Heiteres und Witziges: Anekdoten zur "Fachberatung&quot

Diskutiere Heiteres und Witziges: Anekdoten zur "Fachberatung&quot im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Liebe Freunde! In diversen Beiträgen "blitzen" immer wieder kurz angeführte Verirrungen auf, die man im Gespräch mit "FachverkäuferInnen"...
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RiGa

RiGa

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Liebe Freunde!

In diversen Beiträgen "blitzen" immer wieder kurz angeführte Verirrungen auf, die man im Gespräch mit "FachverkäuferInnen" schmunzelnd (oder auch nicht) zur Kenntnis nimmt.

Ich glaube, hier ist noch viel mehr drin! Ein jeder von uns hat ja wohl auch schon die irrwitzigsten Antwortversuche "vor den Latz geknallt" bekommen, sei es "Batteriewechsel bei einer Automatik" oder . . .

Und genau hier ersuche ich Euch, Eure wirklich abstrusesten Erfahrungen mit UhrenverkäuferInnen zu posten.

Danke!

Als "Starter" lege ich vor (es ging um eine CERTINA DS1 Automatic):

...
Dann ein paar zielgerichtete Fragen (zugegebenermaßen fies - aber auch sehr neugierig, was so kommen wird):
Ich: Welches Werk? [Als ob ich das nicht wüßte *gg*]
Verkäuferin: Ein Automatikwerk. [Ich innerlich schon kicher] - Griff zur Lupe - "Da steht 25 Jewels."
Ich: Ein ETA-Werk?
Verkäuferin: Meistens! [echt, wirklich, könnts mir glauben]
Ich: Muß man die immer Aufziehen?
Verkäuferin: Besser wärs - sollte aber schon eine Woche oder so laufen.
Ich: Da steht SAPPHIRE am Boden, was heißt das?
Verkäuferin: Das ist besonders hartes Saphirglas.
Ich: Der Glasboden?
Verkäuferin: Ja, wenns da steht, wirds wohl der Boden sein. Aber da können Sie gerne beim Hersteller nachfragen.

Eine Frage nach Verstellbarkeit der Lünette hab' ich mir dann verkniffen - sonst hätt' die arme DS1 gar nicht gewußt, wie ihr geschieht. :-D


"Ausriß" von https://uhrforum.de/certina-ds1-automatic-t5350-15.html#67787
 
U

uhrmensch

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#1:
verkäufer: "wenn das automatikwerk der seiko mal den geist aufgibt, läßt es sich nicht reparieren. dann muß ne neue her."
ich: "aha ... aber kommt das nicht darauf an, was kaputt ist?"
verkäufer: "nein."

#2:
ich: "hallo. ich suche eine seiko 5 sports."
verkäuferin: "und wie sieht die aus?"

#3:
ich: "guten tag. ich interessiere mich für eine seiko 5 sports."
verkäuferin: "ingersoll haben wir aus unserem sortiment entfernt, die reklamationen waren zu hoch."

... will be continued ...

uhrmensch
 
woBBer89

woBBer89

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Beim Zoll:

Zollbeamter: Was ist das für eine Uhr?
Ich: Eine Orient Automatik.

Zollbeamter: Aha, läuft die mit Batterie?
Ich: Nein, die läuft wie der Name schon sagt, automatisch ohne Batterie.

Zollbeamter: Also muss man die aufziehen?
Ich (schon etwas amüsiert): Nein, die läuft durch die Bewegungsenergie, wenn man sie trägt.


Ich hab mich schlapp gelacht nachher :-D [/i]
 
berlioz73

berlioz73

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@ RiGa - ja ist schon witzig wie manche verkäuferinen mit ihrem halbwissen über uhren bei den ein oder anderen gezielten fragen ins schleudern kommen.

man sollte ihnen allerdings zu gute halten, dass sie diese extrem leidenschaft bezüglich mechanischer armbanduhren nicht in unserem sinne teilen.

insofern ist es durchaus nachvollziehbar, dass sie nicht über alle details von uhren bescheid wissen. immerhin versuchte sie - in deinem geschilderten fall - ihr bestes zu geben und war ehrlich. ;)

PS: mehrheitlich wissen sogar die kunden meist nicht einmal welches werk nun in der breitling tickt, welches sie für viel geld als statussymbol kaufen.

gruß dirk :)
 
eastwest

eastwest

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berlioz73 schrieb:
man sollte ihnen allerdings zu gute halten, dass sie diese extrem leidenschaft bezüglich mechanischer armbanduhren nicht in unserem sinne teilen.
Das hast Du aber nett gesagt! :D

eastwest
 
striehl

striehl

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Der Laden führt Chronoswiss und Ingersoll:

"Fach"verkäuferin (sinngemäss): "Da tut sich nicht viel, die machen doch eh alle das selbe"

:lol:
 
eastwest

eastwest

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striehl schrieb:
Der Laden führt Chronoswiss und Ingersoll:

"Fach"verkäuferin (sinngemäss): "Da tut sich nicht viel, die machen doch eh alle das selbe"

:lol:
Da trägt der Chef ja schon die Schuld, bei der Mischung!

ew
 
Chronischer_Fall

Chronischer_Fall

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Versuch, ein Stahlarmband mit 24mm Anstossbreite zu bekommen:

Juwelier A:

CF: Guten Tag, ich hätte gerne für diese Uhr ...
V: Tragen sie die Uhr selbst?
CF: Ja, weshalb? :roll:
V: Das ist doch die neue Blabla, die trägt man am Lederband.(kennt also den Preis der Uhr)
CF: (sinngemäß) Na und? Könnten sie mir trotzdem ihre Armbänder zeigen?
V: ich hätte ein Passendes - ist von Breitling, kostet 1200,- € (die Uhr selbst kostete nur gut die Hälfte)


Juwelier B:

CF: Guten Tag, ich hätte gerne ...
V: (nach zehnminütigem Wühlen in den Schubfächern) Ham wa nich, aber ick ruf mal beim Hersteller an, wat der so für Ideen dazu hat. Montach und Dienstach hab ick frei, Mittwoch und Donnerstach hab' ick Berufsschule, Freitach weeß ick noch nich. Ick rufe sie dann übernächsten Montach zurück, ja?

Das ist jetzt vier Wochen her. Vielleicht musste er in der Berufsschule so lange nachsitzen, Thema: Kundenkommunikation? :D


Juwelier C:

CF: Guten Tag ...
V: holt eine Wühlkiste aus dem Regal, in der sich ein Haufen alter Armbänder befinden, die er wohl alle mal gegen Neue ausgetauscht hat.
CF: (nach kurzem angewiderten Blick) Nee, is nix dabei.
V: Ich hab' da noch was! Ganz neu von einem Kollegen besorgt und sehr exklusiv: ein poliertes Milanaiseband (:shock: na toll, für eine matt gebürstete Uhr; das Band ist auch viel zu lang für meinen Armumfang und lässt sich, wie das bei Milanaise üblich ist, nicht beliebig kürzen)
CF: Nö, danke.
V: Aber ein Lederarmband passt doch auch ausgezeichnet.
CF: Ja, wird wohl vorerst dabei bleiben müssen.
V: Wie finden sie die? (zeigt mir ein paar hässliche und billige Bänder in allen möglichen und unmöglichen Farben)
CF: Nö, da belasse ich es lieber beim Originalen.
V: Schade, ich hätte ihr altes Band sehr gut weiterverkaufen können. :hammer:
 
C

caramanga

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hatte auch letztens ein tolles Erlebnis bei Christ in Frankfurt. Ich habe eine ML Uhr mit silbernen Zeigern und einem silbernen Zifferblatt, die daher nicht besonders gut ablesbar ist. Ich frage eine Verkäuferin, ob man da andere Zeiger z.b. gebläute drannmachen könnte (da man mir bei Wempe schon gesagt hat, dass ihc mit der Frage zu einem Vertrieb von ML gehen müsste und Christ die ja verkauft). Die Antwort, da müsste ich die Uhr dalassen, damit sich ihr Uhrmacher das anschauen kann. Wieso, ich kann doch genau sagen, wie das Modell heißt, dann müsste der (der an dem Tag schon nach Hause gegangen war) das wissen... Nein, der müsste die sehen. Kurz danach kommt der andere Angestellte, der bei meiner zweiten Uhr das Armband gekürzt hat und meint auf meine Frage: "Ja, kein Problem, können wir ändern, muß aber eingschickt werden". Also geht doch sofort...
 
Chronischer_Fall

Chronischer_Fall

R.I.P.
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Mir fällt noch einer ein.

1998 hatte ich eine Retro-LED-Uhr von Fossil erworben. Als zwei oder drei Jahre später der Baterietausch anstand, bin ich damit zum nächsten Uhrmacher.

CF: Guten Tag, ich möchte gerne ...
V: Nee, für so'ne alte Uhr gibt's doch keine passenden Batterien mehr.
CF: Doch, ich denke schon. Die sieht nur alt aus, ist aber aktuell.
V: Haben wir trotzdem keine Batterien für.
CF: Wollen sie nicht wenigstens mal nachsehen, was da reinkommt?
V: Nö, brauch' ich nicht.

Am nächsten Tag im Kaufhaus war das kein Problem. Fünf Mark. Fertig.
 
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clockwork_orange

Guest
Bei Karstadt:

Ich: Diese Solaruhren von Casio haben doch bestimmt einen Akku eingebaut
und der hält doch bestimmt auch nicht ewig, oder?

Verkäuferin: Is' nix Akku! Guckst Du hier: is' S-O-L-A-R! Is' mit Sonne!

Ich: Ahhja... ;)
 
J

jazzcrab

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berlioz73 schrieb:
man sollte ihnen allerdings zu gute halten, dass sie diese extrem leidenschaft bezüglich mechanischer armbanduhren nicht in unserem sinne teilen.

Insofern ist es durchaus nachvollziehbar, dass sie nicht über alle Details von uhren bescheid wissen. immerhin versuchte sie - in deinem geschilderten fall - ihr bestes zu geben und war ehrlich. ;)
Ein wichtiger Beitrag. Wenn man es nüchtern betrachtet, sind die meisten sogenannten "Fachverkäufer" völlig inkompetent (was man Ihnen nur zum Teil übelnehmen kann). Das habe ich sowohl beim Juwelier als auch im Buchhandel, Fotofachgeschäft, Computershop etc. etc. erlebt. Wenn man so schlecht bezahlt wird wie die meisten Verkäufer, sollte man nicht erstaunt sein, wenn diese sich in ihrer oft spärlichen Freizeit nicht mit ihren Verkaufsobjekten beschäftigen.

Worüber wundert Ihr Euch eigentlich??? Das ist doch einer der Gründe, weshalb man heute oft online kauft, vor allem, wenn kein brauchbarer "Fach"-Handel in der Nähe ist.
 
berlioz73

berlioz73

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jazzcrab schrieb:
Wenn man so schlecht bezahlt wird wie die meisten Verkäufer, sollte man nicht erstaunt sein, wenn diese sich in ihrer oft spärlichen Freizeit nicht mit ihren Verkaufsobjekten beschäftigen.

Worüber wundert Ihr Euch eigentlich???
das kann ich unterstreichen!

gruß dirk
 
Frankman

Frankman

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berlioz73 schrieb:
jazzcrab schrieb:
Wenn man so schlecht bezahlt wird wie die meisten Verkäufer, sollte man nicht erstaunt sein, wenn diese sich in ihrer oft spärlichen Freizeit nicht mit ihren Verkaufsobjekten beschäftigen.

Worüber wundert Ihr Euch eigentlich???
das kann ich unterstreichen!

gruß dirk
Deshalb informiere ich mich vorher, sehr zum Leidwesen meiner Frau, wegen der sich stapelnden Fachzeitschriften.
Dann rein in den Laden, einpacken lassen, zahlen, danke, wiedersehen.
Keine Gespräche, keine Beratung, man weiß, was man will. So bin ich immer am besten gefahren.

Gruß Frankman
 
Junnghannz

Junnghannz

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Was hat das mit spärlicher Bezahlung zu tun? Wenn ich Fachverkäufer/in bin, habe ich meinem "Fach" entsprechend eine gewisse Minimalkompetenz zu besitzen, sonst bin ich letztendlich immer noch überbezahlt, da Fehl am Platze!

Es ist ohnehin erstaunlich, daß man sich als Laie - unabhängig davon, ob es sich nun um Unterhaltungselektronik, Computer, Fotoapparate etc. oder eben um Uhren handelt - innerhalb kürzester Zeit durch das Studium diverser Zeitschriften oder den Besuch von Internetforen ein Grundwissen aneignen kann, das nicht selten über das hinausgeht, was sich Leute "vom Fach" während jahrelanger Berufsausübung erworben haben.

Ich gehe davon aus, daß die Fachkompetenz des Verkaufspersonals in Zukunft noch weiter schwinden wird.

Gottlob gibt es die Möglichkeit, im Internet zu kaufen!


Viele Grüße

Wolfgang
 
Treets

Treets

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Moin Kollegen!

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade in den Hochglanz-Uhrenabteilungen großer Kaufhäuser oder in Filialen von Juweliersketten (Wempe, Christ) Einiges im Argen ist.

So erhielt ich unlängst in einem Kaufhaus auf die Frage, ob in einer speziellen Mido ein Chronometerwerk verbaut sei die Gegenfrage, was denn ein Chronometerwerk sei :lol2: .

Bei Christ wurde mir von einer jungen Dame auf die Frage, ob eine hinter Glas stehende Uhr eine Quarz oder Automatik sei, mitgeteilt, dass sie dies nicht wisse und nachfragen müsse :roll: .

Und in einer Wempe-Filiale wurde meine Frage nach dem Preis einer mir optisch sehr zusagenden Uhr hochnäsig mitgeteilt, dass ich mir die nicht leisten könnte (ohne den Preis zu nennen) :stupid: .

Es gibt aber auch noch die guten Läden. Bei meinem Lieblings-Konzi kann man mit den beiden Chefs schön fachsimpeln. Man bekommt einen Kaffee gereicht, die Herren wissen über ihre Uhren Bescheid und kennen sowohl die Marken-Geschichte als auch die Werke. Nicht vorrätige Uhren werden auch gern zur Ansicht bestellt. Und schließlich werden Preise genannt, die jeden Ebay-Schnapp oder Online Konzi ganz schlecht aussehen lassen.
In solche Läden geht man dann immer wieder gern...

Viele Grüße
Treets
 
M

markusg77

Guest
clockwork_orange schrieb:
Bei Karstadt:

Ich: Diese Solaruhren von Casio haben doch bestimmt einen Akku eingebaut
und der hält doch bestimmt auch nicht ewig, oder?

Verkäuferin: Is' nix Akku! Guckst Du hier: is' S-O-L-A-R! Is' mit Sonne!

Ich: Ahhja... ;)
:lol: WELTKLASSE! :lol:
 
Chronischer_Fall

Chronischer_Fall

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Junnghannz :klatsch:

Das klingt zwar alles ganz toll, was hier zum Thema Bezahlung/Qualifikation geschrieben wird, unterschlägt aber, dass auch in vergangenen Zeiten, als das Lohnniveau im Handel noch nicht so im Keller war und man oft auch viel mehr Einfluss auf den Lohnzettel hatte (Umsatzbeteiligung etc.), die Fachberatung nicht selten zu wünschen übrig ließ! Noch schlimmer ist die soziale Inkompetenz, die einem im Einzelhandel oft entgegenschlägt. Die ist mit keinem noch so geringen Gehalt entschuldbar!

Ich habe sogar den Eindruck, früher, als große Kaufhausketten noch weit über Tarif zahlten, als Jobs noch ein Leben lang hielten und hinter jedem Arbeitnehmer ein loyaler Betriebsrat stand, da war es für den Kunden schlimmer. Wie oft musste man warten, bis die drei Damen jenseits der Fünfzig, die hinter der Kasse standen (und den Job machten, für den heute einer gnügt), ihr Kaffeekränzchen beendet hatten, bevor sie sich des Kunden erbarmten? Heute ist es umgekehrt, da gehen einem die Damen und Herren Verkäufer auf den Sack, sobald man den Laden betritt! Auch nicht besser. Da hat man häufig das Gefühl, mangels Argumenten solle man mit Aufdringlichkeit "überzeugt" werden.

Seit geraumer Zeit versuchen immer wieder Leute, die keine sonstigen verwertbaren Qualifikationen besitzen, mit simplen Ideen Einnahmen zu erzielen. Das geht am freien Markt irgendwann zwangsweise in die Hose, so lange man keine zündenen, schwer nachahmbaren Ideen besitzt. Mir fallen dazu vor allem der Handel, das Fuhrgewerbe, die Gebäudereinigung oder der Objektschutz ein. Alles Branchen, in denen der Konkurrenzkampf ausschließlich über den Preis funktionieren kann. Und so lange es keine Regulierung von aussen gibt, sind die Leidtragenden der Gewinnabsichten dieser Unternehmer in Rezessionszeiten stets deren Angestellte! Wer dort tätig ist, bei dem muß zum Beruf auch immer ein Stück Berufung gehören. Ansonsten muss er sich fragen lassen, ob er nicht schon drei Ecken zuvor die Weichen falsch gestellt hat.

Erschwerend kommt im Einzelhandel noch dazu, dass dank kaum notwendiger Kompetenz bei Einstellung viele einfach das verkaufen, was gerade ihrem kurzfristigen Lifestyle-Hobby entspricht (extrem ausgeprägt bei Mobilfunk-Verkäufern). Wenn man aber Nokia-Fan ist und Mobiltelefone verkauft, dann sollte man sich auch mit Mororola oder Samsung mal auseinandergesetzt haben. Und als Frau mit Hang zu Damenschmuck, die sich in einem Juwelier anstellen lässt, darf man damit rechnen, auch mal in der Uhrenabteilung beraten zu müssen. Diese Einsichten vermisst man aber häufig beim Fachpersonal. Manchmal scheint das Hobby auch längst passé, aber den Job hat man wohl noch an der Backe.

Und was die karge Freizeit/ mangelnde Weiterbildungschancen betrifft: der heutige Einzelhandelsjob ist nicht so strukturiert, dass man permanent rotieren muss und in Leerzeiten Staub zu wischen hat (wenn man nicht gerade beim Discounter an der Kasse sitzt; aber dort erwartet auch schon niemand mehr Fachkompetenz). Ich habe als Abiturient und Student viele Jahre nebenher in einem großen Berliner Elektrofachmarkt gearbeitet. Ich durfte auch schon allerhand anderen Jobs nachgehen und kann deshalb behaupten, soviel individuell gestaltbare "Freizeit", wie sie Fachverkäufer während des Arbeitstages haben, besitzen die Angestellten der allerwenigsten Branchen!



Zugute halten kann man dem Verkaufspersonal, dass es sich oft allen möglichen Warengruppen widmen muss. Der Kunde interessiert sich jedoch nur für ein einzelnes Produkt daraus. Da fällt es ihm naturgemäß nicht schwer, mit kurzer Recherche das mangelhafte Detailwissen des Fachpersonals zu überflügeln. Wenn der Schalungsbauer dem Architekten einen Vogel zeigt, weil der dessen System nicht aus dem Schlaf beherrscht, dann ist auf der Baustelle schnell für Erheiterung gesorgt. So hat man leicht einen Grund gefunden, sein kümmerliches Dasein zu pushen, indem man dem Planer Idiotie vorwirft. Dass aber dieser Planer sich noch mit zig anderen Gewerken befassen muss, wird dabei häufig übersehen.
 
RiGa

RiGa

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Liebe Freunde!

Wirklich DANKESCHÖN fur Eure umfangreich recherchierten Beiträge.

Vielleicht habe ich diesen Thread auch schlecht "eröffnet" - mir lag nicht daran, irgend jemandem nahezutreten, über dessen Background ich mir an dieser Stelle/in diesem Zusammenhang noch keine so tiefe Gedanken gemacht habe. Mag schon sein - und einige offensichtlich gefrustete VerkäuferInnen, die ebendiesen Frust klar erkennen lassen - daß auch in dieser Branche "harte" Sitten vorherrschen. Aber andererseits: Wo gibt es denn heutzutage noch "gelobte Inseln"? In der Berufswelt ist es eben halt wesentlich rauher geworden - der Wind bläst steif von vorne. Aber wir alle leben in dieser Welt wie Wölfe unter Wölfen, jeder für sich und keiner für alle.

Und dann gibt es Gott-sei-Dank noch genügend "Ausnahmen" - auf seiten des Verkäufers als auch des Verbrauchers. Ich denke mal, es steht nicht so schlecht um die solide Fachberatung - man muß sie halt nur suchen - zu finden ist sie meines Erachtens schon ("Dankbarkeit" miteingeschlossen - daß resultiert dann in massiver Kundentreue).

Also, wie erwähnt, meine Intention war eher, HEITERES hervorzurufen. Ehrenrührigkeit sollte beiseite stehen.

Danke + Gruß, Richard
 
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