Herbstblume oder: Not your usual Seiko Bell-Matic (Ref. 4006-6027)

Diskutiere Herbstblume oder: Not your usual Seiko Bell-Matic (Ref. 4006-6027) im Uhrenvorstellungen Forum im Bereich Uhrenvorstellungen; Ich möchte Euch heute meinen dritten Armbandwecker vorstellen. Die Technik dieser Komplikation habe ich bereits bei der Vorstellung meiner Poljot...
#1
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Tomcat1960

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Foto 7.jpg

Ich möchte Euch heute meinen dritten Armbandwecker vorstellen. Die Technik dieser Komplikation habe ich bereits bei der Vorstellung meiner Poljot dargestellt, von der aber die (laut M.P.Horlbeck) stark unterschätzte Seiko in zwei ganz wesentlichen Punkten abweicht.

Zum Einen verfügt sie über einen automatischen Aufzug, allerdings nur des Gehwerkes. Das Weckwerk verfügt über einen vom Gehwerk unabhängigen Handaufzug. Die Feder des Weckwerkes ist dabei nicht in einem Federhaus untergebracht, sondern liegt offen in einer entsprechenden Aussparung der Hauptplatine. (Dass Kritiker der Bell-Matic-Serie die "unkomfortable" Trennung von Geh- und Weckwerk vorwerfen, mag durch die Tatsache relativiert werden, dass Jaeger-LeCoultre die gleiche Lösung für seine automatischen Weckerwerke gewählt hat und ihr bis heute treu blieb.)

Der zweite wesentliche Unterschied zur Poljot betrifft dennoch das Weckerwerk: dieses erzeugt das Weckgeräusch mittels einer vom Deckel unabhängigen Tonfeder und ist deswegen ausgesprochen wohlklingend (wenn auch leise und, speziell am Arm getragen, schon in mäßig lauten Umgebungen leicht zu überhören.) Außerdem wird die Weckzeit über einen Ring angezeigt, der über ein zusätzliches Räderwerk vom Weckerrad aus angetrieben wird:

Werk 2.JPG
(Bild aus (1))

Werk beschriftet 3.jpg
(Bild aus (1))

Foto 6a.jpg

Diese Lösung erlaubt die Konstruktion eines relativ flachen Werkes, das jedenfalls nicht dicker ausfällt als bei anderen automatisch angetriebenen Armbandweckern. (Horlbeck weist darauf hin, dass der Weckzeitring ungewöhnlich dick ist - denn er übernimmt gleichzeitig die Funktion des Rehauts, mit dem der Abstand zwischen Zifferblatt und Glas am Gehäuserand optisch geschlossen wird:

Foto 9a.jpg

Der Verringerung der Bauhöhe dient auch der automatische Aufzug mittels der bekannten "Magic Lever"-Technologie, zu der ich hier schon geschrieben habe. Im Grunde handelt es sich dabei um einen einstufigen Exzenterwechsler, der direkt auf das Federhaus wirkt. Wie bei den allermeisten Seiko-Werken mit diesem Aufzug gibt es keinen Handaufzug, dessen Entkopplung vom Automatik-Aufzug zu viel Platz beansprucht hätte.

Dem Wunsch, ein möglichst preisgünstiges Werk herzustellen, sind einige technische Besonderheiten des Kalibers 4006 geschuldet. So gibt es keine Sperrklinke, um das Federhaus am Zurücklaufen zu hindern, sondern nur eine gestanzte Blechfeder, ähnlich wie bei vielen der ganz einfachen Stiftanker-Uhren. (Interessanterweise findet sich genau dieses Detail auch an den "Vollautomaten" der Bauart AS 5008.) Das Fehlen des Federhauses für das Weckerwerk habe ich bereits erwähnt. Keine von diesen Maßnahmen zur Einsparung von Bauteilen (und damit Kosten und Bauhöhe) führt zu funktionalen Einschränkungen, mit einer Ausnahme: die Bell-Matic verfügt wie jedes Seiko-Automatik-Modell der unteren und mittleren Preiskategorie über eine Anzeige von Datum und Wochentag. Anders aber als beispielsweise bei den Kalibern der Familie 61xx gibt es keine Möglichkeit, den Wochentag schnell zu verschalten - die Wochentagsscheibe wird über einen kleinen Stift auf der Datumsscheibe mitgenommen und eine Stunde nach dem Datum weitergeschaltet.

Für das Datum hingegen gibt es eine Schnellschaltung - ihr dient der Drücker auf der Zwei-Uhr-Position. Das bringt uns zur Bedienung der Bell-Matic, die wirklich sensationell einfach ist. Die Aufzugskrone zieht in eingedrückter Position das Weckerwerk auf, in Raste 1 verstellt man die Weckzeit (wie gehabt, und aus dem im Beitrag über die Poljot beschriebenen Grund) nur gegen den Uhrzeigersinn, wobei ein Freilauf Fehlbedienungen verhindert. Auf Raste 2 schließlich stellt man die Uhrzeit ein, und hier muss man auch tätig werden, wenn man den Wochentag verstellen will - denn nun heißt es Kurbeln. (Etwas erleichtert wird die Angelegenheit dadurch, dass man in beide Richtungen "kurbeln" kann, man muss also nicht am Sonntag einen auf "Montag" stehenden Wochentag sechs Mal vierundzwanzig Stunden vorstellen, sondern man kann auch einen Tag zurückdrehen.)

So. Genug der Technik - wenden wir uns endlich der Uhr zu. Sie punktet mit einem insgesamt begeisternden Zustand und Seiko-typisch hervorragender Verarbeitung. Anders als die meisten Bell-Matic, die ich bis dato gesehen habe, hat sie ein kissenförmiges Gehäuse, das sich hervorragend tragen lässt. Das Blatt der Uhr ist in einem freundlichen Braunton gehalten, der an einen novemberlichen Waldweg erinnert, auf dem das Laub des vergangenen Sommers zur Ruhe gekommen ist. Dazu passt das Zeigerspiel und hier vor allem der feine, rote Sekundenzeiger - er wirkt wie der abgefallene Zweig eines Feder-Ahorns, und somit absolut stimmig in dieser Komposition aus Herbstfarben:

Foto 2a.jpg

Stunden- und Minutenzeiger zeigen sich in makellos glänzendem Stahl und sie weisen auf ebenso makellose Indizes. Als Besonderheit darf der Index auf zwölf Uhr gelten: genau seine Breite und genau sein Design nehmen die beiden Zeiger auf. Seiko achtet auf solche Details (wenn auch zugegeben sei, dass der Stundenzeiger ein kleines bisschen länger sein könnte.) Eingefasst wird das Gesicht der Uhr von einem silber-schwarzen Weckzeitring, der, wie erwähnt, hier auch die Funktion des Rehauts übernimt und deshalb zum Blattinneren hin abgeschrägt ist.

Das ganz sanft gewölbte Hardlex-Plexiglas ist ebenfalls ohne Fehl und Tadel und von einer auffälligen Lünette eingefasst, in welche ein schwarz-brauner Kunststoffring eingelegt ist. Diese Lünette erhebt sich glänzend poliert fast zwei mm über das matt-stählerne Kissengehäuse, in dem das Werk verborgen ist.

Foto 9.jpg

Foto 6.jpg

Foto 10.jpg

Das elegant satinierte Edelstahlband ist zwar gefaltet, aber so raffiniert, dass es beim flüchtigen Betrachter als massives Band durchgehen könnte. Es gehört also zur zwar schmucken, aber preisgünstigen Kategorie der Seiko-Armbänder und war vermutlich original an der Uhr montiert. Tragen lässt es sich meiner Meinung nach hervorragend und rundet - in Haptik, Optik und Zustand - diese perfekte Schönheit ab.

Foto 5.jpg

Foto 12.jpg

Foto 13.jpg

An diesem Band trägt sie sich sehr gut:

Foto 14.jpg

Und nun noch ein paar Bilder mit dieser Herbstblume in meinem Herbstgarten...

Foto 1.jpg

Foto 2.jpg

Foto 3a.jpg

Foto 8.jpg

Nachgetragen sei noch, dass meine Bell-Matic vermutlich aus dem Jahr 1981 stammt, dem einzigen, in dem genau dieses Gehäuse produziert wurde, und dem letzten, in dem Bell-Matics in den Seiko-Katalogen gelistet wurden. Multifunktionale Quarzuhren hatten auch sie in Alteisen verwandelt.

Danke für's Schauen!

Viele Grüße
Tomcat

Quellen:
(1) Michael P. Horlbeck, "Der Armbandwecker - Die Geschichte einer unterschätzten Komplikation", HEEL-Verlag, Königswinter, 2001
(2) The SEIKO Bell-Matics Blog
(3) Bellmatic's Forum mit dem besonders lesenwerten Beitrag 'Buyer's/Model Guide'
 
#3
RiGa

RiGa

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Hallo, Andreas!

Eine hervorragende Vorstellung: Sehr informativ, gut bebildert - und erneut mit Herzblut verfaßt! :super:

Über die Anzeige der Weckzeit habe ich anfangs ein wenig gegrübelt, danach kam lobenswerterweise die Erklärung.
Auch das mit dem Weckton kann ich mir gut vorstellen, wenngleich erfahrungsgemäß bei (Ton-)Nichtsenibilisierung die Weckzeit überhört werden kann.

Danke auch für das nähere Eingehen des Armbandes, das auf den ersten Bildern ja einen eher unbequemen und störend-tragbaren Eindruck machte.

Weiterhin viel Spaß mit Deiner Soundmachine. ;-)

Gruß, Richard

PS: Vor langer Zeit verblüffte mich eine Weckfunktion, die nicht nur per Geräusch, sondern auch mittels eines mechanischen Kipphebels, der sich hin-und-her-kippelnd ins Handgelenk "bohrte".
Aber leider habe ich da überhaupt keine Idee mehr, vom wem diese Funktion stamt.
Möglicherweise war dies eine russische Uhr?
 
#4
GUB-Automat

GUB-Automat

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Hallo Tomcat,
so eine schöne und ausführliche Vorstellung liest man nur selten, vielen Dank dafür. Die Uhr ist traumhaft und natürlich auch toll in Szene gesetzt.
 
#5
Tempo

Tempo

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Hallo Tomcat,

meine Glückwünsche zur klingenden Japanerin.:klatsch:

Danke dir für die ausführliche Doktorarbeit und
die informative Vorstellung.:super:
Viel Spaß damit.
 
#6
Ford_Prefect

Ford_Prefect

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Hallo Andreas,

vielen Dank für die informative Vorstellung mit den tollen Bildern. Ein toller Wecker mit schön verarbeitetem Gehäuse und ansprechendem ZB. Und wenn sie noch einen schönen Klingelton hat, ist es um so besser. Die Poljot weckt zwar vermutlich zuverlässiger, aber durch das extreme Schnarren in Verbindung mit den Vibrartionen verschiebt es mir immer den Ring mit den Indizes :rolleyes:

Ich wünsche Dir viel Freude damit und allzeit gute Gangwerte.

Viele Grüße
Fred
 
#7
Akkon-Kai

Akkon-Kai

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Hallo und danke für den ausführlichen Bericht Tomcat!
Klasse Bilder (speziell der laszive blaue Frosch:D) und
interessante Einblicke in ein kleines Stück Japan-Feinmechanik.
Glückwunsch (btw. Ich brauche auch noch einen Armbanduhrwecker)
 
#9
guggi`s

guggi`s

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Servus Tomcat,
eine tolle und sehr informative Vorstellung. :super:
Ich finde die Technik sehr spannend und gratuliere Dir zu der tollen Uhr.
Danke fürs Zeigen und Deine ausführlichen Erläuterungen.
 
#10
MAP254

MAP254

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Hi Tomcat,
schöne informative Vorstellung, die noch dazu mit guten Bildern garniert war. Danke schön.
Ich finde auch, daß mindestens ein mechanischer Armbandwecker in jede "Sammlung" gehört. Wenn ich dann meinen trage, erschrecke ich trotzdem jedesmal wenn er läutet (schnarrt).
Sollte mir irgendwann eine schöne Bellmatic mit blauem ZB über den Weg laufen, werde ich vermutlich schwach ;-)
Liebe Grüße
Manfred
 
#11
Samurai

Samurai

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Hallo Tomcat,

Glückwunsche (ja Mehrzahl) zur Uhr und zur gewohnt tollen Vorstellung!!!
Der Zustand ist super, und in Verbindung mit dem wahrscheinlich originalen Band (oder mindest aus dieser Zeit stammend) ein seltenenes Stück.
Es ist genau die Gehäuseform, die mir noch fehlt (wobei ich persönlcih die Version in Blau etwas schöner finde).
Das Plexi scheint mir aber ein Aftermarket zu sein (Sternkreuz)?
Bist du dir mit der Datierung sicher? Ich war der Meinung Produktionsbeginn (mit Kaliber 4005) war 1967/68 und Ende so 1976 oder 78.
Vielleicht waren es ja auch noch "Nachwehen" um/bis 1981.
Wie auch immer, tolles und faszinierende Stück Uhr und Technik.

Die besten Grüßen von seinen 6 Geschwistern aus Bayern.

Sebastian
 
#12
gufi

gufi

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Hallo Tomcat,

eine tolle und informative Vorstellung!

Die Uhr gefällt mir sehr gut, auch wenn ich mit mechanischen Uhren nicht so viel anfangen kann ... :D

Ne, im Ernst: eine sehr schöne Bell-Matic; die Gehäuseform in Zusammenspiel mit dem Band ist ein echter Hingucker; genauso wie die das schöne Zifferblatt!

Danke fürs Zeigen und viel Freude mit der seiko-logo.gif ! :klatsch:
 
Zuletzt bearbeitet:
#13
r-winter

r-winter

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Meine Gratulation zu dieser wunderschönen Seiko! :klatsch:

Obwohl nicht immer einer Meinung, hier sind wir es (wahrscheinlich ???)!

Ich finde es ja Schade, dass solche Gehäuse nicht mehr gebaut werden,
etwas mehr Mut, täte den Herstellern heute, nicht schlecht ...

Ich wünsche Dir noch viel, viel Freude mit diesem Kleinod! :super:
 
#14
brunemto

brunemto

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Wieder mal eine klasse Vorstellung von dir, da macht das Lesen Spaß :super:

Die Bell-Matic-Modelle stechen mir auch immer wieder ins Auge, finde die
Komplikation "Wecker" einfach sehr interessant.
Besonders schön ist das tolle Blatt deines Modells, gefällt mir.

Viel Spaß mit der Sammlungserweiterung :-D
 
#15
schmittko

schmittko

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Hallo Tomcat,
meine herzlichsten Glückwünsche zur astreinen Bell-Matic :super:. So sollte auch irgendwann mal meine Belle ausschauen, für mich das schönste Gehäuse der alten Wecker, das wundervolle braune Zifferblatt, ein originales Band und dies alles in diesem feinen Zustand :klatsch::klatsch:. Hm, ich könnte glatt dahinschmelzen.
Tomcat, ich danke für die mehr als interessante und gleichzeitig toll fotografierte Vorstellung und wünsche ewig lange Freude an diesem technischen wie optischen Schmankerl.
 
#16
A

adamo

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Ein tolles Zeiteisen mit eigenständigem und dennoch tragbaren Design :)
 
#17
T

Tomcat1960

Guest
@ Pendel: vielen Dank!

@ RiGa: vielen Dank, Richard! Freut mich, dass Dir die Uhr und die Bilder gefallen. Ich versichere nochmals, dass die Uhr sich daran sehr, sehr bequem tragen lässt.

Von der Wecker-Uhr mit dem Handgelenksbohrer habe ich bei Horlbeck gelesen, habe aber die Details im Moment nicht präsent. Liefere ich am Wochenende nach ;-)

@ GUB-Automat: vielen Dank auch Dir, Michael. Freut mich, dass Dir die Uhr und die Vorstellung (und die Fotos darin) gefallen haben.

@ Tempo: ich danke auch Dir, Ralf, für die Glückwünsche :super:

@ Ford_Prefect: schön, dass Dir die Uhr gefällt, Fred. :super: Zeig doch mal ein Bild von Deiner Poljot. Ich kann mir das gar nicht vorstellen, wie da die Indizes verrutschen. Bei mir ist das ZB fest ;-)

@ Akkon-Kai: danke, Kai, für Deine Glückwünsche. Der Frosch gehört übrigens meiner Frau ;-) Viel Erfolg bei der Suche nach Deinem Wecker. (Ich hab's jetzt nicht präsent: hat Citizen Wecker gebaut?)

@ Uhrbann: vielen Dank auch Dir!

@ guggi's: danke, Sascha! Die Technik ist in der Tat faszinierend und, verglichen mit anderen Komplikationen, wirklich nützlich.

@ MAP254: danke auch Dir, Manfred. Was hast Du denn für einen Armbandwecker? Ich drücke Dir die Daumen für die Suche nach "Deiner" blauen Bell-Matic.

@ Samurai: freut mich besonders, dass sie Dir gefällt, Sebastian. Mit sechs "Geschwistern" bist Du ja sowas wie ein Experte für Bell-Matics ;-) Nach dem, was ich im Web gesehen habe, ist das Glas übrigens original. Du hast ja den Zustand der Uhr gesehen, sie ist fast wie neu, selbst das Band. Ich kann mir fast keinen Grund denken, der zum Wechsel des Glases führen sollte.

Ich habe hier übrigens mal ein Bild des Bodens:

Foto 11.jpg

Die Seriennummer lautet "1Nxxx..." - das passt zu der Information in Quelle (3).

@ gufi: schön, dass Dir die Uhr und die Vorstellung gefallen, und vielen Dank für die guten Wünsche :super:

@ r-winter: Rudolf, was wäre das Leben ohne einen Diskurs ab und zu ;-) Bleibt ja alles freundschaftlich, oder? :prost: (Zum nächsten Muc bin ich hoffentlich wieder dabei, dann schließen wir den Diskurs zu den Einschalern mit einem oder zwei kühlen Blonden ab :D) Schön, dass Dir die Uhr gefällt. Mit dem Design hast Du Recht - auch ich wünsche mir mehr Mut der heutigen Designer. (Anderenfalls findet sich dann vielleicht keiner mehr, der die Tagespreise bezahlt, wenn es so schöne Vintages gibt :D)

@ brunemto: danke für das Lob, Torsten. Freut mich, dass Dir das Zifferblatt gefällt - die Kombination aus braun, Stahl und rot ist "striking".

@ schmittko: auch Dir vielen Dank, Till :super: Ich freue mich sehr, dass Dir Uhr, Vorstellung und Fotos (!) gefallen haben.

Viele Grüße
Andreas
 
#18
falko

falko

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Schöne Vorstellung einer sehr interessanten Uhr in traumhaftem Zustand, vielen Dank! Nur die Verbindung des Sekundenzeigers mit dem Federahorn erschliesst sich mir nicht.;-)
 
#19
Samurai

Samurai

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Hallo Tomcat,
danke für die Blumen, aber als Expert würde ich mich nicht bezeichnen. Ich hab mir halt nur einmal "Bastelware" andrehen lassen (obwohl die im perfekten Zustand war). Hab aber schon viel im Netz gelesen, damit mir das nicht mehr passiert.

Zum Thema Datierung: Glaube in der Zwischenzeit auch an 1981. Heute hat mich der Ehrgeiz etwas gepackt und es finden sich mehrere Hinweise auf 1981 (allerdings konnte ich auf die Schnelle keine Modellvariante zuordnen).

Zum Thema Glas: Alle Bells, die ich in der Hand hatte (-601x und die Kissenform) hatten das "runde" Glas (glaube es nennt sich HW).
Habe in der Zwischenzeit schon 2 von Sternkreuz verbaut. Innen sind die von der Zeigerfreiheit ok, Durchmesser ist ein My größer, die gehen schwerer rein. Die Außenkontur ist etwas anders (Vergleich siehe Link).
http://www.thewatchspot.co.uk/images/BlogImages/Large/4006-6021-3.jpg
Ich kann aber nicht ausschließen, das in deine Gehäuseform auch ein andere Glas rein kommt.

Wenn man sich etwas mit Bilder in Netz beschäftig, und weiss wie die Schliffe sein sollten, welche Zeiger zu welcher Nummer gehören, welche ZB Aftermarket sind (Grün z.B) ist Bastelware und Rundpolieren leider an der Ebay-Tagesordnung.

Allein schon aus diesem Gründen ist die Uhr besonders toll und der Gesamtzustand sucht seines gleichen.

Gruß
Sebastian
 
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#20
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Tomcat1960

Guest
@ Falko: danke, Gerd! Eine Nachbarin von uns hat so einen rotgefiederten asiatischen Ahornbaum (zumindest sagt sie, dass es einer ist) - und dessen Blätter wachsen um einen roten "Zweig" in der Mitte. Dessen Rot sieht aus wie der Sekundenzeiger an meiner "Belle".

@ Samurai: nochmals vielen Dank für die Blumen. Da habe ich wohl richtig Glück gehabt ;-)

Viele Grüße
Tomcat
 
Thema:

Herbstblume oder: Not your usual Seiko Bell-Matic (Ref. 4006-6027)

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