Ganggenauigkeit nach Wartung / Nomos

Diskutiere Ganggenauigkeit nach Wartung / Nomos im Herrenuhren Forum im Bereich Herrenuhren; Moin zusammen, kann mir jemand eine Info geben, wie genau eine aus der Wartung zurückerhaltene Nomos laufen sollte? Mein Kollege hat seine...
#1
sirrafi

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Moin zusammen,

kann mir jemand eine Info geben, wie genau eine aus der Wartung zurückerhaltene Nomos laufen sollte? Mein Kollege hat seine Nomos aus der Wartung zurückerhalten und ist mit der Ganggenauigkeit unzufrieden - läuft mit 10 sec. pro Tag vor.

Vielen Dank für eine Info.

sirrafi
 
#3
sirrafi

sirrafi

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Es handelt sich um eine Nomos Tangente mit Handaufzug.

sirrafi
 
#4
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Also, da hatte ich bei einer Orion auch schon Differenzen im Gangverhalten. Stellte sich aber heraus, dass ich die Uhr sehr zaghaft aufgezogen habe. Bei meiner war über die Krone schon sehr schnell ein relevanter Widerstand zu spüren, die Uhr konnte jedoch für Vollaufzug deutlich weiter aufgezogen werden und lief dann auch gut.
Gibt es kein Gangprotokoll aus der Wartung bei Nomos?
 
#5
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LBeck

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Naja,man kann es auch übertreiben. In Glashütte werden fertige Uhren bei unterschiedlichen Temperaturen und in fünf Prüflagen getestet.Dabei sollte sich der Sekundenzeiger einer Uhr Klasse 1 höchstens eine mittlere Gangabweichung von minus vier bis plus sechs Sekunden pro Tag zuschulden kommen lässt. Die Uhren sind beim Tests in Klimaschränken. In den Schränken herrschen Temperaturen von acht bis 38 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von etwa 60 Prozent. Da erscheinen +10 Sekunden beim Tragen nicht mal übel.
 
#6
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Ja, dann sollte das Nomos aber besser hinkriegen können. Am Arm ergibt sich ja durch den Wechsel der Lagen wahrscheinlich ein gemittelter Einfluss auf die Uhr. Die Messung in mehreren, einzelnen Lagen ist doch ein strengeres Kriterium.
Außerdem geht die Uhr am Arm vor. Stöße würden wohl zu einem kurzen hemmenden Impuls führen.
Aber sicher: man kann es auch übertreiben.
Aber sogar ich habe höhere Erwartungen an so eine schöne Nomos.
 
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#7
Vincent_Rock

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10 Sekunden sind doch vollkommen okay.
 
#8
sirrafi

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Hallo zusammen,

vielen Dank für die schnellen Infos - super!

sirrafi
 
#9
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LBeck

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Wir reden über 10 s am Tag, bedeutet eine Abweichung von 0,012%. Das ist kein schlechter Wert für ein mechanisches Werk.
 
#10
Mueller27

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10 Sekunden sind doch vollkommen okay.
Vor allem bei einer Handaufzugsuhr die weder als Chronometer ausgelegt ist, noch als ein solcher verkauft wird.
Wenn ich mich nicht täusche ist in der TANGENTE doch "nur" das einfache Alpha-Werk der NOMOS drin.

Wenn die +10 Sek. stabil in allen Situationen und dauerhaft gehalten werden, dann ist das für ein solches Modell mehr als gut.


Carsten
 
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#11
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Sette

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Wenn die +10 Sek. stabil in allen Situationen und dauerhaft gehalten werden, dann ist das für ein solches Modell mehr als gut.
Wenn die +10 konstant sind, könnte man aber schon besser regulieren, oder? Ich wollte mir auch mal eine Nomos kaufen und hätte betreffend Ganggenauigkeit auch besseres als 10s/d erwartet. Hab's aber nicht gemacht und mich auch nicht genauer eingelesen.

Gruß
 
#12
Spitfire73

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Langsamer wird sie mit der Zeit von ganz allein. Ich würde es eher lassen auch wenn der Auftritt von Nomos zurecht deutlich höhere Erwartungen an ein sehr gut einreguliertes Werk weckt. Meine Ahoi kam frisch ab Werk deutlich ins Minus (-6 bis -9 Sek/24h) reguliert, obwohl der Hersteller mit einer tagelangen Regulierung in angeblich sechs Lagen prahlt:

Die Feinregulierung (etwas, das nur wenige Hersteller überhaupt anbieten) sorgt für höchste Ganggenauigkeit. Bevor sie NOMOS Glashütte verlassen, werden alle Uhren gründlich auf den Kopf gestellt – und nicht nur das: In sechs unterschiedlichen Lagen testen die NOMOS-Regleure mehrere Tage lang, ob jede einzelne Uhr auch richtig tickt.
(Zitat von Nomos)

Für mich gehört diese Aussage zu der größten Verbalblähungen im gesamten Uhrenmarkt, die ich je gelesen habe. Die Burschen von NOMOS sollen mal über die Straße rübergehen zu den Leuten von Union Glashütte und sich erklären lassen, wie das mit der Regulierung wirklich (und schneller) geht. Mehrere Tage herumregulieren für hinterher -9 Sekunden ist ein Armutszeugnis. Das unterbiete ich ja als Laie mit Zahnstocher und billiger Chinazeitwaage noch locker.

Gruß
Helmut
 
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#13
T. Freelancer

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Wobei die Frage nicht geklärt ist, ob die Tangente überhaupt bei Nomos zur Wartung war.
Wie gesagt ich erwarte mehr von einer Nomos und sie kann auch mehr.
 
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#14
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hrboehm

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Also ich halte einen Plus-Wert für `ne Uhr aus Glashütte schon für ein akzeptables Geschenk. Ob Nomos oder Union, bei mir liefen die Zwiebeln immer nach.

lg,

Steffen
 
#15
Mueller27

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Wobei die Frage nicht geklärt ist, ob die Tangente überhaupt bei Nomos zur Wartung war.
Wie gesagt ich erwarte mehr von einer Nomos und sie kann auch mehr.
Richtig, denn hier werden bei der Rede von "Erwartungen an Nomos" gerade wunderbar Äpfel mit Birnen verglichen.

Eine fabrikneue Uhr ist die eine Sache, aber eine alte Tangente die gerade aus einer sog. "Wartung" zurückkommt, ist etwa anderes und da dürften die Erwartungen unter Umständen anders sein.

Wie alt ist denn das gute Stück, dass hier von einigen wegen seines Vorgangs von +10 sec/Tag. gescholten wird?
Die Tangente ist seit 25 Jahren am Markt.

Und wo war die Uhr zur "Wartung"? Bei Nomos selbst?

Und wenn von "Erwartungen" zu sprechen ist, dann sollte erst man hinterfragt werden was denn die hier genannte "Wartung" überhaupt war. Eine Große Revision mit kompletter Zerlegung des Werkes und Austausch aller Verschleißteile, oder bloß für 50€ ein wenig schrauben, ölen und regulieren?

Carsten
 
#16
Klausuhr

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Dann empfehle ich den Herren Uhrmachern aus dem begnadeten Glashütte mal einen Kurs zu belegen bei einem 1-Mann-Betrieb in Karlsruhe (GM).
Dann würden die Zwiebeln wenigstens das zeigen, zu dem sie (eigentlich) in der Lage sind.

Mit Nomos habe ich keine Erfahrung (klingt aber nicht so gut). - Eine Union von mir sollte auf ca. +5 s/24h einreguliert sein - tatsächlich lag sie bei - 5 s./24h??:klatsch: - Ich habe sie dann bei meinem Uhrmacher vor Ort auf die besagten + 5 s./24h einregulieren lassen. Die Kosten wurden von Union übernommen!!
 
#17
Spitfire73

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Ich habe sie dann bei meinem Uhrmacher vor Ort auf die besagten + 5 s./24h einregulieren lassen. Die Kosten wurden von Union übernommen!!
Das hat Stil.:super: Meine Erfahrungen mit vier neuen Union waren bislang durchwegs extrem positiv. Jede einzelne perfekt auf minimalen Vorlauf reguliert. Aber das ist freilich nicht repräsentativ.

Gruß
Helmut
 
#18
Vincent_Rock

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Hat denn jemand mal die Spezifikationen von Nomos zur Hand?

Ein ETA 2824 "kann" auch mit +1Sek/Tag laufen.

Wie bereits von Carsten erwähnt, was jeder einzelne "erwartet" und was Nomos verspricht sind zwei paar Schuhe.

Und jetzt auf Nomos schimpfen, weil der Test mehrere Tage dauert halte ich ebenfalls für Nonsense.

JLCs Master Test dauert 1.000 Stunden. Wollt ihr denen jetzt auch vorwerfen, dass sie nicht in der Lage sind es schneller hinzubekommen?
 
#19
L

LBeck

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Die Teste bei Uhren dauern bei allen hochwertigen Uhren Tage und nicht nur Sekunden.Die Chronometernormen ob Glashütte oder Schweiz geben da strenge Richtlinien vor. Auch die Meinung der Uhrmachen müsste mal eben nur etwas an den Schräubchen drehen um einen Gang einzustellen greifen zu kurz. Das Regulieren eines Uhrwerkes ist anspruchsvoll und nicht eine Sache von Sekunden. Ein Werk ist gut reguliert, wenn es zwischen -4 und +6 Sekunden (sind Chronometerwerte) abweicht unter Testrichtlinien. Allein Temperaturschwankungen von 5 Grad können zu einen Vorgang von bis zu 3 Sekunden führen. Grade im Winter draussen 5-8 Grad und innen 18-21 Grad haben da starke Auswirkungen . Aber auch im Sommer drinnen Klima 18 Grad und draussen 30 Grad führen zu stärkeren Abweichungen. Die Behauptungen Einiger die Uhr geht beim Tragen +/- 2 Sekunden am Tag ungenau,sehe ich da sehr skepisch.
 
#20
Spitfire73

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Wie bereits von Carsten erwähnt, was jeder einzelne "erwartet" und was Nomos verspricht sind zwei paar Schuhe.
Wer eine tagelange (!) Regulierung in sechs (!) Lagen verspricht, weckt schlicht und ergreifend hohe Erwartungen.

JLCs Master Test dauert 1.000 Stunden. Wollt ihr denen jetzt auch vorwerfen, dass sie nicht in der Lage sind es schneller hinzubekommen?
Das ist doch ähnlich wie bei Grand Seiko. Dort wird nach 300 Stunden feinreguliert und nach weiteren 400 Stunden eingeschalt. Bei den 1.000 Stunden von JLC geht es mE weniger um die Regulierung als solche als um die Vorwegnahme der Einlaufphase des Werks und die Endkontrolle des montierten Werks.

Gruß
Helmut
 
Thema:

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