Grand Seiko Diver SBGA231 (Kyojin)

Diskutiere Grand Seiko Diver SBGA231 (Kyojin) im Uhrenvorstellungen Forum im Bereich Uhren-Forum; Ich hatte voller Vorfreude der Watches & Wonders in Genf entgegengesehen, da im Vorfeld einige Leaks zu Neuvorstellungen von Grand Seiko im Netz...
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Ich hatte voller Vorfreude der Watches & Wonders in Genf entgegengesehen, da im Vorfeld einige Leaks zu Neuvorstellungen von Grand Seiko im Netz aufgetaucht sind, die Anlass zur Veröffentlichung eines kleineren Diver gaben. Es wurde dann auch ein wunderschöner Diver vorgestellt (SLGA015), der im Sommer verfügbar sein wird, allerdings immer noch in den von Grand Seiko gewohnten Dimensionen von knapp 44mm.

Da ich damit alle kurzfristigen Hoffnungen auf einen Diver in der momentan üblichen Größe von 40mm oder 41mm aufgegeben hatte, aber trotzdem unbedingt einen Grand Seiko Diver für den Sommer haben wollte, ging es eben ab zu meinem Händler um die aktuelle Kollektion an den Arm zu nehmen.

Dazu muss man wissen, dass Grand Seiko's Spring Drive Diver eigentlich seit 14 Jahren in nahezu unveränderter Form auf dem Markt sind und nur leichte Modifikationen erfahren haben. Der Vorgänger der aktuellen Kollektion war die SBGA029, die 2008 auf den Markt kam. Der Zwilling dazu war die SBGA031, exakt die gleiche Uhr in Titanium. Als im Jahr 2017 die Eigenständigkeit von Grand Seiko hervorgehoben wurde, wurden alle Modelle mit einem neuen Dial ohne Seiko-Logo versehen und das Grand Seiko-Logo rutschte nach oben. Aus SBGA029/SBGA031 wurde fortan SBGA229/231, ansonsten gab es keine Veränderung. Als dann die ISO-Norm für Taucheruhren angepasst wurde, gab es eine erneute Modifikation der Modelle, bei der auf dem Zifferblatt ein zusätzlicher Lume-Punkt auf 3 Uhr angebracht und die Lünette mit durchgehenden Minutenmarkierungen versehen wurde. Aus SBGA229/SBGA231 wurde dann SBGA461/SBGA463, aber ansonsten gab es, bis auf ein paar Hunderter Aufpreis, ☺️ keine weiteren Veränderungen. In allen Modellen ist seit 14 Jahren das bekannte, bewährte und sehr präzise 9R65 Spring Drive Werk verbaut.

Da saß ich nun bei meiner freundlichen Beraterin und war fest entschlossen das Geschäft mit einem Diver am Arm zu verlassen, nur welches Modell es genau werden würde war noch nicht klar. Spring Drive oder Hi-Beat, Edelstahl oder Titan? Das schöne an einer Marke wie Grand Seiko ist, das man eben die meisten Modelle auch anfassen und probieren, das man in aller Ruhe sinnieren kann. Nachdem ich alle Modelle am Arm hatte - auch die Hi-Beat mit dem wundervollen blauen Zifferblatt - brachte mir die Beraterin zum Schluss dann noch eine weitere Uhr zur Ansicht. Es war eine Grand Seiko SBGA231 in Titan, die eigentlich ja schon seit längerem durch die SBGA463 ersetzt wurde. Es ist für mich immer wieder eine freudige Überraschung, wenn man plötzlich eine NOS in den Händen halten kann, die einem ein ganz klein wenig besser gefällt als das aktuelle Modell. Und genau diese Uhr werde ich nun näher vorstellen.



Grand Seiko SBGA231 aka Kyojin (japanisch für Riese / Giant)

Und riesig kann sie einem beim ersten Kontakt schon vorkommen, vor allem wenn man eigentlich seinen Spot so im Bereich 40mm bis 42mm hat. Der Grund warum ich ja eigentlich auf ein kleineres Modell gehofft hatte. Aber es gibt ein paar gute Gründe, warum ich mich dann doch für diese Uhr mit 44,2mm entschieden habe und sehr froh darüber bin.

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Wie bereits erwähnt, bestehen Uhr und Bracelet aus Titan. Grand Seiko nennt das „High-Intensity Titan“, was letztendlich einem sehr widerstandsfähigen Grade-5 Titanium entspricht. Ich kenne dieses Material bereits von meiner Snowflake, die nach über zwei Jahren noch immer sehr gut aussieht und keinerlei tiefe oder sichtbare Kratzer hat. Darüber hinaus mag ich den ganz leichten dunkleren Farbton, der den Gesamtauftritt ein klein wenig dezenter gestaltet als bei reinem Edelstahl. Nach meinem Kenntnisstand war Seiko überhaupt die erste Firma, die in den Siebzigerjahren einen Diver aus Titan (Turtle 6159-7010) auf den Markt gebracht hat. Wer da andere Informationen hat, darf mich gerne verbessern. Die Kompetenz von Seiko im Bereich professioneller Taucheruhren ist ja seit dem Erscheinen ihres ersten Divers, der 62MAS aus dem Jahr 1965, bekannt und berühmt.

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6159-7010 aus 1975 mit einem Monobloc-Case aus Titan

Zurück in die Gegenwart. Das Titan und das daraus resultierende geringere Gewicht (137g) ist einer der Gründe, warum sich die Uhr trotz ihrer Größe sehr angenehm trägt. Dazu kommt eine relativ moderate Lug-to-Lug Size von 50mm, die durch die nach unten gezogenen Anstöße dafür sorgt, das sich die Uhr sehr schön an das Handgelenk schmiegt. Auch nach 14 Jahren nahezu unverändertem Design empfinde ich das Gehäuse immer noch sehr zeitgemäß und auch sportlich. Die Gestaltung der Flanken, sowie das abwechslungsreiche Spiel zwischen Licht und Schatten der Zaratsu-Politur, hilft ganz Grand Seiko typisch dabei die Höhe von 14mm elegant zu verbergen. Und wenn ich mit einem HGU von 21cm die Uhr nicht gut tragen kann, wer dann?

Kommen wir zum Zifferblatt, welches in einem tiefschwarzen und mattem Ton gehalten ist. Wie bei Grand Seiko gewohnt, sind die Indexe und Zeiger auf allerhöchsten Niveau bzgl. Ausarbeitung und Finish. Die Füllung der Indexe und Zeiger mit dem Leuchtmittel (LumiBrite) sucht wirklich seinesgleichen. Ich habe das minutenlang mit der Lupe untersucht und konnte keine Unregelmäßigkeiten finden.

Erst als ich die Uhr bei geringeren Lichtverhältnissen betrachtete um die Leuchtkraft zu untersuchen (die übrigens intensiv und lang anhaltend ist), fiel mir erstmalig ein weiteres Detail auf. Bei Grand Seiko liegt ja der Lollipop am hinteren Ende und der Minutenzeiger ist am kurzen Ende schwarz lackiert. Dadurch verschwindet dieser Teil nahezu beim majestätischen Gleiten über das Zifferblatt und der Lollipop erscheint wie ein kleiner Mond der um einen Planeten kreist. Ich konnte mich gar nicht mehr diesem Effekt entziehen. Ja, die kleinen Freuden Uhrenverrückter…. ☺️

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Die Lünette besteht aus Stahl, ist aber mit ADLC (Amorphous Diamond Like Carbon) überzogen um sie unempfindlicher gegen Kratzer zu machen. Dieses Thema wurde hier im Forum bereits ausreichend diskutiert, aber ich habe als Folge meiner vorhergehenden Recherchen einige Lünetten verschiedener 031/231er gesehen, die trotz intensivem und jahrelangem Gebrauch noch sehr gut aussehen. Also habe ich da großes Vertrauen in die Robustheit der Lünette, bzw. dem Inlay. Generell bin ich ja Befürworter von Stahl-Lünetten an Taucheruhren, da sie der funktionalen Anforderung an eine Toolwatch mehr entsprechen als Keramik-Lünetten, auch wenn der Unterschied in der Praxis marginal sein wird.

Wie bei allen Titanium-Uhren von Grand Seiko ist das Bracelet gestiftet und nicht verschraubt, was ich als sehr sinnvoll erachte. Ich musste mein Band nicht kürzen lassen, da ich die notwendigen Veränderungen über die Feinverstellung in der Schließe vornehmen konnte. Der Bandanstoß liegt bei 22mm und ich vermute es verjüngt sich an der Schließe auf 20mm - ich hab das noch nicht ausgemessen. Die aufwendige Verarbeitung des Bandes ist wie immer auf höchstem Niveau - die Kritik richtet sich wie häufig auf die Schließe. Auch wenn ich mich jetzt nach einer Woche doch recht schnell an die Funktion, auch die der eigentlich recht praktischen Tauchverlängerung, gewöhnt habe, kann nicht unerwähnt bleiben, das Grand Seiko hier endlich mal investieren muss, um die Schließe auch optisch zeitgemäßer und ästhetisch ansprechender zu gestalten. Ich bin kein Industriedesigner, aber kann das so schwer sein? Aber auch bei einer Uhr für über 11k (die im Sommer erscheinende SLGA015) wird offensichtlich immer noch die gleiche Konstruktion verbaut sein. Ich kann gar nicht nachvollziehen warum sich Grand Seiko damit immer so angreifbar für Kritik macht, da alle anderen Komponenten ausschließen auf Top-Nieveau liegen und der Wettbewerb in der gleichen Preisklasse fast konkurrenzlos ist.

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Zum Werk muss ich nicht viel sagen. Es ist bekannt, jahrelang bewährt und bei mir laufen alle Spring Drives deutlich besser als in den angegebenen Spezifikationen. Diese hier hat in sechs Tagen nicht einmal eine halbe Sekunde Vorlauf.


Es hat lange gedauert bis ich mich an diese Uhr herangetraut hatte - jetzt bin ich super happy damit. Sie trägt sich extrem angenehm, ist trotzdem substanziell am Handgelenk und vermittelt einem den Eindruck eine perfekte GADA (go anywhere, do anything) Uhr zu sein. Ich glaube das ist der Anfang einer wunderbaren Freundschaft.

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Danke fürs Lesen….🤙🏼




Hier noch die obligatorischen Angaben und Spezifikationen:

Case Material : High-Intensity Titanium

Case Diameter : 44.2mm

Case Thickness : 14mm

Case Length : 50mm

Lug Width : 22mm

Crown : Screw Down

Strap/Bracelet : High-Intensity Titanium w. expansion clasp

Crystal : Sapphire

Caseback : High-Intensity Titanium

Caliber : 9R65

Type : Spring Drive

Power Source : Automatic

Jewels : 30

Accuracy : ±1 second per day / ±15 seconds per month (average)

Duration : 72 Hours
 
Dr.Hossa

Dr.Hossa

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Ich werde sicher nie ein großer Fan dieser GS-Diver werden wenn sie in Japan nicht fundamental etwas an der Optik ändern, aber dir steht diese GS sehr gut. Was hättest du bei den Armen überhaupt mit einem 40mm Diver gewollt? 🤔
 
Königswelle

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Danke für die Vorstellung dieses tollen GS Divers. Um den bzw. die Vorgängermodelle schleiche ich auch schon seit Jahren herum, kann mich aber nicht wirklich mit den Zeigern anfreunden.

Aber sie muss ja auch für mich nicht perfekt sein, sondern dir gefallen. ;-) Viel Freude an der GS.
 
plarmium

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Wirklich große Klasse, das Modell steht dir sagenhaft gut!
Schön, dass deine Odyssee ein gutes Ende gefunden hat.
 
I.v.e

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Ich gratuliere dir auch hier zum tollen Titan-Diver 👏🏼👏🏼👏🏼

Für mich käme in nächster Instanz ebenfalls nur noch eine Titan-Variante in Frage. So bequem sich meine SBGX339 auch trägt, man merkt und sieht das Gewicht dann doch ab-und-zu. 🫣

Der Bandanstoß liegt bei 22mm und ich vermute es verjüngt sich an der Schließe auf 20mm - ich hab das noch nicht ausgemessen.
Ich gehe gehe davon aus, dass sich das Band auf 18mm verjüngt. So ist es auch bei meinem Diver. Nur beim Kautschuk endet es auf 20mm. 🍻
 
munichblue

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Glückwunsch, steht dir ausgezeichnet, danke für die Vorstellung mit tollen Bildern.
Sehr gerne. Freut mich wenn dir die Vorstellung gefallen hat.
Ich werde sicher nie ein großer Fan dieser GS-Diver werden wenn sie in Japan nicht fundamental etwas an der Optik ändern, aber dir steht diese GS sehr gut. Was hättest du bei den Armen überhaupt mit einem 40mm Diver gewollt? 🤔
Ich trage die letzten Jahre fast ausschließlich meine Grand Seikos. Die sind alle 40/41mm und ich finde das passt recht gut.
Danke für die Vorstellung dieses tollen GS Divers. Um den bzw. die Vorgängermodelle schleiche ich auch schon seit Jahren herum, kann mich aber nicht wirklich mit den Zeigern anfreunden.

Aber sie muss ja auch für mich nicht perfekt sein, sondern dir gefallen. ;-) Viel Freude an der GS.
Ich hatte anfänglich auch meine Probleme mit den Zeigern. Aber wenn ich den Hintergrund besser verstehe, der zu Design-Entscheidungen führt, kann mich das meistens relativ schnell versöhnen. In diesem Fall geht es einfach darum eine optimale Unterscheidung zwischen Stunde und Minute zu gewährleisten. Eine durchaus wichtige Überlegung bei einer Taucheruhr. Und mittlerweile stehe ich sogar auf die Einzigartigkeit der Kathedrale (Minutenzeiger).
Wirklich große Klasse, das Modell steht dir sagenhaft gut!
Schön, dass deine Odyssee ein gutes Ende gefunden hat.
Ich auch, glaub mir. Das war irgendwie ein seltsamer Ritt, aber jetzt ist er doch gut ausgegangen. Danke für das Kompliment!👍🏼
Ich gratuliere dir auch hier zum tollen Titan-Diver 👏🏼👏🏼👏🏼

Für mich käme in nächster Instanz ebenfalls nur noch eine Titan-Variante in Frage. So bequem sich meine SBGX339 auch trägt, man merkt und sieht das Gewicht dann doch ab-und-zu. 🫣


Ich gehe gehe davon aus, dass sich das Band auf 18mm verjüngt. So ist es auch bei meinem Diver. Nur beim Kautschuk endet es auf 20mm. 🍻
The Factman…. 🤙🏼 davon könnten wir mehr gebrauchen…. yep, denke deine Angaben stimmen.
Titan ist hier der Game-Changer, da ich einen Diver zu 95% am Bracelet tragen will. Und bei der Masse tut das leichtere Material echt gut. Wie ich schon schrieb, angenehmes Gesamtgewicht, nicht zu schwer aber trotzdem spürt man das Ding am Arm. Ich bin wirklich sehr froh, dass Grand Seiko die Titan-Option eigentlich fast durchgängig anbietet.
 
Dr.Hossa

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@munichblue
40mm wirken beim Diver durch die breite Lünette deutlich anders als beim Dresser. Aber das ist natürlich trotzdem Geschmackssache.
 
munichblue

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@munichblue
40mm wirken beim Diver durch die breite Lünette deutlich anders als beim Dresser. Aber das ist natürlich trotzdem Geschmackssache.
Ganz genau, die kleinere Lünette und das größere Blatt wirken da ganz anders. Aber meine 40mm Sea-Dweller oder meine 41mm Seamaster MC sehen trotzdem auch ganz gut an meinem Arm aus. Wie auch immer, bin ja sehr zufrieden mit den Ausmaßen der SBGA231.
 
timepiece1

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Sieht klasse aus die Grand Seiko an Deinem Handgelenk! Herzlichen Glückwunsch zur Uhr und vielen Dank für die schöne Vorstellung.
 
rvboelken

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Tolle Uhr und schöne Vorstellung! :super:

Nach Ostern bin ich auch mal wieder in der Nähe einer Seiko Buttike, mal kucken was die da so haben. Die SD Diver find ich schon cool, aber mit 44mm zu fett für meine Handgelenke...:-(

Nichts desto trotz Dir viel Spaß mit der Hübschen! :-D

Grüße, RvB.
 
Radiopirat

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Deine und meine GS-Diver trennen nur die Logos ... und allenfalls noch deine genialen Gangwerte. Ich habe mir die SBGA031 schon vor Jahren in die "Habenwill"-Liste eingetragen. Ich habe alles hier aus dem Forum über diese Uhr aufgesogen und die Threads und Posts immer und immer wieder gelesen und mir letztendlich sogar eine Maquette gebastelt (habe ich bei der Sky Dweller allerdings auch), also ein Farbausdruck im Massstab 1:1 auf 120-er Papier, sauber ausgeschnitten und immer wieder am Handgelenk (ja, auch im Geschäft – zur Erheiterung der Bürokollegen). Aber es ist und war eben schon sehr viel Geld, das da getauscht wird. Also rutschte die Umsetzung des "Habenwill" permanent nach hinten... und auf einmal gab es sie nicht mehr mit der mir optisch sehr gefallenden Lünettenbeschriftung. "GS" oben passt zur dieser Uhr meiner Meinung nach einfach nicht (höchstens ein paar 1/10 weiter unten gesetzt), das güldene (weil Titan) SEIKO musste oben stehen und unten musste das gleichfarbene GS die Leere besetzen! Einfach schön anzuschauen.

Aber nicht mal mein Freundlicher konnte mir noch eine besorgen (das erinnert mich daran, dass er bei der auch von heute auf morgen eingestellten MARINEMASTER einiges geschickter war, mir aber dafür jegliche Preisoptimierung verweigern wollte). Also begann ein kleiner Telefonmarathon mit internationalem Ausmass, bis ich in DE-Düsseldorf dann noch fündig wurde. Die Vorfreude war gross, zumal ich mir vornahm, in der Stadt noch ein wenig "Kraftwerk"- und Karl Bartos-Feelings zu erheischen. Doppel-Win, sozusagen, die Musik begleitete mich sowohl hin als zurück.

Natürlich erschien die Uhr in real am Handgelenk dann viel kleiner, als ihre Werte es einem suggerieren – das versprach aber schon die Maquette und darum war ich darauf ein wneig vorbereitet. Die haben es schon drauf mit den Designs und Polituren, die Japaner. Also redete ich sie mir wie insgeheim bereits erfolgt noch ohne jeglichen Alkohol schön und liess sie mir letztendlich eintüten.

Und erst zuhause, einige hundert Kilometer entfernt, entdeckte ich dann in den folgenden Tagen die beinahe blasphemisch anmutenden Fertigungspatzer, die in der Regel den SEIKOs der Preiswertklasse vorbehalten sind. Der Lünettenring wurde nicht genau montiert. Und zwar gut sichtbar daneben. Ärgerlich! Aber als ich dann entdeckte, dass der Stundenzeiger auch noch ungenau gesetzt war (stimmte nur auf die Indizes, wenn der Minutenzeiger 7 Minuten nach Punkt war), relativierte das die vorher bedingungslos vorhandene Freude schon ein wenig. Also musste die Gute dann bald zur Kur. Ich bin kein Fan von Flugreisen, aber anders wäre der Zeitverlust schon eher gross gewesen.

Als sie dann endlich von der Willich-Kur zurück war und der vom Servicecenter originell zerkratzte Boden mich anguckte, getraute ich mich fast nicht, sie zu umzukehren und ihr ins Antlitz zu schauen. Aber alles war gut, uff! Und seither erfreue ich mich an ihr, wie du @munichblue dich hoffentlich noch lange an deiner erfreuen wirst! Dann und wann ein wenig die Swirls mit dem Presto wegzaubern und gut ist!

Mit den Gangwerten hast du meine eh geschlagen, ich habe ca. 0,6 bis 1,0 Sekunden Vorlauf pro Tag. Aber das ist verkraftbar.

Deine grossartige Vorstellung habe ich – wie die Bilder sowieso – sehr genossen. Sie erinnerte mich in weiten Passagen an meine Erlebnisse mit Uhren ... und das macht es ja auch spannend und löste meinen logorrhoischen Post erst aus. Das hast du nun davon. :winken:

Ich wünsche dir weiterhin nur beste Gangwerte und muss dir an dieser Stelle leider auch mitteilen, dass du diese eine Uhr niemalsnie flippern darfst, sonst wird sie dir nämlich ganz schlimm fehlen und du müsstest wieder auf die Suche nach einer Derselbigen gehen. :lol: Also, pass uff!
 
munichblue

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Deine und meine GS-Diver trennen nur die Logos ... und allenfalls noch deine genialen Gangwerte. Ich habe mir die SBGA031 schon vor Jahren in die "Habenwill"-Liste eingetragen. Ich habe alles hier aus dem Forum über diese Uhr aufgesogen und die Threads und Posts immer und immer wieder gelesen und mir letztendlich sogar eine Maquette gebastelt (habe ich bei der Sky Dweller allerdings auch), also ein Farbausdruck im Massstab 1:1 auf 120-er Papier, sauber ausgeschnitten und immer wieder am Handgelenk (ja, auch im Geschäft – zur Erheiterung der Bürokollegen). Aber es ist und war eben schon sehr viel Geld, das da getauscht wird. Also rutschte die Umsetzung des "Habenwill" permanent nach hinten... und auf einmal gab es sie nicht mehr mit der mir optisch sehr gefallenden Lünettenbeschriftung. "GS" oben passt zur dieser Uhr meiner Meinung nach einfach nicht (höchstens ein paar 1/10 weiter unten gesetzt), das güldene (weil Titan) SEIKO musste oben stehen und unten musste das gleichfarbene GS die Leere besetzen! Einfach schön anzuschauen.

Aber nicht mal mein Freundlicher konnte mir noch eine besorgen (das erinnert mich daran, dass er bei der auch von heute auf morgen eingestellten MARINEMASTER einiges geschickter war, mir aber dafür jegliche Preisoptimierung verweigern wollte). Also begann ein kleiner Telefonmarathon mit internationalem Ausmass, bis ich in DE-Düsseldorf dann noch fündig wurde. Die Vorfreude war gross, zumal ich mir vornahm, in der Stadt noch ein wenig "Kraftwerk"- und Karl Bartos-Feelings zu erheischen. Doppel-Win, sozusagen, die Musik begleitete mich sowohl hin als zurück.

Natürlich erschien die Uhr in real am Handgelenk dann viel kleiner, als ihre Werte es einem suggerieren – das versprach aber schon die Maquette und darum war ich darauf ein wneig vorbereitet. Die haben es schon drauf mit den Designs und Polituren, die Japaner. Also redete ich sie mir wie insgeheim bereits erfolgt noch ohne jeglichen Alkohol schön und liess sie mir letztendlich eintüten.

Und erst zuhause, einige hundert Kilometer entfernt, entdeckte ich dann in den folgenden Tagen die beinahe blasphemisch anmutenden Fertigungspatzer, die in der Regel den SEIKOs der Preiswertklasse vorbehalten sind. Der Lünettenring wurde nicht genau montiert. Und zwar gut sichtbar daneben. Ärgerlich! Aber als ich dann entdeckte, dass der Stundenzeiger auch noch ungenau gesetzt war (stimmte nur auf die Indizes, wenn der Minutenzeiger 7 Minuten nach Punkt war), relativierte das die vorher bedingungslos vorhandene Freude schon ein wenig. Also musste die Gute dann bald zur Kur. Ich bin kein Fan von Flugreisen, aber anders wäre der Zeitverlust schon eher gross gewesen.

Als sie dann endlich von der Willich-Kur zurück war und der vom Servicecenter originell zerkratzte Boden mich anguckte, getraute ich mich fast nicht, sie zu umzukehren und ihr ins Antlitz zu schauen. Aber alles war gut, uff! Und seither erfreue ich mich an ihr, wie du @munichblue dich hoffentlich noch lange an deiner erfreuen wirst! Dann und wann ein wenig die Swirls mit dem Presto wegzaubern und gut ist!

Mit den Gangwerten hast du meine eh geschlagen, ich habe ca. 0,6 bis 1,0 Sekunden Vorlauf pro Tag. Aber das ist verkraftbar.

Deine grossartige Vorstellung habe ich – wie die Bilder sowieso – sehr genossen. Sie erinnerte mich in weiten Passagen an meine Erlebnisse mit Uhren ... und das macht es ja auch spannend und löste meinen logorrhoischen Post erst aus. Das hast du nun davon. :winken:

Ich wünsche dir weiterhin nur beste Gangwerte und muss dir an dieser Stelle leider auch mitteilen, dass du diese eine Uhr niemalsnie flippern darfst, sonst wird sie dir nämlich ganz schlimm fehlen und du müsstest wieder auf die Suche nach einer Derselbigen gehen. :lol: Also, pass uff!
Wooohooow…. 😄

das nenne ich mal einen Beitrag. 👏 Vielen Dank! Ich weiß noch nicht hundertprozentig, aber eventuell hast du mich damit nochmals umgebogen (du weißt was ich meine).
 
Insight

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Eine tolle Vorstellung einer tollen Uhr. :super:

Die Kritik in Bezug auf die Schließe kann ich gut nachvollziehen. Habe bis heute nicht verstanden, warum die Japaner - trotz wiederholter Beanstandungen aus dem Kreise der (potentiellen) Kundschaft - weder gewillt, noch in der Lage sind, sie zu verbessern, denn sie ist alles andere als "appetitlich". Eine Monster-Schließe, würde ich gar behaupten. (Das Gleiche gilt ebenso für die "Standardschließen", bei denen seit vielen Jahren eine Feinverstellung vermisst wird und niemand sich dieser Sache annehmen will.)

Die Größe lässt, nach meinem eigenen Geschmack, ebenso ziemlich zu wünschen übrig - einen etwas kleineren/flacheren Diver wäre ganz toll, aber auch diesbezüglich sind die Japaner ganz stur, was sehr schade ist. Wer mit den aktuellen Proportionen zufrieden ist, bekommt dennoch etwas ganz Cooles fürs Handgelenk. 8-)

Wünsche Dir viel Freude mit der neuen GS!
 
denohh

denohh

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Eine schöne Vorstellung einer schönen und unterschätzten Uhr. Herzlichen Glückwunsch und allzeit gute Gangwerte (die sind ja garantiert) :)
Bei mir ist es spontan die Edelstahlvariante geworden. Die Größe ist mMn auch für kleinere Arme in Ordnung, da L2L ja nur knapp über 50mm liegt und die Uhr sich gut ans Handgelenk anschmiegt. Dennoch ist es, gerade in Stahl, schon ein Brummer am Arm. Das Titan ist mir bei einem Hochglanz-Diver persönlich immer einen Tick zu dunkel, was insbesondere beim Band auffällt. Bei Gehäuse holt die Politur schon viel raus. Daher habe ich, wie du, auf eine kleinere Variante (in Edelstahl) gehofft. Mal schauen, vielleicht werden wir eines Tages erhört.

Bei der Schließe schließe ich mich an hust. Die gehört auf jeden Fall überarbeitet. Funktional ist sie super, trägt aber zu sehr auf.
Ansonsten ist es aber ein rundes Produkt, welches einen eigenen Charme hat und deren Fertigungsgüte den üblichen Mitbewerbern mMn überlegen ist. Schade, dass sie so selten anzutreffen ist.
 
W

Wufferl

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Herzlichen Glückwunsch zu deiner GS. Ich kann deine Freude gut nachempfinden, da ich mir vor kurzem eine GS Quarz gegönnt habe und ebenfalls viel Freude an ihr habe!
 
UhrAlex

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Schöner GS-Diver! Vielen Dank für die Vorstellung!

Also die 44mm klingen ja zunächst Mal wirklich sehr massig.
Sieht an Deinem Arm aber sehr gut passend aus und ich finde 50mm L2L sind für einen Diver absolut im Rahmen.
Und technisch natürlich absolut Spitze!

Was GS allerdings nicht aus der Verpflichtung entlässt endlich Mal eine kleineren Diver zu bringen. ;-)

Gruß
Alex
 
munichblue

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Kurzes Update zu den Gangwerten. Heute, am Tag 10, hat die Uhr einen Vorlauf von genau einer Sekunde. Da kann man nicht meckern. 🙂
 
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Grand Seiko Diver SBGA231 (Kyojin)

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