Hamiltons 940er Schatz im Silbersee

Diskutiere Hamiltons 940er Schatz im Silbersee im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Schöne 940- er! Glückwunsch und mach Dich nicht verrückt! Schönes Uhrchen hast Du da! Ich habe gerade eine Hampden ersteigert mit ähnlichem Werk.....
ANTARES1958

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Schöne 940- er! Glückwunsch und mach Dich nicht verrückt! Schönes Uhrchen hast Du da! Ich habe gerade eine Hampden ersteigert mit ähnlichem Werk.....
 
ANTARES1958

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Sehr selten hat man die Ansicht von beiden Seiten, danke Dir Frank! Am Rande.....Du hast hier glaube manche infiziert ....und das ist ja auch gut so!IMG_20190201_190420.jpgIMG_20190123_163325.jpg
 
ANTARES1958

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Die Dritte ist eine 912 Hamilton und die Vierte - Hampden ist schon Unterwegs!
 
Arno_Nühm

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Danke, Roman für den Zuspruch.

Dankeschön, Frank. Ja, der Unterschied ist deutlich erkennbar.

Was mich noch sehr interessiert ist die Herkunft dieser Retro-Ziffernblätter. Geht es dabei gezielt um Fälschungen oder sind die aus der Not heraus geboren, weil echte gut erhaltene Ziffernblätter - so wie ich es verstanden habe - sehr rar oder teuer sind?

Viele Grüße
Michael
 
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kater7

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Die Herkunft reicht von Schweiz bis China, Teile die nicht mehr oder nur schwer und in ungenügender Anzahl zur Verfügung stehen werden eben nachgefertigt, soweit so normal. Der für mich entscheidende Unterschied ist der Verkäufer: schreibt er was von tollem Originalzustand so ist es schlichtweg gelogen und häufig Betrug. Beschreibt der Verkäufer das Zifferblatt ehrlich als "Aftermarket" oder "Plastic" Dial so ist es für mich absolut in Ordnung, das sind dann eben Trageuhren aber keine Sammleruhren mehr.

Diese frühen Zifferblätter sind durchweg nicht perfekt und darüber hinaus extrem empfindlich, ein Zifferblatt im gezeigten Zustand ist fast nicht mehr zu bekommen. Ich habe ein Zifferblatt oder ein Werk mit Zifferblatt gesucht und einfach das Beste im Moment auf eBay weltweit verfügbare gekauft. Der Verkäufer wusste auch das diese Zifferblätter empfindlich sind, hat es in eine gut gepolsterte kleine Schachtel gepackt und eine gut gepolsterte große Schachtel drumherum, im Endeffekt kam hier ein Paket von halber Schuhkartongröße an. Da darf ich mich über Versandkosten natürlich nicht mokieren :D
 
Arno_Nühm

Arno_Nühm

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Herzlichen Dank für die Erläuterung. :prost: Das Original, dass Du da ergattert hast, sieht ja sehr gut erhalten aus. :klatsch:Unvorstellbar, wenn da etwas beim Transport passiert wäre.
 
monozelle

monozelle

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Wie wurden diese Zifferblätter eigentlich beschriftet zu der Zeit, Anfang 20. Jhd?
Für Tampon- oder Siebdruck zu fein. Handgemalt?
 
kater7

kater7

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Soweit ich weiß bereits gedruckt. Wir reden ja von einer Massenherstellung und nicht von einigen wenigen Uhren. Mit dem Tampondruck wird hier ein modernes Verfahren angewendet aber davon abgesehen gibt der Film einen Eindruck vom Herstellungsprozeß klassischer Emaillezifferblätter.

 
Arno_Nühm

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Hallo Leute,

zwischenzeitlich habe ich einmal das Orakel von Weishi-1000 befragt, das mir für die Uhr folgende Werte (von mir gemittelt) in den verschiedenen Stellungen ausgibt:

Krone auf 12 Uhr: +45 s/Tag
Krone auf 3 Uhr: -61,5 s/Tag
Krone auf 6 Uhr: -3 s/Tag
Krone auf 9 Uhr: +108/Tag

Uhr auf Ziffernblatt liegend: +68,5 s/Tag
Uhr auf dem Staubdeckel liegend: +10,5/Tag

Kann da jemand von Euch etwas herauslesen, abgesehen davon, dass sie wohl einmal zum Uhrmacher müsste?

Viele Grüße
Michael
 
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clocktime

clocktime

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Eine Taschenuhr wird normalerweise "nur" auf 12 Uhr +/- 30° getragen (an der Kette). Legt man die Uhr anschliessend auf die Rückseite, ist auch noch alles im Rahmen. Die anderen Positionen sind wenig relevant.
Die Uhr gehört revidiert, gereinigt, und danach sollte sie einigermassen gut justiert werden. Alte Taschenuhren haben aber eine Ungenauigkeit, die durchaus auch mal bis zwei Minuten betragen kann. Die Genauigkeit der Uhren nahm erst mit der Notwendigkeit der genauen Messung der Sternpositionen im Zusammenhang mit der Schiffsnavigation zu. Für eine Uhr auf dem Land spielte die (Un)Genauigkeit auf ein oder zwei Minuten pro Tag keine grosse Rolle. Postkutschen waren noch zeitlich ungenau. Die Bahn sollte zwar genau fahren, aber ging die Uhr der Kunden etwas (!) vor, war alles in Ordnung...
 
Arno_Nühm

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Hallo clocktime,
vielen Dank für Deine Einschätzung, den Hinweis bezüglich der Positionen und den geschichtlichen Exkurs. Da wollte ich es einmal ganz genau machen mit meiner Messung und habe dabei außer Acht gelassen, dass die meisten Positionen tatsächlich völlig realitätsfern sind. Da bewahrheitet sich wieder: Wer viel misst, misst Mist. ;-)
Viele Grüße
Michael
 
kater7

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Das ist eine echte Railroadwatch und als solche nach damaligem Standart hergestellt und justiert. 5 Positions bedeutet: ZB oben, ZB unten, Pendant oben, links, rechts. Diese Uhren durften eine maximale Gangabweichung von 30s/Woche haben, keinesfalls mehr. Insofern sind die Ausführungen zur Ungenauigkeit von Taschenuhren, zumal so pauschal, leider Unsinn. Es heißt ja nicht umsonst Eisenbahnchronometer.

Das Problem heute: diese Uhren sind sehr alt, die hier gezeigte ist vom 22. Februar 1908 nach Werksnummer, also mal flott etwas über 111 Jahre. Alle beweglichen Teile unterliegen einem gewissen Verschleiß und so dürften nur die wenigsten Teile wirklich noch den Herstellertoleranzen entsprechen. Problem Nummer 2: einen Uhrmacher finden der in der Lage und bereit ist die Uhr so genau zu justieren. Teuer wird das auch, das ist sehr aufwändig. Ein wenig hängt die praktische Ganggenauigkeit dann auch von den Tragegewohnheiten ab.

Meine beste Eisenbahneruhr macht +60s/Monat, aber das ist ein Glücksfall. Ob man darauf heute, bei einer so alten Uhr, auf eine derartige Ganggenauigkeit noch Wert legt, tja das ist eine Frage die sich jeder nur persönlich für sich beantworten kann. Nach einer guten Revision sollte aber 1min/Woche machbar sein.

LG, Frank
 
clocktime

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Diese Uhren durften eine maximale Gangabweichung von 30s/Woche haben, keinesfalls mehr. Insofern sind die Ausführungen zur Ungenauigkeit von Taschenuhren, zumal so pauschal, leider Unsinn. Es heißt ja nicht umsonst Eisenbahnchronometer.
Warum habe ich von der Uhr der Kunden geschrieben? Eben, weil die eigentlichen Eisenbahnuhren genauer einreguliert wurden, aber die waren für die normalen Bürger kaum zahlbar.
 
kater7

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Ganz ehrlich: keine Ahnung warum Du von "Uhren der Kunden" schreibst, hier konkret geht es um eine Hamilton Grade 940 und das ist ein Eisenbahnchronometer. Bei den 08/15-Uhren stimme ich zu, die einfachen Gebrauchsuhren gingen so auf 1-2min/Tag ungenau.
 
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