Hart aber fair - DEKLA Turbulenz v.2 Pro mit Magnetfeldschutz und gehärtetem Gehäuse

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Prolog

Wer erinnert sich nicht an den letzten Teil der Indiana Jones Tetralogie, in dem Harrison Ford nur knapp einer Atomexplosion im Inneren eines bleiummantelten Kühlschranks entgeht? Natürlich wie immer, ohne die geringsten Blessuren davonzutragen. Die daraus zwangsläufig resultierende Strahlenbelastung des Dr. Jones wurde im Verlauf des Films allerdings weniger ernst genommen.
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Zuvor wird Indy aber noch von russischen Militärs entführt. Er soll für sie in einer Lagerhalle im Militärkomplex Area 51 in Nevada nach einer Holzkiste mit den Überresten eines nichtmenschlichen Wesens suchen. In dieser Kiste befindet sich der stark magnetische Sarkophag des Roswell-Aliens, das 1947 von der US-Army aus den Trümmern eines abgestürzten UFO‘s geborgen, untersucht und anschließend dort eingelagert wurde.

Indiana verlangt daraufhin nach metallhaltigem Schießpulver, welches er in der Lagerhalle verstreut. Dieses wird aufgrund des extrem starken Magnetfeldes von der gesuchten Kiste angezogenen und so kann diese unter Tausenden lokalisiert werden.
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Nicht überliefert ist, wie sich diese erheblichen magnetischen Kräfte wohl auf die Spiralfeder von Harrison Fords Hamilton ausgewirkt haben, aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit war seine Uhr hinterher unbrauchbar. :lol:

Kapitel 1

Wäre Indiana Jones allerdings beim deutschen Uhrenhersteller DEKLA in Stuttgart vorstellig geworden, hätte man ihm wohl dazu geraten, bei seinen Abenteuern stets eine Turbulenz v.2 Pro zu tragen. Und das sicher nicht nur wegen des serienmäßigen Magnetfeldschutzes.

Äußerst praktisch bei Achterbahnfahrten in Silberminen, zu Tal stürzenden Hängebrücken und in sich zusammenfallenden Grabkammern erweist sich auch das kolsterisierte, sprich gehärtete Gehäuse des als „Einsatzuhr“ bezeichneten Zeitmessers der kleinen, schwäbischen Uhrenmanufaktur am Neckar.

Szenenwechsel. Am Neckar bleiben wir, an dessen Windungen ich allerdings im Schneckentempo entlangfahre, denn es ist mal wieder Stau auf Stuttgarts Straßen. Ich bin mit Herrn Samovsky von Dekla Watches in den Geschäftsräumen im Stadtteil Münster verabredet, um mein Exemplar der Turbulenz v.2 Pro persönlich in Empfang zu nehmen.

Von außen deutet nichts auf einen Uhrenhersteller hin und auch im Inneren des Gebäudes findet man keinen marmorgetäfelten Tresen mit schicker Empfangsdame im Businesskostüm. Vielmehr beschränkt sich der Kundenempfangsbereich auf ein schlichtes Sofa nebst Couchtisch, auf dem eine gerade erst angeschaffte Vorrichtung zum Stanzen von Zifferblättern zwischengelagert wurde.

Im selben Raum befinden sich zwei Uhrmacher-Arbeitsplätze sowie weitere Vorrichtungen und Maschinen, unter anderem zum Bedrucken der Blätter mit der vom Kunden gewünschten Lume sowie zum Stanzen unterschiedlicher Zeigerformen.

Und da liegt sie nun vor mir, die langersehnte DEKLA Turbulenz. Auf den ersten Blick wirkt sie doch recht massig und ihre Bestimmung als „Einsatzuhr“ nimmt man ihr sofort ab!
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Bevor ich wieder aufbreche, versichere ich Herrn Samovsky, dass ich umgehend in eine baufällige ägyptische Pyramide klettern werde, um die Kratzfestigkeit meiner neuen Uhr zu testen. Anschließend werde ich den Amazonas an seiner breitesten Stelle durchschwimmen um dann auf der anderen Seite gegen Killer-Pygmäen zu kämpfen und.........
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.........in Wirklichkeit kämpfe ich auf der Rückfahrt gegen eine gigantische Blechlawine aus stinkenden Vehikeln, die sich äußerst behäbig in Richtung Heimat wälzt.

Kapitel 2

DEKLA’s 6Steel-Technologie - Kolsterisierung und Plasmabeschichtung des Edelstahlgehäuses.


Da ich in der Schule in Metallurgie jetzt nicht sooooo genau aufgepasst habe, musste ich bei Dr. Google Nachhilfestunden nehmen:

„Unter Kolsterisierung versteht man ein form-, farb- und maßfestes Oberflächenhärteverfahren für austenitische, rostfreie Edelstähle. Diese Edelstähle besitzen bei atmosphärischen Bedingungen eine ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit gegen Wasser und diverse Chemikalien. Ihre Verschleißfestigkeit und Härte sind jedoch nur gering und sie können mit herkömmlichen Wärmebehandlungsverfahren nicht gehärtet werden.

Kolsterisieren stellt eine Möglichkeit zum Härten von Edelstählen dar, ohne dabei die Korrosionsbeständigkeit zu verändern. Die Härtung erfolgt hierbei mittels eines Diffusionsverfahrens bei niedriger Temperatur (< 500 °C), wobei große Mengen Kohlenstoff eindiffundiert werden. Der Kohlenstoff wird dabei in Zwischengitterplätzen gelöst und bildet somit keine Carbide. Aufgrund der großen Mengen an eindiffundiertem Kohlenstoff kommt es zu Druckspannungen in der Oberfläche, die eine sehr hohe Oberflächenhärte bewirken. Der so erreichbare Härtewert ist abhängig von der Legierungszusammensetzung und kann zwischen 900 und 1300 HV 0,05 betragen.“
(Quelle: Wikipedia)

Beim von DEKLA verwendeten „Edelstahl 316L“ kommt man auf eine Festigkeit von 1200 - 1300 HV. Darüber hinaus wird bei DEKLA’s 6Steel-Technologie anschließend in einer Vakuumkammer auf das gehärtete Gehäuse eine Plasmabeschichtung aufgetragen, was zur Erhöhung des Korrosionswiderstandes des Metalls führt. Diese Beschichtung bietet einen erweiterten Schutz unter anderem vor Meerwasser und Schweiß. Übrigens ist der Boden nicht gehärtet. Ich meine, irgendwo gelesen zu haben, dass das mit dem Schraubgewinde zu tun hat.
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Die Kratzfestigkeit der 6Steel-Gehäuse hat DEKLA in diesem Video eindrucksvoll demonstriert: (Achtung: nichts für schwache PTM-Nerven!)

Kapitel 3

Magnetfelder und deren Folgen, sowie die Bekämpfung derselben.


Bei meinen Recherchen zum Thema „Magnetisierung“ bin ich auf der Homepage von Sinn auf diesen Text gestoßen, ich zitiere:

„Bereits in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden Armbanduhren für spezielle Einsatzzwecke gegen Magnetfelder geschützt. Elektromotoren von Lokomotiven haben einen erheblichen Störeinfluss auf den Gang von mechanischen Uhren. Spezielle „Railway-Modelle“ wurden daher durch einen Eisenmantel gegen diese Magnetfeldeinflüsse geschützt. Später empfahl sich auch bei Fliegeruhren auf Grund der magnetischen Ablenkspulen von Radarschirmen, die sich in Flugzeugcockpits und den Bodenstationen befinden, die Integration eines Magnetfeldschutzes.

Die Beschränkung des Magnetfeldschutzes auf professionelle Einsatzzeitmesser erweist sich in unserer heutigen Alltagswelt allerdings immer häufiger als überholt. Denn während das Erdmagnetfeld viel zu schwach ist, um eine Gefahr darzustellen, können Magnetfelder von Elektromotoren, Lautsprechern, Türschließern oder Ähnlichem eine mechanische Uhr nachhaltig in ihrem Gang stören.“
(Quelle: Sinn Spezialuhren, Frankfurt)

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„Wer malt die Streifen in die Zahnpasta?“, „Wie macht man Kaugummi – und wie ihn später auf dem Bürgersteig wieder weg?“, „Wie kommen die Löcher in den Käse?“ und: „Was passiert eigentlich wenn eine Uhr vom Träger einem Magnetfeld ausgesetzt wird?

„Nivarox-Spiralfedern werden aus einem temperaturkompensierenden Material gefertigt, welches unter ungünstigen Umständen aufmagnetisiert wird. Beeinträchtigungen des Uhrengangs sind daher die Folge einer aufmagnetisierten Spiralferder, also einem fehlerhaften Zustand des taktgebenden Organs der Uhr.

Zwar ist die moderne Spiralfeder den älteren Stahlfedern im Hinblick auf die Magnetfeldempfindlichkeit weit überlegen, denn Nivarox-Federn sind antimagnetisch gemäß DIN 8309*.

Diese Forderung lässt aber im Falle einer relativ geringen Magnetfeldbelastung von 4.800 A/m bzw. 6 mT – das liegt bei einem Viertel der Polstärke eines gewöhnlichen Haushaltsmagneten – einen Gangfehler von +/–30 Sekunden pro Tag zu. Die Einhaltung von Chronometernormen ist in diesem Fall nicht möglich. Wird die Feder stärkeren Magnetfeldern ausgesetzt, verändert sich die Unruhschwingung sogar nachhaltig.“
(Quelle: Sinn Spezialuhren, Frankfurt)

*DIN 8309:
„Gemäß der DIN 8309 gelten mechanische Kleinuhren dann als antimagnetisch, wenn die Gangveränderung der Uhr nach einem Magnetfeldeinfluss der Stärke von 4.800 A/m (entspricht 6 mT) nicht mehr als +/- 30 Sekunden pro Tag beträgt (Werkdurchmesser größer als 20 mm). Während die Uhr einem Magnetfeld dieser Stärke ausgesetzt ist, darf sie außerdem nicht stehenbleiben.“

Tatsächlich hat die Firma Sinn im Rahmen ihres Kundendienstes einmal eine Untersuchung von rund 1000 Uhren durchgeführt. Dabei erwiesen sich fast 60 % der eingegangenen Uhren als magnetisiert, davon die Hälfte mit starken Magnetfeldfehlern. Für diese Untersuchung wurde der Gang vor und nach einer Entmagnetisierungsmaßnahme dokumentiert. Lag der Gang vor der Entmagnetisierung bei über 5 % des durch die Entmagnetisierung erzielten Gangs, wurde ein Magnetfeldfehler konstatiert. Magnetfeldeinflüsse konnten auch dann vielfach nachgewiesen werden, wenn die Träger sich über keinerlei Kontakt mit Magnetfeldquellen bewusst waren.
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„Klingt komisch, ist aber so!“ Magnetfeldquellen kommen also überall in unserem Alltag vor. Oha!

Und was macht man nun dagegen?

Eigentlich ganz einfach: man packt das Uhrwerk ein! Magnetfelder können nämlich durch magnetisierbare Werkstoffe umgeleitet werden. Bringt man einen Hohlkörper aus Eisen in ein Magnetfeld, so lässt sich beobachten, dass ein Großteil der Feldlinien in der Wandung des Hohlkörpers gebündelt wird. Der Innenraum wird dadurch weitgehend magnetisch abgeschirmt. Wichtig ist, dass nach einer Magnetfeldeinwirkung der Schutzmantel nicht aufmagnetisiert bleibt, da er sich in diesem Falle selbst in eine Störquelle verwandeln würde. Stoffe, die sich leicht magnetisieren lassen, aber dennoch nur eine geringe Remanenz – das heißt nach einer Magnetfeldeinwirkung zurückbleibende Magnetisierung – aufweisen, heißen weichmagnetisch. Reines Eisen erfüllt diese Bedingung zum Beispiel sehr gut.

Ohne Netz, aber mit doppeltem Boden!

Das Ergebnis nennt sich dann „Weicheisenkäfig“ und besteht in der Regel aus drei Komponenten: einem speziellen Werkhaltering, einem (zweiten) Boden und einem speziellen Zifferblatt. Alle drei Komponenten bestehen aus Weicheisen. Darin befindet sich dann das mechanische Uhrwerk. Wenn alles eingebaut und die Uhr einsatzbereit ist, wird das Werk durch den Weicheisenkäfig bis 80.000 Ampere pro Meter (A/m) geschützt. Dies entspricht 1000 Gaus oder 100 Millitesla (mT).

Hier sieht man den Werkhaltering (links) und den Zwischenboden, jeweils aus Weicheisen:
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Im Bild unten sieht man die Rückseite des speziell für die Turbulenz Pro angefertigten Zifferblattes aus Weicheisen:
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Diese exklusiven Fotos konnte ich bei DEKLA von den Weicheisen-Rohteilen machen. Vor dem Einbau werden Ring und Boden aber noch oberflächenbehandelt und erhalten dasselbe, perlgestrahlte Finish wie das Gehäuse der Turbulenz. Diese Schutzmaßnahme bringt übrigens ein Mehrgewicht von etwa 15 Gramm mit sich.

Kapitel 4

Die DEKLA Turbulenz v.2 Pro in Wort und Bild.


Wer bis hier her durchgehalten hat, bekommt zwar keine Tapferkeitsmedaille, wird aber nach so viel trockenem Stoff nun mit Bildern, Daten, Maßen und weiteren interessanten Facts über die Turbulenz belohnt!
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Was bietet die Turbulenz?

Zum Grundpreis von 495,-Euro erhält der Kunde ein solides Schweizer ETA-Automatikwerk, ein perlgestrahltes, dreiteiliges Edelstahlgehäuse aus eigener Produktion mit geschraubtem Boden und aufgeschraubter Lünette mit einem innen zweifach entspiegelten Saphirglas. Das Gehäuse verfügt über eine WaDi von 20 ATM. Die Krone ist auch verschraubt und zusätzlich flankiert. Die von DEKLA selbst hergestellten Zifferblätter und Zeiger sind mit Superluminova C1 belegt. Komplettiert wird die Uhr durch ein weiches, in Deutschland hergestelltes Echtlederband mit großer Edelstahlschließe.

Für die um 180.- Euro teurere „Pro-Version“ hat DEKLA gleich zwei sinnvolle Ausstattungsdetails ins Pflichtenheft geschrieben: Die weiter oben ausführlich beschriebene „6Steel“ genannte Oberflächenhärtung sowie den Magnetfeldschutz.
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Licht und Schatten

Leider sind mir auch ein paar Negativpunkte aufgefallen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Die angeblich zweifache Entspiegelung des Saphirglases ist nicht besonders wirkungsvoll. Das kann meine Fortis deutlich besser! Dennoch würde ich sie als „ausreichend“ bezeichnen.

Den Sekundenzeiger rot zu lackieren, ist grundsätzlich eine gute Idee. Allerdings nur, wenn man das auch sieht! Das Rot ist leider so dunkel geraten, dass sich der Zeiger kaum vom Schwarz des Zifferblattes abhebt. Das Blatt ist übrigens nicht tiefschwarz, sondern eher ein sehr dunkles Grau.
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Sollte man die Handgelenke eines japanischen Sumo-Ringers haben, ist das Lederband die erste Wahl! Für alle Anderen ist es schlicht zu lang! Ich habe bestimmt keine Spargelarme, aber bei meinem HGU von 18,5 cm muss ich das letzte Loch bemühen und die Uhr sitzt immer noch zu locker. Ich glaube, die Lochreihe befindet sich auch zu weit am Bandende. So gesehen eignet sich dieses Band, auch aufgrund der wuchtigen Schließe, eher als Gürtel, denn als Uhrenband.

Die mitgelieferte Uhrenbox ist sehr einfach gehalten, was ich aber ob des günstigen Einstandspreises der Uhr nachvollziehen kann. Andere Hersteller rechnen die Kosten für eine hochglanzpolierte Wurzelholzbox direkt in den Verkaufpreis mit ein.
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Auf der Habenseite steht eine nahezu makellose Verarbeitung der gesamten Uhr. Die aus eigener Produktion stammenden Teile sind auf sehr hohem Niveau. Die Zeiger sind perfekt ausgerichtet, das Zifferblatt fehlerfrei bedruckt. Die Lume ist heller als „C1“ vermuten lässt und auch nach Stunden im Dunkeln noch gut erkennbar. DEKLA druckt die Lume insgesamt 10 mal auf jedes Zifferblatt!

Das ETA 2428-2 ist von Herrn Samovsky persönlich einreguliert worden und läuft seit 5 Tagen an meinem Arm mit etwa 5-6 Sekunden Vorlauf/24h.
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Gewicht und Maße:

Die Turbulenz in der Pro-Version wirkt nicht nur massig und schwer - sie ist es auch! Rund 135 Gramm inklusive Band bringt sie auf die Waage. Der recht große Durchmesser von 42 mm relativiert sich durch das geringe Lug-to-Lug Maß von 49,5 mm und die Hörner stehen auch bei schmäleren Handgelenken nicht seitlich über. Inklusive dem minimal gewölbten Saphirglas gemessen, ergibt sich eine Höhe von 12,3 mm. Der Bandanstoss beträgt 22 mm.
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Mein ganz persönliches Fazit:

Die Turbulenz v.2 Pro des Stuttgarter Uhrenherstellers DEKLA hat durchaus ein martialisches Äußeres und das Attribut „Einsatzuhr“ trägt sie meines Erachtens zurecht! Das Konzept vereint sportliches Outdoor-Design mit absoluter Alltagstauglichkeit in nahezu jeder Situation, zu Luft, zu Wasser und an Land. Auch extreme Bedingungen können Glas und Gehäuse nichts anhaben. Dabei bietet die Uhr bei Tag und bei Nacht eine hervorragende Ablesbarkeit. Die Negativpunkte sind nicht wegzureden, jedoch teilweise subjektiv vom Verfasser dieser Zeilen gesehen.
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Epilog

So Freunde, das war‘s. Ich hoffe, die Vorstellung hat Euch gefallen und in manchen Bereichen vielleicht auch etwas weitergebildet! Ich, für meinen Teil, habe durch meine Recherchen jede Menge gelernt und sehe nun aus einem neuen Blickwinkel auf diese Uhr. Was man damit alles machen könnte........also, wenn man die Gelegenheit dazu hätte.

Statt Indiana-Jones-Abenteuer zu erleben, wird es für die meisten von uns beim (harten) Büroalltag bleiben. Aber natürlich lauern auch hier überall Gefahren! Und damit meine ich jetzt nicht nur die scharfen Krallen der Chefsekretärin. :D

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Beste Grüße und ein schönes Wochenende - und immer hart bleiben!
Frank
 
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wingcommander

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Eine Uhr bzw. ein Hersteller, der mir hisher aber so rein gar nichts sagte.
Das hat sich jetzt geändert :super:
Sehr unterhaltsam und kurzweilig geschrieben, vielen Dank dafür.
:prost:
 

Paden

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Tolle Uhr, ich würde mir noch einige Detailfotos wünschen.
 

petunbe

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Vielen Dank für die wunderbare Vorstellung und die
tollen Fotos.
Mir gefällt auch der rote Sekundenzeiger. Vielleicht
sollte DEKLA die Spitze noch in weiß ausführen.
 

clocktime

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Sehr schön geschrieben! Die Uhr ist trotzdem nicht "meins", aber für Dich vermutlich perfekt. Viel Spass damit!
 

music-power

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Die ersten zwei Fotos im 2. Kapitel zeigen Details davon ganz gut, finde ich (kannst Du anklicken und noch größer ziehen) Wenn‘s noch mehr Macro sein soll, bitte Geduld, bis die Sonne wieder aufgeht. 😉
 

larry1899

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Unfassbar gute Vorstellung einer wunderschönen Uhr :klatsch: ! Für mich leider mit 42mm Durchmesser und 22er Bandanstoss zu groß , ansonsten könnte ich mir für den Kurs durchaus ebenfalls einen Kauf vorstellen !
 

Ladit

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Super Vorstellung einer super Uhr. Interessant wäre für mich, wie sie sich gegenüber der Konkurrenz von Sinn, Archimede und Damasko so schlägt.
 
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music-power

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An alle Gratulanten herzlichen Dank!

@Ladit: schlagen inwiefern? Was können Sinn, Archimede und Damasko besser, außer vielleicht mehr Geld für ihre Uhren verlangen? :hmm:

Beste Grüße,
Frank
 

Lindi1977

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Na klasse, jetzt kann ich mir ja meine Vorstellung sparen...🤓
Aber ich warte ja eh noch...
Das war bestimmt meine welche sie gleich losschicken wollten, aber nein, da kommst du in den Laden und schnappst sie dir.

Späßschen, Glückwunsch zur Uhr und der außergewöhnlich tollen Vorstellung :super:

Gruß, Marco
 

music-power

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Das hast Du völlig richtig erkannt, Marco. Dein Name stand auch auf der Schachtel, aber den Aufkleber habe ich heimlich abgerubbelt :lol:

Es tut mir leid, dass ich Dir die Show gestohlen habe. Bei der nächsten DEKLA, die wir vermutlich wieder unabhängig voneinander kaufen werden, darfst Du dann die Vorstellung schreiben, ok? :prost:

Beste Grüße,
Frank
 

Ladit

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An alle Gratulanten herzlichen Dank!

@Ladit: schlagen inwiefern? Was können Sinn, Archimede und Damasko besser, außer vielleicht mehr Geld für ihre Uhren verlangen? :hmm:

Beste Grüße,
Frank
Je nun, irgendwo muss der Mehrpreis ja herkommen, die Frage ist, ob es nur das Image oder auch die Verarbeitung ist. Vielleicht ist die Entspiegelung besser oder das Finish noch feiner (kann ich mir kaum vorstellen, da eine Kolsterisierung eine angerauhte Oberfläche benötigt). Du hast ja durchaus Kritikpunkte erwähnt, eventuell kann die Konkurrenz dass ja besser. Oder auch ganz einfach: Ich mag Vergleiche und Wettbewerb.
 

music-power

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Um das wirklich beurteilen zu können, müsste man von allen drei, von Dir genannten Herstellern eine Uhr mit ähnlichen Eckdaten der Turbulenz gegenüberstellen. Von Sinn habe ich schon Uhren gehabt, von den beiden anderen Herstellern noch keine.

Ich denke aber, dass keine Uhr der “Marktbegleiter“ ein besseres P/L-Verhältnis aufweist.

Ich habe weiß Gott schönere Uhren als die DEKLA. Einige davon wecken Emotionen, die Turbulenz muss nur eines: ihren Zweck erfüllen. Die darf bei Wind und Wetter mit dem Hund raus und gelegentlich auf eine Wandertour mit ihrem Träger. Und der darf dabei auch mal baden gehen!

Beste Grüße,
Frank
 

jumiro

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kurzweilige und hochwertige Vorstellung einer interessanten Uhr.

Dekla ist mir bislang nur von den Fliegeruhren geläufig gewesen, bei denen das Preis-Leistungsverhältnis wohl auch sehr gut sein soll. Interessant, nun etwas mehr über den Hersteller erfahren zu haben. Insgesamt scheint mir das ein sympathischer Hersteller zu sein. Werde ich weiter beobachten :super:

Die Turbulenz gefällt mir, dank der gelungenen Vorstellung, sehr gut. Schade, dass es kein Stahlband gibt...
Ein Vergleich mit einem ganz bestimmten Modell des Hauses Sinn fände ich aber auch sehr interessant.

vielen Dank für die Vorstellung, @music-power
 
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