Grand Seiko SBGA 373 und Orient Star RE-AU0403L

Diskutiere Grand Seiko SBGA 373 und Orient Star RE-AU0403L im Uhrenvorstellungen Forum im Bereich Uhren-Forum; Gerade habe ich mir meine erste Orient Star zugelegt. Besonders gespannt war ich, wie sehr sich diese als Premiummarke von Orient von den...

MrDigger

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Gerade habe ich mir meine erste Orient Star zugelegt. Besonders gespannt war ich, wie sehr sich diese als Premiummarke von Orient von den "normalen" Modellen abhebt. Preislich sind die Orient Star-Modelle im Allgemeinen nicht so weit von den Preisen der Orient-Modelle entrückt, wie das etwa bei Grand Seiko gegenüber Seiko der Fall ist. Deshalb meine Idee: Wieso nicht mal meine Orient Star mit meiner Grand Seiko vergleichen? Klar, der Vergleich dürfte etwas hinken, liegt doch immerhin der Faktor zehn zwischen den Preisen dieser beiden Modelle. Aber Orient (Star) ist bekannt dafür, besonders viel fürs Geld zu bieten, und wer weiß, vielleicht kommt die Uhr in gewissen Aspekten ja an die Grand Seiko ran?

Hier zunächst die beiden Kandidaten nebeneinander.

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Eine kurze Beschreibung der Features mit den relevanten technischen Daten:
Die Referenz der Orient ist RE-AU0403L. Wie man unschwer erkennen kann handelt es sich um ein Dreizeigermodell mit Zentralsekunde, Datum und Gangreserve auf 12 Uhr. Das Automatikwerk nennt sich F6N43, läuft bei Vollaufzug 50 Stunden und tickt mit 3 Hertz bzw. 21.6000 Halbschwingungen pro Stunde. Der Durchmesser dieser Uhr dürfte mit 42 mm deutlich über den derzeitig favorisierten 38 - 40 mm der meisten Enthusiasten liegen, stört mich aber nicht weiter, wobei es 40 mm auch getan hätten. Das Edelstahlgehäuse bietet satinierte und hochglanzpolierte Flächen im Wechsel, wobei die Facettierung und die klaren Kanten im Bereich der Hörner durchaus an das 44GS-Gehäus der Grand Seiko erinnern (dazu später mehr). Das Band ist fast vollständig satiniert und bietet eine massive Schließe. Saphirglas ist selbstredend auf der Zifferblattseite verbaut, interessanterweise besteht der Glasboden jedoch aus konventionellem Mineralglas. In Sachen Wasserdichtigkeit sind 5 bar aufgeführt, wobei ich mangels Schraubkrone diese Uhr wohl niemals wissentlich Nässe aussetzen würde. Für notorische Bandwechsler noch interessant: Die Stegbreite beträgt unpraktische 21 mm, was die Auswahl an Bändern etwas einschränken dürfte.

Bei der Grand Seiko handelt es sich um die Referenz SBGA373. Sie wird bei Grand Seiko in der Heritage Kollektion geführt, und kombiniert das sogenannte 44GS-Gehäuse (Edelstahl) mit dem einmaligen Spring Drive-Uhrwerk. Auch bei dieser Grand Seiko haben wir ein Dreizeigermodell mit Zentralsekunde, Datum und Gangreserve vor uns. Dann hören die Gemeinsamkeiten - trotz optischer Nähe zur Orient Star - aber auch schon auf. Die Gangreserve beträgt dank effizientem Quartz-Mechanik Hybrid hier 72 Stunden aus einem Federhaus. Da das Werk, gesteuert von einem integrierten Schaltkreis, auf die korrekte Ablaufgeschwindigkeit eingebremst wird, bewegt sich das Räderwerk und somit auch der Sekundenzeiger kontinuierlich. Beim Gehäusedurchmesser liegt man mit 40 mm genau richtig. Die Stegbreite ist mit 19 mm (sofern ich korrekt gemessen habe) wiederum seltsam, aber die wenigsten werden das OEM-Band überhaupt tauschen. Schraubkrone und 10 bar Wasserdichtigkeit erlauben potenziell das Nonstop-Tragen. Natürlich bieten sowohl die Vorderseite als auch der Gehäuseboden Saphirglas. Letzerer ist mit einer aus bestimmten Blickwinkeln sichtbaren Gravur des Grand Seiko-Löwen versehen.

Nach dieser kleinen Vorstellungsrunde wollen wir uns dem Vergleich widmen.
Beginnen wir mit dem subjektiven Qualitätseindruck der Uhren am Handgelenk und im Gegenlicht.

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Hier muss ich zugeben, dass die Grand Seiko die Orient Star etwas alt aussehen lässt. Gerade im Gegenlicht wirken Zifferblatt, Zeiger und Indizes überwältigend. Die praktisch perfekten Oberflächen und scharfen Kanten der Dauphine Zeiger sowie der Indizes wirken bei der Grand Seiko richtig plastisch, während die Orient Star etwas zweidimensional erscheint. Hier muss ich anmerken: Aus anderen Blickwinkeln kommt das tiefblaue Zifferblatt der Orient Star deutlich besser zur Geltung, was die Bilder weiter unten bezeugen, aber der Grand Seiko muss ich dennoch klar den Vorzug geben. Das applizierte Logo und die hochdetaillierte Gangreserve der Grand Seiko bescheren dieser zusätzliche Pluspunkte. Bei der Orient Star sind sowohl Logo als auch die Skala der Gangreserveanzeige gedruckt.

Die Qualität von Metallarmbändern ist für mich ein wesentliches Kaufkriterium, und besonders "allergisch" reagiere ich auf klapprige Schließen aus Pressteilen. Während diese im dreistelligen Preisbereich und generell im herkömmlichen Orient-Sortiment weit verbreitet sind, kann die Orient Star mit einer massiven Schließe punkten. Erst die Orient Star, dann die Grand Seiko:

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Beide schließen sind tadellos. Die der Orient Star wirkt durch den versteifenden Mittelsteg sogar etwas massiver. Dafür ist die Oberseite der Schließe bei der Orient nur mit einer leichten (Laser?-)Gravur versehen. Die Grand Seiko glänzt hier mit einem dreidimensionalen, fein finissierten und umrahmten Logo. Auch bietet ihre Schließe eine fein polierte, geschwungene Fase, während die der Orient Star flächig satiniert ist. Der Punkt geht an die Grand Seiko, aber viel fehlt hier wirklich nicht.

Zuvor habe ich schon das ikonische 44GS-Gehäuse der Grand Seiko angesprochen. Dank seiner vielen, komplexen Facetten ist es ideal geeignet für die Zurschaustellung von Grand Seikos Kompetenzen in der Oberflächenfinissierung. Besonders auf die manuell spiegelpolierten, optisch verzerrungsfreien Flächen und die scharfen Kanten ist man bei Grand Seiko stolz.
Praktischerweise kann auch das Gehäuse dieser Orient Star mit ähnlichen Facetten an den Hörnern aufwarten. Aber kann auch deren Bearbeitungsqualität mit der einer Grand Seiko mithalten? Schauen wir uns das mal genauer an. Eine Anmerkung noch: Die Grand Seiko ist schon über ein Jahr im Einsatz, die Orient Star ist vor wenigen Tagen ihrer Box entstiegen. Man möge die Kratzer der GS daher verzeihen :-D.

Zunächst die Grand Seiko aus zwei Blickwinkeln:

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Jetzt vergleichbare Perspektiven der Orient Star:

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Vom Finish der Hörner an der Orient Star bin ich wirklich enorm beeindruckt. Die von den satinierten Flächen oben auf den Hörnern und an den Gehäuseflanken umrahmte, auf Hochglanz polierte Freiformfläche ist wirklich perfekt ausgeführt.
Nicht falsch verstehen: Die Grand Seiko wird den hohen Ansprüchen an sie vollkommen gerecht. Die Verzerrungsfreiheit der polierten Oberflächen ist nicht nur ein Marketingversprechen, und die Grenzen der Facetten werden von scharfen, präzise geschliffenen Kanten markiert. Man sagt ja, dass ein Uhrmacher oder Feinmechaniker feinste Unterschiede in Oberflächenrauigkeiten erfühlen kann. Ähnlich geht es mir bei der Grand Seiko: Sie legt, was die Haptik betrifft, noch eine Schippe gegenüber der Orient Star drauf. Auch hier kann sich die Grand Seiko vorne platzieren, aber mit ihrem mehr als zehnmal geringeren Preis ist die Orient Star wirklich erschreckend bzw. erfreulich nah dran!

Die Schließe haben wir uns schon angeschaut, aber wie siehts mit den Metallarmbändern bezüglich Anmutung und Oberflächenfinish aus?

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Das Band der Orient Star ist vollständig satiniert, es gibt keine changierenden Oberflächen. Interessant sind die trapezförmigen Mittelsegmente der Glieder, die sich erfrischend von dem üblichen 0815-Metallbanddesign abheben und das Band kantiger und sportlicher wirken lassen. Kürzung gechieht durch Austreiben von Stiften, wobei man aufpassen muss, nicht die winzigen Hülsen zu verlieren. Etwas nervig ist auch, dass das Band an den Anstößen quietscht wie Hölle, wenn man das Handgelenk flott bewegt. Dasselbe Problem hat auch meine Orient Triton/Neptun, und das scheint wohl im Hause Orient nicht selten vorzukommen. Hier muss ich wohl mit etwas Schmierfett nachhelfen.

Machen wir es kurz: Das Band der Grand Seiko ist deutlich wertiger. Satinierte und polierte Oberflächen wechseln sich ab, wobei jeweils die Ränder der Mittelsegmente und die Flanken des Bandes poliert sind. die Glieder werden durch Schrauben fixiert, was das Kürzen wesentlich komfortabler macht. Im Lieferumfang sind bei der Grand Seiko außerdem kurze Glieder enthalten, mit denen sich das Band perfekt justieren lässt. Die Feinjustierung der Orient Star ist durch Umstecken des Federstegs in der Schließe in drei Stufen möglich.

Jetzt bleibt natürlich noch das (für den einen oder anderen ausschlaggebende) Uhrwerk.

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Auch hier fällt das Urteil auf den ersten Blick recht eindeutig pro Grand Seiko aus. Aber gehen wir mal auf die Details ein. Bei der Orient Star fällt auf, dass das Werk F6N43 in Relation zum Gehäusedurchmessser recht klein ausfällt. Zwar ist die Uhr auch 2 mm im Durchmesser größer gegenüber der Grand Seiko, aber man kann deutlich sehen, dass die Werksarchitektur nicht für Uhren dieser Größenordnung vorgesehen wurde. Auch wenn wir darüber hinwegsehen ist das Werk nicht wirklich eine Schönheit. Von den bei Orient verbauten Versionen dieser Werksarchitektur (Bild siehe unten) versucht man die Orient Star durch den Rotor mit Goldgravur und Genfer Streifen, sowie mit Perlagen auf den Brücken aufzuwerten. Leider wirken sowohl Streifen als auch Perlagen eher so, als hätte man eine Grafik in Powerpoint eingefügt und den Transparenz-Regler weit nach rechts geknallt. Soll heißen: Sie stechen kaum hervor und wirken etwas verwaschen.

Hier zum Vergleich die weniger edle Variante, die sich sichtbar die Werksarchitektur mit der Orient Star teilt. Es handelt sich in diesem Fall um das F622 aus einer Orient Bambino Small Second, das nur 40 statt 50 Stunden Gangreserve bietet.

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Ganz anders das 9R65 der Grand Seiko (Bild siehe oben rechts neben dem Werk der Orient Star): Schicke Anglierungen, tolle (Genfer/Shiojiroer??:D) Streifen und das ganze mit einem dem Gehäuse angemessenen Durchmesser. Hierbei muss ich sagen: Diese ältere Werksgeneration von Grand Seiko - wenn man das mechanische 9SA5 und das Spring Drive-Werk 9RA5 als die neue Generation betrachtet - ist sehr solide und tadellos verarbeitet, aber in dieser Preisklasse darf man optisch durchaus etwas mehr erwarten. Gerade die unter der Automatikbrücke sichtbaren Teile wirken teils nur rudimentär bearbeitet. Seis drum, das Werk der Grand Seiko darf sich diese japanische Bescheidenheit leisten und setzt sich ohnehin mühelos an die Spitze.

Mein Fazit:
Beide Uhren leisten für ihre Preisklasse Außergewöhnliches. Während die Orient Star in gewissen Aspekten (Gehäusebearbeitung, Gesamteindruck) locker in der Liga bestimmter vierstellig bepreister Uhren mitspielt, spielt die vierstellig bepreiste Grand Seiko locker in der Liga so mancher fünfstellige Preise aufrufender Zeitmesser mit.
Bezüglich der eingangs formulierten Frage, ob die Orient Star wohl in gewissen Aspekten mit der Grand Seiko gleichziehen kann, darf ich Entwarnung geben. Ja, manchmal kommt die RE-AU0403L der deutlich teureren SBGA 373 gefährlich nah, aber oftmals kann sie nicht verbergen, dass Fertigungskosten und -aufwand wohl nicht so großzügig bemessen sind wie bei einer Grand Seiko. In gewissen Details wirkt sie gar etwas billig, was hinsichtlich des - nochmal zur Erinnerung - mehr als zehnmal geringeren Preises wirklich kein Manko ist.

Ich hoffe, euch hat diese Vor- und Gegenüberstellung dieser zwei Uhren gefallen, und vielleicht hilft sie dem einen oder anderen bei der Entscheidungsfindung in Bezug auf zukünftige Anschaffungen. :winken:
 
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I.v.e

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Danke für den tollen Vergleich zweier Japaner. Da ich selbst GS Besitzer bin, kann ich deinen Eindruck voll und ganz unterschreiben. Es muss nicht immer teuer sein, um eine gute Qualität zu bekommen, wenn es aber teuer wird, kann man den Unterschied erfühlen und sehen. 🤓

Ich wünsche dir weiterhin viel Freude mit den Zweien 👍🏼🍻
 

SpeedCat

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Vielen Dank für die wirklich ausführliche Gegenüberstellung. Da bleiben - im positivsten Sinne - keine Fragen offen. Zwei wirklich schöne Uhren, und ungeachtet der Optik der Werke unterstelle ich beiden mal vergleichbare Leistungen im Zeit anzeigen. Den prägnantesten Unterschied finde ich tatsächlich die Frontansicht im Gegenlicht.

Danke für deine Mühe, und viel Spaß mit den beiden Reserveanzeigern. :D
 

jd17

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Vielen Dank für die interessante Vorstellung und den schönen Vergleich!

Von den bei Orient verbauten Versionen dieser Werksarchitektur (Bild siehe unten) versucht man die Orient Star durch den Rotor mit Goldgravur und Genfer Streifen, sowie mit Perlagen auf den Brücken aufzuwerten. Leider wirken sowohl Streifen als auch Perlagen eher so, als hätte man eine Grafik in Powerpoint eingefügt und den Transparenz-Regler weit nach rechts geknallt. Soll heißen: Sie stechen kaum hervor und wirken etwas verwaschen.
Bei dem Anblick und deiner Beschreibung musste ich sofort an meine non-Star Orient denken, deren Werk die exakt gleiche Finissierung hat:

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Das Modell ist allerdings schon etwas älter, vielleicht macht Orient das jetzt nur noch bei Star Modellen?

Auf jeden Fall weiterhin viel Spaß mit deinen beiden schönen Uhren! 🙃
 

MrDigger

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Vielen Dank für die interessante Vorstellung und den schönen Vergleich!



Bei dem Anblick und deiner Beschreibung musste ich sofort an meine non-Star Orient denken, deren Werk die exakt gleiche Finissierung hat:

Anhang anzeigen 3611636

Das Modell ist allerdings schon etwas älter, vielleicht macht Orient das jetzt nur noch bei Star Modellen?

Auf jeden Fall weiterhin viel Spaß mit deinen beiden schönen Uhren! 🙃
Danke dir :).

Das ist interessant, anscheinend hat man da bei den regulären Orient-Modellen einen Gang zurückgeschaltet. Aber vielleicht war das bessere Finish auch nur bestimmten Modellen vorenthalten, da kenne ich mich nicht gut genug mit der Marke aus. Deine dürfte, wie du ja schon sagtest, etwas älter sein, da noch nicht EPSON, sondern Orient Watch Co. LTD. auf dem Gehäuse steht.
 

stephan120272

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Auch von mir herzlichen Dank für den tollen Vergleich. Ich habe ebenfalls eine Orient Star (GMT) und eine GS und kann dein Fazit gut nachvollziehen. Du hast die Unterschiede schön herausgearbeitet. Beide Uhren müssen den Vergleich in der jeweiligen Preisklasse nicht scheuen.

Viele Grüße,
STEPHAN
 

Ger movt

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Vielen Dank für deine tolle Vortellung und Glückwunsch zu beiden Modellen!

Ich freue mich immer wenn jemand sich die Mühe macht diese völlig unterbewertete Marke Orient Star hier in den verdienten Kontext zu setzen. Dein Modell hatte ich bisher leider noch nicht in eigenen Händen. Das design gegällt mir ausgedprochen gut, für einen Dresser wäre sie aber auch bei mir, an der oberen Grenze, mit 42mm.

Deinen Eindruck bezüglich der OS kann ich ansonsten nur bestätigen. Die Uhren sind in jeder Hinsicht besser als "reguläre" Orient-Modelle und bieten im Luxus Einsteigerbereich wohl eines der besten Preis-Leistungsverhältnisse bis in den unteren vierstelligen Bereich. Die Werkverzierung ist hier sicher deutlich von der GS entfert, das können die aber auch nochmal deutlich besser. ;)

Bezüglich der Markeninternen Konkurrenz kann ich noch etwas mitreden. Bei den regulären Orients gibt es recht deutliche Abstufungen in der Qualität, die dann geringschwellig in die OS Modelle übergeht, so wie das Seiko mitlererile mit den hochwertigsten Presage und Prospex auch macht.
Die Orients bieten im mittleren dreistelligen Bereich, auch schon ein deutlich besseres finish als die hier verbreiteten Einstiegsmodelle und vergleichbare Werksverzierungen wie bei den OS, jedoch nicht mit den hochwertigen Werken, die für OS reserviert sind .

Eine GS durfte ich leider noch nicht mein Eigen nennen. Da hast du wirklich ein tolle Wahl getroffen.
Das Gehäuse und Ziffernblatt wirken selbst auf Bildern fast schon plastisch perfekt, selbst in vielfachster Vergrößerung.

Vielen Dank und viel Spaß mit den beiden schönen Japanerinnen!
 

MrDigger

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Vielen Dank für deine tolle Vortellung und Glückwunsch zu beiden Modellen!

Ich freue mich immer wenn jemand sich die Mühe macht diese völlig unterbewertete Marke Orient Star hier in den verdienten Kontext zu setzen. Dein Modell hatte ich bisher leider noch nicht in eigenen Händen. Das design gegällt mir ausgedprochen gut, für einen Dresser wäre sie aber auch bei mir, an der oberen Grenze, mit 42mm.

Deinen Eindruck bezüglich der OS kann ich ansonsten nur bestätigen. Die Uhren sind in jeder Hinsicht besser als "reguläre" Orient-Modelle und bieten im Luxus Einsteigerbereich wohl eines der besten Preis-Leistungsverhältnisse bis in den unteren vierstelligen Bereich. Die Werkverzierung ist hier sicher deutlich von der GS entfert, das können die aber auch nochmal deutlich besser. ;)

Bezüglich der Markeninternen Konkurrenz kann ich noch etwas mitreden. Bei den regulären Orients gibt es recht deutliche Abstufungen in der Qualität, die dann geringschwellig in die OS Modelle übergeht, so wie das Seiko mitlererile mit den hochwertigsten Presage und Prospex auch macht.
Die Orients bieten im mittleren dreistelligen Bereich, auch schon ein deutlich besseres finish als die hier verbreiteten Einstiegsmodelle und vergleichbare Werksverzierungen wie bei den OS, jedoch nicht mit den hochwertigen Werken, die für OS reserviert sind .

Eine GS durfte ich leider noch nicht mein Eigen nennen. Da hast du wirklich ein tolle Wahl getroffen.
Das Gehäuse und Ziffernblatt wirken selbst auf Bildern fast schon plastisch perfekt, selbst in vielfachster Vergrößerung.

Vielen Dank und viel Spaß mit den beiden schönen Japanerinnen!
Danke für die freundlichen Worte und die Erläuterungen zu Orients Qualitätsabstufungen.

Bei der Orient Triton bzw. Neptun ordne ich das Qualitätsniveau auch nochmal deutlich über dem meiner günstigen Bambino ein, auch wenn diese Modelle schwierig zu vergleichen sind.

Bezüglich der SBGA 373 noch ein paar Worte dazu, wieso ich genau dieses Modell gewählt habe: Stand 1. Quartal 2020 (Bestellung der Uhr) gab es nur zwei Uhren mit Spring Drive und dem 44GS-Gehäuse, und ich meine, das ist bis heute so. Da ich das Werk und jenes Gehäuse unbedingt haben wollte, blieben die SBGA 373 und SBGA 375. Auf den ersten Blick ist die 375 nur die Variante mit blauem ZB.
Es gibt aber noch einen feinen Unterschied: Gemäß Grand Seikos Designphilosophie erhalten helle Zifferblätter polierte Zeiger, während dunkle Zifferblätter aus Gründen der Ablesbarkeit gebürstete Zeiger erhalten. Deshalb sind bei der SBGA 375 die Dauphine-Zeiger auf der Oberseite satiniert, und nur die Fasen poliert. Die vollständig polierten Zeiger der 373 sagten mir wesentlich mehr zu, daher musste es diese werden :).
 

Tudorlove

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Danke für die freundlichen Worte und die Erläuterungen zu Orients Qualitätsabstufungen.

Bei der Orient Triton bzw. Neptun ordne ich das Qualitätsniveau auch nochmal deutlich über dem meiner günstigen Bambino ein, auch wenn diese Modelle schwierig zu vergleichen sind.

Bezüglich der SBGA 373 noch ein paar Worte dazu, wieso ich genau dieses Modell gewählt habe: Stand 1. Quartal 2020 (Bestellung der Uhr) gab es nur zwei Uhren mit Spring Drive und dem 44GS-Gehäuse, und ich meine, das ist bis heute so. Da ich das Werk und jenes Gehäuse unbedingt haben wollte, blieben die SBGA 373 und SBGA 375. Auf den ersten Blick ist die 375 nur die Variante mit blauem ZB.
Es gibt aber noch einen feinen Unterschied: Gemäß Grand Seikos Designphilosophie erhalten helle Zifferblätter polierte Zeiger, während dunkle Zifferblätter aus Gründen der Ablesbarkeit gebürstete Zeiger erhalten. Deshalb sind bei der SBGA 375 die Dauphine-Zeiger auf der Oberseite satiniert, und nur die Fasen poliert. Die vollständig polierten Zeiger der 373 sagten mir wesentlich mehr zu, daher musste es diese werden :).
Hallo. Die GS ist wunderschön. Ist der Sekundenzeiger bläulich oder täuscht das? Ist er silbern? Viel Freude weiterhin damit.
 

MrDigger

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Hallo. Die GS ist wunderschön. Ist der Sekundenzeiger bläulich oder täuscht das? Ist er silbern? Viel Freude weiterhin damit.
Danke dir! Und ja, der Sekundenzeiger ist in der Tat gebläut. Die Minuten- und Stundenzeiger sind sowohl an Oberseite als auch an den Fasen poliert, und erscheinen je nach Lichteinfall strahlend silbrig bis schwarz (Stichwort schwarz poliert).
 

KAJOT

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Vielen Dank für den informativen Vergleich.
Die Fotos zeigen die Wertigkeit der Orient.
Ich glaube, ich werde mich jetzt mit der Orient intensiver befassen müssen. 😁
Beste Grüße
Klaus
 
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Grand Seiko SBGA 373 und Orient Star RE-AU0403L

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