Ziffernblatt ganz nach links geführt werden, um etwas an dem hinteren Hebel bewirken zu können. Also bleibt meine Vermutung: Automatische Nachtabschaltung, gesteuert durch das Gehwerk.

elliott 1.jpg
Roter Kreis: Hier ist noch ein Teil des "Y" von CRYDON zu sehen, nicht London.
Weißer Kreis: Deutlich die Stellscheibe mit dem Rändelrad zum besseren Griff.
Und der Hebel geht auf der Vorderseite in Richtung 11:00. Daher ist es unwahrscheinlich, dass er quer durch das Werk - oder davor durch das Schlagwerk - zum Stellhebel bei Drei gehen soll.

Zum Hersteller: Nicht LONDON, sondern CRYDON, wie man am Y im Namen leicht erkennen kann. Die 75 Jahre gebe ich nur dem Uhrenkasten, nicht dem Werk! Das stammt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus den 1970er
 
#14
Nippon-Fan

Nippon-Fan

Dabei seit
25.09.2012
Beiträge
1.210
Ort
Gießen
Rolf-Dieter du machst da ein paar Denkfehler bei den "Hebeln".
Melodienwerke sind alle mehr oder weniger gleich aufgebaut. Hier von hinten betrachtet sitzt links das Melodienwerk, in der Mitte das Gehwerk und rechts das Stundenschlagwerk.
Der Hebel von rechts oben nach links unten hat nichts mit einer Schlagabstellung zu tun. Er überträgt einfach die Bewegung des Hebnägelrades auf die Schlaghämmer. Wie anders sollte man denn auch die Schlaghämmer zum Stundenschlag ansteuern?
Du kannst das auch einfach anhand der Positionen der Lager/Räder erkennen, denn dieses Werk ist wirklich sehr sauber aufgebaut: Unten das Federhaus, dann leicht schräg nach rechts oben das Beisatzrad. Das Lager des Hebnägelrades ist nicht zu sehen, dafür die Hammerwelle an der besagter Kraftübertragungshebel nach links unten befestigt ist. Dann folgen nach links oben Richtung Plus Zeichen die Schöpfwelle und die Wellen für Flügelrad sowie Flügel. Das war's.
Die Zahnräder auf der linken Seite übertragen die Drehung der Steuernockenwelle (darauf sitzt das große Zahnrad links oben) hinunter zur Spielwalze. Die Spielwalze selbst kann durch Drehung des Wahlschalters vor- oder zurückgeschoben werden, so dass jeweils ein unterschiedlicher Satz Nocken die Schlaghämmer betätigt.

Sämtliche Vorrichtungen zur Schlagabstellung werden auf der Vorderplatine montiert. Der Abstellhebel am Zifferblatt bei drei Uhr hebt vermutlich den Auslösehebel zur Nockenscheibe, bringt das Melodienwerk damit in den Vorlauf und hält es dort fest. In das Stundenschlagwerk muss gar nicht mehr eingegriffen werden. Das wird ja durch das Melodienwerk ausgelöst. Wird das Melodienwerk angehalten, kann es das Stundenschlagwerk ohnehin nicht mehr auslösen.

Eine automatische Nachtabschaltung muss ebenfalls immer auf der Vorderplatine positioniert sein. Man benötigt dazu ein vom Stundenrohr angetriebenes 24h Rad mit Nocke. Diese Nocke hebt und senkt dann den Auslösehebel für das Melodienwerk automatisch und hält damit während der Nachtruhe das Melodienwerk im Vorlauf fest, bis sie es morgens wieder frei gibt.

Ich glaube nicht, dass man das anders konstruieren kann.

Schönen Guß!
Markus
 
Zuletzt bearbeitet:
#15
Watchmaster96

Watchmaster96

Themenstarter
Dabei seit
02.02.2017
Beiträge
615
Hallo Zusammen,
die Uhr ist 152cm hoch und tatsächlich steht Crydon, England auf der Rückseite der Uhr:oops:
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Uhr aus zwei Epochen "verheiratet" worden.
Für mich eher eine Sache die ich weniger schätze. Aber wie Eingangs geschrieben, kenne ich mich mit Standuhren weniger aus.
Die Uhr ist so wie ich sie abgebildet habe, seit 75 Jahren angeblich, in diesem Zustand. Schade, dass das Werk vermutlich doch nicht so alt ist.
Wäre es doch noch interessant zu erfahren, wie es zu dieser Einschätzung kommt?
Für die ausführlichen Erläuterungen möchte ich mich aber ausdrücklich bedanken:super::klatsch:. Haben sie mir doch die Welt der Standuhren ein Stück näher gebracht. War doch mein erster Eindruck vom Werk "was eine einfache und billige Werkskonstruktion:oops::hammer:

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
#16
U

uhrenkel

Dabei seit
08.02.2008
Beiträge
477
Hallo Markus,

nach den Fotos möchte ich einer Mariage des Werkes mit einem moderneren Gehäuse nachdrücklich bezweifeln. Ich denke, dass alles original und authentisch ist.

Sollte das Werk wirklich eine Nachtabschaltung haben, dann bin ich mir sogar sicher. Denn Nachtabschaltungen kamen erst in den 1970er Jahren auf. Vorher sind mir keine Beispiele dafür bekannt.

Wenn Du das Werk mal ausbauen und von verschiedenen Seiten fotografieren könntest, ließen sich diese Fragen mit Sicherheit vollständig klären.

Freundliche Grüße!

Uhrenkel
 
#17
P

pet.sch

Dabei seit
05.05.2008
Beiträge
71
Hallo watchmaster,
ich habe keine Bedenken, dass Gehäuse und Werk nicht zusammengehören und schätze die Uhr komplett auf Mitte bis Ende der 50er Jahre.
Für mich sieht es auf dem Foto auch so aus, als ob der Kopf nach unten geschlossen ist, also von Anfang sicher für ein Werk ohne Pendel vorgesehen war.
Die Uhren von Elliot waren fast immer im alten Stil gebaut. Sogar Uhren aus den 80ern sehen wie antike Uhren aus, man erkennt dann aber schon an Details, dass sie jünger sind.

Vielleicht hat man sich bei den "60 Jahren beim Vorbesitzer" etwas vertan und es waren nur 50 Jahre. So etwas passiert in der Erinnerung schnell und dann würde das Alter mit der Angabe übereinstimmen.
So, wie ich das sehe, wurden diese Werke mit Nachtabschaltung über einen längeren Zeitraum seit den 50er Jahren bis in die 80er Jahre verbaut.

Der Nachtabschaltungsmechanismus (Automatik und Manuell) wird, wie Markus es genau richtig schreibt, komplett auf der Vorderseite sein und der hintere Hebel quer über das Werk dient der Anhebung beim Schlagen.

Gruß
Peter

Edit: Mein Beitrag hat sich mit dem vom Uhrenkel überschnitten. Nachtabschaltung gab es in England schon vor den 70er Jahren. Vielleicht existeiert sogar ein Patent von der Firma Elliot
 
Zuletzt bearbeitet:
#18
Watchmaster96

Watchmaster96

Themenstarter
Dabei seit
02.02.2017
Beiträge
615
Servus und auch euch Danke für die Antworten:super:.
Ich glaube nicht, dass ich das Werk ausbauen kann, hinterher krieg ich es nicht mehr zusammen gebaut:hmm::oops:.
Ich versuche mal die Abdeckung ab zu machen und dann mehr vom Werk hier zu posten. Hätte gedacht, dass die Nummer auf der Abdeckung auch etwas zum Alter der Uhr/ Werk hätte sagen können.
Auch die Verwendung des Firmennamens nebst Zusatz hätte doch über das Alter der Uhr etwas verraten können, oder sehe ich das falsch?
Ist aber dennoch eine interessante Sache und meine Armbanduhren nehme ich ja nicht auseinander- sind aber auch allesamt Neu;-)
Grüße
 
#19
P

pet.sch

Dabei seit
05.05.2008
Beiträge
71
Weshalb willst Du das Werk denn ausbauen ? Ich hoffe nicht, wegen meiner Frage ob der Uhrenkopf unten offen ist ? Das müsstest Du so sehen können. Bzw. meine ich sowieso einen geschlossenen Boden auf dem Foto zu erkennen.

Und welche Abdeckung mit Nummer willst Du entfernen ? Die Nummer sitzt auf der Rückplatine des Werkes, die versuch bloß nicht abzunehmen, dann fliegt Dir alles auseinander.

So ein Werk mit 1/4 stündlicher Auslösung von verschiedenen Melodien und noch dazu mit automatischer Nachtabstellung ist kein einfaches Werk. Das ist schon etwas besonderes.

Ein Spezialist, der sich mit der Geschichte von Elliott beschäftigt hat, kann vielleicht erkennen, aus welcher Zeit die Beschriftung kommt, aber hier bei uns in Deutschland kommen englische Uhren aus der Zeit so gut wie gar nicht vor und deshalb gibt es kaum Leute die das daran erkennen können. Ich meine allerdings dass bei jüngeren Elliott-Werken auf dem Werk oft nur noch Elliot, London drauf steht.
Ich meine jedenfalls, dass das Werk und das Zifferblatt mit den Verzierungen älter ist als aus den 70ern und das Gehäuse auch.

Gruß
Peter
 
#20
Watchmaster96

Watchmaster96

Themenstarter
Dabei seit
02.02.2017
Beiträge
615
Hi,
ja - wollte aufgrund Deines Hinweises mir die Angelegenheit genauer anschauen:oops::wand:, Danke für die Aufklärung und Warnung:ok:
Dann lass ich mal lieber die Finger von dem Ding und werde mal schauen, ob ich mit meinen Kontakten in England etwas herausfinden kann.
Eine schöne Freizeitgestaltung ist der Fall für mich allemal.
Jemand meinte wohl, ich solle mal ein Bild von der Unruh, oder so ähnlich machen, da hätte ich das Ding doch auch auseinander nehmen müssen, oder:hmm:?
Melde mich wieder, sobald ich was belastbares habe. Danke nochmals:super:
Grüße
 
Thema:

Hersteller, Werk? - Standuhr

Hersteller, Werk? - Standuhr - Ähnliche Themen

  • Uhrenbestimmung Flohmarktfund: Wer ist der Hersteller Rhuchs oder rhvcj? welches Werk ist verbaut?

    Uhrenbestimmung Flohmarktfund: Wer ist der Hersteller Rhuchs oder rhvcj? welches Werk ist verbaut?: Hallo Freunde älterer Uhren, war auf dem Flohmarkt und habe nachfolgende Uhr gekauft. Meine Frage nun: Ich kann mit dem Logo auf der Uhr nichts...
  • Suche Hersteller die Automatik Werke flach bauen können

    Suche Hersteller die Automatik Werke flach bauen können: Hallo liebe Community, Ich bin auf der Suche nach Automatik Uhren die so wir bei Rolex für kleinere Arme geeignet sind. Trage Beruflich oft...
  • Empfehlung Hersteller Automatikuhr mit ETA Werk

    Empfehlung Hersteller Automatikuhr mit ETA Werk: Hallo liebe Uhren-Fan-Gemeinde! Ich bin Neueinsteiger in das Thema Automatikuhren und suche eure Hilfe. Ich habe die Frage heute bereits in...
  • Uhrenbestimmung Alte "Premira" Uhren. Wer ist der Hersteller, weche Werke.?

    Uhrenbestimmung Alte "Premira" Uhren. Wer ist der Hersteller, weche Werke.?: Hallo, ich versuche es mal auf diesem Weg. Einige alte Uhren habe ich. Einige konnte ich nicht bestimmen. Bei meiner "Premira"ist es nicht...
  • Hersteller Werk?

    Hersteller Werk?: Hallo zusammen möchte meine 70erJahre Chrono Sammlung um folgendes Teil erweitern. Würde mich freuen wenn mir jemand sagen könnte um welchen...
  • Ähnliche Themen

    Oben