Gehäuse: Einpressen ohne Quetschen

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30 kHz

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Hallo Gemeinde,

sorry, mal wieder so’ne Anfängerfrage:

Ich hab ein Uhrengehäuse vom Chinamann. Dabei ist eine Lünette mit eingesetztem Glas. Es gilt jetzt, die Lünette samt Glas in das Gehäuse einzupressen, ohne dabei die beigelegte Dichtung aus hellem Kunststoff zu zerquetschen. (Von unserem Mitglied alfaduc habe ich gelernt, daß das – zumindest bei hochwertigen Seiko-Gehäusen nicht ohne Spezialwerkzeug funktioniert)

? Und jetzt die Frage: Wie geht man da vor?

  • Erst die Dichtung in das Gehäuse einsetzen? oder
  • Dichtung erst auf der Lünette anbringen und dann gemeinsam in das Gehäuse drücken?
Bin gespannt, wie Ihr das macht und freue mich auf Tips und Hinweise von Euch :-)

Gruß Dirk
Lünette mit Text.JPG


P.S.
(Man sehe mir folgende Bemerkung nach: für das Einführen von Kolben in Verbrennungsmotoren gibt es eine Art Spannbänder, die die Kolbenringe so in die Ringnuten der Kolben drücken, daß das Einsetzen besser von der Hand geht. Vielleicht ist das bei Uhren auch so?)
 

Schraubendreher

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Schau Dir die Dichtung mal genau an. An einer Seite wird sie innen oder außen eine Fase haben. Wenn die Fase innen ist, kommt die Dichtung ins Gehäuse und die Lünette wird in die Dichtung rein gepresst. Ist sie außen, kommt die Dichtung über die Lünette und wird mit ihr zusammen ins Gehäuse gepresst.

So sollte es zumindest sein. Bei den Chinesen weiß man ja nie... :D

Hast Du einen vernünftigen Einpressapparat und passende Preßstempel? Die Lünette darf beim Einpressen nicht verkanten, sonst ist die Dichtung hinüber.

Viel Erfolg:
der Schraubendreher
 

falko

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Die Dichtung gut mit Silikonfett behandeln und den Glasreif langsam unter Beobachtung des Dichtungssitzes einpressen. Dann dürfte nichts passieren.
 

30 kHz

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:klatsch::super::ok:
Hab Dank für die ultrasuperschnelle Antwort!

Die Dichtung hat INNEN eine Fase, also erst ins Gehäuse, Fase zur Lünette ausgerichtet.

Einen Einpressapparat habe ich, wobei die sich gegenüberliegenden Flächen planparallel sind. Die vorhandenen Stempel sind geeignet, einer davon ergreift sich die Lünette (nicht das Glas) am äußeren Rand. Auch Chinaware, daher werden sich die beiden ja gut verstehen !?

Ich gehe davon aus, daß die Dichtung trocken eingelegt wird.

Dann will ich mal zu Werke schreiten.

LG Dirk

Edit: Gerd, Du warst schneller :klatsch:, also Dichtung eincremen. Ok. Danke!
 

ketap

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Trocken paßt und ich presse immer mit dem Glas/Deckel Pressstock und wie du sagts Dichtung im Gehäuse, schön ausrichtrn vordrücken mit 4 Fingern von 2 Händen. Dann in den Stock und leicht drehend anpressen.
Ab und an geht eine Dichtung flöten.
No risk, no fun ;-) aber ohne Flötenschniedlers Dichtungswixe, die ist fürn Bart.. :D
 

30 kHz

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Ich hab da noch ne Frage und will da nicht einen neuen Faden aufmachen:

Bei meinem sensationellen Selbstbauprojekt muß man, um das Werk zu entnehmen, Glas und Lünette abnehmen. Eigentlich schätze ich sowas nicht. Ich gehe davon aus, daß ich etwa zu Revisionszwecken wieder Lünette+Glas ausbauen muß.

Dann fängt das wieder mit dem Büchsenöffner an, was ish eigentlich auch nicht schätze.

Frage daher:

Würdet Ihr in die Lünette eine kleine Kerbe machen, an die man dann einen Gehäuseöffner ansetzen kann?
 

Geraldo

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Von Hand? Würde ich nicht machen :-P
Irgendwie hast du die Lünette doch jetzt auch runterbekommen oder war die schon vom Gehäuse gelöst?
 

30 kHz

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sorry, Dopplung, wie kriegt man die #11 gelöscht?
 
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