Fratello Watches: Besuch bei Sellita

Diskutiere Fratello Watches: Besuch bei Sellita im Uhren News Forum im Bereich Uhren-Forum; Ich bin mir nicht sicher ob wir das hier schon hatten (glaube aber dass nicht): https://www.fratellowatches.com/exlusive-sellita-manufacture/...
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paysdoufs

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Ich bin mir nicht sicher ob wir das hier schon hatten (glaube aber dass nicht): https://www.fratellowatches.com/exlusive-sellita-manufacture/

Da die Werke-Hersteller ja gerne eher geheimnisvoll tun, ist es für den einen oder anderen vielleicht ganz interessant mal in die "heiligen Hallen" schauen zu können...
 
Blackwälder

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Danke für den link zu dem interessanten Artikel.

Da stellt sich mir die Frage, woraus genau und konkret diese „laufenden Verbesserungen“ der nachgebauten ETAs bestehen...
Und, ob in deren Folge die Sellitas tatsächlich besser sind als die Originale?

Verbessert ETA denn eigentlich nichts mehr an ihren cash–cows? :hmm:
 
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Der Motor

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Angesichts der Flut an Inhouse-Kalibern wäre es langsam an der Zeit, dass ETA nachbessert oder sogar neue Kaliber liefert. Aber vielleicht hat man Angst, dass man dann auch den Werken von Omega (gleicher Konzern) zu nahe kommt und sich irgendwann selbst Konkurrenz macht. Aufgrund der Vorteile beim Service (freie Wahl des Uhrmachers, Ersatzteilversorgung) wären modifizierte/neue ETA mit höherer Gangreserve, anderen Unruhen und Spiralen, etc. gefährliche Gegner.
 
Blackwälder

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ja, Deine Sichtweise hat eine unbestreitbare Logik. Schade, wenn sie in der SG wirklich so denken und arbeiten...
das wird der Markt dann wahrscheinlich/hoffentlich irgendwann bestrafen.
 
Reyken

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Das wäre toll - es gibt doch jetzt diese neuen Powermatic 80 Kaliber sogar vereinzelt schon mit Silizium .. das wäre was! Aber mit dem "zu nahe kommen" hast Du bestimmt recht leider
 
Jean23611

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Es gibt doch jede Menge Werke der Swatchgroup, die über das 2824/7750 hinausgehen.
Allerdings werden diese ja exklusiv für die Marken der SG verwendet.
Gute Beispiele sind die 60 Stunden Chronowerke auf 7750 Basis oder auch das Säulenradwerk für Longines.

Ich behaupte mal, wenn Richemont das neue 5 Tage Werk auch nicht-Konzern-Marken zur Verfügung stellt, guckt man bei der SG ziemlich dumm aus der Wäsche.
 
Der Motor

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Momentan bleiben die Innovationen der Eta den Konzernmarken vorbehalten. Es gibt aber Dutzende Marken, die Eta-Werke einschalen und die nicht davon profitieren. Ich verstehe die Strategie der ETA nicht wirklich: man lässt von Sellita die eigenen Werke legal nachbauen, verliert dadurch Marktanteile und entwickelt trotzdem keine geschützten neuen Versionen. Man sieht zu, wie ein "Einschaler" nach dem anderen eigene Werke entwickelt, obwohl man die Power hätte, das zu stoppen. Ist das Geschäft als Werkelieferant so unattraktiv, wären die Investitionen zu hoch?

Ich fürchte fast, bei der ETA denken sie langfristiger und strategischer als man auf den ersten Blick meinen könnte. Die Kosten für die Entwicklung der ganzen "Manufakturkaliber" sind für kleinere Marken horrend und zudem wird der Service auch für den Hersteller dadurch wesentlich anspruchsvoller. Wenn die erste große Welle an Revisionen ansteht, werden wir womöglich einige unschöne Überraschungen erleben. Die Uhren und der Service müssten jedenfalls dadurch eigentlich teurer werden. Den Schritt werden die Käufer nicht bei jeder Marke mitgehen.

Maurice Lacroix und Eterna sind trotz/wegen eigener Manufakturkalibern in wirtschaftliche Schieflage gekommen, Frederique Constant wurde von Citizen übernommen. Vielleicht setzt man bei der ETA auf eine Marktbereinigung im mittleren Preissegment, die durch den Trend zu Inhouse-Werken zusätzlich befeuert werden soll.
 
PuckCyber

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Die Werke, die Sellita nachbaut, da sind die Pantente abgelaufen.

Bei den Powermatic 80 Werken und der Silizium-Flachspirale gilt noch Patentschutz.

ETA will die Konkurenz möglichst klein halten.
Es wird deshalb alles so bleiben wie es ist. :D

Gruß
Puck
 
Der Motor

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Die Werke, die Sellita nachbaut, da sind die Pantente abgelaufen.
Eben. Es wäre für ETA ein leichtes, bessere oder neuere Versionen mit Patentschutz an Maurice Lacroix, Oris, Edox, Mühle, Raymond Weil, Fortis, Sinn etc. zu liefern. Wahrscheinlich fast zum gleichen Preis wie bisher. Wieso machen die das nicht?
 
bachmanns

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Das könnte mit der noch bestehenden Lieferverpflichtung der ETA an externe Kunden zusammenhängen. Die ETA darf für Werke, die an externe Uhrenhersteller verkauft werden, meines Wissens nicht mehr verlangen als für Lieferungen an die konzerneigenen Marken. Diese Restriktionen enden ab 2020 und ich kann mir vorstellen, daß dann auch die neuen Werkegenerationen an andere Hersteller verkauft werden, wenn die ETA dafür mehr Geld verlangen kann als das eventuell momentan möglich wäre.

--- Nachträglich hinzugefügt ---

ETA will die Konkurenz möglichst klein halten.
Gerade das will die ETA nicht. Die Swatch-Group hat schon 2002 die Absicht geäußert, die Lieferungen an externe Hersteller einzuschränken oder zu beenden. Erst in der Folge kamen ja mit Sellita & Co. überhaupt nennenswerte Wettbewerber in den Markt. Bei der Swatch-Group war man es leid, daß Hinz & Kunz sich billig mit ETA-Werken eindecken konnte (wg. Lieferverpflichtung zu festgelegten Preisen) und dadurch den eigenen Konzernmarken Konkurrenz machten. Diese Konkurrenz sollte doch zukünftig ihre Werke entweder selbst entwickeln oder woanders einkaufen.

Ab 2020 endet die jahrzehntelange Lieferpflicht und die ETA darf dann ihre Werke zu beliebigen Preisen an Andere verkaufen oder darf eben auch auf eine Belieferung verzichten. Alternative Anbieter gibt es ja mittlerweile. Hayek Senior hat ja sogar die Wettbewerber seinerzeit aufgefordert, die nicht mehr dem Patentschutz unterliegenden ETA-Werke einfach zu kopieren. Diese hatten nämlich darüber geklagt, wie es ihnen denn gelingen sollte, eigene Werke zu entwickeln, um der Abhängigkeit durch die ETA zu entgehen.
 
L

Ladit

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Interessant wird es erst, wenn LVMH mit seiner Siliziumtechnologie in den Uhrwerksmarkt einsteigt, dann haben auch günstige Marken High-End Werke in bisher unerreichter Präzision. Fraglich ist ja dann, ob diese Werke von LVMH selbst hergestellt werden oder ob, wie angekündigt, die Technologie lizensiert wird.
 
K

KaEff

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Ja.
Es ist schwierig mit der Innovation. All das, was heute produziert wird, muss auch noch zu verhältnismäßigen Konditionen gewartet und revidiert werden können.

Ich denke eher, interessant wird es erst, wenn die zweiten oder dritten Revisionen von Nöten sein werden, erste komplexerer Ersatzteile beschafft werden müssen und Probleme auftreten, die nicht mehr so einfach zu lösen sein werden.

Schon heute ist es teilweise schwierig, für 30 Jahre alte Uhren Dichtungssätze oder Kronen zu beschaffen. Und das sind nicht unbedingt spezielle Bauteile. Wie es sich in Zukunft mit den m. E. recht speziellen Assortiments verhalten wird? Für gewisse Marken werden hohe Ersatzteil-Kosten sicher durchsetzbar sein und "in Ordnung gehen". Für andere weniger klangvolle Namen wird die Entwicklung eventuell das Abschreiben der geliebten Uhr bedeuten.
 
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