Hamilton Armbanduhren 1919 - 1969

Diskutiere Hamilton Armbanduhren 1919 - 1969 im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Da ich inzwischen so einige angesammelt habe und auch diverse Bilderchen aus Katalogen und zeitgenössischem Material habe, will ich hier mal...
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Da ich inzwischen so einige angesammelt habe und auch diverse Bilderchen aus Katalogen und zeitgenössischem Material habe, will ich hier mal sukzessive Informationen zu den Modellen Hamiltons zusammentragen und bebildert ausstellen. Das kann vielleicht einigen Lesern die Marke näherbringen oder schlicht für Referenzzwecke dienen.

Vorweg noch einige Erklärungen. Sog. coral gold hieß die spezielle Goldlegierung, welche man heute Rotgold nennen würde und damals von Hamilton ab 1940 verwendet wurde. Auch wenn in den Katalogen bei solchen Uhren etwas von 18K Goldziffern steht, sehen diese jedoch immer "silbrig" aus. Dies kommt daher, dass Hamilton die Ziffern und Zeiger zwar in Gold verbaute, sie aber hier noch zusätzlich rhodinert (d.h. mit einer Beschichtung aus Rhodium, einem sog. Platinmetall, versehen) waren.
Bei einigen Ziffernblättern steht manchmal etwas von sog. butler finish. Damit ist ein Feld in (meist) silbrig/grauem Farbauftrag in der Mitte des Ziffernblatts gemeint. Gerade bei einigen Modellen der 1930er findet sich diese Verzierung immer wieder.
Two-tone dial meint ein Ziffernblatt in zwei verschiedenen Farbtönen, wobei dies eben "butler finish" sein kann oder der Rand mit aufgedruckten Ziffern einen dunkleren Farbton als das restliche ZB besitzen kann.


Anfangen will ich mal mit der Hamilton Wilshire:

Die Wilshire ist eine typische drivers watch der späten 30er und besitzt dazu schwingende, oder klappbare Bandanstöße, damit sie sich besonders gut ums Handgelenk schmiegen ließ. Sie wurde zwischen 1939 und 1941 in verschiedenen Ausführungen von Hamilton hergestellt. In der Regel besaß sie ein 19-Steine Hamilton 982, u.U. wurden aber auch einzelne Exemplare mit einem 17-Steine 980 ausgeliefert.

Das Gehäuse war stets 14K vergoldet, wobei die häufigste Variante in Gelbgold verkauft wurde, etwas seltener finden sich die ab 1940 ausgelieferten Rotgoldenen Gehäuse.

Das Ziffernblatt gab es ebenfalls in mehreren Varianten. Die gängigste und heute noch am Häufigsten zu findende Version besaß arabische 18K Goldziffern, wobei diese bei rotgoldenen Gehäusen rhodiniert waren und in diesem Fall auch auf einem kupferfarbenem ZB aufgebracht wurden. Seltener und für Sammler wertvoller sind heute die schwarz aufgedruckten römischen Ziffern auf einem zweitonfarbigem ZB.

Preislich wurde die Wilshire mit aufgedruckten Ziffern damals für 52,50 $ verkauft und mit 18K Goldziffern für immerhin 55,00 $.

Länge: 42 mm
Breite: 22 mm
Band: 16 mm

Rotgold mit rhodinierten 18K Goldziffern:


Gelbgold mit römischen Ziffern:
 

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falko

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Interessante Einblicke in eine mir nicht sehr vertraute Marke, vielen Dank!
 
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Hamilton Merritt:

Die Hamilton Merritt wurde zwischen 1937 und 1939 von Hamilton in den Katalogen geführt. Dabei wurde ein 10K vergoldetes Gehäuse in Weißgold (relativ selten) oder Gelbgold angeboten.

Als Werk fungierte hier ein 17-Steine Kaliber der Hamilton 987er Reihe (meist 987-F oder 987-E).

Auch das ZB wurde in zwei Varianten angeboten, für 37,50 $ die (heute seltenere) Variante mit schwarz aufgedruckten arabischen Ziffern auf einem butler finished dial, sowie für 40,00 $ die aufgesetzten 18K Goldziffern (AGN, applied gold numerals).

Länge: 40 mm
Breite: 27 mm
Band: 18 mm

Die Merritt mit aufgedruckten Ziffern:


Katalogbild von 1938 mit AGN dial:



Nachträglich hinzugefügt:
Hamilton Dodson:

Die Dodson wurde zwischen 1938 und 1948 von Hamilton produziert. Sie ähnelt sehr stark der Sutton, ist jedoch etwas kleiner und kommt mit einem 987er 17-Steine Werk daher. Mit ihrem stark gekurvten Gehäuse gehört sie zu den sog. "curved to fit the wrist"-Uhren und besitzt dank der röhrenartigen Bandanstöße, wie auch die Sutton und die reingoldene Bentley, eine recht ungewöhnliche Stomlinienoptik.

Das Gehäuse gab es nur in 10K Gelbgold-Vergoldung. Dafür gab es wieder zwei Ziffernblattvarianten. Für 37,50 $ die aufgedruckten schwarzen Ziffern (heute im Vergleich seltener) und die mit 40,00 $ teureren 18K Goldziffern auf silbernem Blatt. Um 1948 betrug der Preis für die AGN-Variante dann schon 52,50 $, wobei sie nach dem Krieg ab 1946 (Hamilton stellte während des Krieges von 42-45 keine zivilen Uhren her) nur noch mit AGN Ziffernblatt ausgeliefert wurde.

Länge: 37 mm
Breite: 27 mm
Band: 16 mm

Dodson mit AGN:


Dodson mit black enemal numbers:


Katalogbild von 1940:
 
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Hamilton Linwood:

Die Linwood wurde zwischen 1938 und 1941 von Hamilton angeboten. Es gab sie ausschließlich mit einem in 14K Gelbgold vergoldetem Gehäuse und einem silbernem ZB mit aufgesetzten 18K Goldziffern.

Für 52,50 $ wurde sie von 1938-39 mit dem 17-Steine Kaliber Hamilton 980 ausgeliefert und in den 40ern mit dem höherwertigen 19-Steine 982 für dann immerhin schon 55,00 $.

Das Besondere an der Linwood ist ihre sphärische Kurvatur, wobei sie sich auch auf das verwendete Kristallglas erstreckte. Damit reiht sie sich in die "curved to fit the wrist"-Reihe ein und dürfte zu den "kurvigsten" Hamiltons jener Tage gehören.

Länge: 42 mm
Breite: 22 mm
Band: 14 mm



Katalogbild 1938:


Katalogbild 1940:
 
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DADAMAN

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Sonnenuhr, vielen vielen Dank für diesen Thread, auf sowas hab ich gewartet. :-)
Bitte noch mehr davon, gerne auch Damenuhren. Finde diese Hamiltons zwischen 1920 und 1950 einfach gigantisch. :-)

Hast du besondere Bezugsquellen wo man die Vintages halbwegs erschwinglich bekommt? Damenuhren sind ja kein Problem, aber bei den Herrenmodellen wird's schwer.:???:
 
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Schnupperfuss

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Hallo Sonnenuhr
Da hast du aber eine beachtliche Sammlung an Hamiltons aus der Vergangenheit.Glückwunsch.:klatsch:

Gruss Harald
 
Sonnenuhr

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Hamilton Boone:

Die Hamilton Boone wurde von 1935 bis 1938 in den Katalogen Hamiltons geführt und es gab sie ausschließlich mit einem 14K gelbgolden vergoldetem Gehäuse von Schwab & Wuischpard. Es handelte sich ebenfalls um ein leicht gekurvtes Gehäuse, wobei es außerdem eine Riffellung an den Seiten besitzt.

Sie gehörte zu den ersten Uhren Hamiltons, welche das damals neue 17-Steine Kaliber 980 bekam. Das Ziffernblatt gab es in zwei Varianten, jene mit aufgesetzten 18K Goldziffern (die häufiger zu findende Version), welche für 52,50 $ angeboten wurde und eine mit goldenem butler finish und schwarz aufgedruckten Ziffern in einer Art deco-Schriftform, die es für 50,00 $ zu erwerben galt.

Länge: 38 mm
Breite: 27 mm
Band: 18 mm

Boone mit butler finish und enemal numbers:


Katalogbild 1938


Nachträglich hinzugefügt:
Sonnenuhr, vielen vielen Dank für diesen Thread, auf sowas hab ich gewartet. :-)
Bitte noch mehr davon, gerne auch Damenuhren. Finde diese Hamiltons zwischen 1920 und 1950 einfach gigantisch. :-)

Hast du besondere Bezugsquellen wo man die Vintages halbwegs erschwinglich bekommt? Damenuhren sind ja kein Problem, aber bei den Herrenmodellen wird's schwer.:???:
Damenuhren könnt ich nur anhand von alten Bildern zusammenbasteln, da ich selbst keine besitze und sie bislang nicht sammle (stehen mir nicht sonderlich ;-)). Aber ich werd mal sehen, ob sich da nicht was finden lässt. In meiner Galerie zu Werbeanzeigen Hamiltons, sind einige auch bebildert zu finden.

Was die Bezugsquellen angeht, eben ebay, wobei da hauptsächlich in den USA. Ich treib mich da viel bei ebay.com rum, dort werden aus mir unbekannten Gründen mehr angezeigt, als via der Suche von ebay.de. Dann gibt es verschiedene Händler, hauptsächlich in den Staaten, die sich ergoogeln lassen. Was die Erschwinglichkeit angeht, ist es relativ. Von 100 bis mehrere Tausend $ ist da alles dabei. Wobei ich für vergoldete Modelle selber nicht mehr als 200 biete, es sei denn es sind welche, die selten sind. Reingoldene Uhren sind dann oft schon teurer, besondere Stücke wie die Piping Rock meist nie unter vierstelligen Beträgen zu haben.
 
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Raleigh, Plain:

Die Raleigh in der sog. Plain-, also flachen oder glatten Variante wurde von Hamilton zwischen 1929 und 1932 angeboten. Neben dieser gab es noch das Gehäuse mit Gravuren, die sog. Raleigh, Engraved.

Das Gehäuse der Raleigh war 14K vergoldet und in Weißgold, Gelbgold und Grüngold zu erhalten. Dabei handelte es sich um ein dreiteiliges Gehäuse von Fahys. Im Inneren wurde ein 17-Steine Werk der 987er Reihe verbaut.

Das Ziffernblatt gab es in zwei Versionen. Die Häufiger verkaufte und damit noch heute in größerer Zahl findbare, besaß luminszente Radiumziffern und Zeiger. Seltener findet sich das sog. etched numeral dial no. 64, bei welchem die Ziffern erhaben in das Blatt eingeprägt und mit einem Goldauftrag versehen wurden. Mit 50 $ war dies auch die preisgünstigere Variante, wohingegen die leuchtende Version für 55 $ zu haben war.

Länge: 39 mm
Breite: 28 mm
Band: 16 mm

Raleigh, Plain mit luminiszentem ZB:


Katalogbild von 1932 mit etched numeral dial no. 64:
 
Doerthe

Doerthe

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Hallo Sonnenuhr,
vielen Dank für die interessante Darstellung:super:. Hamilton hat sehr schöne Uhren gebaut und sie haben sich auch optisch immer etwas einfallen lassen (s.auch die Ventura), ein interessantes Sammelgebiet, eine feine Sammlung zeigst du da:klatsch:
 
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Hamilton Endicott:

Die Hamilton Endicott gehört zu den preiswerteren Hamiltons ihrer Zeit, ist aber auch ein Modell, welches relativ lange produziert wurde. Zwischen 1938 und 1948 wurde sie in den Katalogen geführt.

Es gab sie in 10K gelbgoldener Vergoldung mit mehr als 50.000 produzierten Stück und anscheinend auch 5 Rotgüldene. Ob von den letzteren noch welche erhalten sind, darf bezweifelt werden. Das Gehäuse stammte von Wadsworth.

Als Werk diente ein Kaliber der Hamilton 987er Reihe, wobei die frühen Stücke durchaus noch das 987-E besitzen konnten, später aber das 987A verbaut wurde.

Es gab vier Ziffernblattvariationen. Die weitaus Häufigste ist jene mit aufgesetzten 18K Goldziffern, welche 40 $ kostete. Etwas seltener ist eines mit luminiszenten Zeigern und Ziffern, erhältlich für 37,50 $. Noch ein ganzes Stück seltener die Version mit schwarz aufgedruckten arabischen Ziffern, aber ebenfalls schon für 37,50 $ erhältlich. Die seltenste Variante der Endicott und generell eines der selteneren Stücke Hamiltons jener Ära war jene mit zweitonfarbigem Blatt, auf welches römische Ziffern gedruckt waren. Diese Version wurde zwischen 1940 und 1941 in den Katalogen geführt und kostete ebenfalls 40 $.

Breite: 28 mm
Länge: 38 mm
Band: 16 mm

Die seltenste Variante, Endicott mit römischen Ziffern auf zweitonfarbigem ZB:


AGN ZB:


Luminiszentes ZB (etwas zu modern restauriert):


Katalogbild des röm. ZBs von 1940:


Katalogbild vom Luminszenten und AGN ZB von 1941:


Die Hamilton mit schwarz aufgedruckten Ziffern aus einer Werbeanzeige von 1938:


Kleiner Hinweis am Rande. Man sollte beachten, dass es auch Kriegsmodelle gibt, welche dieses Gehäuse verwendeten, bzw. auch andere, stählerne Gehäuse mit Ziffernblättern der Endicott. Wäre also nicht verwunderlich, wenn vermeintliche Endicotts mit kleinen Änderungen einzelner Details zu finden sind. Jedoch sollte man aufpassen, es gibt ein gleichgroßes, sehr ähnliches Gehäuse, welches gern mit Endicott-ZBs und Werken kombiniert und somit zur Frankenstein-Endicott gemacht wird. Die Bandanstöße treffen dabei aber nicht den oberen Rand des runden Gehäusebereichs, sondern sind selbst etwas "abgerundet". Ein solches Gehäuse wurde nur für die Sentinel und die frühen Secometer (die man ganz leicht an der großen Zentralsekunde erkennt) verwendet. Solche oftmals als Endicott titulierten Stücke sind mir immer mal wieder in der Bucht begegnet und je nachdem, wie gut die Fotos sind, ist es manchmal wirklich schwer den Unterschied zu erkennen.
 
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pearl.harbour

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Vielen Dank für die tollen Infos! Wirklich sehr interessant! :klatsch:
 
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Jup, Will hat da eine informative Seite. Ist eben nur schade, dass er nie sein versprochenes Update mit den 40er-Jahre Modellen gemacht hat. Aber auch so ist sie sehr gut, zumal René Rondeaus Hamilton "Bibel" kaum noch erhältlich ist und Will die wesentlichen Infos davon hier eingebaut hat.

Übrigens ist Will Roseman noch immer aktiver Sammler und beantwortet auch Fragen, selbst wenn seine Seite seit einiger Zeit nicht mehr aktualisiert wird. Hatte mit ihm des Öfteren Kontakt.

Nachträglich hinzugefügt: Hamilton Sentinel:

Die Sentinel wurde zwischen 1940 und 1941 von Hamilton angeboten und es war die erste Hamilton mit dem damals neuen Kaliber 987S. Gegenüber den bisherigen Werken zeichnete es sich durch die Zentralsekunde aus und v.a. durch das sog. Hack feature. Dabei bleibt der Sekundenzeiger beim Ziehen der Krone stehen und ermöglichte somit ein sekundengenaues einstellen der Zeit.

Es gab die Sentinel nur mit einem 10K gelbgold vergoldetem Gehäuse. Das ZB besaß ausschließlich römische, schwarz aufgedruckte Ziffern und butler finish.

Breite: 28 mm
Länge: 35 mm
Band: 16 mm



Katalogbild von 1940


Das ist übrigens jenes Gehäuse, welches oft mit dem der Endicott verwechselt wird. Hoffe man erkennt den kleinen Unterschied bei den Bandanstößen. Bei der Endicott sind sie noch ein wenig über den Rand hinaus gezogen und scheinen mit dem mittleren Gehäuseteil stärker zu verschmelzen, während sie bei der Sentinel quasi an den runden Bereich "angepflanscht" sind. Bei Gelegenheit füge ich mal noch ein Detailbild ein.
 
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Doerthe

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:klatsch::klatsch::klatsch:eine tolle Hamilton-Sammlung, da ist ja eine Uhr schöner als die andere:super:
 
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@ajaneb8 Wie du vielleicht am Eingangspost des Threads gelesen hast, soll dieser als Bestimmungshilfe dienen. Es wäre also interessant, wenn du zu den Bildern auch etwas mehr schreiben würdest. Details wie Baujahr, Modell, Werk und vielleicht was es zu beachten gäbe, wären hier sehr hilfreich. ;)
Wenn ich es richtig sehe, handelt es sich zumindest um eine Uhr aus der Zeit, als Hamilton nur zum Namen für Schweizer Uhren wurde. Dürfte also nach 1969 gefertigt worden sein, oder?
 
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Will doch mal fortfahren:

Hamilton Ross:

Das Modell Ross wurde zwischen 1939 und 1947 in den Katalogen Hamiltons geführt und ist in recht vielen Ausführungen produziert worden. So gab es das Gehäuse über all die Jahre in 14 K gelbgold Vergoldung, zwischen 1940-41 auch in rotgoldener (sog. coral gold) Vergoldung und im Jahr 1940 sogar in weißgoldener Vergoldung. Hinzu kamen verschiedene Varianten des Ziffernblattes. Neben den aufgesetzten 18K Goldziffern, die jedoch bei coral gold-Gehäusen zusätzlich rhodniert waren, wurden auch Ziffernblätter mit römischen aufgedruckten Ziffern passend zu den Gehäusefarben angeboten. So besaß das "römische Blatt" der weißgoldenen Uhr ein sog. two tone gilt and coral dial, will heißen kupfer- und silberfarbenes Blatt, die gelbgoldene Variante mit "römischem Blatt" ein coral gilt finish dial und die rotgoldene Variante ein coral finish dial. Es war also alles recht "bunt" bei der Ross.
Das Gehäuse selbst weist eine leichte Kurvatur auf und die Anstöße erwecken den Eindruck frei beweglich zu sein, sind jedoch fest verankert. Im Inneren der Ross tickten Anfangs meist Hamilton 17-Steine Kaliber 980 und später auch höherwertige Hamilton 982 mit 19 Steinen. Mit 23 x 37 mm und einem 16 mm Band ist die Ross recht zierlich. Bereits 1939 kostete eine Ross mit 18K Goldziffern $ 52.50 und Varianten mit römischen Ziffern $ 50.00, bereits 1941 war der Preis für die Goldziffernversion auf $ 55.00 angestiegen und der für die römischen ZBs auf $ 52.00.

Ross in weißer Vergoldung:


Ross in gelber Vergoldung mit römischen Ziffern:


Katalogbild von 1941, rotgoldene Varianten:


Katalogbild von 1946, gelbgoldene Ross mit 18K Goldziffern:
 
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Hamilton Drake:

Die Drake wurde zwischen 1934 und 1937 (seltsamerweise kenne ich aber auch nur Katalogbilder zwischen 1935 und 1936) produziert und war im Zuge der Wirtschaftskrise nach dem Schwarzen Freitag ein Modell aus einer Reihe kostengünstigerer Uhren für eine breitere Käuferschicht. Damit wollte man den aufstrebenden Unternehmen Elgin und Waltham Paroli bieten, die sich ebenfalls in diesem Marktsegment ausweiteten. Der Preis einer Drake lag bei $37.50 für jene Versionen mit Leuchtziffern und Zeigern, sowie den black enemal dials (also schwarz aufgedruckte Ziffern). Für die Varianten mit aufgesetzten 18K Goldziffern und Zeigern mussten $40.00 berappt werden. Das Gehäuse der Drake stammte von Wadsworth und war 10K vergoldet, wobei es sowohl in weißer, als auch gelber Goldfärbung erhältlich war. Im Inneren wurde ein 17-Steine Werk der Reihe Hamilton 987 verbaut. Ihre Maße betragen 28 x 40 mm und sie benötigt ein 18 mm Band.

Drake mit black enemal numerals:


Drake mit applied gold numerals:


Katalogbild von 1935:
 
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Hallo Sonnenuhr,
vielen Dank für die sehr interessanten und ausführlichen Infos.
 
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