Georg Jacob Entmagnetisiergerät

Diskutiere Georg Jacob Entmagnetisiergerät im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Da gibt es auch keine berührbaren Metallteile :roll:! Dieses Gerät fällt sicher nicht darunter.
jjb

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Beispiel. Berührbare Metallteile. Hat Schutzklasse 2.
 
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Megasonic

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Ist der Umschalter evtl. dafür vorgesehen zwischen dem Betrieb mit AC und DC umzuschalten, oder wird dort ein/aus geschaltet?

Falls es kein Umschalter ist, könnte man ja die interne Verdrahtung leicht modifizieren, so daß die Versorgungsspannung nicht über den Kurbelkontakt geleitet wird, sondern direkt vom Schalter auf die Spule geht. Dann wäre die Optik erhalten, aber der Betrieb am heutige Netz möglich.
 
sirtaifun

sirtaifun

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Am besten über einen Trenn-Transformator betreiben dann kann nichts passieren und man braucht nichts umbauen.
 
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Matthias MUC

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Hmm, Schick mal ein Foto von der Verdrahtung unter der Bodenplatte.

Also: Abgesehen davon, daß das Gerät wahrscheinlich nur mit massivsten Umbauten zu heutigen Vorschriften passend gemacht werden kann:

WENN ich mal voraussetze, daß das Gerät keine Defekte wie Kurzschlüsse oder Schäden an Isolationen aufweist, würde ich erst mal den Widerstand der Spule messen. Daraus mit ohmschen Gesetz ausrechnen, welcher Strom bei 220V DC maximal geflossen wären (=ob das Ding bei 220V DC "dauernd angesteckt" heiß würde). Der Strom, der bei 230V AC = zeitgemäße heutige Netzspannung flösse, kann dann nur maximal so hoch sein, wird aber praktisch weit geringer sein (Wechselstromwiderstand wg. Induktivität der Spule).
DANN könnte man das Ding mit der nötigen Vorsicht (v.a. wegen dem Kabel mit den zweimal "Mannderl" auf beiden Seiten...) an 230V AC durchaus testen, man wird nicht kurbeln müssen. Die Kurbel ist offensichtlich ein Polwender, der die Spule 6x/Umdrehung umpolt. Bei 50 Hz Wechselspannung ab Steckdose ist das nicht nötig....

Wenn die Isolierungen der Wicklung gut sind und wenn man die ganze Kabelei gegen etwas zeitgemäßes austauscht (Schutzkontaktleitung mit Erdung der Haube vom Schalzer und sonstiger berührbarer Metallteile) und/oder das Biest unter der Bodenplatte ganz neu verdrahtet (den Polwender zuverlässig stillegt, das ganze für "Direktversorgung" mit 230V neuverdrahtet und ansonsten schaut daß alles spannungsführende zuverlässig gegen Berührung geschützt ist, dann ließe sich das Ding evtl. sogar "vorschriftskonform" aktualisieren. Der Spulenwickelkörper schaut nach massiv Holz aus, oder ist das eine Blechhülse innen? Wenn da keinerlei berührbare Metallteile mehr übrigbleiben, die irgendwie auch bei sich lockernden Kabeln Kontakt zu "Saft" bekommen können, ließe sich das Ding ohne den Polwender (= wenn der komplett abgeklemmt von jeder Verdrahtung nur noch als als "Dekoelement" erhalten bleibt und jedwede Elektrik mit sicheren paar cm Abstand an allen Bestandteilen des Polwenders vorbeigeht, auch unter dem Boden) ggf. sogar halbwegs guten Gewissens sauber als Schutzklasse 2 (ohne Schutzkontaktleitung) betreiben auf eigene Verantwortung.
 
Beckosis

Beckosis

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Mir kräuseln sich die Fußnägel, wenn ich das hier lese.

Als E-Techniker muss ich auf die Gefahren hinweisen. Niemand weiß, wie der Zustand der Verdrahtung ist - insbesondere der der Spule.

Es kann hier sehr viel passieren - da ist das (wünschenswerte) Anschlagen der Haussicherung noch das geringste Übel.


Lieber TS: Bitte lass hier einen geprüften Fachmann ran, der die Apparatur in Augenschein nehmen und sein Urteil abgeben kann, bevor auch nur irgendwas irgendwie angeschlossen wird.
 
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Jens59*

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Ist ja gut:winken: ich habe ja schon geschrieben, dass ich den Stecker in keine moderne Steckdose bekomme…..muß ja auch nicht sein….
Um hier die allgemeine Neugier zu befriedigen nochmal zwei Bilder vom Ein/Ausschalter (?) und von der unteren Verdrahtung.Ich habe die (Eisen) Platte auf dem unteren Bild um 90° nach oben gekippt. Der Strom kommt also auf der linken Seite an.
 

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Matthias MUC

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Hui, umsponnene Leitungen... Bin überfragt, ob die unter heutigen Maßstäben so zulässig wären....
Also ICH täte mich nach den von mir beschriebenen Messungen und guter Inspektion trauen, das für mich privat auf meiner Werkbank auf meine Kappe nur für mich behutsam in Betrieb zu nehmen, aber nur, weil ich da weiß, was ich tu, und weil es "Labormaßstab" wäre. Für Dauereinsatz dann neu verdrahtet und die Spule einmal angewschaut, ob dadrunter ein guter Lackdraht ist (dann OK) oder auch umsponnen, dann neu bewickeln mit einem zeitgemäß isolierten Draht. Wohl nur so bekäme man die Kiste mit VIEL Aufwand letztlich sogar doch VDE-tauglich hin....

Also Bauchgefühl: Kinder, nicht nachmachen, sondern als unverbasteltes Museumsstück mit schön offensichtlichem Funktionsprinzip belassen oder allerhöchstens mit einer angemessenen DC-Spannung (max. 60V oder so) aus einem Labornetzteil betreiben, da brennt nix an und nix durch und wahrscheinlich funktioniert es sogar fast genauso wie an 220V DC.
 
JackDaniels83

JackDaniels83

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Die Verdrahtung sieht also wie folgt aus:

-der Schalter ist kein Umschalter, sondern öffnet einfach den Stromkreis zur Spule (ein-aus-Schalter)
-die Kurbel wechselt pro Umdrehung der Kurbel 3x die Richtung des Stromflusses durch die Spule und kehrt damit das Magnetfeld um
-das Gerät ist also für 220V Gleichspannung gedacht sollte aber auch mit Wechselspannung laufen, da es sich nur um eine einfache Spule handelt. Mann kann sich aber das Kurbeln sparen

Ich würde den Widerstand der Spule messen und davon abhängig machen, ob ich das Gerät teste oder nicht.
 
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Matthias MUC

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Und ich stell mir das Funkenfeuerwerk am Kurbelumpoler vor... Die Kontakte dürften da absolute Verschleißartikel gewesen sein, wenn das "geschäftsmäßig" tagtäglich im Uhrenladen von Dunnemals gearbeitet hätte. Zuzüglich viel Freude bei allen Radiohörern der Umgebung....
 
30 kHz

30 kHz

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Herrlich, Eure Beiträge! Gefällt mir ausnehmend gut

@hermannH
Muß man ja auch nicht. Wie hermann ja schon ausführte, an solchen Maschinen kann man Gefallen finden und dann ist ja auch gut.
 
JackDaniels83

JackDaniels83

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Und ich stell mir das Funkenfeuerwerk am Kurbelumpoler vor... Die Kontakte dürften da absolute Verschleißartikel gewesen sein, wenn das "geschäftsmäßig" tagtäglich im Uhrenladen von Dunnemals gearbeitet hätte. Zuzüglich viel Freude bei allen Radiohörern der Umgebung....

Das denke ich auch. Man kann an den Kontakten den Abbrand schon gut sehen.
 
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Megasonic

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-das Gerät ist also für 220V Gleichspannung gedacht sollte aber auch mit Wechselspannung laufen, da es sich nur um eine einfache Spule handelt. Mann kann sich aber das Kurbeln sparen

Es würde aber nur funtionieren, wenn die Kontakte auf der Welle den Stromkreis schließen und in dieser Stellung verbleiben, ansonsten wäre der Stromkreis offen.
 
Thema:

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