Gibt es hier Elektriker?

Diskutiere Gibt es hier Elektriker? im Small Talk Forum im Bereich Community; Hallo zusammen, Wir bauen gerade neu bzw. haben neu gebaut. Der Elektriker ist noch dran. Bei den Schaltkästen habe ich allerdings ziemliche...
XELOR

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Hallo zusammen,

Wir bauen gerade neu bzw. haben neu gebaut. Der Elektriker ist noch dran. Bei den Schaltkästen habe ich allerdings ziemliche Bedenken. Wir haben zwei riesige Schalterschränke. Jeweils mit zwei FIS bestückt über die jeweils 16 Einzelsicherungen laufen. Ist das so fachgerecht? Der Elektriker schwafelte etwas von Gesamtlast, dass nie alles zusammen an ist etc.

Was meint ihr?

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Danke im Voraus!

Grüße

Christian
 
Peta

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Wir müssten wissen, was Du neu gebaut hast. Dann müssten wir die gesetzl. Bestimmungen in Deinem Bundesland kennen, bzgl. E-Vorschriften. Sollte es sich nur um ein 1 Familien Haus handeln, ist das ein ziemlicher Overkill.
Peta
 
hpwald

hpwald

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Wenn diese Installation keine "Nachbarschaftshilfe" ist sondern von einer zertifizierten Firma ausgeführt wurde sollte es wohl so stimmen, bzw. muss ja ein Verantwortlicher die Vorschriftsmäßigkeit abzeichnen. Und wenn trotzdem Zweifel bestehen vielleicht mal bei der Innung nachfragen ob die das ganze Konstrukt überprüfen können?
 
XELOR

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Einfamilienhaus in NRW, neu gebaut! Nicht ganz klein.

Hat natürlich kein Nachbar gemacht sondern eine Firma. Das nicht zu hinterfragen ist in der heutigen Zeit leider nicht der richtige Weg, auch wenn das eine „Fachfirma“ gemacht hat. Denen geht es ja auch nur um Profitabilität. Weitere FIs kosten halt...
 
fantomaz

fantomaz

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Wir sind ja auch gerade fertig mit unserer Sanierung und bei mir in
den beiden Schränken sieht es ähnlich aus. Auch habe ich den
Elektriker damals gefragt, wie denn früher ein ganzes Haus über
eine einzige Sicherung abgesichert werden konnte und auch nicht
reihenweise die Häuser abgefackelt sind. Seine Antwort war, dass
er auch nicht die Vorschriften macht und es auch als Overkill
empfindet, dass alles, aber auch wirklich alles gegen mögliche und
unmöglichen Gefahren abgesichert sein muss.
 
hpwald

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.........Denen geht es ja auch nur um Profitabilität. Weitere FIs kosten halt...
Klar kosten weitere FIs. Aber wer glaubst Du zahlt die? Richtig, Du. Also kann's der Firma egal sein wie viel sie Dir davon einbaut (wird ja im Angebot drinstehen). Und FIs reagieren ja auf Fehlerstrom und nicht auf die Last.
Und das zu hinterfragen ist absolut richtig.
 
S

seppl

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Ich bin jetzt kein Elektriker, aber trotzdem vom Fach, würde ich sagen ...

Solange alles in Ordnung ist, fließt der Strom über Phase (schwarz oder braun) und Nullleiter (blau) zum Verbraucher und wieder zurück. Bedeutet, was reinfließt muss auch wieder rausfließen. Sobald sich eine Differenz > 30 mA ergibt, löst der FI aus und unterbricht den Stromkreis. Eine Differenz ergibt sich im Fehlerfall, wenn z.B. jemand an die Phase die fasst und ein Teil des Stroms über den Körper fließt. Es fließt dann praktisch weniger Strom zurück, als zur Last hinfließt.
30 mA ist die Grenze, die man noch ohne Probleme überleben sollte, daher der Wert. Es gibt aber auch FIs mit höherem Strom, 300 mA z.B., die helfen aber nicht gegen Personenschäden sondern eher Richtung Brandschutz.

In einem Neubau muss (wenn ich richtig informiert bin), jede von einem Laien zugängliche Steckdose mit einem 30 mA abgesichert sein. Es kann sein, daß z.B. eine Herdanschlußdose das nicht haben muss, da diese nur von einem Fachmann angeschlossen werden darf. Spielt aber im Prinzip auch keine Rolle, da heutzutage üblicherweise pro Stockwert ein 30 mA FI eingesetzt wird und dahinter die (üblicherweise) 16 A Sicherungen.
Von daher ist die Konfiguration erst mal richtig und alles ist sauber abgesichert.

Jetzt kommt das Problem der Ableitströme. Früher hatten so gut wie alle Geräte einen Schutzleiter (grün-gelb, Stecker mit drei Kontakten). Bei Geräten mit Metallgehäuse muss das Gehäuse mit dem Schutzleiter verbunden sein. Ergibt sich ein Fehler im Gerät und die Phase kommt mit dem Gehäuse in Kontakt, löst der FI aus, alles sicher. Auch für Entstörzwecke war der Schutzleiter wichtig und das Filter war/ist zwischen Nullleiter bzw. Phase und Schutzleiter. Die Kondensatoren haben aber gewissen Leckströme. Hat man nun viele Geräte, summieren sich die Leckströme auf und es kann passieren, dass der FI auslöst, obwohl jedes Gerät für sich in Ordnung ist und innerhalb der Norm. Nur die Summe ist eben zu hoch.
Heutzutage haben aber die allermeisten Geräte keinen Schutzleiter mehr, es gibt fast nur noch die flachen, zweipoligen Netzstecker. Bedeutet, es fließt kein Leckstrom mehr und das Problem hat sich erübrigt (Geräte ohne Netzstecker müssen Schutzklasse 2 sein, also komplett in einem Plastikgehäuse (siehe Laptopnetzteil oder Handyladegerät).
Der Verzicht auf den Schutzleiter wurde u.A. durch die Kosteneinsparung getrieben, eine dritte Ader kostet Geld und der Stecker ist größer.

Du kannst also mit Sicherheit mehr FIs verbauen lassen. Ob es Sinn macht, würde ich jetzt mal bezweifeln. Grund siehe oben.

Das sollte Dir aber auch Dein Elektriker so erklären können. Du kannst ihm ja mal ein bisschen auf den Zahn fühlen, ob er denn weiß warum er es so macht ;-)
 
Peta

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An der fachgerechten Ausführung habe ich keine Zweifel. Ob aber alle diese einzelnen Stromkreise nötig sind, darüber kann nur die E-Vorschrift Auskunft geben.
Peta
 
Michi-G

Michi-G

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Für mich sieht das nicht nach einem Wohnhaus aus.
Stichwort Berührungsschutz. (Zugang und Bedienung durch Laien!)
Desweiteren ist die Verdrahtung (optisch!) sehr unsauber ausgeführt.
Ungenutzte Adern sollen isoliert werden!
Ein Gesamtbild der Schränke wäre nicht schlecht.
Mehrere FI Schalter machen kaum Sinn, es sei denn, es gibt sensible Geräte, die auf keinen Fall mit ausgehen sollen, wenn woanders ein Fehler auftritt.
 
XELOR

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Hallo zusammen,

nach neuer DIN VDE 0100 dürfen max 6 Sicherungen auf einen FI.

Naja, wenn im Angebot nur "Bestückter Schalterschrank" steht, ist es dem Elektriker nicht egal. Ich meine das wäre so, bin mir da aber gerade nicht 100%ig sicher.

Der Elektriker ist noch dran, Schränke sind daher noch nicht fertig. Er ist nur über 4 Monate in Verzug!!!

Wir haben mehrere Kühlschränke, Gefriertruhen etc. Hatten schon die Problematik, dass der FI hierfür rausgeflogen ist, weil der Garten da auch mit drüber läuft. Da waren die Kabel nicht abgeschirmt, es hat geregnet und dann Peng! Dann fängts schön an zu Tauen!
 
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clipeata

clipeata

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Hatten schon die Problematik, dass der FI hierfür rausgeflogen ist, weil der Garten da auch mit drüber läuft. Da waren die Kabel nicht abgeschirmt, es hat geregnet und dann Peng!
Genau dafür ist der FI heute da bzw Pflicht...;-)
(Und dies würde ich auch nicht ändern, wenn jeweils nur 6 Kreise pro FI geführt werden.)

Du hattest ursprünglich bedenken wegen der "Stromtragfähigkeit" des FI's?
Mit 16 Sicherungen pro FI ?
Ansonsten konfrontiere doch den Betrieb einfach mal mit der von Dir recherchierten VDI ?
 
klausi2007

klausi2007

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So habe ich das vor einigen Jahren beim Kunden realisiert...
das war allerdings keine KNX Steuerung, sondern "nur" Busch free at home.
Pro Fi 20 Sicherungen, da jeder Kanal extra abgesichert ist.
Einige sind sogar doppelt belegt, da selbst die 20 Automaten nicht gereicht hatten.
Solche Bilder, wie du sie hier zeigst, können ohne Kenntnis des Schaltungskonzepts
und entsprechende FACHKENNTNIS nicht beurteilt werden.
Da kann hier lange diskutiert werden, für mich sieht das gut aus...
 
jo_peng

jo_peng

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Denkt bitte nicht nur an die per Vorschriften und Normen geforderten Installationen, sondern auch über die Verfügbarkeit nach.

Wenn ich ein ganzes Haus über einen RCD (früher: FI) schütze, ist bei einem Fehlerstrom >30mA das ganze Haus spannungslos. Das kann schon unangenehm werden wenn Kühlschrank / Tiefkühler aus sind nur weil ein Gerät defekt ist. Und das noch im Urlaub.

Ich würde auf jeden Fall mehrere Schutzkreise aufbauen.

So ein RCD wie in #1 kostet ca. € 300,-

Sorry, bei den Kosten eines Neubaus geht das im Rauschen unter.

Dafür habt ihr, bei sinnvoller Aufteilung der Stromkreise, eine hohe Verfügbarkeit der Stromversorgung im Haus.
 
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jo_peng

jo_peng

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Jockgrim, RP
Ich weiß, mein Preis ist hoch gegriffen, aber gute Geräte kosten schon etwas mehr als 20,- bis 30,-. Es ist immer etwas besonderes wnn man bei Siemens kauft :-)
 
Michi-G

Michi-G

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Wenn man einen allstromsensitiven kauft kommt der Preis vielleicht hin, aber wer baut soetwas in ein Wohnhaus?

@klausi2007: Dein Schrank gefällt mir!
Da kommen ja auch noch die Deckel drauf, aber in #1 ist da nichts vorgesehen.
Und wenn man schon Verdrahtungskanal verwendet, kann man die Adern doch auch gerade führen, und die Kanaldeckel auf die passende Länge schneiden.
Aber ich finde, das Konzept ist nichts für Anlagen, in denen "Jedermann" Zugang hat.
 
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herki

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Bei der Frage ob die 2x 40A FIs ok sind frage ich mich maßgeblich wie groß die Sicherung im HAK ist ? 32A ? Wenn größer müssten da auf jeden Fall noch 2 Vorsicherungen vor die FIs.

Den Kommentar von jo_peng kann ich allerdings nur unterschreiben. Beleuchtungs und Steckdosenstromkreise würde ich zB immer trennen.
 
XELOR

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Der Kasten aus #1 ist aus Metall, da in der Garage angebracht. Der drei Mal so große im Keller mit dem Stromzähler etc ist aus Kunststoff und hat in der Tat solche Abdeckungen das man nicht sieht!
 
viertelelf

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BB in BW
... die jeweils 16 Einzelsicherungen laufen. Ist das so fachgerecht? Der Elektriker schwafelte etwas von Gesamtlast, dass nie alles zusammen an ist etc.
Bei einem Einfamilienhaus liegt deine Hausanschlusssicherung bei vermutlich 50A.
Da finde ich zwei RCDs mit je 40A erst einmal sehr gut ausreichend.
Trotzdem würde ich es so nicht machen.
In Feuchträumen, in denen Menschen nass werden können, Küche und Bad würde ich eher 10mA wählen, auch einzeln abgesichert, dass wenn einmal das Duschwasser in die Elektrik läuft nicht das ganze Stockwerkt dunkel ist, und definitiv trennen würde ich die Aussenelektrik. Nach einem Starkregen muss nicht unbedingt ein ganzes Stockwerk ausfallen.

1/4 11
und ja, ein Fehlerschutzschalter ist sauteuer. Billig sind nur die normalen Sicherungsautomaten.
Und gibt es bei euch wirklich keine Vorschrift mit einem Schalter den kompletten Kasten stromlos zu machen? Ich meine in BW war das schon in den Keltengräbern üblich.
 
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