gestifteter Anker

Diskutiere gestifteter Anker im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Bei meiner ersten Nachkriegsuhr, einem Britix Chronographen, hat der Uhrmachermeister irgendwas von einem "gestifteten Anker" gemurmelt. Weiß...
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Mondwelpe

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Bei meiner ersten Nachkriegsuhr, einem Britix Chronographen, hat der Uhrmachermeister irgendwas von einem "gestifteten Anker" gemurmelt.
Weiß jemand, was das ist?
War das abwertend gemeint?
SuFu kein Ergebnis.
Vielen Dank im Voraus.

Mondwelpe
 
falko

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Vielleicht hatte die Uhr eine Stiftankerhemmung. Weisst Du noch ein wenig mehr über die Uhr? Wie waren die Hilfszifferblätter angeordnet?
 
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Mondwelpe

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falko schrieb:
Vielleicht hatte die Uhr eine Stiftankerhemmung. Weisst Du noch ein wenig mehr über die Uhr? Wie waren die Hilfszifferblätter angeordnet?
Weiß nix genaues mehr. Zu lange her. Kann die Uhr auch nicht finden.
Wahrscheinlich verschenkt.
Wäre Ihnen aber dankbar, wenn Sie mir, soweit Ihnen das ohne große Umstände möglich ist, erklären könnten, was Stiftankerhemmung ist. Vielleicht hat der Uhrmacher das ja gemeint.
Wenn nicht, ist auch nicht schlimm. Denn: Aus den Augen, aus dem Sinn!

Vielen Dank
Mondwelpe
 
falko

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http://www.glashuette-uhrenlexicon.de/index.php?cnt=text&typ=gepe&id=992

Die Stiftankerhemmung wurde bis in die Siebziger Jahre bei preisgünstigen Uhren verwendet, bekannt waren z.B. die Werke von Lapanouse oder Ebauches Bettlach. Bei dieser Britax kann ich mir aber nicht vorstellen, dass eine solche verwendet wurde. Die Britax-Chronographen, die ich bisher gesehen habe, hatten alle Schweizer Ankerhemmung (möglicherweise Valjoux-Kaliber). Die Firma Britax war ab 1945 in Lengnau ansässig.
 
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Mondwelpe

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falko schrieb:
http://www.glashuette-uhrenlexicon.de/index.php?cnt=text&typ=gepe&id=992

Die Stiftankerhemmung wurde bis in die Siebziger Jahre bei preisgünstigen Uhren verwendet, bekannt waren z.B. die Werke von Lapanouse oder Ebauches Bettlach. Bei dieser Britax kann ich mir aber nicht vorstellen, dass eine solche verwendet wurde. Die Britax-Chronographen, die ich bisher gesehen habe, hatten alle Schweizer Ankerhemmung (möglicherweise Valjoux-Kaliber). Die Firma Britax war ab 1945 in Lengnau ansässig.
Kann es etwa sein, daß wir von verschiedenen Firmen sprechen?
Die Marke meiner damaligen Uhr war Britix und nicht Britax. Als Britix sind auch noch einige Einträge im Internet zu finden. Oder gab es damals etwa schon Fakes, die sich dann durch Ändern eines Buchstabens in der Markenbezeichnung vom Vorwurf des Betruges absetzten? Vielleicht auch deshalb die qualitativ schlechtere Stiftankerhemmung. Ich kann mir das aber nicht vorstellen. Damals (1948/50) war man wohl noch nicht so raffiniert und auf dem Markt war ja kaum Konkurrenz, zumindest nicht in Deutschland.
Etwas mysteriös. Schade, daß ich weder die Uhr, noch Bilder davon habe.

Gruß
und vielen Dank für die Erläuterungen
Mondwelpe

Beim googlen finde ich unter Britax nur Kindersitze oder anderen Kram, aber keine Uhren.
 
falko

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Lieber Mondwelpe, ich muss feststellen, dass ich wohl auch nicht mehr der Jüngste bin, ich meinte Britix und schrieb Britax. :oops:
 
Tourbi

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Hallo Herr Mondwelpe!

Zu Britix kann ich leider auch keine Hinweise geben, aber zum Thema "Fake" hab ich etwas.
Raffiniert war man schon sehr viel früher. Bereits 1898 tauchten Nachbauten von Omega Taschenuhren auf.
Auf dem ZB stand "Onega", gebaut in Russland.
Omega ging schon damals gerichtlich dagegen vor, und bekam Recht.

Gruß

Tourbi
 
HANS_X.

HANS_X.

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Mondwelpe schrieb:
Bei meiner ersten Nachkriegsuhr, einem Britix Chronographen, hat der Uhrmachermeister irgendwas von einem "gestifteten Anker" gemurmelt.
Weiß jemand, was das ist?
War das abwertend gemeint?
SuFu kein Ergebnis.
Vielen Dank im Voraus.

Mondwelpe
Ich denke, hier geht es um ein Stiftankerwerk. Bei "billigen" mechanischen Armbanduhren verwendete man noch bis in die achtziger Jahre häufig Stiftankerwerke. Bei der Stiftankerhemmung greifen keine Ankersteine, sondern gehärtete, senkrecht stehende Stahlstifte in das unkompliziert geformte Ankerrad ein. Seit den sechzigerer Jahren gab es auch Stiftankeruhren mit automatischem Aufzug. Genauigkeit und Lebensdauer von Stiftankerwerken, besonders der späten Produktion um und nach 1970, werden oft unterschätzt. Insbesondere die Timex Werke aus dieser Epoche waren nach meiner Erfahrung durchaus ganggenau und langlebig, ebenso die "Scheinchronographen" des schweizer Herstellers Cimier, oder diverse alte Ruhla und, und, und.....

Bis dann
Hans
 
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Mondwelpe

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Vielen Dank für Ihre Antworten.
Auch wenn das Rätsel Britix einerseits und weniger wertigem Stiftankerwerk andrerseits nicht befriedigend gelöst werden konnte.

Wünsche eine gute Nacht und einen schönen und hoffentlich wärmeren Sonntag.

Mondwelpe
 
azeg

azeg

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Hallo zusammen,

es ist zwar schon 5 Wochen her, vielleicht trägt es aber zur Aufklärung bei.
95% aller BRITIX Chronographen in den Nachkriegsjahren hatten das Landeron Caliber 48 verbaut. Dieses wurde bis 1972 verbaut.
Es handelt sich um ein 13 3/4 Linien Werk mit Schraubenunruh, Handaufzug und 17 Lagersteinen.
Das Werk gehört zu den sogenannten 2-Drücker Chronographen.
Die Stoppsekunde liegt auf der Ebene der Hauptzeiger, die Stoppminute bei 3 Uhr.
Der Sekundenzeiger liegt auf einem Hilfsziffernblat bei 9 Uhr.

Fotos von Einzelteilen des Werkes (leider sehr undeutlich) und kurze Recherche im Netz lassen darauf schließen, dass es sich um keine Stiftankerhemmung handelt, sondern um eine klassische Palettenankerhemmung. Ganz ausschließen könnte ich es nur, wenn ich meinen BRITIX Chronographen der sich, noch, in meiner Sammlung befindet öffnen würde.
 
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