Georg Jacob Entmagnetisiergerät

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Tja, also:

Der Anblick des Kabels treibt den Blutdruck in die Höhe: Steckt der Stecker in einer "Steckdose" (also keine Schuko-Dose sondern ne Steckdose aus Uropas-Zeiten), sind die anderen Enden fein unter Spannung!! Komm also bitte nicht auf den schrägen Gedanken, das ganze unter Netzspannung zu setzen!!!

Betrachte den Kommutator: die Kontaktstifte berühren beim Drehen die Kontaktzungen, die auf dem Grundbrett befestigt sind, und zwar wechselseitig so, daß an der Spule auf der einen Seite plus und der anderen minus anliegt. Beim Weiterdrehen des Kommus dreht sich das Ganze um, die Spule ist dann also umgekehrt angeschlossen. Drehst Du schnell genug, mag das in der Spule erzeugte Wechselfeld schnell genug wechseln, um z. B. einen Schraubendreher zu entmagnetisieren.

Gesagtes betrifft den Fall, daß Du an den Apparat Gleichspannung anlegst. Das Drehen kannst Du Dir beim Anlegen einer Wechselspannung schenken, da - hierzulande - eine Frequenz von 50 Hz anliegt, heißt: da wechselt die Stromrichtung 50 mal pro Sekunde, also schnell genug, um anständig zu entmagnetisieren.

Es hatte einen Grund, warum der Kommutatore gekapselt war, denn dadurch sollte verhindert werden, daß man die stromführenden Teile berühren kann.

Zum Foto: bitte mach doch mal Fotos von der Spule (das ist das ovale Dingen) aus verschiedenen Blickrichtungen

Gruß Dirk

Fazit: der Aparillo ist ein interessantes Detail für die Vitrine zum Motto: "So war das früher". Der Historiker ist begeistert!
 
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Jens59*

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Jens59*

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@Dirk -Hier noch Detailbilder der Spule
 

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tschasovschik

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Der Einwand mit dem Schutzleiter kam nicht von mir.
Moderne Wohnungen sind mit einem 30 mA Fehlerstromschutzschalter abgesichert. ein Benutzer eines solchen Gerätes wird dies wohl nicht im Badezimmer mit klatschnassen Füßen betreiben.
 
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Dank für die Fotos: Da siehst Du, daß man Gegenstände durch die Spule schieben kann, nämlich die zu entmagnetisierenden. Auf diese wirken die Feldlinien. Und da sich das Feld bei Wehcselspannung ändert, kehren sich die Feldlinien auch um und "schütteln" die magnetischen Dipole des zu entmagnetisierenden Stückes derart durcheinander, daß sie nicht länger gerichtet sind, d.h. der Magnetismus ist "verschwunden".

Feldlinien stromdurchfloss Spule.JPG
 
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Der Einwand mit dem Schutzleiter kam nicht von mir.
Moderne Wohnungen sind mit einem 30 mA Fehlerstromschutzschalter abgesichert. ein Benutzer eines solchen Gerätes wird dies wohl nicht im Badezimmer mit klatschnassen Füßen betreiben.

wer weiß ...:face:

Die Frage mag sein, was man will: entmagnetisieren oder prüfen, ob der FI im Zweifel auch wirkloich auslöst :lol:

Außerdem: man weiß ja auch nicht, was im Einzelfall für eine Art der Elektroinstallation vorliegt. Ich hab da schon Sachen gesehen - nicht nur in Privathaushalten - , da zieht es einem die Socken aus.
 
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tschasovschik

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Außerdem: man weiß ja auch nicht, was im Einzelfall für eine Art der Elektroinstallation vorliegt. Ich hab da schon Sachen gesehen - nicht nur in Privathaushalten - , da zieht es einem die Socken aus.
Da magst du Recht haben, wir wissen nicht, welche Art von Elektroinstallation beim TE vorliegt.
Mit "Nicht ausgezogenen" trockenen Socken hat man im Falle der Körperdurchströmung von Hand Richtung Fuß bessere Karten.:D
Falls man nicht auf nassen Badezimmerböden steht.;-)
 
hermannH

hermannH

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Hallo

Interessantes Gerät, ich mag so was!
Also ich würde es einfach anstecken - der FI-Schalter wird´s schon retten! :D
Die Kurbel für den "Wechselstrom" finde ich fantastisch, das Ganze hat schon was von Steampunk.

Gruß hermann
 
Leopan

Leopan

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Ich würde den Entmagnetisierer einem Technik, Uhren Museum spenden oder ihn als Deko verwenden.


Viele solche alte Elektrotechnik Geräte sind auf dem Sperrmüll gelandet und es ist gut das Du es bewahrst .:super:
 
sirtaifun

sirtaifun

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Also ich dachte bisher immer der Unterschied zwischen Gleich- und Wechselstrom sei der das Gleichstrom gleich und Wechselstrom in Wechseln bezahlt wird.
:D
 
jjb

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Ich habe (und benutze) auch einen antiquierten Entmagnetisierer. Ist schon deutlich moderner, nix mehr mit Kommutator. Das "Kabel" (das übrigens Leitung heisst …) ist teilweise brüchig, aber Ersatz liegt schon bereit. Selbstverständlich eine gewebeummantelte Leitung moderner Bauart mit Kunststoffkern.
 
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Jens59*

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:winken:Ich lebe auch noch, und der FI ist auch noch drin.;-)
Eigentlich wollte ich die Funktion in meiner Halle- die separat abgesichert ist - testen.

Allerdings passt der Stecker vom Gerät nicht ohne Anpassungsarbeiten in die heutigen Steckdosen. Und bevor ich jetzt an dem zwar alten, aber originalen Stecker was wegschneide um evtl. zu wissen ob das Ding funktioniert, muss ich nicht machen….
 
AHVintage

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Du kannst das Gerät zum Testen auch einfach mal an ein Labornetzgerät mit 20-30V DC anschließen - muss ja nicht gleich 230 V sein.
Zum Schutzleiter: nach heutigen Vorschriften müssen alle berührbaren Metallteile am Schutzleiter angeschlossen sein!! Also auch die Blechhaube, egal ob es einen FI gibt oder nicht. Alle Sicherheitsinspektoren würden bei dem Gerät einen Herzanfall bekommen - Homer Simpson mal ausgenommen.

Frank
 
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