Hat Chronoswiss ein Problem?

Diskutiere Hat Chronoswiss ein Problem? im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Guten Abend euch allen, ich würde gerne einmal eine Sache ansprechen, die mir ein wenig seltsam vorkommt: Hat Chronoswiss derzeit ein Problem...
Der Baron

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Guten Abend euch allen,

ich würde gerne einmal eine Sache ansprechen, die mir ein wenig seltsam vorkommt: Hat Chronoswiss derzeit ein Problem oder sind die Preise dieser (meiner Meinung nach oft sehr gelungenen) Uhren derzeit einfach niedrig?

Ich selbst besitze 2 Exemplare, die Kairos und die Delphis - und beide scheinen nur noch einen Bruchteil ihres Preises wert zu sein. Gerade die Delphis ist meinem Geschmack nach eine sehr gelungene, innovative Uhr; da sollte doch etwas mehr Stabilität herrschen. Dabei handelt es sich doch durchaus um eine recht solide Firma.

Wäre sehr an eurer Meinung/euren Erfahrungen interessiert!

Einen schönen Abend,
der Baron
 
Käfer

Käfer

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Analog könnte man die Fragen auch zu Maurice Lacroix stellen und noch ein paar anderen Marken. Ich denke, der freie Markt azeptiert die aufgerufenen Preise dieser Marken nicht und die viel tieferen am freien Markt aufgerufenen Preise sind die effektiven Marktpreise,
 
Treets

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Sehe ich ähnlich!

Die von Chronoswiss aufgerufenen, recht ambitionierten Preise waren ja schon häufig Anlass zur Kritik, da der Hersteller wohl in erster Linie (oder sogar ausschließlich?) zugekaufte, leicht veredelte Standardwerke verbaut.
Und wenn in Folge der allgemeinen Geldknappheit das Geld nicht mehr ganz soooo locker sitzt, sind viele Uhrenfreaks (und nur die kennen Chronoswiss) wohl auch nicht mehr bereit, für Standardwerke Manufakturpreise zu zahlen...

Viele Grüße
Treets
 
Käfer

Käfer

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Das mit den Standardwerken trifft so nicht zu. Es werden u.a. Enicarwerke verwendet, die "veredelt" werden (und wohl auch weiter entwickelt worden sind). Chronosiwss soll auch die entsprechenden Maschinen aus dem Konkurs von Enicar gekauft haben. Man kann also durchaus davon sprechen, dass Chronoswiss auch Manufakturwerke verwendet.
 
Treets

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Naja, wenn Chronoswiss Enicar-Werke verbaut, ist das ja nicht unbedingt gleich eine Manufaktur. Sind letztlich ja auch nur zugekauft, oder nicht?

Mein Begriff von Manufaktur ist, dass das Uhrwerk von A bis Z vom Hersteller entwickelt und gebaut wurde. Ich weiß, dass es viele Hersteller mit der Definition etwas anders halten. Mir persönlich ist ein eigenes, furchtbar exklusives Werk ja gar nicht so wichtig, da ich ein zig-tausendfach bewährtes ETA-Werk in vielen Fällen qualitativ höher einschätze. Aber wenn sich schon jemand Manufaktur nennt, sollte er meiner Meinung nach schon eine sehr hohe Entwicklungs- und Fertigungstiefe einhalten!

Viele Grüße
Treets
 
Käfer

Käfer

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Ach ja..........denk nur nicht, dass all die vielen Manufakturwerke alle jeweils in house entwickelt worden sind. Wer hat noch mal das El Primero entwickelt (nein, Zenith wars nicht). Und Standardwerke sind die Enicarwerke nun mal nicht.

Und man vergisst halt bei der ganzen Manufakturmarketindiskussion (und eine Markteingblase ist dieser "Manufakturwahn" meiner Meinung nach) gerne, dass die Uhrenidustrie extrem arbeitsteilig arbeitet - immer noch. Selbst bei den Manufakturwerken ist wohl höchstselten alles in house gemacht (nein, auch bei Rolex nicht).
 
J

Jorge22

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dass Marktpreis von UVP des herstellers deutlich auseinander gehen ist dann der Fall (*********** mit Fantasie-UVP mal ausgenommen), wenn dei geforderten Preise nicht zum Standing von Produkt und Marke am Markt passen.

Ein Hersteller, der sehr renommiert ist und hochwertige Uhren mit Manufakturwerk anbietet, hat kein Problem, von zb 4100 € Liste 3950 € Marktpreis beim Konzi durchzusetzen. Bestes Beispiel Rolex Sub nodate.

Ein Hersteller, der beim Markenwert (Brand Value) sehr weit hinten steht, das heisst dem Großteil der bevölkerung nichtnmal bekannt ist und zusätzlich Produkte anbietet, die überteuert sind (zb Uhr ohne manufakturwerk für 4000€) muss mit massiven Abschlägen am Markt rechnen...

Ich wunder mich ohnehin wie hoch die erzielbaren Preise von Chronosswiss sind. Von der Preispositionierung gehören sie für mich in die Range Nomos: im gegensatz zu Nomos zwar keine Man.kaliber und unbekannter, aber deutlich hochwertiger in der Verarbeitung
 
G-Shock

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Ich halte Chronoswiss für eine "ehrliche" Marke. Und was die Preise angeht: ich kenne niemanden, der eine Breitling oder Omega unter mind. 25 % LP kauft. Ihr?
 
Der Baron

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Nun, ich habe mir auch gedacht, dass es an der derzeitigen Wirtschaftslage liegt - allerdings sind die Abschläge gewaltig; ich habe eine Chronoswiss neu zu nur 45% vom UVP bekommen - und hier sogar eine mit einem (mehr oder weniger) Manufakturwerk.

Vom Markenimage kann ich es nicht wirklich nachvollziehen, eine Maurice Lacroix wird z.B. nicht bei Bucherer gehandelt - und Chronoswiss hat immerhin ein ganz anderes Sortiment zu bieten...

Liebäugele aus diesem Grund mit einem Tourbillonmodel von Chronoswiss, da auch diese fast schon "verramscht" werden - was meint ihr, macht man da was falsch?

Grüße,
Der Baron
 
G

grandecomplicati

Gast
Ich halte Chronoswiss für eine "ehrliche" Marke. Und was die Preise angeht: ich kenne niemanden, der eine Breitling oder Omega unter mind. 25 % LP kauft. Ihr?

Das ist eine politisch unkorrekte Frage. Menschen, die andere Menschen kennen, die Breitlings, Omegas (und andere) mit mehr als 25% unter LP organisieren, werden sich wohl kaum in einem öffentlichen Forum outen.

Mit anderen Worten: Nein, kennen wir nicht

e
 
cosmo.1

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Da wo es denm besten Wein im Rheingau gibt
Das ist eine politisch unkorrekte Frage. Menschen, die andere Menschen kennen, die Breitlings, Omegas (und andere) mit mehr als 25% unter LP organisieren, werden sich wohl kaum in einem öffentlichen Forum outen.

Mit anderen Worten: Nein, kennen wir nicht

e
Das hat nichts mit organisieren zu tun . Da geht man zum Uhrenfachgeschäft und fragt. Bei mir gibt es einen , der sagte zu mir wenn ich mich nicht entscheiden könnte würde er mir 25% Rabatt gewähren . Ich hatte nicht mal gefragt und das war zu einer Zeit als das Geld noch locker saß , möchte nicht wissen was der mir jetzt gewähren würde.
 
Wristwatch

Wristwatch

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Hallole Baron....

ich denke man macht nichts falsch mit Chronoswiss, natürlich aber unter der Voraussetzung dass man voll hinter ihr steht, sowohl in Qualität (absolut vorhanden) als auch Design/Aussehen, was eben Geschmackssache ist.
Kurz und gut wenn sie einem gefällt...warum dann nicht!

Mir würde jede Chronoswiss gefallen, bin sozusagen Fan, habe aber leider noch keine gekauft. Daher wäre ich für einen Tipp wo Chronoswiss "verramscht" wird sehr dankbar, da ich persönlich dieses noch nicht erlebt habe. Bisher hatten die Uhren immer einen recht hohen stabilen Preis und waren kein Schnäppchen.
Tipp gerne auch per PN.

Danke und Grüßle

Ralf
 
Adonnam

Adonnam

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Dem Wunsch von Wristwatch würde ich mich anschliessen und mich ebenfalls über eine entsprechende Nachricht freuen. Ich habe mich bisher von den aufgerufenen Preisen abschrecken lassen. Wenn das anders geht, dann würde ich mit einer Regulateur Kunde werden wollen :-)
 
Excalibur

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Und was die Preise angeht: ich kenne niemanden, der eine Breitling oder Omega unter mind. 25 % LP kauft.
:hmm: Wie meinen?

Ich verstehe den Satz nicht. Natuerlich wird kein Haendler Uhren unter 25% des LP verkaufen wollen, insofern kann man auch niemand kennen. Also kaufen alle oberhalb von 25% des LP, was dann normal waere (26-100% des LP). Wobei Rabatte bis 74% wohl auch unsinnig und unrealistisch sind.

Aber ich schaetze, der Satz soll mit 25% Rabatt zu tun haben.
In dem Zusammenhang ist mir schleierhaft, wie Haendler bei Cosmo 25% geben. Ist was mit den Uhren? Ist der Haendler so am Ende, das er froh ist, die Uhr irgendwie loszuwerden? Ich denke, alles bis 10% ist machbar, aber die Traumrabatte, die hier teilweise verbreitet werden... wo zum Henker soll es die geben?

Gruss, Excalibur

PS: Einen Regulateur haette ich auch gerne, aber nicht zum aufgerufenen Preis. ;-)
 
Treets

Treets

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@Excalibur:
Also ich habe bereits des Öfteren mehr als 20 % Rabatt auf Uhren bekommen - und ich bin kein besonders großer Feilscher.

Habe gerade mal nachgerechnet:

- Junghans Max Bill Chronoscope: 23 %
- Rado Original Diver: knapp 22 %
- Breitling Navitimer: 26 %
- Longines Hydro Conquest Chrono: 28 % (!!!)
- Oris TT3 Chrono lmt. Edition: 30 % (o.k., da war aber Ausverkauf beim Konzi wg. Geschäftsaufgabe)

Die anderen Uhren habe ich immer beim ganz normalen Konzi im Ladenlokal erstanden. Ich habe nie groß gehandelt oder gefeilscht, sondern nur nett nach dem Hauspreis gefragt. Lustiger Weise meist erst nach meiner verkündeten Entscheidung (ich hätte jeder dieser Uhren auch ohne den Rabatt gekauft - bis auf die Breitling...). Vielleicht ist das das Geheimnis...? Keine Ahnung...

Auf jeden Fall kommt man mir eigentlich immer sehr entgegen...

Viele Grüße
Treets
 
G-Shock

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Genauso siehts aus. Ausnahmen bei mir waren bislang Rolex und Sinn: 3% Barzahlerrabatt, das war es dann auch.
 
Noctilux

Noctilux

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Ich bin ebenfalls der Meinung, daß Chronoswiss sich (wie viele andere Marken auch punktgenau mit der Einführung des Euro) preislich zu weit vom ehemals angestammten Kerngeschäft, sowie der ursprünglichen Position im Markt entfernt hat.

Gerade die Produktlinien, wo nur noch ETA eingeschalt wird, sind mittlerweile vom Preisniveau einfach jenseits von Gut und Böse. Bei allem Respekt vor der Verarbeitungsqualität der Uhren - eine UVP von jenseits der 5K für einen Lunar Chrono (beispielhaft, genauso könnte man die Modellfamilien Tora, Timemaster etc. anführen) mit einem Valjoux 7753er mit personalisiertem Aufzugsrotor ist einfach maßlos überzogen. Das Mißverhältnis kann dann auch ein zwanzig- oder fünfundzwanzigprozentiger Nachlaß beim Konzi nicht mehr geraderücken.

Dazu kommt dann noch das grundsätzliche Portfolio, welches für meinen Eindruck nicht immer optimal aufgestellt war/ist. Eigenartige Exkurse in Regionen um die 30K für einen CRL-Tourbillon mit Progress-Basis dürften auch bei den treuen Bestandskunden für ein gewisses Befremden gesorgt haben.

Nebenbei dürfte der aktuelle Hoffnungsträger des Unternehmens, die neue "Sauterelle" mit eigenem Manufakturkaliber mit springender Sekunde, ausgerechnet eine Komplikation bieten, die bei den meisten Uhrenliebhabern, welche die Anschaffung eines Neuerwerbs in dieser Preisregion planen, auf wenig Resonanz stoßen wird.
 
D

Deichkind

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Ach ja..........denk nur nicht, dass all die vielen Manufakturwerke alle jeweils in house entwickelt worden sind. Wer hat noch mal das El Primero entwickelt (nein, Zenith wars nicht). Und Standardwerke sind die Enicarwerke nun mal nicht.

Wer hat denn das El Primero entwickelt? Das interessiert mich ehrlich.

Entschuldigung fürs reingrätschen:oops:
 
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