Funktion Lünette - Wofür gibt es bei Taucheruhren eine minutengenaue Unterteilung im ersten Viertel der Lünetten Skala?

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  • Funktion Lünette - Wofür gibt es bei Taucheruhren eine minutengenaue Unterteilung im ersten Viertel der Lünetten Skala? Beitrag #1
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durdentyler

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Liebe Uhrenforum Gemeinde.
Ich bin jetzt mal ganz mutig und stelle an die Experten eine Funtionsfrage zu Lünetten bei Taucheruhren.
Da ich auch nach tagelanger Suche keine schlüssige Antwort zu der Frage gefunden habe:

"Wofür gibt es bei Taucheruhren eine minutengenaue Unterteilung im ersten Viertel der Lünetten Skala?"

Ich bin selbst Sporttaucher und die grundsätzliche Funktion der Lünette ist mir klar.
Zeit unter Wasser schnell ablesen können - ok.
Aber wofür gibt es Lünetten, die je nachdem, eine 15 oder 20 minutengenaue Unterteilung aufweisen?
Weiß das zufällig jemand?

Danke für eine fundierte Erklärung vorab!
Beste Grüße.


Lünettenunterteilung.JPG
 
  • Funktion Lünette - Wofür gibt es bei Taucheruhren eine minutengenaue Unterteilung im ersten Viertel der Lünetten Skala? Beitrag #2
JPW

JPW

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Meine persönliche Erklärung dafür: Bei Kurzzeitmessungen bis 15 oder 20 Minuten ist eine Genauigkeit auf die Minute noch durchaus relevant. Bei längeren Zeitspannen ist es nicht so wichtig, ob es nun 43 oder 44,5 Minuten waren.
Hinzu kommt die Optik, eine abgesetzter Sektor auf der Lünette sieht oft einfach gut aus.
 
  • Funktion Lünette - Wofür gibt es bei Taucheruhren eine minutengenaue Unterteilung im ersten Viertel der Lünetten Skala? Beitrag #3
Vincent_Rock

Vincent_Rock

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Soviel ich weiss hat das etwas mit Dekompression zu tun. Wenn du weniger also 20min "unten" bist, brauchst du keine Dekompression. Irgendwie sowas.
 
  • Funktion Lünette - Wofür gibt es bei Taucheruhren eine minutengenaue Unterteilung im ersten Viertel der Lünetten Skala? Beitrag #4
Portaner

Portaner

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Gab eine ähnliche Frage vor ein paar Jahren hier.
Link intern
 
  • Funktion Lünette - Wofür gibt es bei Taucheruhren eine minutengenaue Unterteilung im ersten Viertel der Lünetten Skala? Beitrag #5
steinhummer

steinhummer

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@durdentyler : Danke für die Frage, die mir gestern Abend auch durch den Kopf schoss.

Bin gespannt...

Pitt
 
  • Funktion Lünette - Wofür gibt es bei Taucheruhren eine minutengenaue Unterteilung im ersten Viertel der Lünetten Skala? Beitrag #7
Blechauto

Blechauto

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Ich würde noch die Apnoetaucher ins Spiel bringen. Das ist aber Spekulatius.
 
  • Funktion Lünette - Wofür gibt es bei Taucheruhren eine minutengenaue Unterteilung im ersten Viertel der Lünetten Skala? Beitrag #8
old.school

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Nach Beendigung des Tauchganges beginnt die Auftauchphase mit den vorgegeben Kompressionsstopps. Hier wird die Lünette jeweils genullt (daher sollte der Drehring mit Tauchhandschuhen bedienenbar sein, Bedienung innenliegender Drehringe über Krone ist nicht geeignet). Dekompressionsstopps müssen zeitlich genau eingehalten werden, daher die erforderliche Feinteilung der ersten 15 Minuten.

Beste Grüße
Dirk
 
  • Funktion Lünette - Wofür gibt es bei Taucheruhren eine minutengenaue Unterteilung im ersten Viertel der Lünetten Skala? Beitrag #9
czudi

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In der Praxis = Einsatz 99,9 % hier im UF:

Zeiterfassung
links oben gezeigte Lünette: 2x Barilla No. 3 nacheinander kochen
rechts oben gezeigte Lünette: 1x Hartweizennudeln


Früher waren Lünetten auch beidseitig drehbar. Die Kronen nicht verschraubt.
Die Lünette nicht mehrfarbig. Bei Militär-Divern nur eine “12“ -Markierung.
Ging auch.
 
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durdentyler

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Zitat aus dem Link von mischi zugelaufen:​

"Geforderte Spezifikation: Tauchzeitanzeige


Die ISO 6425 verlangt, dass eine Taucheruhr mit einer Tauchzeitanzeige ausgestattet sein muss, die das das Ablesen der verstrichenen Tauchzeit ermöglicht, und zwar mit einer Aufteilung in einer Granularität von mindestens 1 Minute über insgesamt mindestens 60 Minuten. Weitere Anforderung an die Tauchzeitanzeige bei analogen Uhren betreffen zusätzliche 5-Minuten-Markierungen, die sich deutlich von den Minutenmarkierungen abheben.....

Spannend: Viele Lünetten heute erhältlicher Taucheruhren haben keine Minuteneinteilung über die vollen 60 Minuten, sondern oftmals nur für die ersten 15 oder 20 Minuten. Danach folgen nur noch Markierungen in Fünf-Minuten-Schritten – so wie bei der Rolex Submariner oder der Tudor Black Bay 58. Streng genommen erfüllen diese Uhren also nicht die ISO-Norm.


Warum grade die ersten 15 oder 20 Minuten? Das liegt vermutlich daran, dass ein durchschnittlicher Tauchgang rund 40 Minuten dauert und es somit nach rund 20 Minuten langsam Zeit wird wieder aufzutauchen. Oder kurz gesagt: die Minuteneinteilung der ersten 15 oder 20 Minuten bei Taucheruhren markiert Pi mal Daumen die Hälfte des Tauchgangs und ist damit ein zusätzliches visuelles Hilfsmittel für Taucher, um die Gefahr zu minimieren, dass das Atemgas nicht mehr für den Rückweg an die Wasseroberfläche reicht."

Ist zwar tatsächlich nur "vermutlich", aber besser als alles was ich bisher gelesen habe.
Vielen Dank dafür!

Das mit den 40 Minuten für einen Tauchgang ist aber meines Wissens nicht mehr up-to-date.

Am Anfang rüsseln die meisten die Flasche innerhalb kürzester Zeit leer.
Da gibt es viele Faktoren die mitspielen: Erfahrung, Tauchtiefe, körperliche Konstitution, Umwelteinflüsse wie Strömungen oder Wassertemperaturen und und und.

Die offitielle eiserne Regel bei modernem Sporttauchen besagt - mein aktueller Kenntnisstand - maximale Tauchzeit ist 60 Minuten oder mit 50bar Reserve aus dem Wasser! Inklusive Aufstiegszeit und Safetystop.

Ich habe geübte Taucher gesehen die nach 60 Minuten mit 80 bar aus dem Wasser gekommen sind.
Letztendlich ist es wahrscheinlich eine Mischung aus der oben zitierten ISO Norm und optischen Gründen.

Aber egal.
Vielen Dank für den Link!
Ich werde heute nacht etwas ruhiger schlafen können. ;-)
Beste Grüße.
 
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tapir_ffm

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Nach Beendigung des Tauchganges beginnt die Auftauchphase mit den vorgegeben Kompressionsstopps. Hier wird die Lünette jeweils genullt (daher sollte der Drehring mit Tauchhandschuhen bedienenbar sein, Bedienung innenliegender Drehringe über Krone ist nicht geeignet). Dekompressionsstopps müssen zeitlich genau eingehalten werden, daher die erforderliche Feinteilung der ersten 15 Minuten.

Beste Grüße
Dirk
Klar, kaum einer taucht mit der Taucheruhr und wenn, dann hat man einen Tauchcomputer und/oder Buddy/Instructor mit demselben dabei.

Aber in der Theorie (wer benutzt die Tachymeterskala?) ist m. W. genau das o. g. richtig.

Tatsächlich machen manche Urlaubs-Sport-Taucher nur zur Übung (nicht weil es nötig wäre) einen Dekostopp vor dem auftauchen … und da ist das wirklich (eigene Erfahrung) nützlich.
 
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old.school

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Ja es ist nützlich, man hat ein schlechtes Zeitgefühl unter Wasser. Unnötig lange Dekostopps riskieren nur, daß man zu viel Atemgas verbraucht, aber zu kurz riskiert die Dekompressionskrankheit/Barotrauma.

Beste Grüße
Dirk
 
Thema:

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