Gangabweichung in den jeweiligen Lagen

Diskutiere Gangabweichung in den jeweiligen Lagen im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo, nachdem ich jetzt meine Candino den dritten Tage tragen durfte, bin ich eigentlich doch recht von der Ganggenauigkeit überrascht. Sie...
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pallas

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Hallo,

nachdem ich jetzt meine Candino den dritten Tage tragen durfte, bin ich eigentlich doch recht von der Ganggenauigkeit überrascht.

Sie geht am Tage während des Tragens so ca. 3-4 Sekunden vor - das finde ich in Ordnung für ein 2824-2 - oder ?

Jedenfalls habe ich (noch) keine Lust das Teil zu öffnen und nachzuregulieren - nachdem ich meine letzte Uhr erfolgreich "feinreguliert" hatte war das Gehäuse nicht mehr dicht :(...


Nun die Frage an die Erfahrenen hier im Forum: wenn ich das Teil abends ablege, in welcher Lage geht dann das Werk am ehesten langsamer ?

Schätze, daß ich die 3 Sekunden Vorlauf durch eine (un-)günstige Lage korrigieren kann...

Gibt es eine Rangfolge der verschiedenen Lagen, bezüglich deren Einfluß auf die Gangabweichung - will sagen, welche Lage bremst am stärksten, welche am zweitstärksten etc....

Sollte doch prinzipiell für ein 2824-2 generell gelten - oder ?

Danke für Hinweise

Gruß
P.
 
Junnghannz

Junnghannz

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Hallo pallas!


Tendenziell kann man bei den meisten Kalibern davon ausgehen, daß die Uhr in den "hängenden" Lagen, d. h. Krone oben oder unten, etwas langsamer laufen wird als in den Lagen Zifferblatt oben/unten. Letztendlich hilft aber nur Ausprobieren! Die Ganggenauigkeit Deiner Uhr hat weniger mit dem verwendeten Werk als vielmehr mit der (zufällig?) guten Regulierung zu tun. Ich würde an Deiner Stelle nichts daran "nachregulieren", zumindest solange die Gangwerte so bleiben, wie sie jetzt sind!


Viele Grüße

Wolfgang
 
omegahunter

omegahunter

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ich finde es immer wieder erstaunlich das es uhrenfans gibt die bei einer abweichung von 3sek. überhaupt von nachregulieren reden. :schock:
 
SINNlich

SINNlich

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...und wenn die Reglage und das Werk was taugen, dann verändert sie ihren Gang auch in den hängenden Lagen nicht wesentlich. Da hat jemand eine Uhr, die zumindest beim Tragen chronometerhafte Werte liefert, und überlegt, sie zu öffnen und Undichtigkeit in Kauf zu nehmen... . Mir wäre so ein Spiel auf Dauer zu teuer ;-)

Grüße

Axel
 
J

jazzcrab

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Nach meinen Erfahrungen mit diversen ETA 2824- und 2892-Uhren laufen diese oft langsamer, wenn sie hängend mit der 6 nach unten (also in "normaler" Lage) und schneller, wenn sie mit der 12 nach unten aufbewahrt werden. Das muss aber nicht bei allen Uhren so sein.
 
O

oldnicos

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Hi,

also meine 7 1/2 Jahre alte Tissot PR50 Automatic mit dem 2824-2 "Panzer" geht so pro Woche ca. 3 Minuten daneben. Na und! Mich störts nicht auch wenn ich weiß das es nur nachreguliert werden müsste, aber wegen dem bischen? Nöö. Da stehen die Menschen 8 Stunden und länger im Stau und beschweren sich über ne ungenaue Uhr? Ha. Zeit ist relativ!

Als denne und verpennt den Rutsch nicht ins näxte Jahr :D

Nico
 
Tourbi

Tourbi

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Nur keine Panik!

Die ETA gibt für das 2824-2 folgende Gangwerte an:

Ausf. Standard: +- 12sek
Ausf. Elabore: +- 7sek
Ausf. Top: +- 4sek
Ausf. Chronometre: Vorgaben der COSC

Das Werk in deiner Candino dürfte ein Standard sein.
Also: Nicht aufmachen!


Gruß

Tourbi
 
P

pallas

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High,

danke für Eure Hinweise...

Habe in der Tat keine Lust die Uhr zu öffnen, wegen Dichtheit und so...

Ich bin mir völlig bewußt, daß ich eine recht gut gehende / regulierte Uhr erwischt habe - ist übrigens die 17-Steine Version...


Ich muß mich nur beherrschen, die Finger von meinem Gehäuseöffner zu lassen...


Tickende Grüße
P.
 
RiGa

RiGa

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pallas schrieb:
... Ich muß mich nur beherrschen, die Finger von meinem Gehäuseöffner zu lassen ...
Hi, pallas!

Beherrsche Dich - ist ja gut so, wie sie läuft!

NEVER TOUCH A RUNNING MACHINE!

Und früher oder später darfst/mußt/kannst Du Deinem Trieb ja sowieso nachgeben. :wink:

Gruß, Richard
 
J

jazzcrab

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@pallas: Ich würde die Uhr bei den guten Gangwerten nun wirklich nicht öffnen und regulieren! Probiere das ruhig mal aus mit den verschiedenen Lagen. Ich habe zwei Longines, die sich, je nach Lage, dadurch immer ziemlich genau einstellen lassen. Die habe ich seit Monaten nicht mehr stellen müssen, und sie laufen nicht mehr als 10 sec falsch. ;-) Bei beiden ist allerdings die Abängigkeit der Ganggenauigkeit von der Lage auch sehr deutlich. Und selbst, wenn Du das nicht so hinbekommst, kannst du dadurch die "Laufzeit" ohne Verstellen doch eventuell verlängern.
 
BBouvier

BBouvier

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Hallo, Pallas!

Dazu kommt noch, dass nach meinen
Erfahrungen mit den ETAs
diese nach rund 3 Wochen Einlaufzeit
um die 2 bis 3 Sekunden "langsamer"
werden, gegenüber "neu".
=>
Man bloss nicht dran wackeln!!

Gruss,
BB
 
P

pallas

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High,

gestern lief sie über 24 h nur noch ca. 1 Sekunde vor - wahrscheinlich war sie nicht so richtig "aufgezogen"...


Keine Sorge, ich werde die Hände vom Öffner lassen...

Grüße
P.
 
johro

johro

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ich gönns dir, wenn du mit deinem ruhigem Händchen es überhaupt schaffst kleiner 3sec einzuregulieren :-D
viel spaß dabei!

(wünscht dir einer, der das schon oft versucht hat :oops: )

das mit dem "richtig aufgezogen" hat keinen einfluss auf die gangabweichung.
zb Panerei schaltet 3 Federhäuser nacheinander um auch am 8ten Tag einen exakten Gang zu erreichen (ich auch 8 Tage Gangreserve haben wollen :cry: )
 
Junnghannz

Junnghannz

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johro schrieb:
das mit dem "richtig aufgezogen" hat keinen einfluss auf die gangabweichung.
O doch, lieber johro, das hat es - und zwar erheblich!


Viele Grüße

Wolfgang
 
rainers

rainers

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HH
Um noch mal die Werte aus den Fabrikanten-Informationen zu nennen:

ETA2824-2
Maximale Abweichung aller x Lagen bei Vollaufzug
Standard 30s/d bei 2 Lagen
Elabore 20s/d bei 3 Lagen
Top 15s/d bei 5 Lagen

Isochronismus zwischen Vollaufzug und 24h abgelaufen
Standard ±20s/d
Elabore ±15s/d
Top ±10s/d

ETA7750
Maximale Abweichung aller x Lagen bei Vollaufzug
Standard n.n. s/d bei 2 Lagen
Elabore 20s/d bei 3 Lagen
Top 15s/d bei 5 Lagen

Isochronismus zwischen Vollaufzug und 24h abgelaufen
Standard n.n. s/d
Elabore ±15s/d
Top ±10s/d

Das entscheidende Kriterium ist also nicht das Kaliber, sondern die Qualitätsstufe (wobei theoretisch das 7750 aufgrund der etwas grösseren Abmessungen etwas im Vorteil ist) .

Aus WTF!!
Rainer
 
Junnghannz

Junnghannz

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johro schrieb:
du meinst, dass eine voll augezogene uhr vor geht und dann immer langsamer wird?
Richtig - wie z. B. bei den Kalibern ETA 2824-2 oder Miyota 82XX oft zu beobachten ist! Es kann aber auch schneller laufen - was z. B. das Seiko 7S26/36 nicht selten tut, wenn die Federspannung nachläßt!


Viele Grüße

Wolfgang
 
johro

johro

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aber ist nicht die hemmung zuständig, damit die Antriebsenergie zerlegt wird und einen gleichmäßigen Gang zu ermöglichen?
 
Junnghannz

Junnghannz

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Ja, die Qualität der Hemmungspartie ist hauptverantwortlich für einen gleichmäßigen Gang der Uhr. Aber natürlich hat auch die Federkraft Einfluß auf die Schwingfrequenz und deren Stabilität (sich ändernde Amplitude!), auch wenn sich die Konstrukteure der Werke bemüht haben, diese Fehlerquelle zu minimieren und einen weitgehenden Isochronismus zu erzielen. Nach Vollaufzug und anschließendem Ablegen der Uhr ist in den ersten Stunden davon kaum etwas zu merken, mit schwächer werdender Federkraft stellen sich aber zunehmend die genannten Erscheinungen ein.


Viele Grüße

Wolfgang
 
johro

johro

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aber die federkraft hat doch keinen einfluß auf einen gleichmäßigen Gang, weil ja die Hemmung diese Kraft aufteilt und einen gleichmäßigen Takt weitergibt?!?

edit: ich habe da einen interessanten artikel gefunden:

Weil die Schwingung der Unruh nicht völlig frei ist, sondern über einen bestimmten Winkel durch die Hemmung mit dem Räderwerk verbunden ist, entsteht Nachgang bei kleinen Amplituden

Eine weitere wichtige Eigenschaft besteht darin, dass die Nivarox-Spirale isochrone Schwingungen schafft. Der Elastizitätsmodul wird durch Kaltverformung und Wärmebehandlung sowie durch geeignete Wahl der Abmessungen der Spirallänge und der Klingenstärke so beeinflusst, dass er das durch die Hemmung hervorgerufene "Nachgehen in kleinen Schwingungen, durch ein Nachgehen in großen Schwingungen" zu isochronen Schwingungen ergänzt. .


dh heisst dann aber dass die uhr wieder gleichmässig geht, oder?
 
Thema:

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