Günstige China Uhren und Revision - Wirtschaftlichkeit?

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Pedal2Metal

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Hallo,
mittlerweile werden es bei mir mehr mechanische Uhren mit günstigen aber robusten Werken (zum Beispiel Seiko NH35)
Wie macht ihr das mit einer nötigen Revision? Lohnt sich sowas wirtschaftlich gesehen? Eher nicht oder? Aber ich finde es auch schade eine Uhr (auch wenn sie nur 80-150€ gekostet hat) wegzuschmeißen statt zu reparieren/revisionieren?
Meine sind erst maximal zwei Jahre alt, da war noch nichts dran zu machen. Aber wie macht ihr das?
 
TimeWarp

TimeWarp

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Im Zweifel das komplette Werk tauschen, evtl sogar selbst. Habe ich so zumindest vor, wenn es denn mal soweit ist.

Finde ich angemessener, als mind 200-300€ für eine "schweizer" Revision.
 
therock124

therock124

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Ich bin selber noch nicht in die Situation gekommen, aber die Werke gibt es ja schon wirklich günstig, da würde ich mich glaube ich selber an einem Werktausch versuchen. Das beim Uhrmacher erledigen zu lassen ist natürlich auch eine Option, dürfte aber natürlich auch etwas kosten.
Eine Revision ist natürlich wesentlich zeitaufwändiger, da dürften die Kosten den Nutzen dann doch übersteigen, ein neues Werk sollte dann günstiger sein. So blöd das natürlich aus Nachhaltigkeitssicht ist.

Außerdem wüsste ich auch nicht, welcher Uhrmacher sich berhaupt an ein Seiko NH35 zum Beispiel setzt zur Revision. (Ich weiß es einfach nicht und habe es noch nie erfragt, mag ja vielleicht welche geben ;-) )
 
OlliS

OlliS

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Ich hatte eine Uhr von Trias (inzwischen verschenkt). In dieser läuft seit mehr als 15 Jahren klaglos ein Werk von Seagull.

In meiner Citizen 7 Stars läuft seit mehr als 20 Jahren unauffällig ein inHouse-Werk vom Typ 8200.

Auch ein ETA 2824-2 in einer Sigma aus den frühen 2000ern tut seinen Dienst nach Vorschrift.

Alle ohne Revision und recht ganggenau.

Vielleicht wird das Thema Uhrenrevision auch einfach ein wenig überbewertet.
 
DerSammler

DerSammler

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Bei meinen Chinatickern habe ich mir vorgenommen die gnadenlos zu tragen bis das Werk Schrott ist. Zum einen halte ich es wie Spezimatik, daurch dürfte sich die Lebenserwartung der Werke auf tatsächlich 30 Jahre erweitern und zum anderen habe ich wegen Nachhaltigkeit keine Probleme. Bei einem kaputten Werk handelt es sich um Metallschrott im Grammbereich und nicht um Sondermüll. Da sind in Relation die Batterien die im Laufe von 30 Jahren in Quarzuhren anfallen eher ein Thema. Und wenn es kein Werk gibt, dann ist es halt wirtschaftlicher Totalschaden. Brauchbare Teile werden ausgeschlachtet. Der Rest kommt weg.
 
Mueller27

Mueller27

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Davon abgesehen dass sich Revisionen bei Billigst-Uhren wirtschaftlich nicht lohnen, wirst Du Probleme haben einen Uhrmacher dafür zu finden.

Die verbliebenen renommierten gewerblichen Uhrmacher sind - wie die meisten Handwerksmeister in Deutschland - gut ausgelastet, und haben alle ihre Blacklists von China-Marken die sie nur ungern zur Reparatur annehhmen.

Zum einen weil sie Ärger befürchten, da sie nach einer kostspieligen Revison ja Gewährleistung bieten müssen, und das ist bei einer insgesamt qualitativ nicht guten Uhr für jeden Handwerker ein gewisses Risiko.

Und zum anderen fürchten die Uhrmacher, nach ihrer Reparaur auf den Kosten sitzen zu bleiben, einfach weil sich die Besitzer einer Uhr mit 50€ Zeitwert die eine 200€ teure Reparatur in Auftrag gegeben haben, es sich wohl nicht selten dann anders überlegen, kneifen und die Uhr dann nicht abholen.

Carsten
 
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Pedal2Metal

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Okay dachte ich mir schon. Dann werd ich (wenn’s denn mal soweit ist) lieber auf eigene Faust versuchen das Werk zu tauschen. Aber stimmt, durch das Wechseln der Uhren haben sie wenig Tragezeit, deshalb wenig Verschleiß. Guter Grund noch mehr Uhren zu kaufen ;)
 
clocktime

clocktime

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Solange es sich um "billige" Ticker handelt, lohnt sich die Revision nicht. Es ist dann billiger, sich eine neue Uhr zu holen. Nicht vergessen, bei enier Revision ist es mit dem Überholen/Wechsel des Kalibers nicht getan, auch die Dichtungen sollten gewechselt werden.

Eine ganz andere Überlegung kommt dann aber auch: Wenn man sich mehr als fünf bis sechs Uhren zugelegt hat, und diese alle eine Revision wollen, wird es schnell ziemlich teuer. Bei der grossen Mehrheit der Uhren lohnt sich sowas in keinem Fall und gleicht einem wirtschaftlichen Totalschaden; anders sieht das bei teuren Schweizer oder deutschen Uhren aus.
In Anbetracht der Tatsache, dass sehr viele mechanische Uhren sehr lange laufen, auch wenn sie nie bei der Revision waren, wird die Revision vielleicht tatsächlich überbewertet.
 
TimeWarp

TimeWarp

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Solange es sich um "billige" Ticker handelt, lohnt sich die Revision nicht. Es ist dann billiger, sich eine neue Uhr zu holen. Nicht vergessen, bei enier Revision ist es mit dem Überholen/Wechsel des Kalibers nicht getan, auch die Dichtungen sollten gewechselt werden.

Eine ganz andere Überlegung kommt dann aber auch: Wenn man sich mehr als fünf bis sechs Uhren zugelegt hat, und diese alle eine Revision wollen, wird es schnell ziemlich teuer. Bei der grossen Mehrheit der Uhren lohnt sich sowas in keinem Fall und gleicht einem wirtschaftlichen Totalschaden; anders sieht das bei teuren Schweizer oder deutschen Uhren aus.
In Anbetracht der Tatsache, dass sehr viele mechanische Uhren sehr lange laufen, auch wenn sie nie bei der Revision waren, wird die Revision vielleicht tatsächlich überbewertet.
Ich finde halt immer die Rechnung komisch, dass eine (schweizer/deutsche) Uhr zB 1.000€ kosten muss, damit sich eine 200€ Revision lohnt. Der Wertverlust der Uhr kommt ja trotzdem auch noch dazu. Dann lieber ein paar Uhren mehr für jeweils um die 100€ kaufen und im Wechsel tragen! :ok:
 
Tschassy

Tschassy

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(...)
Vielleicht wird das Thema Uhrenrevision auch einfach ein wenig überbewertet.
Uhrenrevision ist ähnlich wie Serviceverträge bei Autos oder Heizungsanlagen ein fester Bestandteil der Gesamt-Kalkulation.
Es gibt Uhrenhersteller, die auf alle Werke in ihren Uhren eine lebenslange Garantie geben - vorausgesetzt, man läßt die Uhr alle drei Jahre kostenpflichtig bei dem Hersteller bzw. seinem Vertragsuhrmacher revidieren. Bei meinen neu erworbenen Uhren dürfte es kein großes Problem sein, denn ich bin schon im Grauhaaralter, und 30-50 Jahre, die ich vielleicht noch zu leben habe, ist für eine mechanische Uhr kein so hohes Alter.

Gruß, Bert
 
OlliS

OlliS

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Uhrenrevision ist ähnlich wie Serviceverträge bei Autos oder Heizungsanlagen ein fester Bestandteil der Gesamt-Kalkulation.
Das würde ich eher nicht so sehen. Wenn, wie bei einigen Luxusuhrenhersteller üblich, die Revisionskosten einer Uhr die Produktionskosten der gesamten Uhr überschreiten, ist es kein fester Bestandteil der Gesamt-Kalkulation.
Die Lagerhaltung ist schließlich auch kein größerer Posten, da man nicht vergessen sollte, dass Uhrwerke, Gehäuse und häufig auch andere Komponenten mechanischer Uhren über Jahrzehnte gefertigt werden.

Deshalb hinkt der Vergleich zur Automobilindustrie mit immer kürzeren Produktionszyklen gewaltig. Dort kommen auch wesentlich mehr Bauteile unterschiedlichster Hersteller zum Einsatz. Elektronik ist dabei besonders problematisch.
 
Yannick928S

Yannick928S

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Mir wurde in einem Gespräch auf Kleinanzeigen mal gesagt, Revisionen bei teuren Uhren seien niemals nötig und nur Geldmacherei. Deshalb kosten sie ja so viel, damit sie das nicht brauchen...
Der Herr meinte auch, er mache an seinen "Luxusaustos" keinen Ölwechsel aus selbem Grund. Ich konnte nur meinen Kopf schütteln und das Gespräch war für mich beendet :wand:

Bei NH35 Werken würde ich wohl auch komplett tauschen.
Meine 1. mechanische Uhr (SKX009) würde ich jedoch trotzdem revidieren lassen, da hier der emotionale Wert höher ist als der Materielle.
 
Karl Toffee

Karl Toffee

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Hallo,

Die Frage stellt sich vor allem für Personen die ein ganzes Rudel an Uhren ihr eigen nennen.

Bei mir bekommen Uhren in dem hier diskutierten Preisrahmen nur in den genuss einer Revision wenn ich eine besondere Beziehung zu der Uhr habe. So dass der finanzielle Wert der Uhr dann keine Rolle spielt.
Andere "günstige" Uhren trage ich teilweise extrem selten und wenn doch, ist mir das Gangverhalten ziemlich egal.

Früher hat sich die Frage in der Form garnicht gestellt. Man besaß halt eine Uhr, z.B. eine junghans oder Dugena, und diese wurde halt wenn nötig zum Uhrmacher gebracht. Da wurde kaum daran gedacht, ich hau die jetzt weg und kauf mir einen neue oder die Revision kostet mich jetzt X% Prozent des Kaufpreises und ich fall tot um.
Diese "Wegwerfmentalität" hat sich erst verstärkt herausgebildet.

Selbst Personen welche heute eine günstige mechanische Uhr (und nur diese eine) besitzen, sind mitlerweile kaum noch bereit die Kosten für eine Revision zu tragen. Da wird dann halt eher eine neue gekauft. Ich denke dies war früher nicht so ausgeprägt. Was sicherlich nicht schlechter war.
 
Spitfire73

Spitfire73

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Mir wurde in einem Gespräch auf Kleinanzeigen mal gesagt, Revisionen bei teuren Uhren seien niemals nötig und nur Geldmacherei. Deshalb kosten sie ja so viel, damit sie das nicht brauchen...
Der Herr meinte auch, er mache an seinen "Luxusaustos" keinen Ölwechsel aus selbem Grund. Ich konnte nur meinen Kopf schütteln und das Gespräch war für mich beendet :wand:
Auf Kleinanzeigen scheint mir auch immer die Intelligenzija auffällig vollversammelt angetreten zu sein. Der reinste Tummelplatz für Aluhutträger, Verschwörungstheoretiker und Wirtschaftsesoteriker. :roll:

Letzten Endes ist es immer eine Gesamtabwägung. Kennt man einen fähigen Uhrmacher und trägt Massenwerke, hat man freilich günstigere Möglichkeiten als wenn man sich dem Hersteller per Inhousekaliber ausliefert. Gerade die NH35/36 kann man immer wieder neu günstig auf Ebay für um 20 Euro finden. Daher lohnt sich dann meist keine Reparatur sondern man legt sich einfach ein paar dieser Werke als Ersatzteilspender oder Tauschwerke auf Halde und im Fall der Fälle lässt man die Werke tauschen.

Gruß
Helmut
 
Tschassy

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(...)
Wenn, wie bei einigen Luxusuhrenhersteller üblich, die Revisionskosten einer Uhr die Produktionskosten der gesamten Uhr überschreiten, ist es kein fester Bestandteil der Gesamt-Kalkulation.
(...)
Nun, in die Kalkulation muß auch der vom Kunden gezahlte Preis rein; der Kunde, der für eine neue Uhr 12.000 € ausgegeben hat, wird eher bereit sein, die Uhr, wenn sie quengelt, für 800-1.000 € revidieren zu lassen, als eine neue Uhr zu kaufen.

Gruß, Bert
 
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Bei NH35 Werken würde ich wohl auch komplett tauschen.
Meine 1. mechanische Uhr (SKX009) würde ich jedoch trotzdem revidieren lassen, da hier der emotionale Wert höher ist als der Materielle.
Gerade da nutzen viele die Gelegenheit, das 7S26 durch das recht unproblematisch passende NH36 (=NH35 plus DayDate) auszutauschen
 
Thema:

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