Grundsätzliche Frage zur Gehäusebehandlung

Diskutiere Grundsätzliche Frage zur Gehäusebehandlung im Sonstige Uhren Forum im Bereich Sonstige Uhren; Hallo, ich habe mir vor kurzen einen Regulator von Pfeilkreuz gekauft. Zur Zeit ist er beim Uhrmacher zwecks Reinigung des Uhrwerks. Deshalb...
#1
S

supercat

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Hallo,

ich habe mir vor kurzen einen Regulator von Pfeilkreuz gekauft. Zur Zeit ist er beim Uhrmacher zwecks Reinigung des Uhrwerks. Deshalb kann ich momentan auch leider keine Bilder einstellen. Gebaut geschätzt 1875-1880.

Das Gehäuse müsste ich überarbeiten, sobald ich es wiederhabe. Frage ist jetzt nur wie?

Nun ist es ja nicht so das alle Uhrgehäuse aus der Zeit geschellackt wurden. Es ist tiefschwarz, wurde glücklicherweise nie "behandelt" sprich überlackiert.

Ich wüsste gerne, wer hier schon mal einen Restaurator in Anspruch genommen hat und wo man da preislich ansetzen muss. Allein bei dem Wort Restaurator schreckt man zurück weil man denkt, unter 500€ brauch ich da gar nicht hingehen.

Was war denn damals (ausser Schellack) die gängigeste Methode um ein Gehäuse farblich zu behandeln. Gibt es spezielle Geschäfte, die sich mit entsprechenden Farben oder Farbauffrischer auskennen. Der Gang in den Baumarkt fällt gleich weg, da lass ich die Uhr mit all ihren Macken lieber so wie sie ist.

danke für Tipps und Anregungen

Andreas
 
#2
Der Stromer

Der Stromer

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Hm.
Viele Fragen auf einmal. Bei wirklich alten Uhrengehäusen würde ich mich an einen guten Möbelrestaurator wenden. Denn die Mittel und Mittelchen, die vor 100 Jahren verwendet wurden, waren fast immer "Geheimrezepte" der Möbelhersteller, von denen die Gehäuse stammten. Aber warum nicht die, wie Du ja auch schon geschrieben hast, Macken so lassen, wie sie sind? Das gehört doch zum Alter der Uhr, oder?
Schellack wurde nur bei hochglänzenden Oberflächen genommen. Wenn die Flächen matt waren, geht auch dunkle bis schwarze Beize und z.B. Bienenwachs. Gibt einen schönen, matten Farbton.

Restaurateure sind nicht billig, wenn Sie gute Arbeit leisten, aber Fragen kostet nichts und bevor man ein Gehäuse versaut...... Und 750,- € kostet so ein Uhrenkasten sicher nicht. Du wirst wohl so mit runden 200 €uronen dabei sein.

Aber zu Pfeilkreuz allgemein:
Wenn das Werk mit den gekreuzten Pfeilen gemarkt ist, wird das Herstellungsdatum um oder eher nach 1891 liegen. Denn die Marke "Pfeilkreuz" wurde erst ab 1891 verwendet (eingetragen). Anders ist es mit HAU (Hamburg-Amerikanische Uhrenfabrik AG) diese Marken gab es schon ab 1876. Davor war es Landenberger & Lang.

Wer hat Dir den die Uhr als 1875 - 1880 und Pfeilkreutz verkauft????
 
#3
S

supercat

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Ich muss gestehen, ich habs auf der kleinanzeigen-seite der bucht gekauft. Ich hab das Uhrwerk selbst noch nicht gesehen, nur ein verschwommenes Bild aus der Anzeige. Das Zifferblatt selbst ist mit dem Pfeilkreuz Symbol gekennzeichnet. Nun soll man ja wohl nicht davon ausgehen, das daß eine Patchwork Uhr ist. Ich wollte das Werk nicht herausnehmen, weil man da sehr schlecht beikam. Befestigung war mittels 4 Schrauben auf der Rückseite, ohne das man Zeiger und Verkleidung abgenommen hätte, wäre man da nie herangekommen. Und ich habe im Moment einfach nicht die Zeit (Hausumbau), um mich mal mit Ruhe damit zu befassen.
 
#4
M

Mühli

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Ich habe 20 Jahre lang antike Möbel aufgearbeitet / restauriert. Meine Uhrengehäuse - sofern sie Schellack behandelt waren - werden nur noch mit WOLF`S MÖBELPFLEGER behandelt.Ob ausgeblichen, verkratzt oder verschmutzt ist hierbei egal. Die Flüssigkeit besteht aus Naturholzpigmenten und lässt altes Holz im neuen Glanz erstrahlen.Schellack wird aufgefrischt und die alte Holzfarbe zum Vorschein gebracht. Ich bin davon überzeugt....Natürlich immer vorsichtig an nicht so sichtbaren Stellen antesten.
Das Geschäft ist bei mir in der Nähe. Schau mal online unter antikwolf.de
Artikel Nr. 8082

Gruß
Mühli
 
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