Uhrenbestimmung Goldene Taschenuhr - Erbstück mit uns bislang unbekanntem Hersteller/Alter/Bildmarke

Diskutiere Goldene Taschenuhr - Erbstück mit uns bislang unbekanntem Hersteller/Alter/Bildmarke im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Guten Abend miteinander, meine Patentante hat mich auf eine Taschenuhr meines verstorbenen Onkels aufmerksam gemacht. Wir wissen nicht woher mein...
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JustusJonas

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Guten Abend miteinander,

meine Patentante hat mich auf eine Taschenuhr meines verstorbenen Onkels aufmerksam gemacht. Wir wissen nicht woher mein Onkel die Uhr hatte, noch aus welcher Zeit oder von welchem Hersteller sie stammt. Ich habe versucht über die Inschriften, die ich finden konnte auf der Uhr etwas herauszufinden, aber leider bisher komplett ohne Erfolg. Ich hoffe ich bin bei euch hier auf der richtigen Fährte, aber was ich hier bisher so lesen konnte, mache ich mir da keine Sorgen, hier scheint viel Sach- und Fachverstand unterwegs zu sein.

Es wäre super, wenn ihr uns weiterhelfen könntet, da wir die Geschichte und Herkunft der Uhr etwas beleuchten möchten...

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Vielen Dank vorab, euer erster Detektiv - JustusJonas !
 
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10-nach-10

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Krone: Reichs-Goldstempel (ab 1884/86)
JB auf Kreuz mit gekreuzten Zeigern: J.M. Bon Kleinuhren Leipzig, Registrierung am 05.03.1887 (nach Mikrolisk)
Eichhörnchen: Goldstempel Schweiz 0,585
0,585: Feingehaltsstempel (Gold)

Also um die vorletzte Jahrhundertwende. Einen Hersteller im heutigen Sinne einer "Marke" wird man nicht benennen können: Gehäusehersteller haben Werke hinzugekauft und umgekehrt. Ein recht hochwertiges Gehäuse lässt ein entsprechendes Werk vermuten. Ein Bild wäre interessant.
 
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JustusJonas

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Bilder vom Werk werde ich nachreichen. Meine Patentante und ich sitzen leider 600km auseinander :-) Ich habe ihr geschrieben, dass Sie mal vorsichtig versuchen soll gemäß eines Guides von Mikrolisk, die Uhr zu öffnen und weitere Bilder anfertigen...

Vielen lieben Dank @10-nach-10 auf jeden Fall schon einmal für die bisherigen Erkenntnisse. Kannst du ggf. auch etwas zu dem Wappen sagen, dass den Deckel von außer verziert? Wir haben schon Stammbücher gewälzt und Familienwappen verglichen, aber leider bislang nichts vergleichbares gefunden...
 
10-nach-10

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Die Gehäuse wurden meist schon bei der Herstellung mit diesen Wappenverzierungen versehen, wo der stolze Eigentümer dann seine Initialen eingravieren lassen konnte. Ich bezweifle, daß das Wappen Deiner Uhr eine konkrete heraldischen Bedeutung hat.
 
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JustusJonas

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So, hier gibt es ne Runde neue Bilder, der "erste Deckel" auf der Rückseite konnte von meiner Tante geöffnet werden, beim 2. Deckel ( dem vor dem Uhrwerk ) hat Sie wohl Probleme bislang,
aber wir bleiben am Ball... Vielleicht könnt ihr uns ja anhand dieser Bilder nen Tip geben wie und wo und vor Allem mit "wieviel" Kraft der innere Deckel zu öffnen ist.

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Vielen Dank, JustusJonas
 
10-nach-10

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Eingekreist ein Schlitz. Manchmal reicht schon ein Fingernagel, sonst halt mit einem geeigneten Werkzeug, kleine Messerklinge zB, vorsichtig hebeln. Vorsicht, nichts zerkratzen!
 
S

Scherox

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Möglich, dass ich mich irre. Der Staubdeckel schimmert in einer anderen Farbe und ist evt. nicht Gold. Aber ich kann mich auch irren. Man sieht es, wenn er geöffnet ist.
 
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mini

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„Man sollte die Ruhe & Gelassenheit eines Stuhls besitzen.“

Warum so giftig, Fritz?

Der Staubdeckel ist bei alten TU in der Regel nicht aus Edelmetall.
@Scherox liegt hier völlig richtig.

Gruss
Mathias
 
10-nach-10

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Nochmal: Wir sehen hier eine Taschenuhr, vielleicht schon mit einer Ankerhemmung, zeitlich aus der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Damals gabe es Werkhersteller, die ihre Werke an Gehäusehersteller verkauft haben. Letztere haben damit komplette Taschenuhren gefertigt. Das Ganze ging auch umgekehrt. Marken wie zB "Rolex", die auf dem Zifferblatt mehrzeiligen Fließtext hinterlassen, gab es damals noch nicht. Es ist also völlig sinnlos, wenn man auf Uhren verweist, deren Zifferblatt "sehr ähnlich" seien und die (völlig andere) Punzen aufweisen, zumal die typographische Gestaltung von Zifferblättern auch dem damaligen Zeitgeist gefolgt sind. Schaut euch zB Zifferblätter von Freischwingern aus dieser Zeit an: Man könnte denken, daß es nur einen Hersteller gegeben hat.

Wir können hier den Hersteller des - nicht billigen - Gehäuses bestimmen (dank Mikrolisk schon geschehen) und mit ein bißchen Glück gelingt uns das auch mit dem Werk, nämlich dann, wenn wir Punzen finden. Alles andere bringt nichts.
 
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JustusJonas

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Ich werde mit meiner Tante via Skype die Tage mal den Versuch wagen und wir werden uns an den Staubdeckel ran trauen... sobald wir das Werk freigelegt haben folgen weitere Bilder. Vielen lieben Dank an dieser Stelle schon einmal für eure mehr als großartige Hilfe !
 
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FritzP

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„Man sollte die Ruhe & Gelassenheit eines Stuhls besitzen.“

Warum so giftig, Fritz?

Der Staubdeckel ist bei alten TU in der Regel nicht aus Edelmetall.
@Scherox liegt hier völlig richtig.

Gruss
Mathias
Hallo Mathias,
es bleibt aber eine Tatsache, dass Vermutungen nichts zur Lösung beitragen. Wo ich da giftig bin, kann ich nicht erkennen.

Und Du fügst gleich noch eine weitere unkonkrete Behauptung hinzu. Nach welcher Regel ist der Staubdeckel nicht aus dem gleichen Material wie das Gehäuse.
Bestenfalls könnte man dies an der Wertigkeit des Uhrwerks festmachen, aber genau das kennen wir hier noch nicht.

Insofern sollten wir also warten, bis es uns gezeigt wird. Dann klärt sich auch das Material des Staubdeckels.
Diese könntesein Diskussion ist so überflüssig wie ein Kropf.
 
mini

mini

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Hallo Fritz.
Der Ausdruck „In der Regel“ weist nicht auf eine konkrete Richtlinie hin, sondern bedeutet „fast immer“ oder „meistens“.

Die meisten Staubdeckel, die ich bisher bei goldenen Taschen- und Armbanduhren (so genannte Knackfrösche) gesehen habe, sind aus unedlem Metall gewesen.
Das ergibt auch Sinn, da die Bodendeckel teilweise aus papierdünnem bzw. hochlegiertem Gold waren und eine Stabilisierung der Uhr und des Deckels benötigt wurde.

Aber da Dir offensichtlich der Meinungsaustausch unangenehm ist, sollten wir tatsächlich warten, bis der TS weiteres Bildmaterial liefert.

Gruss
Mathias
 
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JustusJonas

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Halli Hallo, pünktlich zum Wochenende gibt´s neue Bilder - Die Uhr ist offen jubel !!! Im Staubdeckel steht wohl VITAL 18995 was wir bisher nicht deuten können... Auf dem Werk selbst konnten wir nur ein A und ein R ausmachen, keine weiteren Markierungen...

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Ich hoffe damit kommen wir mit eurer Hilfe des Rätsels Lösung etwas näher :-) Vielen lieben Dank für die schon geleistete Arbeit - Grüße - JustusJonas !
 
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10-nach-10

10-nach-10

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Staubdeckel "Metal", könnte das auch sein? Dann wäre dieser Streitpunkt geklärt. Ansonsten gibt Mikrolisk für "Vital" eine Fa. aus, die 1969 registriert wurde, und einen Uhrenproduzenten (Registrierung 1929) aus Biel. Das könnte vom Alter her wohl noch passen, allerdings gebe ich zu bedenken, daß das allein aus der schlecht lesbaren Markierung aus dem Staubdeckel abgeleitet wäre - mE zu wenig für eine "Beweisführung".

Das Werk selbst gibt nichts weiter preis, mir jedenfalls nicht. Ich könnte mich nicht einmal bei der Hemmung festlegen. Vergoldete Platine, Schraubenunruhe ohne Stoßsicherung, und eine wirklich interessante Regulierung. "A" steht für avance, "R" für retard (Vorgehen/Nachgehen). Na, mal sehen, was andere noch so sehen.
 
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mini

mini

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Das Werk scheint von gehobener Qualität:
Exzenter-Feinregulierung, verschraubter Chaton, vergoldete Platinen.
Sehr schöne Kombination, tolle Taschenuhr.

Hoffentlich habt Ihr noch einen Plan B zum Verkauf.

Gruß
Mathias
 
Tiktakbrasil

Tiktakbrasil

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mini, mini

den FritzP als giftig bezeichnen, aber selbst dem TS unterschwellig einen Verkauf der Taschenuhr unterstellen.... tsstsstss.....
Nirgends ist auch nur ein Wörtchen davon erwähnt.

Aber zum Werk:

Das ist ein Taschenuhrwerk Schweizer Herstellung vom Typ "System Glashütte". Mit verhältnismäßig großer Unruh, Breguet Spirale und Feinregulierung mit Kurvenscheibe. Für mich ist nicht eindeutig auf den Bildern erkennbar, ob der Unruhreif aufgeschnitten ist, aber eher nicht, vermutlich nur angeschnitten. Die Feinregulierung ist sehr Großzügig gebaut und erlaubt kleinste Schritte zum Regulieren.

Grüße aus der Ferne, Tiktakbrasil :super:
 
J

JustusJonas

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Guten Abend in die Runde - ich muss sagen, ich bin total hin und weg von eurer Hilfsbereitschaft - und tatsächlich ist der Verkauf weder für meine Tante, noch für mich eine Option ! Ich habe aber dennoch eine Frage zur Verwendung einer solchen Uhr, da ich einfach wirklich nicht weiß wie und ob man sie benutzen sollte...

Was macht man mit solch einer Uhr - ich bin ein 1980er Baujahr, meine Tante ist 1952er Baujahr - wir tragen beide keine Uhren im Alltag :-) Ich komme ( bitte nicht mit Dreck bewerfen - von Swatch und G-Shock ) und habe irgendwann das Uhrentragen ganz abgelegt... Ich bin selten bis nie in feinem Zwirn unterwegs und besuche auch nicht regelmäßig Galaveranstaltungen oder so etwas... Hier und da mal Hochzeiten... Todesfälle... Runde Geburtstage schon eher...

Was würdet ihr tun um der Uhr gerecht zu werden, soll Sie in die Vitrine und gehegt und gepflegt werden Zuhaus, sollte man Sie tragen zu besonderen Anlässen oder sollte man Sie wegschließen in ein Wertfach und "arbeiten" lassen? Ich habe kein Gefühl was richtig und was falsch ist - hergegeben wird sie auf jeden Fall nicht so lange ich mit meiner Familie auch so ein normales Leben führen kann und so lange es meiner Tante gut geht und Sie mit ihrer Rente durchs Leben kommt...

Vielen Dank für die schon geleistete Arbeit - JustusJonas :-)
 
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