Frühe Damenuhren

Diskutiere Frühe Damenuhren im Damenuhren Forum im Bereich Uhrentypen; Also, ich muss mich outen, sammle auch Damenuhren, nicht nur Herrenuhren. Immerhin waren die ersten Armbanduhren Damenuhren, das hängt mit der...

Flohmarkthoffi

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Also, ich muss mich outen, sammle auch Damenuhren, nicht nur Herrenuhren. Immerhin waren die ersten Armbanduhren Damenuhren, das hängt mit der Mode zusammen, die Herren hatten früher Westen und da waren die Taschenuhren gut aufgehoben, die Damen trugen die um den Hals, keine Taschen in der Kleidung. Und deshalb auch Schockgefährdet, auch wegen der Babys, die daran zogen. Deshalb gehören diese Uhren nach meiner Meinung in jede Sammlung. hier mal die erste. Mit Borgel Gehäuse, aber nicht verschraubt. Unbekanntes Werk, ein Zeiger muss noch ersetzt werden. Ich mag diese "schrägen" frühen Uhren gern..........
Bitte nur Uhren bis ca. 1925.
 

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Ruebennase

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Sehr coole Uhr und eindeutig noch vom Stil ein eingedampftes Taschenuhrwerk 😀. Mir sagt der Begriff Borgel Gehäuse nichts. Ist das der Stil oder der Hersteller ? Das Werk erinnert mich an ein frühes Hippolyte Parrenin aus der Zeit als dort noch hochwertigere Werke hergestellt wurden, aber dafür ist es wohl zu jung. Kannst Du das Werk zu ordnen und wie gross ist das Zifferblatt ?
Ich glaube auch, dass es ein rein modisches 'Problem' war, dass unbestritten die Damen Vorreiter der Armbanduhrmode waren. Um die Jahrhundertwende verschwanden die Kleider mit der breiten Schürze in der die Mehrzahl der Taschenuhren getragen wurden. Um den Hals baumelten sie nur in den 1980'er Jahren an gechillten Trägerinnen 😵 . Chartelaines waren zumeist eher Schmuckstücke der Damen der Gesellschaft. Im Übergang zur Armbanduhrmode gibt es auch in diesem Bereich 'Gebrauchsware'.

Ich hoffe Du erklärst und bebilderte diesen Thread weiter ...sehr interessant und so eine Uhr habe ich noch nie gesehen. Auf welches Alter datiert Du sie?

Grüße Rübe
 

Flohmarkthoffi

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Also, ich kenne das Werk nicht, kein Hersteller sichtbar, leider. Hätte auch gerne gewusst, welches Werk (Hersteller) das ist. Interessant ist, das das Aufzugsrad und das Kronrad unter einer Brücke sind. Borgel ist ein Hersteller von Gehäusen, viele um 1920, teilweise auch Wasserdicht. Borgel Gehäuse sind gute Qualität, die Uhr dürfte um 1925 sein, da mit roter "12". Das Zifferblatt ist WINZIG, nicht gemessen, die Uhr selbst ist ca. 29 mm, ohne Krone. von 1915-1925 war des Sturm und Drangzeit der Uhrenindustrie, besonders bei Damenuhren, Da gab es viel, Augenform, Blumenform etc.......

Da die Damen eigentlich Wegbereiter der Armbanduhr sind, sollten frühe Damenuhren eigentlich in jeder Sammlung sein. Ich habe noch einige, muss die aber erst mal RICHTIG fotografieren, auch die Werke, kommen noch............
 

Ruebennase

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Diese Brücke kenne ich von den Taschenuhrwerken. Sie isz beinguten Schweizern oder sie ist eben auch sehr häufig bei französischen Werken jeder Güte an zu treffen. Dadurch ist das Federhaus gut zugänglich. Leider sind französische Werke eher schlechter dokumentiert als Schweizer. Ich würde durchaus mal in die Richtung schauen.
Ich stand auf dem Schlauch, richtig Borel Gehäuse sind z. B. auch die Vorgänger der Monococs mit den verschraubbaren Glasringen. Das sie so coole Damenuhren konstruiert haben war mir neu.

Wieder etwas gelernt
Danke 😀
 
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Flohmarkthoffi

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Und hier mal zwei Neue:
Tulasilber Damenuhr in ungewöhnlicher Form, Werk signiert "Moeris" , so dass ich annehme die ganze Uhr ist von Moeris. Mit original Ribsband. Emaillezifferblatt und roter "12". Werk mit Ankerhemmung, Streifenschliff.
Silberne Armbanduhr signiert Borel Fils, nehme an für den osteuropäischen Markt, sehr gutes, stabiles Silbergehäuse, Werk gute Qualität, Ankerhemmung. Zeittypisch für 1915-1920. Boden signiert "Astrid".
 

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Ruebennase

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Super schöne Uhren, die Beide sogar noch tragbar sind 😎. Auch wenn das Tula Gehäuse nicht signiert ist könnte es auch gut von Huguenin Frères sein. Zu der Zeit war dieser Gehäuse-, Pokal- und Medallienhersteller der unbestrittene Platzhirsch in Sachen Tula Gehäuse von dem fast alle Uhrenhersteller bezogen haben. Beide Ankerwerke sehen sehr solide aus ...da sage mal einer bei den Damen wurde bei den Werken gespart und nur auf das Äußere geachtet. Die Borel, bei identischer Schätzung des Alters halte ich für etwas jünger als die Morris. Ich bin mir nur sehr unschlüssig ob diese trotz der Astrid Gravur, nicht auch eine Herrenuhr sein könnte. Wie auch immer es sind zwei Bild schöne Zeitzeugen.

Grüße und danke für das Zeigen
Rübe
 

Reiseuhr

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Hier eine Uhr, die meine bessere Hälfte an festlichen Abenden tatsächlich noch trägt. Hergestellt von ESZEHA so Mitte der 1920er Jahre. Platingehäuse (noch ohne Feingehaltspunzierung), das damals so richtig viereckig Geld gekostet haben muss; Platin kostete damals das 5-fache (!) von Gold. Besetzt mit kleinen Single-Cut-Diamanten. Das Armband ist nicht mehr original, aber ich habe ein ESZEHA-Armband aus den 1930ern gefunden, das in meinen Augen gut passt.

IMG_20210320_172551.jpgIMG_20210320_172526.jpg
 
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