Grüße aus den Siebzigern: Der Klappzahlenwecker

Diskutiere Grüße aus den Siebzigern: Der Klappzahlenwecker im Small Talk Forum im Bereich Small Talk; Mal ganz was anderes: Auf einem Flohmarkt entdeckte ich diesen Sony Digimatic. Für teures Geld erstanden :wink: , habe ich mich dann zu Hause an...
#1
SINNlich

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Mal ganz was anderes: Auf einem Flohmarkt entdeckte ich diesen Sony Digimatic. Für teures Geld erstanden :wink: , habe ich mich dann zu Hause an die "Restaurierung" gemacht. Viel Staub musste entfernt, der stehende Motor angeworfen, Kontakt- und Silikonspray appliziert, etwas Renuwell aufs Holz massiert werden und siehe da: es funzt und sieht aus wie neu. Der Sony ist auch unter http://www.klappzahlenwecker.de zu finden, allerdings im Kunststoffgehäuse. Meiner hat ein Echtholzgehäuse auf Kunststoffchassis, das nach allen Regeln der Tischlerkunst massiv gefertigt ist. Passt prima zum Schreibtisch! Nach einer Nacht im Schlafzimmer habe ich die Flipclock im Wohnzimmer angeschlossen. Der Klang ist beeindruckend, wenn man ein wenig mit der Tonwaage spielt. Sogar NDR Klassik bringt er gut rüber. Die Copal-Mechanik wird über einen Gleichstrommotor angetrieben. Kein Klappern kündet von der Zeitverschiebung, sondern ein leises "Klong" und dann ein noch leiseres "Flip". Halt ne Flipclock... . Das Teil macht Spaß. Vor allem die soliden Drucktasten und die sämige Mechanik sind auch nach 33 Jahren noch prima.
Feines Detail: Die Skalenbeleuchtung ist bei Weckautomatik und Schlummermechanik ausgeschaltet. Sie leuchtet nur im Dauerbetrieb.

Grüße

Axel
 
#2
E

erloeser

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Hallo

die unnachahmliche Zeitlupe des "Klappens" im Film "und täglich grüßt das Murmeltier" haben den Klappzahlenwecker letzlich unsterblich gemacht.

Ich selbst hatte das Ding in den 70ern in weiß und eiförmig.

Designtechnisch waren die 70er wirklich....

Gruß


Erloeser


P.S. Wer hatte noch ein Bonanza-Rad?
 
#3
Dmx82

Dmx82

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Na das ist ja mal ein starkes Stück! :super:

Gefällt mir gut, ein schönes Stück Nostalgie! ;-)

Und von der Qualität können sich manche moderne Geräte sicher eine Scheibe abschneiden!


lg Chris
 
#5
mike184

mike184

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Hi Axel!

Ein schönes Teil! Zumindest, wenn man auf solche Nostalgie-Radiowecker steht. Und danke für den Link, jetzt kann ich meinen zeitlich einordnen.
Es ist ein Elac RD 100 in weiß im Monitor-Design, Radioempfang und Klang sind immer noch beachtlich. Hinter dem kleinen runden Fenster neben dem Elac-Logo dreht sich eine kleine Scheibe mit konzentrischen Kreisen, so wird die Funktion des Uhrwerks angezeigt. Auseinandernehmen und reinigen müßte ich ihn mal, denn das Acrylglasfenster ist von innen etwas angestaubt. Die Funktion ist aber noch völlig einwandfrei. Das "Klacken" läuft völlig dezent ab, kaum hörbar. Er hat den ekelhaftesten Weckton, den man sich vorstellen kann - da werde sogar ich wach.:wink:

 
#6
U

uhrenbine

Guest
Hallo , sieht echt cool aus und du hast ihn klasse restauriert .Danke für den Ausflug in die Siebziger.

LG
Bine :super:
 
#7
SINNlich

SINNlich

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Na ja, ich bin kein großer Freund des 70er Designs... Aber diese Digitaltechnik hat es mir angetan. Als Kind hatte ich entweder eine elektrische Remington-Analoguhr mit Beleuchtung. Das Netzteil fing nach ein bis zwei Jahren tierisch an zu brummen. Dann kam die nächste. Bis ich schließlich beim Radiowecker mit elektronischen Digitalziffern gelandet bin. Heute kommt mir ein Trafo in Kopfnähe nicht mehr ins Schlafzimmer. Ich lasse mich per Zeitschaltuhr und Ghettoblaster wecken. So langsam entwickelt sich mein Haus zum Uhrenmuseum ;-)

Übrigens: Der Aufbau dieser Wecker erinnert von der Solidität her an die alten Röhrenradios. Mit Kontaktspray und Silikonöl bekommt man alles wieder gängig. Bis auf das Werk. Wenn der Synchronmotor einmal steht, ist Feierabend, er ist hermetisch verlötet. Und der Brumm-Weckton: Den wünsche ich wirklich keinem... ;-)

Grüße

Axel
 
#8
RiGa

RiGa

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Hi, Axel!

Danke für die Nostalgiefahrt!

Und zum "Brumm-Weckton": Klappern gehört zum Handwerk! :wink:

Gruß, Richard

PS:
erloeser hat gesagt.:
die unnachahmliche Zeitlupe des "Klappens" im Film "und täglich grüßt das Murmeltier" haben den Klappzahlenwecker letzlich unsterblich gemacht.
Wie wahr, wie wahr!
 
#9
mike184

mike184

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SINNlich hat gesagt.:
Na ja, ich bin kein großer Freund des 70er Designs...
Übrigens: Der Aufbau dieser Wecker erinnert von der Solidität her an die alten Röhrenradios. Mit Kontaktspray und Silikonöl bekommt man alles wieder gängig. Bis auf das Werk. Wenn der Synchronmotor einmal steht, ist Feierabend, er ist hermetisch verlötet. Und der Brumm-Weckton: Den wünsche ich wirklich keinem... ;-)
Hi Axel,

das ist eigentlich auch kein 70er Design, Stil und Bauweise(massiv verkleidet mit Holzfurnier) stammen aus den 60ern. Ich denke auch, dass deiner älter ist als die bei klappzahlenwecker.de abgebildete Plastikversion von 1975, Da hat man das Gerät einfach in ein neues Kleidchen gesteckt. Mein Plastikwecker min Monitorform von Elac ist da eher typisch für die 70er. Von daher ist der Vergleich mit den alten Röhrenradios gar nicht so weit hergeholt. Im HiFi-Bereich verlief die Entwicklung parallel - in den 60ern und Anfang 70er wurde noch so massiv gebaut, dann kam die Rackbauweise und Ende der 70er war dann fast alles aus Metall(Kuststoff war noch nicht hitzebeständig genug für Verstärker z.B.).
Und - ja, ich brauche ihn, den gräßlichen Brummweckton. :wink:
Meiner hat heute übrigens anlässlich dieses Threads seine wohlverdiente Grundreinigung erhalten und sieht jetzt wieder top aus. Da kann man auch wieder eigene Fotos machen. :D
 
#10
B

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Tolles design. Ich hatte auch so einen. Hab ihn dann in die Bucht gegeben, weil er unheimlich viel Strom verbraucht hat.
 
#11
SINNlich

SINNlich

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Wie, der verbraucht viel Strom? Deshalb wurde das Wohnzimmerlicht so schwach, als ich ihn eingestöpselt habe... :oops:
Ja, die Holzzarge und das Design erinnern stark an die 60er Jahre. Aber leider bekommt man kaum eine verlässliche Datierung hin.
Er ergänzt meine Röhrenradiosammlung (zwei Exemplare :wink: ), die die 50er und frühen 60er Jahre abdecken.

Grüße

Axel
 
#12
mike184

mike184

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Ein schönes altes Röhrenradio aus den 50ern habe ich auch noch. Der Klang und das "magische Auge" sind immer wieder faszinierend.
 
#13
SINNlich

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Es mag wohl nur von geringem Interesse sein, trotzdem nochmal ein Nachtrag zu meinem Sony. Nach meinen Recherchen wurde er 1969 als einer der ersten Radiowecker mit diesem Mechanismus gebaut. Damaliger Neupreis: 238 Mark. Vertrieben wurde er in Deutschland von Elac.
Es war das erste in Deutschland angebotene Klappzahlenradio.

http://www.radiomuseum.org/r/sony_sony_digimatic_8fc_59w.html

Gebote biete per PM ;-)

Grüße

Axel
 
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